Angst vor Operation: Meine Mam bekommt die Schilddrüse raus

    Hi.


    Ich weiß etwas ungewohnt das ich das schreibe aber es ist folgendes. Meine Mutter bekommt bald die Schilddrüse rausoperiert. Die Sd ist bei ihr voller Knoten und man merkt auch das sie nicht mehr richtig arbeitet, meine mam ist total hektisch in letzter zeit, schusselig und macht sich über alles sorgen. Also meinte der Arzt die Sd muss raus und die hormone werden mit Medikamenten eingestellt.


    Der Arzt sagt das ist gar kein Problem, kein grund zur Sorge; meine Mutter meint das selbe; meine Freundin auch; aber......ich habe im Internet berichte gelesen wo das rausoperieren der Sd nicht so einfach war. Sogar unsere Nachbarin konnte, als sie die Sd raus bekamm danach 3 Wochen nicht richtig sprechen.


    Also was für Erfahrungswerte habt Ihr oder was könnt Ihr mir erzählen? Muss ich mir sorgen um meine Mutter machen oder mache ich mir dadurch nur unnötig falten?


    Danke.


    P.S.: Kann man hier irgendwie eine Emailbenachrichtigung anschalten das ich ne Email bekomme wenn eine neuer Beitrag gepostet worden ist oder geht das in diesem Forum nicht???

  • 27 Antworten

    Hallo, ich habe sehr gute Erfahrungen mit meiner Schilddrüsen-OP gemacht. Ich wollte auch lange Zeit nicht "unters Messer". Ich hatte nur einen Knoten in der Schilddrüse und die Funktion selbst war eigentlich nicht gestört, aber der Knoten wurde größer und größer (am Schluss 4,5 cm). Als ich dann auch schon beim Schlucken Beschwerden hatte, habe ich mich endlich dazu entschlossen, mich operieren zu lassen. Bei mir war die Entscheidung besonders schwierig, weil ich beruflich singe und daher auf meine Stimme angewiesen bin.


    Ich habe mich vorher gut informiert und wurde (weil es ein kleines Krankenhaus, das auf Schilddrüsen OPs spezialisiert ist) auch vom Chefarzt operiert.


    Er hat mir erklärt, dass während der OP speziell darauf geachtet wird, dass der Stimmbandnerv nicht verletzt wird (das ist ein Risiko, das man leider nicht ganz ausschließen kann). Aber mit einem speziellen Überwachungsgerät wird es sehr minimiert!


    Bei mir hat man die halbe Schilddrüse rausgenommen (auf der anderen Seite waren keine Knoten), deswegen war der Schnitt nicht so groß (ca. 4 cm). Aber ich hatte auch eine Zimmernachbarin, bei der die ganze Schilddrüse entfernt wurde (da war der Schnitt halt doppelt so lang). Aber sie hatte auch nicht mehr Probleme mit der OP als ich.


    Die OP dauert ca. 1 einhalb Stunden. Am ersten Tag hatte ich ziemliche Schmerzen (vor allem beim Schlucken, weil sich da ja der Kehlkopf bewegt und dadurch immer an der Stelle zieht, an der der Schnitt sitzt. Aber man bekommt auch Schmerzmittel. Ich war am zweiten Tag sehr verschleimt im Hals und in den Bronchien (das kam wahrscheinlich von der Intubation), aber ich hab dann was zum Lutschen bekommen und habe einfach viel getrunken.


    Am dritten Tag wurde die Drainage (eine Art kleiner Schlauch am Rand der Wunde, aus dem Blut und Sekret abfließen kann)herausgenommen und am vierten Tag schon die Fäden entfernt.


    Mit der Stimme hatte ich Glück - ich hatte überhaupt kein Problem und konnte sofort am nächsten Tag wieder normal sprechen und nach zwei Wochen auch wieder singen.


    Man muss sich ca. zwei bis drei Wochen etwas schonen (die Narkose schlaucht einen schon auch ganz schön).


    Heutzutage ist eine Schilddrüsen OP ein sehr häufiger Eingriff. Man muss nur darauf achten, dass man sich auch in einem Krankenhaus operieren lässt, wo der Chefarzt operiert bzw. auf jeden Fall jemand, der schon viele OPs gemacht hat.


    Also mach dir nicht allzu große Sorgen. In den meisten Fällen läuft so eine OP gut. Ich drück deiner Mutter fest die Daumen, dass es auch so gut klappt wie bei mir. Gruß:)^:)^

    Re: Schildrüse

    Hallo,


    Du machst Dir wirklich unnötig Falten. Ich kann den Bericht von Dynamiker nur bestätigen. Eine Schilddrüsen-OP ist heute keine gefährliche Sache mehr.


    Aber eines möchte ich Deiner Mutter raten: eine gute Information im voraus, damit sie weiß, was mit ihr passiert. Das nimmt die Angst und sie ist auf alle Fragen vorbereitet,die sie danach haben wird. Die Ärzte sagen leider nur das Nötigste,außer wenn man sie halt fragt.


    Informationen kannst Du hier mehr als genug finden.


    Alles Gute für Deine Mutter wünscht erol @:)

    Ok danke ihr habt mich beruhigt. Ihr OP Termin ist am 08.02. bis dahin werde ich wohl etwas angespannt sein. Ich schreibe dann wie es gegangen ist und wie es mir geht. Danke.

    Du solltest in jedem Fall mit den klinischen Werten (T3/T4, TSH, TSHR-AK und Diagnose des aufnehmenden oder behandelnden Arztes noch eine Schilddrüsenspezialisten konsultieren). Ich weiß das mögen die Docs nicht so gerne. Aber bei erhöhten T3/T4 Werten schnippeln die gerne oder Behandeln mit radioaktivem Iod131.


    Die Frage ist, ob eine vollständige Resektion tatsächlich nötig ist, oder, ob man mit konservativeren Mitteln nicht ebenfalls zu einem für das Lebensgefühl der Patientin ebenso angenehmen Zustand kommt. Nach meiner Erfahrung reagieren nicht alle Patienten auf die Hormonsubstitution gleich gut. Insbesondere Leute, die schon sehr lange sozusagen auf "Hochtouren" gealufen sind, weil sie viel Schilddrüsenhomron gebildet haben, sind anschließend ziemlich schlapp und antriebslos. Die Schilddrüse passt ihren Hormonausstoß normalerweise an die Situation des Patienten an - also reagiert auf Ausseneinflüße und Empfindungen, sowie auf körpereigene Signale.


    Nach vollständiger Entfernung geht das nicht. Das Hormon wird immer gleich dosiert.


    Also meine Empfehlung: 2. Meinung einholen, Gefahr scheint nicht im Verzug zu sein, also keine unnötige Eile. Und lieber mal einen Doc verärgern, als sich nachher selber ärgern.

    Auf jeden Fall solltet Ihr eine 2. Meinung einholen.


    Wie Du das Verhalten Deiner Mama beschreibst (übernervös und schusselig) handelt es sich bestimmt um "heiße Knoten". Bei dieser Art muß man nicht unbedingt mit dem Messer ran. Man kann eine Radiojodbehandlung machen. Dabei schluckt man eine genau berechnete Menge radioaktives Jod und muß dann je nach Größe und Art der Knoten 1 oder 2 Wochen im Krankenhaus bleiben. Ist doch auf jeden Fall angenehmer als eine Operationswunde. Außerdem gibt es - wenn es denn sein soll - inzwischen auch schon Ärzte, die diese Operation mit den modernen endoskopischen Geräten machen. Also nur millimetergroße Eingänge schneiden. Man hat dann anschließend auch keine Narben am Hals.


    Also erkundige Dich bei Ärzten, nicht gleich das nächstbeste machen.

    An papabaerchen...

    Also ich hatte meine SD OP am 21.11.05.


    Noch ziemlich frisch!!!


    Ich hatte kalte und warme Knoten.Der kalte ziemlich groß mit fast 5 Zentimeter und der drückte schon auf die Speiseröhre so daß ich beim Essen immer Schluckbeschwerden hatt und drückte auf die Luftröhre dass ich immer schnell außer Atem war,außerdem hatt ich bis vor der OP Herzrythmusstörungen und musste Betablocker nehmen auch hoher Blutdruck und Herzschmerzen und nahm auch in 3 Wochen 12 Kilo ab und schlief keine NAcht mehr.


    Alles Zeichen einer ÜF.Wegen des kalten Knotens kam für mich nur OP in Frage weil diese sich in etwas böses verwandeln können (nicht müssen).


    Hätte ich nur den warmen gehabt dann vielleicht laut Arzt Radiotherapie.


    Da liegt man aber unter Umständen länger im KH als bei der OP und eine endgültige Sache ist dies auch nicht.


    Nun zur OP.Mach dich nicht verrückt wie ich zuvor.Das Danach hat gezeigt das dies alles zum Verlauf gehört.


    Es ist ein Routineeingriff,und im KH wo ich operiert wurde hat der Chefarzt selbst operiert und war auch bei Der Voruntersuchung dabei.Die haben dort auch ein neues Verfahren wo während dem Eingriff Elektroden an den Stimmbandnerv gehängt werden um ein Signal abzugeben wenn man diesem zu Nahe kommt.


    Konnte nach der OP sofort und wunderbar ohne Einschränkung sprechen.Hatte nur 2 tage später durch die Intubation etwas Heißerkeit ,trockenen Hals und war verschleimt,geht aberc weg oder wird gelindet durch viel trinken und doch etwas weniger reden.bei mir stand der Svhnabel den ganzen Tag nicht still,hatte viel Besuch.


    Ich selbst hatte 2 Drainagen weil ich rechts und links geschnippelt wurde.


    Das ziehen dieser Drainagen ist aber ehrlich nicht schmerzhaft genauso wenig wie das ziehen vom Faden,der war nämlich bei mir am Stück und nicht lauter einzelne Fäden.Nach 8 Tagen durfte ich nach Hause.


    Außerdem sieht meine Narbe schon sehr schön aus.Denke mal dass da nicht viel von übrig bleibt.


    Natürlich hat man eine Weile ein Spannungsgefühl in der Gegend das kommt aber davon weil die ja innen drin geschnitten und genäht haben,denke mal dass da ein innerlicher Bluterguss entsteht,der dauert länger bis er abgeheilt ist wie die äußere Wunde.


    Glaub mir ist nicht so schlimm.


    Mittlerweile muss ich meine Herztabletten nicht mehr nehmen,mein Blutdruck ist jetzt eher zu niederig und ich bin im gesamten viel ruhiger geworden.


    Habe gedacht ich drehe durch und alles geht nicht wieder weg.


    Diese Dinge brauchen einfach ein wenig Zeit und Geduld.hab jetzt zwar mittlerweile eine UF ist auch an den Werten sichtbar.


    Aber jetzt muss ich halt mit SD Medikamenten eingestellt werden,die muss man ja sein lebenlang nehmen,Ist aber ne kleine Tablette und damit kann ich leben.


    es ist ja nur ein SD Ersatz und keine schlimme Tablette.


    Hoffe ich konnte dir weiterhelfen.


    seifenkiste

    Danke an alle. Ihr habt mir wenigstens ein bischen die Angst genommen. Klar etwas anspannung wird immer bleiben aber ich denke mitlerweile sehr positiv darüber. Wenn alles vorbei ist schreibe ich euch wie es gelaufen ist.


    Nochmals Danke.

    Also mitlerweile sind fast 14 tage vergangen und meine Mam ist wieder daheim. Ist alles gut gegangen nur.......das muss ich euch erzählen:


    Also seit der Operation tut ihr so ganz leicht die narbe weh. Rechte seite so ganz leichtes Steckgefühl sagt sie immer. Es ist auch leicht rot wie ein kleiner Pickel.


    Heute kommt sie zu mir und meint sie fühlt da irgendwas. Also schaue ich mir das an und stimmt, da ist was, sieht aus wie ein mitesser der gerade rausgedrückt wurde aber viel fester. Also nehme ich ne Pinzette und versuche das ganz vorsichtig herauszuziehen und siehe da ich ziehe ein Stück vom Faden raus. Aber nicht nur so ein kleines Stück das man leicht übersehen kann, nein, ein Stück das 13 Zentimeter lang ist.


    Ich war geschockt, bin es immer noch leicht. Wie kann man sowas übersehen? Ich kann mir nicht vorstellen das der Faden da so rein gehört. Naja jedenfalls ist dieser "pickel" jetzt weg und es tut nicht mehr weh. Jetzt hat sie zwar das gleiche Druck und stech gefühl auch auf der anderen Seite, vielleicht ist da auch noch ein Faden drin.......


    Irre, ich kann es noch gar nicht fassen, wie "genau" unsere Ärzte heutzutage arbeiten....

    Schilddrüsen-OP

    Die Fäden werden nach der OP meistens am 10. Tag gezogen.Das wird vom Hausarzt gemacht. Du schreibst nicht,ob Deine Mutter schon dort war.


    Wenn nicht,schick sie auf jeden Fall hin, es könnte noch ein Faden drin sein.Und ihre Hormone müssen ja auch neu eingstellt werden.


    Ein leichtes Stechen und Ziehen an der Narbe ist völlig in Ordnung.


    Mit einer normalen Hautcreme(z.B. Ringelblumensalbe) kann sie die Narbe pflegen,eine spezielle Narbensalbe darf aber erst nach 6 Wochen angewendet werden.

    ja sie war schon beim hausarzt. Das mit den Hormaonen weiß sie und sie bekommt schon fleißig tabletten und geht auch nächste woche zum blutbild um alles überprüfen zu lassen.


    Das der Hausarzt die Fäden zieht hat niemand gesagt. Das wurde uns nicht mitgeteilt. Und der wusste anscheinend auch nichts.


    Das komische ist auch, das ihr die Fäden nach 5 tagen im KRankenhaus schon gezogen worden sind (normale schwarze fäden) und den den ich ihr heute rausgezogen habe war so ein durchsichtiger, wie eine Angelschnur.


    Wieviele Fäden sind denn noch drinnen?

    Du hast wahrscheinlich den Faden vom Untergewebe rausgezogen.


    Der bleibt normalerweise drin und löst sich auf. Sein Pech, daß er rausguckte;-D


    Ich würde auf jeden Fall den Arzt noch einen Blick drauf werfen lassen und ihm sagen,was passierte.:-)

    Ja aber es ist doch trotzdem nicht normal, das 1. er von alleine rauskommt und dabei sogar leicht eitert...wie gesagt am anfang sah es aus wie wenn es ein Pickel ist. Und 2. das niemand es für nötig erachtet das zu sagen. Ok, ein Faden der sich selbst auflöst ist schön und gut aber ich denke es sollte doch gesagt werden. Jeder würde es verstehen wenn man beim Abschlussgespräch sagt "Operation gut verlaufen....blablabla... sie haben noch einen Faden drin der aber selbstauflösend ist". Ist doch kein großer Aufwand das zu erwähnen.


    Zum Arzt geht sie nächste Woche eh weil da ein Blutbild ansteht wie es eben mit den Hormonen aussieht.

    Ich kann Deinen Ärger verstehen.


    Aber es gibt ja nicht nur einen Arzt auf jeder Station. Deshalb kann kein Arzt wissen, was sein Kollege schon alles erzählt hat. Von sich aus sagen die Ärzte nur das Nötigste,das ist meine Erfahrung.


    Ich hatte auch schon vor der OP deiner Mum darauf hingewiesen,sich vorher gut zu informieren,damit sie dem Arzt gezielt Fragen stellen kann.


    Nun ist es dumm gelaufen,für Informationen aber nicht zu spät.


    Schau mal unter http://www.sd-krebs.de ,da findest Du weitere Informationen.*:)