Grässlicher Blähbauch mit Metformin Hexal 500mg abends

    Ja, die Überschrift sagt alles.


    Ich bekomme Metformin wegen einem auffälligen HOMA-Index (2,4), Verdacht auf PCOS (das wird noch geklärt), Schwindel und Heisshunger.


    Mein OGTT war folgendermaßen:


    0h Wert: 107mg/dl


    1h Wert: 160 mg/dl


    2h Wert: 129 mg/dl


    (kapillar)


    Nüchterglucose venös war bei 89, auch ein bisschen hoch.


    Hba1c: 5,1 % (laut Arzt viel besser als erwartet).


    Bringt es was ein anderes Metformin zu testen? Mit der Dosierung muss ich dann irgendwann eh hochgehen, wenn sich die PCOS-Sache bestätigt.


    Wie kann ich so einen Blähbauch vermeiden? Kohlenhydratarme Ernährung und noch?!

    @ :)

  • 29 Antworten
    Zitat

    Nüchterglucose venös war bei 89, auch ein bisschen hoch.

    ???


    Welche Nüchternwerte, möchtest du den haben?


    89mg/dl ist nicht zu hoch, sondern vollkommend in Ordnung.


    Dein Glucosetoleranz-Test ist auch in Ordnung, genau so wie dein HbA1c. Der HOMA-Index mit 2,4 ist auch nur ein Hinweis auf eine Insulinresistenz. Sicherlich ist er sehr Grenzwertig, aber erst mal kein Grund zur Panik.


    Im Moment halte ich eine Therapie mit Metformin, nicht für Sinnvoll und notwendig, zumindest nicht für den Zuckerstoffwechsel.


    Wenn sich die Diagnose, PCOS bestätigt, wären Glitazone (zb. Rosiglitazon) eine Alternative zu Metformin. Dieser Wirkstoff zeigt eine ähnliche Wirkung, bei PCOS, wie Metformin. Glitazone werden halt aus Kostengründen nicht gerne verschrieben.


    Allerdings solltest du bei einer Glitazontherapie, nicht zu Übergewicht neigen.

    Ich nehme auch Metformin (als Wirkstoff) wegen PCO und hab verschiedene Hersteller ausprobiert und hatte immer fürchterliche Blähungen |-o und mir war vor allem Abends immer fürchterlich übel. Doch seit ich die Siofor nehme geht es mir besser. Die sind zwar etwas teuer als die anderen, aber das ist es mir wert. Allerdings braucht es auch eine Weile bis der Körper sich an das Metformin gewöhnt. Wie lange nimmst du denn die Tabletten schon und wieviel? Man sollte nämlich langsam einschleichen und nicht gleich mit der ganzen Dosis beginnen, aber das hat dir dein Arzt sicher gesagt, oder?


    LG

    Zitat

    Welche Nüchternwerte, möchtest du den haben?

    Um die 70.

    Zitat

    89mg/dl ist nicht zu hoch, sondern vollkommend in Ordnung.

    Im Zusammenhang mit meinem grenzwertigen HOMA ist es eben nicht in Ordnung – zumal ich erst 21 bin und nicht gerade 140kg wiege.

    Zitat

    Dein Glucosetoleranz-Test ist auch in Ordnung, genau so wie dein HbA1c.

    Der HbA1c ist toll, das weiß ich. Spricht dafür, dass ich den Schwindel und den Heisshunger erst seit 3 Wochen hatte, als das getestet wurde – es wurde nicht gewartet, bis es zu spät ist, sondern gleich geschaut.


    Der oGTT ist dem Arzt im 0h und im 2h Wert zu hoch. Ich zitiere mal "wenn sie 80 Jahre wären, wäre das in Ordnung, aber nicht mit 21".

    Zitat

    Der HOMA-Index mit 2,4 ist auch nur ein Hinweis auf eine Insulinresistenz. Sicherlich ist er sehr Grenzwertig, aber erst mal kein Grund zur Panik.

    Anschlag Oberkante hängt der ;-)


    Panik macht überhaupt niemand, ich nehme das Metformin ja auch nicht, weil vor Angst zitternd zu Hause sitze, sondern weil der Schwindel und der Heisshunger mit dem Met der Vergangenheit angehören.


    Die Metformintherapie wurde mir angeboten, ich müsste nicht, aber könnte schon in der niedrigsten Dosierung anfangen, wenn ich es vertrage.


    Da es mir mit Metformin wesentlich besser geht als ohne (und ich hatte sogar schon einen Eisprung ]:D ) ist das ein Grund, dabei zu bleiben.


    Zuckerwerte soll ich nach 2-3 Monaten Metformin kontrollieren lassen.


    Es wird übr. von anderen Diabetologen schon ab einem HOMA von 2,0 behandelt. ;-)

    Zitat

    Im Moment halte ich eine Therapie mit Metformin, nicht für Sinnvoll und notwendig, zumindest nicht für den Zuckerstoffwechsel.

    Erklärung siehe oben, Schwindel und Heisshunger sind weg – was eine Gnade ist ehrlich gesagt.


    Ich bin nach der geringsten Anstrengung fast umgekippt, nicht sehr schön.

    Zitat

    Wenn sich die Diagnose, PCOS bestätigt, wären Glitazone (zb. Rosiglitazon) eine Alternative zu Metformin. Dieser Wirkstoff zeigt eine ähnliche Wirkung, bei PCOS, wie Metformin. Glitazone werden halt aus Kostengründen nicht gerne verschrieben.

    Öhm. Beides ist bei Diagnose PCOS eh eine Off-Label Therapie und ich darf aus eigener Tasche bezahlen. Nur antiandrogene KOK werden auf Kasse verschrieben, die will ich aber nicht ":/


    Beim Metforrmin bleibe ich, weil es mir wirklich viel viel besser geht.

    Zitat

    Allerdings solltest du bei einer Glitazontherapie, nicht zu Übergewicht neigen.

    Dank ordentlicher Thyreopathie wiege ich seit 1 Jahr leider 69kg (ich bin 1,64m). Allerdings siehts nicht so fett aus wies klingt ]:D


    Aber das schließt die Glitazone ja auch noch aus.




    aber meine Frage war ja auch nicht, ob Metformin sinnvoll ist – das steht für mich außer Frage – sondern wie ich die Blähungen mildern kann. Tut nämlich weh ;-)

    @ Renesmee

    Ich nehme seit 4 Wochen das Metformin in der obenstehenden Dosierung, also 500mg (eine halbe 1000er abends).


    Weil mir immer schlecht war, wenn ich es zum Abendessen genommen habe, sollte ich es vorm schlafengehen nehmen – seitdem ist die Übelkeit weg.


    Die 500mg sind die Einstiegsdosis ;-)

    Es könnte auch noch etwas dauern, bis du dich gewöhnt hast. Können schon 2-3 Monate sein. Ich hab glaub mit zweimal einer halben 500mg - Tablette angefangen. Ist schon eine ganze Weile her.


    Kannst du deinen Arzt nicht nach Probepackungen verschiedener Hersteller fragen um rauszufinden, ob du eine andere "Marke" besser verträgst? Ich war bei einem Diabetologen, da gab es viele Muster für den Selbsttest. Am schlechtesten hab ich übrigens die von R

    vertragen.


    LG

    Mh, ich hab jetzt grad Heumann aufgeschrieben gekriegt.


    Aber ich wollte meine HA nicht weiter belästigen, die ist zweimal fast in Ohnmacht gefallen: einmal wegen meiner astronomisch hohen Dosis an Schilddrüsenhormonen und dann wegen Metformintherapie bei den Zuckerwerten.


    Nach einem kurzen Geknurre "das ist aber nur eine Schönheitstherapie" – "Mir gehts aber besser so" hat sie mir ein BZ-Messgerät mitgegeben :-o

    Ich vertrag nur Diabesin. Von jedem anderen Metformin geh ich kaputt im Bauch. Ist laut Arzt auch das verträglichste Präparat. Aber man sollte dem Körper auch echt noch mehr Zeit geben *:)

    Achso, und sie meinte, ich sollte ganz ganz schlimm aufpassen nicht zu unterzuckern – aber angeblich (also laut PB) kann man mit Metformin gar nicht unterzuckern?


    Und es würde Gefahr bestehen, dass meine Inselzellen den Geist aufgeben...


    kann mir das einer erklären?! ":/

    ich nehme wegen insulinresistenz (homa-ir: 3,25) auch metformin. je morgens und abends 500 mg siofor, seit februar diesen jahres. ich habe auch eingeschlichen und bei der höchstdosis haben bei mir die nw eingesetzt und sind bis jetzt nicht wieder verschwunden. habe meinen endo gestern darauf angesprochen und er meinte nur dass die nw vorwiegend beo kohlenhydraten auftreten u ich deswegen eiweißbasierter essen soll. und halt das met direkt nach dem essen nehmen, aber mache ich ja schon. auch toll: soll zucker und fett meiden und jetzt asuch noch kh. soll ich den ganzen tag nur fleisch essen!?


    hab von anderen schon gehört dass sie mcp-tropfen (oder so ähnlich) gegen die nws bekommen. vllt sprichst du den arzt mal drauf an?


    lg

    MCP hab ich weil ich eh so ein "mir ist schlecht" Kind bin ;-D


    MCP nützt aber nix bei dem Blähbauch, sondern bei Motilitätsstörungen im Magen-Darm-Trakt. Ebenso verstärkt es die Aufnahme von Schmerzmitteln.


    Ich nehme das Metformin vorm Schlafengehen, also unnabhängig vom Essen – sonst ist mir den nächsten Tag kotzübel.


    Meine Hausärztin (zu dem Arzt, der mich auf Metformin gesetzt hat kann ich leider nicht mehr wegen Umzug) hat mich dazu verdonnert alle 2 Wochen BZ zu messen (sie hat mir ein Gerät mitgegeben) und Tagebuch zu führen ":/


    Wobei ich ja auf 500mg Metformin bin, was m.E. nicht viel ist.


    Dass ich, wenn sich das mit dem PCOS bestätigt, eh Metformin nehmen muss und das höher dosiert, war irgendwie egal. Ich hoffe nur, die wollen mich dann nicht auf die Pille setzen (die ich eh nicht nehmen werde ]:D ) – mein alter Internist hat gleich gesagt: dann gibts Metformin %:|

    Zu meinem obigen#

    Zitat

    um die 70

    muss ich dazusagen:


    mein jetzt leider ehemaliger Internist möchte den Zucker auf knapp über 70 sehen. Begründung: ich bin erst 21.

    @ :)

    ich frage mich wie man mit Metformin bitte unterzuckern sollte? Vielleicht kann mich jemand eines besseren belehren, aber es ist ja nun kein Insulinsenker. Es macht die Zellen nur ansprechbarer. und von 500ern kann man dann schon eh nicht unterzuckern. So zumindest auch mein Endo und mein Diabetologe.


    Inselzellen? Hat bei mir noch nie einer erwähnt %:|

    Zitat

    ehemaliger Internist möchte den Zucker auf knapp über 70 sehen. Begründung: ich bin erst 21.

    Ein Nüchternwert von 89 mg/dl ist ein ganz normaler Wert, unabhängig vom Alter. Das ist ungefähr so, wie wenn ein Arzt bei einen Blutdruck von 120/80 sagt, besser wäre 110/70, sie sind ja erst 21.

    Zitat

    Der oGTT ist dem Arzt im 0h und im 2h Wert zu hoch. Ich zitiere mal "wenn sie 80 Jahre wären, wäre das in Ordnung, aber nicht mit 21".

    Das kann ich auch nicht nachvollziehen. Wenn man überhaupt etwas beanstanden will, dann wäre es der Wert, nach einer Stunde.

    Zitat

    Beides ist bei Diagnose PCOS eh eine Off-Label Therapie

    Es sei den es wird als Diabetes Therapie verschrieben. Dies ist bei deinen Werten, im Moment, allerdings etwas schwierig.

    Zitat

    sondern wie ich die Blähungen mildern kann. Tut nämlich weh

    Im Prinzip eigentlich gar nicht. Sicherlich besteht die Möglichkeit, über die Nahrung etwas zu ändern, aber das ist unter dem Strich ja keine Dauerlösung. Oft ist es so, dass nach einiger Zeit die Nebenwirkungen verschwinden, aber leider nicht bei jedem.


    Dann kommt es auch auf die Dosis an. Ich habe zb. bis 1700 mg täglich gut vertragen, aber mehr war nicht möglich.


    Dann bleibt halt noch die Möglichkeit, Metformin von einem anderen Hersteller zu probieren, dass versucht du ja im Moment.

    Zitat

    einmal wegen meiner astronomisch hohen Dosis an Schilddrüsenhormonen und dann wegen Metformintherapie bei den Zuckerwerten.

    Schilddrüsenhormone können die Zuckersenkende Wirkung von Metformin stark einschränken. Vielleicht hat sie deshalb so reagiert.

    Zitat

    Achso, und sie meinte, ich sollte ganz ganz schlimm aufpassen nicht zu unterzuckern

    Bei Metformin besteht, aufgrund seines Wirkprinzipes, so gut wie keine Gefahr einer Unterzuckerung. Das ist bei Sulfonylharnstoffen so, dass es oft zu Unterzuckerungen kommen kann.

    Zitat

    Und es würde Gefahr bestehen, dass meine Inselzellen den Geist aufgeben...

    Auch hier sind es die Sulfonylharnstoffe, welche die Bauchspeicheldrüse stark stressen, da diese die β-Zellen stimulieren, vermehrt Insulin auszuschütten (unabhängig von Blutzuckerspiegel).