Produktion von körpereigenem Cholesterin beeinflussbar?

    Seit ich durch die Wechseljahre durch bin, habe ich massive Probleme mit meinem Gesamtcholesterin und auch dem LDL. Der HDL ist im positiven Bereich, der Gesamtcholesterin immer über 300, Spitze war bei 360 und der LDL immer so um die 170. Da ich aber aus Gewichtsgründen (anders als früher *seufz*) mittlerweile auch aufs Essen achten muss, lebe ich gesünder als jemals vorher. Wenig bis fast gar kein Fleisch, keine Butter, keine Eier, keine Sahne, viel Gemüse, Obst und Fisch. Sport auch regelmäßig. Und trotzdem diese miesen Werte. Ich bin 1,73 cm lang, wiege 60 Kilo und bin 53 Jahre alt.


    Früher hab ich mir um das, was ich esse, gar keine Gedanken gemacht und habe immer bis nur max 250 Gesamtchol. gehabt und die anderen Werte waren immer top. Der Arzt sagt, das ist halt so, erbliche Vorbelastung und da kann man nix machen und ich soll jetzt Tabletten nehmen. Es wird aber überhaupt nicht geschaut, WOHER oder WARUM die Werte auf einmal so anders sind. Da muss es doch eine Ursache geben! Bin aber leider nur Kassenpatient und mir wird jedes mal vorgerechnet, was das alles kostet, jede Blutuntersuchung, jedes Ultraschall usw. Ich gehe zwischendurch immer mal in die Apotheke, um die Werte kontrollieren zu lassen. Das ist zwar teuer, aber ich muss mir die Vorträge nicht anhören.... Das aber nur nebenbei.


    Ich möchte jetzt einfach wissen, ob es von mir aus noch irgendeine machbare Möglichkeit gibt, diese Werte zu beeinflussen OHNE Medikamente nehmen zu müssen. Hat jemand Tipps????


    Danke und Grüße


    tausendsterne ":/

  • 13 Antworten

    :-( Bin ich mit meiner Frage hier vielleicht nicht richtig??? Wohin gehört denn sonst eine Frage zu Cholesterin, wenn nicht in die Stoffwechsel-Ecke?


    Gruß

    Kleine Frage: wie sieht es mit deiner Schilddrüse aus ? Evlt Unterfunktion ? Sowas KANN auch zu erhöhtem Cholesterin führen. Obwohl...dein Spiegel war ja immer etwas erhöht...


    Wie sieht es bei deinen Eltern aus, kann es Vererbung sein ?

    Der lipoproteinwert ist genetisch festgelegt und bleibt ein leben lang gleich, außer man nimmt bestimmte medikamente die zu erhöhten fettwerten führen können oder auch manche erkrankungen. Allerdings ist es normal, dass man nach den wechseljahren erhöhte lipoproteinwerte hat. Deine gene kannst du nicht verändern. ;-)

    Also in der Familie meiner Mutter sind hohe Cholesterinwerte "normal", die Onkel und Tanten und auch meine Mutter schlucken alle Medikamente. Mein Vater hatte immer Werte unter 200 und hatte doch drei Herzinfarkte.... Meine Werte haben früher immer so im Bereich zwischen 200 und 250 gependelt und ich hab gar nicht danach gelebt. Fleisch und Fett gefuttert, kaum Gemüse und wenig Obst. Und auf einmal spurten die Werte um 100 Punkte hoch. Das kann doch nicht alles Vererbung sein ?!?!? Nee, meine SChilddrüse ist schon lang nicht mehr untersucht worden. Als Jugendliche hatte ich eine Überfunktion und habe ein paar Jahre Tabletten nehmen müssen. Danach war alles im grünen Bereich. Kann sich das denn auch so ändern? Und das schlagartig?


    LG

    Zitat

    Kann sich das denn auch so ändern? Und das schlagartig?

    Ja! Frauen haben durch die östrogene einen schutzmechanismus gegen zu hohe cholesterinwerte, nach den wechseljahren sinken die östrogene stark ab und somit verschwindet diese protektive wirkung, das risiko einen herzinfarkt zu erleiden steigt aufs gleiche level wie bei den männern an. Gleichzeitig kommt es zu einer vermehrung des körperfetts, denn da wird ebenfalls östrogen produziert, allerdings zu wenig um das cholesterin weiterhin niedrig zu halten.

    Zitat

    Wenig bis fast gar kein Fleisch, keine Butter, keine Eier, keine Sahne, viel Gemüse, Obst und Fisch

    Kein Wunder - bei der Ernährung!


    Butter, Eier und Sahne gehören in jeden vernünftigen Speiseplan, denn es gibt kaum Lebensmittel, die so förderlich für deine Gesundheit sind wie diese.


    Natürlich zählen hierzu noch Käse (aber bitte keine anderen Milchprodukte), Kokosfett, Gelatine und generell Lebensmittel mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren.


    Mehrfach ungesättigte Fettsäuren solltest du deiner Gesundheit zuliebe stark reduzieren. Sie belasten ebenso wie zu viel Fruktose deine Leber.

    Es gibt ein wunderbares Buch: Die Cholesterinlüge.


    Was uns die Reglements der Pharmakonzerne zum Absatz ihrer Produkte alles als krankhaft einbläuen wollen, ist schon famos.


    Und ist es nicht logisch, dass der Körper Cholesterin en masse produziert, wenn er es mit der Nahrung nicht mehr bekommt?


    Ich hätte mehr Angst vor den Nebenwirkungen solcher Medikamente, die den Cholesterinspiegel senken, als vor den wenigen Milligramm, sie in Lebensmitteln (die dienen dem Leben, das sagt schon das Wort - nicht Medikamente) aufzunehmen.


    Es sterben mehr Menschen an Medikamentennebenwirkungen als an genetisch bedingtem Cholesterinspiegel.


    Es gibt keine Studien, die eindeutig beweisen, dass Cholesterinhemmer das Leben verlängern. Wie sollte das auch sein, über unser Leben entscheidet etwas ganz anderes.... Sicherlich ist ein Grabgräber die Angst.


    Dem Leben vertrauen, es genießen und das mit einem guten Essen, was natürlich ist.


    Margarine, die angeblich eine pharmazeutische Wirkung hat (vielleicht, wenn man täglich 3 Kilo davon isst) ist sicherlich weitab von dem, was man als natürlich und esund einstufen könnte.


    Es ist zum Beispiel gesichert, dass das Cholesterin von Eiern im Magen bereits vernichtet wird. Es also keinen Einfluß hat auf den Cholesterinspiegel. Wozu dann also der Verzicht?