Alkohol in Verbindung mit Antidepressiva

    hallo ich habe seit einiger zeit ein starkes alkoholproblem. mir fällt es schwer einen abend ohne bier zu verbringen. das alles aufgrund von psychischen erkrankungen und depressionen. jetzt soll ich allerdings antidepressiva zu mir nehmen und wollte mal fragen ob sie sich mit alkohol vertragen? citalopram heißt das medikament. ich hab nicht vor ewig so viel weiter zu trinken, kann es aber nicht einfach von jetzt auf gleich aufgrund der tabletten abstellen. was würdet ihr mir raten?


    lg

  • 14 Antworten

    Ich weiß, es ist schwer als Alkoholiker den Konsum einzuschränken-es muss bei der Einnahme von Antidepressiva aber möglichst darauf verzichtet werden!

    Hast Du mit dem verschreibende Arzt ehrlich über Deinen Alkoholkonsum gesprochen? In solchen Situationen sollte man völlig ehrlich sein.


    AD und Alkohol ist KEINE gute Idee. Erst recht nicht am Anfang der Einnahme. Nach einigen Monaten, wenn man das Medikament gut verträgt, kann man gelegentlich mal ein Gläschen trinken. Aber mehr auch nicht.


    Lies' den Beipackzettel vom Citalopram mal aufmerksam, bzgl. Alkohol...

    Mein erster Rat wäre: Lass' es mit den Tabletten – und sprich' mit dem Arzt. Ggf. muss eine individuelle Lösung gefundne werden ("sichere" Trinkmenge o.ä.).

    Zitat

    was würdet ihr mir raten?

    Sprich es auf jeden Fall bei Deinem Psychiater und Therapeuten an und lass das Alkoholproblem am besten gleich mitbehandeln. Erstens kann Alkohol zu einer Verschlimmerung der Depressionen führen, und zweitens verstärkt sich die Wirkung von Alkohol bei gleichzeitiger Antidepressiva-Einnahme. Es ist gut, dass Du es schon selbst als Problem bezeichnest, denn das ist es in der Tat, wenn Du den Alkohol trinkst um Deine psychischen Leiden zu lindern und außerdem nicht von jetzt auf gleich damit aufhören kannst. Es handelt sich bei Alkoholismus auch um eine körperliche Sucht, die sich schleichend entwickelt, deswegen sollte man extrem vorsichtig sein.

    Ich nehme Citalopram 20mg und kann problemlos Alkohol trinken.


    Bin allerdings kein Alkoholiker und trinke nur alle paar Wochen etwas.

    Es besteht bei moderatem Konsum auch keine bekannte Wechselwirkung.


    Aber starker Alkoholkonsum ist bei Depressionen ein typischer Trigger der vermieden werden muss, da er den Behandlungserfolg schmälert.

    danke schonmal für die antworten... also mein arzt weiß genau bescheid über meine alkoholprobleme. er meint nur ich sollte aufhören, was aber nunmal nicht grad einfach ist. die tabletten hat er mir trotzdem empfohlen meinte aber ich sollte tabletten nicht mit alkohol mischen. wobei ich das als standardsatz angesehen hab im ersten moment weil es ja auch tabletten gibt die sich mit alkohol vertragen.


    fakt ist nunmal, dass ich in meinem leben ohne die tabletten nichts geregelt bekomme (arbeitsunfähig/ nicht sozialfähig...) kann nur nicht einfach mit dem trinken aufhören. weil ich mich dann pausenlos verrückt mache und garnicht mehr abschalten kann. hmmm... wie die tabletten auf mich wirken weiß ich auch noch nicht.

    Zitat

    also mein arzt weiß genau bescheid über meine alkoholprobleme. er meint nur ich sollte aufhören, was aber nunmal nicht grad einfach ist. die tabletten hat er mir trotzdem empfohlen meinte aber ich sollte tabletten nicht mit alkohol mischen.

    Was ist das denn für ein Arzt? Von der Fachrichtung her mein ich.

    Schließe mich Springchild an... In der Situation würde ich mich nur auf einen GUTEN Psychiater verlassen, aber nicht eien Hausarzt.


    Ansonsten bliebe nur sowas wie morgens Citalopram, Alkohol in reduzierte Menge abends. Und zwar in max. so einer Menge, dass am Morgen der Alkohol im Körper abgebaut ist. Ist zwar auch nicht optimal, aber birgt dann noch ein eher geringes Risiko.


    Kritisch ist es halt v.a. am Anfang, wenn Du nicht weißt, wie Du das AD verträgst; wo eh erstmal Nebenwirkungen gehäuft auftreten – und wo unklar ist, wie DU Medi und Alkohol in Kombination verträgst.


    Wenn es Dir so schlecht geht und Alk & Depression so zusammenhängen: Schon mal über eine stationäre Behandlung nachgedacht? Wie sieht Deine Behandlung ingesamt aus; Tabletten allein beseitigen keine Depression...

    der arzt ist leider mein hausarzt weil ich auf nen termin beim psychiater bis april warten muss... das ist dann doch ein wenig zu lang.


    ich hab über einen klinikaufenthalt nachgedacht. nur kommen bei mir so viele dinge zusammen. eine stark ausgeprägte sozialphobie (also kurz gesagt angst vor menschenkontakt und allgemein vor beurteilung durch menschen), depression und die alkoholprobleme.


    ich glaub kaum, dass ich es durchziehen könnte in einer gruppe behandelt zu werden, da gruppen mein größter alptraum sind. das zeitgleich mit verzicht auf alkohol wär unmachbar schätz ich.

    April? Kann ich mir garnicht vorstellen. Neurologe /Psychiater geht normal recht flott. Hast du gesagt, dass es akut ist?

    Hi pripra,


    kannst Du es vielleicht zeitlich trennen? (morgens saufen und abends anti depri, oder besser umgekehrt)


    Weiß nicht, ob das geht, ob das hilft,..


    Nur so ne Idee..

    es ist wirklich überall wo ich angerufen hab so. die leute haben teilweise wartelisten von einem 3/4 jahr! manche nehmen auch garkeine patienten an im moment.


    also ich kann es natürlich trennen ich trink eh erst spät abends. stehe allerdings nicht so früh auf. eher so gegen 10. aber das könnt ich noch am leichtesten ändern.

    Ziemlich ähnliche Situation. Ebenfalls das Medikament bekommen, obwohl meine Ärztin mich schon lange behandelt..


    Die Nebenwirkungen waren so schlimm: hatte keine Lebensqualität. Ist wahrscheinlich aber bei jedem unterschiedlich. Habe dann das Medikament von mir aus abgesetzt. 2 Wochen lang war mein "Zustand" irgendwie neben der Spur.


    Die Nebenwirkungen haben das "gute Gefühl" des Antidepressivas leider aufgehoben.