• Alkoholentzug - und dann nie wieder?

    Hallo liebe Forumteilnehmer, ich sehe oft Fernsehsendungen, in denen trockene Alkoholiker über "das Leben danach" berichten. Immer wird gesagt, dass ein trockener Alkoholiker niemals wieder im Leben auch nur einen Tropfen Alkohol mehr anrühren darf. Mich interessiert das. Denn warum ist das so? Angenommen, es vergehen 20 Jahre ohne Alkohol. Angenommen…
  • 16 Antworten

    Christine: ich wünsche dir auch alles gute. Geh mal, wie hier schon erwähnt wurde zur Suchtberatung. Vielleicht kannst du dort die ein oder anderen Informationen bekommen, wie du deinen Mann dazu bekommen kannst darüber vernünftig zu reden. :)*:)*


    Schlumpfenhexe: wie da so wirklich was abgeht, kann ich dir auch nicht sagen. Ich denke mal, dass es einfach so ist, dass man ja einmal einen Gefallen an der Sache (trinken, rauchen etc.) gefunden hat und es ein harter Weg ist da wegzukommen. Der damalige Zustand hat einem aber gefallen, sonst hätte man es ja nicht gemacht. Wenn man es geschafft hat, da wegzukommen und auch nur 1 Gläschen trinkt oder auch nur 1 Zigarette raucht, denkt man – och – wenn eins dann macht mir auch eine weiteres nichts aus. Und somit ist man wieder ruck zuck dabei.

    Hallo Schlumpfenhexe


    Du hast geschrieben

    Zitat

    ist geistig völlig abstinent und geht mit dem Vorsatz 'aber nur ein Gläschen'

    Ich frage mich gerade, wie es geht soll, dass jemand gleichzeitig zufrieden abstinent lebt und einen Trinkwunsch realisieren will?


    .


    Die Erkenntnis, dass die Sucht eine Krankheit und ihr nur durch nicht trinken begegnet werden kann, ist ja das kleine Sucht-Einmaleins, oder? ;-D


    (Jemand, der nicht zufrieden abstinent lebt, träumt auch gerne vom Mythos 'Kontrolliertes Trinken'...)


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    Zu deiner Frage: (Quelle: 3sat, nano, etwas gekürzt)


    "Im Gehirn laufen () biochemische Prozesse ab, die den Weg in den totalen Kontrollverlust fördern. () Alkohol (wird) in bestimmten Situationen konsumiert. Was anfangs angenehm und harmlos ist, kann schnell zum Problem werden - wenn das Gehirn lernt, "Trinken" mit dem Erlebnis "Gutes Gefühl" zu verbinden.


    Viele Nervenzellen in mehreren Gehirnzentren müssen miteinander verknüpft werden, damit sich diese Erfahrung einprägt. Alkohol()moleküle erleichtern den Lernprozess. Reizen sie das Gehirn oft, kann sich ein Suchtgedächtnis bilden. Dann reicht schon ein kleiner Anstoß, und der Wunsch nach dem "Guten Gefühl" wird übermächtig. Der Griff nach der Droge ist im Nervennetzwerk festgelegt."


    Warum fragst du so interessiert?


    Bist du selbst betroffen und rückfallgefährdet?


    Pass auf dich auf, falls ja :)*:)*:)*