Alkoholkranke Mutter

    Hallo ihr Lieben,


    Ich komme gleich mal zum Thema.


    Meine Mutter ist schon seit fast 10 Jahren alkoholabhängig Sie ist durch ihren Ex-Freund der am Tag ca. 3-4 große Kornflaschen mit ihr getrunken hat reingerutscht. Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade 12 Jahre alt. Meine Mutter wäre nach 3 Jahren nach starken Alkoholkonsum fast daran gestorben. Ihre Leber war da schon wie ein Schwamm. Die Ärzte haben ihr einen Tip implantiert so dass die Leber nicht mehr so stark angegriffen wird. Sie hat es danach auch geschafft ein halbes Jahr nicht mehr zu trinken doch danach kam ihr Ex-Freund mal wieder in ihr Leben und hat alles wieder kaputt gemacht. Das ging so weiter bis ich 17 Jahre alt war danach habe ich es nicht meh ausgehalten und bin ausgezogen. So nach 4 Jahren habe ich das gleiche Problem wieder nur das es mit ihr viel schlimmer geworden ist sie redet mit sich selber. Ist von morgens bis Abends total betrunken. Kann es nicht mehr zurück halten das sie auf Toilette muss und hat letztes Mal meine Matratze durch genässt.


    Nach diesem Vorfall habe ich einen totalen Nervenzusammenbruch erlitten und bin seitdem nicht mehr zuhause gewesen das ist nun fast 2 Wochen her.


    Mein konkretes Problem ist jetzt eher weiß jemand was ich machen kann? Ich bin noch ein halbes Jahr in der Ausbildung und habe zwei Katzen. Zurzeit bin ich immer in einer anderen Stadt die 60 km von meiner Ausbildung (wo ich nicht viel Geld bekomme) und meiner Abendschule entfernt ist.


    Leider kann ich meiner Mutter bei ihrer Sucht nicht mehr helfen ich habe schon so viel probiert oder hat vielleicht jemand dafür auch noch Tipps?


    Auf jeden Fall schon mal Dankeschön für jeden der sich das hier durchgelesen hat. :)

  • 9 Antworten

    Au Mist, was willst du eigentlich wissen? Wie du damit umgehst, da gibt es nur einen Rat, Kapsel dich ab! Sofort und unwiderruflich! Was du für deine Mutter tun kannst, i. Dieser Situation? Lass sie einweisen, sofort. Du selber kannst nichts mehr tun, aber alles, was du schreibst, zeigt, dass du durchdrehst, wenn du sie alleine lässt. Sch... Situation, hol dir Hilfe in der nächstgelegnen psychiatrischen Klinik, die können dich beraten, wie du deiner Mutter zumindest ein menschenwürdiges Leben verschaffen kannst!

    Ich schließe mich an: DU kannst NICHTS machen.


    Die Einsicht, etwas ändern zu wollen, muss von deiner Mutter kommen.


    Du kannst ihr zwar sagen, was du denkst und wie du dich dabei fühlst, und dass du dir Sorgen um sie machst - aber mehr nicht.

    Es hört sich so an, dass deine Mutter bald sterben wird.


    Der Ex-Freund meiner Mutter hat sich auch in den Tod gebracht mit Alkohol in relativ jungen Jahren. Auch seine Leber war schon sehr angegriffen. Nach einer Zeit der Abstinenz hatte er dann den Rückfall. Dann waren es ein paar Jahre, dann ist er mit kaputter Leber gestorben.


    Versuch mit deiner Mutter noch ein wenig Zeit zu verbringen wenn sie einigermaßen klar ist.


    Du kannst ihre Ursachen nicht beheben. Dass der Freund an allem Schuld ist halte ich übrigens für albern. Deine Mutter macht selber.


    Aber hinter so einer Erkrankung stehen schwere oder schwerste Probleme, zusammen mit der starken Giftwirkung glaube ich dass es übermächtige Risiken gibt, für einen schnellen ungünstigen Verlauf.


    Pass auf dich auf.

    Danke für eure Kommentare. Eigentlich weiß ich das ich ihr nicht mehr helfen kann, aber ich denke ich bin in dieser Co-Abhängigkeit so drin, dass ich nicht weiß wie ich dort alleine rauskommen kann.. Ach und ich geben dem Ex-Freund nicht die Schuld. Sie ist keine starke Persönlichkeit und dort ist viel Vorgefallen, aber man sucht sich ja in jungen Jahren immer einen Schuldigen..


    Leider ist mein Problem das ich bei ihr momentan nicht rauskomme, da mir die Mittel fehlen. Kann mir vielleicht jemand einen Rat geben an was man sich wenden müsste(Sozialamt oder vorher vielleicht erstmal eine Beratungsstelle für die Angehörigenalkohlkranker) für irgendwelche Hilfe für mich. Ich muss irgendwie nur ein halbes Jahr überbrücken nur werde ich wenn ich so lange noch bei Ihr bleibe irgendwann durchdrehen und meine Ausbildung somit auch nicht schaffen.


    Ich werde heute zu ihrem/meinem Hausarzt gehen und ihm die Situation schildern vielleicht kann er mir auch irgendwie helfen, aber falls ihr einen Tipp für mich habt oder wisst wäre das super. :)

    Zitat

    Mein konkretes Problem ist jetzt eher weiß jemand was ich machen kann? Ich bin noch ein halbes Jahr in der Ausbildung und habe zwei Katzen. Zurzeit bin ich immer in einer anderen Stadt die 60 km von meiner Ausbildung (wo ich nicht viel Geld bekomme) und meiner Abendschule entfernt ist.

    Verstehe ich Dich richtig, dass es Dir momentan - da Du Deiner Mutter wirklich nicht helfen kannst - eher um die Katzen geht?


    Wenn Du weißt, dass die Tiere bei Deiner Mutter nicht versorgt werden und es sind Deine Katzen, sehe ich Dich tatsächlich hier in der Pflicht, für eine andere Unterbringung zu sorgen, so lange Du Dich nicht kümmern kannst. Hast Du Bekannte/Verwandte/Freunde, die die Tiere auch länger übernehmen würden?


    Wenn nicht, erkundige Dich bei Gelegenheit nach dem nächsten Tierheim und frage dort mal nach, ob sie Möglichkeiten wissen, wo Du die Tiere vielleicht bei Übernahme der Versorgungskosten (Futter, ev. Tierarzt etc.) unterbringen könntest, um sie nicht komplett abgeben zu müssen. Es gibt ja auch Pflegestellen. Vielleicht finden sich da Wege. Und ja, wenn alle Stricke reißen würde ich mich lieber von den Tieren trennen, so schwer es selbstverständlich auch fällt, als sie unversorgt im Haus Deiner Mutter zu lassen. :-|


    Was Deine Mutter anbelangt. Tut mir sehr leid für Dich. Es ist gut, dass Du erkannt hast, dass nur sie sich selbst helfen kann oder niemand. Du bist jetzt vor allem für Dich und Dein Wohlergehen (sowie das der Dir Anvertrauten, siehe Katzen) zuständig. Und wenn das heißt, dass Du auf Abstand gehst, um es aushalten zu können, ist das vollkommen in Ordnung und eine gesunde Reaktion. Alles Gute für Dich und viel Kraft! :)*

    Das hat sich gerade überschnitten. Da habe ich Deinen Kommentar noch nicht gesehen.

    Zitat

    Beratungsstelle für die Angehörigenalkohlkranker

    Würde ich empfehlen. Unbedingt. Und wenn es Dir damit so schlecht geht (Coabhängigkeit), können sie dort auch weiterhelfen mit weiteren Ansprechadressen.


    Scheue Dich nicht, Dir neben der praktischen Hilfe (Wohnkosten etc.) ggf. auch therapeutische Hilfe zu holen, um damit umgehen zu können!

    Diakonie? Caritas? Da gibt's ja auch Beratungsstellen für anderweitig "bedürftige", (sorry wenn das doof klingt, ich weiß gerade nicht wie ich es ausdrücken soll) - aber falls du dort keine Sachhilfe bekommen kannst, können sie dir zumindest beratend zur Seite stehen und dich evtl an andere Stellen verweisen. Oder frag mal am Sorgentelefon nach wo du dich hinwenden kannst. Dort anrufen kostet nix.


    Alles Gute :)* @:)

    Hallo Lina,


    Also, so wie du die Situation deiner Mutter beschreibst, ist sie ja nicht mehr imstande, sich selbst zu versorgen. In so einem Fall können Alkoholabhängige auch gegen ihren Willen in eine Klinik eingewiesen werden. Das klingt zwar krass, aber ist sicher besser, als daß deine Mutter total verwahrlost und unterernährt in ihrer Wohnung liegt.


    Es wäre sicher gut, wenn du dich bei einer der genannten Beratungsstellen erkundigst, ob so eine Einweisung als letzte Option für deine Mutter in Frage kommt. Selbst wenn sie zuerst einmal sauer auf dich ist und so eine Aktion als Verrat empfindet, es könnte ihr das Leben retten!


    Später, wenn deine Mutter dann erst einmal wieder "klar"ist, kommt es natürlich auf sie selbst an, wie sie sich entscheidet. Eine freiwillige Therapie oder zurück ins alte Leben. Im letzteren Fall könntest du ihr dann leider nicht mehr helfen!


    Alles Gute für dich und deine Mutter! :)*

    Halli Hallo, genau es geht mir eher um die Katzen und um mich, da die ja am wenigsten dafür können.


    Ich war heute mal bei der Caritas und die können mir nach eigener Aussage nicht weiterhelfen, da sie eher nur Kindern und Müttern helfen, aber sie haben mir ein Tipp gegeben das ich mal zu einer Anlaufstelle gehen soll für junge Erwachsene.


    Mein Arzt hatte heute leider einen Außentermin und war somit heute leider nicht in der Praxis.


    Ich bin trotzdem sehr dankbar für die ehrlichen und schon mal hilfreichen Antworten. :-)


    Jetzt werde ich nur weiter gucken müssen wie ich meine persönlichen und seelischen Probleme lösen kann.


    Vielleicht hat ja jemand sowas ähnliches mit einem seiner Familienmitglieder durchgemacht und könnte mir so einwenig helfen. Ich bin keine Person die eigentlich offen und ehrlich zugibt das es ihr nicht gut geht vor Freunden, Familie etc.


    Danke für jeden neuen Vorschlag und natürlich für die Vorschläge die ich schon bekommen habe. @:)