Cannabis-Sucht: Für alle, die einen Entzug durchmachen

    Meine lieben Leidensgenossen,


    nachdem ich mir viele Threads hier durchgelesen habe, habe ich mich entschlossen auch mal etwas zu schreiben. Ich glaube das ist mein erster Forenbeitrag überhaupt in meinem Leben- was wahrscheinlich auch eine Folge des Gras-Konsums ist. Dafür muss man sich ja erst Anmelden, per e-mail bestätigen lassen und bla bla- war ich bis jetzt zu Faul zu.


    Nun zu meiner Geschichte: Ich habe mit zwölf Jahren meinen ersten Joint geraucht. Überwältigt von der Wirkung habe ich mich direkt zu dem Zeug hingezogen gefühlt. Wahrscheinlich auch, weil ich Alkohol nicht so gut vertrage- werde davon sehr agressiv und bekomme anschließend einen tierischen Kater. Jedenfalls dachte ich, meine Droge gefunden zu haben.


    Also fing ich an, hin und wieder einen zu quarzen.


    Da meine gleichaltrigen Freunde vorsichtig waren, was das Kiffen anging habe ich bald mit älteren Leuten abgehangen. Ich sah mit fünfzehn locker wie zwanzig aus, also fiel das nicht besonders auf.


    Als ich sechzehn war, bin ich in eine eigene Wohnung gezogen. Heute sehe ich den frühen Auszug von zu Hause als den größten Fehler meines Lebens. Denn schon bald kiffte ich jeden Tag. Ich ging fast nicht mehr zur Schule, schaffte mir einen "double dose-bong" an. Ihr wisst schon, den mit den zwei Köpfchen (als ob einer nicht reichen würde]:D)


    Schon bald bemerkte ich, dass sich meine Persönlichkeit zu verändern schien. Es breitete sich ein seltsames Gefühl in mir aus, dass sich am besten mit Angst umschreiben lässt. Aber es war eine unbegründete Angst, sehr komisch jedenfalls. Aber das hielt mich keineswegs vom Kiffen ab. Ich begann mit dem Gefühl zu leben, und irgendwann nahm ich es auch gar nicht mehr als störend wahr. Es war einfach da.


    Irgendwie schaffte ich es mein Abi zu machen und ich zog wieder nach Hause. Da ich aber zwischenzeitlich schon mit Crack-Rauchen angefangen hatte dauerte es nicht lange bis meine Mutter dahinter kam und mich nach langem hin und her und grossen Streitereien als letzte Konsequenz wieder vor die Tür setzte.


    Ich wurde dann, ganz unten angekommen, von meinem Vater (getrennt lebend von meiner Mutter) unterstützt. Dieser besorgte mir eine Wohnung.


    Und um allen zu zeigen, dass ich mein Leben nun wieder in die Hand nehme fing ich ein Studium an. In Wirklichkeit besuchte ich aber keine einzige Veranstaltung, sondern dröhnte mir die Birne mit allen Drogen zu die es auf diesem Planeten gibt. Ausser dem Spritzen von Opiaten (das habe ich nur ein paar mal geraucht) habe ich alles genommen. Bevorzugt aber Crack und Gras (wenn keine Kohle für Crack da war). Irgendwann bekam ich vom "basen" unglaubliche Paranoia. Jedes Geräusch was ich während des Konsums hörte, deutete ich als SEK-Kommando oder ähnliches. Mein Herz raste dermaßen, dass ich überzeugt davon war jeden Moment einen Herzinfarkt zu bekommen. Ich kam zu einem Punkt an dem ich vor der Wahl stand: Entweder die nächste Pfeife durchziehen und sterben oder AUFHÖREN! Heute glaube ich zwar nicht, dass ich von dem nächsten Zug gestorben wäre. Aber damals glaubte ich das, und das ist auch gut so! Jedenfalls hörte ich mit allen Drogen auf- AUSSER MIT GRAS! Zu dem Zeitpunkt (2004) war ich 21 Jahre alt.


    Ich kiffte nun so viel wie nie zuvor. Ich versuchte damit aufzuhören, schaffte es (wenn überhaupt) einen halben Tag nicht zu kiffen. Länger hielt ich es nicht aus ohne Joint.


    Ich rauchte bis zu sechs Gramm am Tag und wurde gar nicht mehr merkbar breit. Ich hing zu Hause, schaute Fernsehn und kiffte. Mein Tag war bestimmt von Ritualen. Nichts machte Spaß ohne Gras! Auch war ohne Gras keine Entspannung möglich.


    2006 schaffte ich es endlich aufzuhören. Anfangs fühlte es sich grossartig an! Ich fing an zu leben, ging raus, machte viel Sport. Ich ging auch arbeiten, doch schon bald machte sich eine unglaublich depressive Stimmung breit. Sechs Wochen später fing ich wieder an, bald wieder so viel wie vor dem aufhören. Und danach noch mehr.


    Letztes Jahr bekam ich einen Studienplatz in Medizin- das was ich schon immer machen wollte! Ich beschloss, nun endgültig mit dem Kiffen aufzuhören. Ich schob es jeden Tag vor mir her. Wollte immer "Morgen" aufhören. Plötzlich war der Tag gekommen, an dem das Studium losging. Und es war nicht an aufhören zu denken. Ich sagte mir: "Bei dem Stress jetzt bringt das eh nichts, warte auf die Ferien"


    Die sind nun gekommen, und ich MUSSTE etwas tun. Ich MUSSTE aufhören.


    Letzte Woche Donnerstag (Weiberfastnacht) besorgte ich mir meine letzte Ladung. Ich kiffte fast die ganze Nacht. Und am nächsten Morgen den Rest. Danach schwor ich mir, das Kiffen sein zu lassen.


    Die ersten drei Tage hatte ich die üblichen, und hier schon oft beschriebenen Entzugserscheinungen (Schweiß, Träume,...) Jetzt geht es um einiges besser. Aber ich weiss, dass die Hölle auf mich wartet.


    Das Verlangen ist da, ich habe es im Moment aber noch einigermaßen unter Kontrolle. Ich bin reizbar, mein Umfeld hat sehr darunter zu leiden.


    Aber ich will es unbedingt schaffen, ich MUSS es schaffen, es ist meine letzte Chance!


    Ich nehme Tabletten und Baldrian-Tee um schlafen zu können, sonst würde ich kein Auge zumachen. Ausserdem rauche ich bis zu zwei Schachtel Zigaretten am Tag!


    Ich finde es krass, wieviele Kiffer sich hier zu Wort melden. Und vorallem, wie ähnlich wir alle im Bezug auf unsere Cannabis-Sucht ticken.


    Ich bin zuversichtlich, was mein Vorhaben angeht. Einige Geschichten hier machen mir Mut. Aber leider bewirken die Rückschläge, von denen ich hier auch gelesen habe das Gegenteil.


    Mal sehen, wie es läuft.


    Ich hoffe meine Geschichte ist nicht zu lang geworden. Aber glaubt mir, das war schon sehr abgekürzt. Da ist noch viel viel mehr schief gelaufen. Aber im Bezug auf meine Cannabis-Sucht ist das wesentlichste gesagt. Vielleicht kann mir ja der ein oder andere ein paar Tipps geben.

  • 49 Antworten

    Alter Spalter man, deine Geschichte kommt mir ganz schön bekannt vor! Ich bin jetzt grad viel zu faul, mir so ein weg zu schreiben wie du, aber ich kann dich in deinem jetzigen Gedankensweg nur bestätigen. Ich kiffe auch schon seit ich dreizehn bin und das nicht zu wenig. Sind Zwar erst sieben Jahre bei mir im nebel vergangen, aber die haben mich schon so verblasen das ich zeitweise solche dermasen Komplexe und irgenwelche Zwangsneurosen, wie zum Beispiel, übertriebene Sauberkeit oder so was ähnliches wie Putzzwang bekommen habe. Naja, auf jeden Fall kann ich dir echt noch mehr solcher schwachsinnigen Angewohnheiten erzählen. Wahrscheinlich hat es auch viel damit zu tun, das unser Übermäßiger Cannabisconsum in unserer Entwicklungsphase stattgefunden hat. Dies ist wie du warscheinlich selber weist nicht so vorteilhaft für das meschlich Hirn. Naja hin oder her auf jeden Fall wünsch ich dir viel Erfolg und kann dir nur sagen das du dich viel ablenken solltest. Am besten mit Sport oder viel Sex der nach einiger Zeit übrigens auch viel besser wird wie wenn du die ganze zeit über dicht bist. So wars jedenfallst bei mir. Jetz rauch ich grad nur noch gelegentlich mal ein joint. Die Bongraucherei hab ich ganz sein gelassen, obwohl mir manchmal schon der kopf am morgen fehlt naja mach das beste draus und denk immer an deine Bronchien denn die sind bei mir zeitweise total am arsch gewesen. Aber sonst bin ich top fit, mach body building und viel Sex eben wie gesagt bringt halt irgenwie gute Glückshormone. Die sind in so einer Phase immer gut. iCH WÜNSCH DIR VIEL ÉRFOLG!!!:)^:)^:)^:)^:)^

    Hallo du alter Indianer,


    auch meine Geschichte ist ähnlich. Zwar kein Crack aber Heroin, nicht mit 16 von Hause raus sondern mit 18, und mich hat mein Vater garnicht unterstützt dafür die Mutter.. ansonsten kaum anders. Es scheint so dass sich das Kiffen am hartnäckigsten hält? Und das "naja den Bobbel rauch ich noch und danach ist schluss, morgen oder so" kenn ich gut.


    Ein kleiner Tip wegen der Rückfälle: Die sind zwar echt doof und mit etwas Pech und mangelnder Disziplin stehst du schnell wieder am Anfang, bieten aber eine grosse Chance.


    Du kannst herausfinden, warum du das überhaupt machst und daran arbeiten. Rauchst du um zu entspannen? Dann entspanne anders. Um etwas zu "erleben"? Suche dir neue Erlebnissfelder. Um Einsamkeitsgeühlen zu entgehen? Suche dir Kontakt zu anderen die nicht kiffen. Oder um anders, etwas besonderes zu sein? MAche dir klar dass jeder Mensch anders ist und jeder einzigartig, oder suche dir ungewöhnliche Hobbies. Wegen dem Kick? Hol ihn dir woanders, zB beim Sport. Und so weiter und so fort..


    Weiter so, du hast Pläne für die Zukunft - mach sie war!

    Lieber old indian,


    ich habe einen Freund, der ähnliches wie Du durchhat. Ganz lange wußte ich gar nicht, dass er kifft und dann auch noch so stark. Erst von dem Tag an, als er aufhörte, hat er es seiner Familie, mir und sehr wenigen Leuten erzählt. Ein guter Schritt, denn ich hab seine Stärke echt bewundert. Er muß mindestens ein Jahrzehnt gekifft haben.


    Wochenlang hat er nichts geraucht ausser Zigaretten, er merkte aber schnell, dass er das ohne medizinische und therapeutische Hilfe nicht schaffen kann. Er machte in einer Klinik einige Wochen einen Entzug. Aber das war nicht alles.


    Wichtig für ihn zu wissen war, dass er seinen ganzen Lebensalltag anders gestalten mußte , denn sonst ist die Gefahr eines Rückfalls nach Monaten sehr groß. Auch sprach er nach 2 oder 3 Monaten von starken Depressionen, Kopfschmerzen usw. Er war dann noch mals einige Monate in einer Therapieeinrichtung, um das auf Lebenszeit zu schaffen, clean bleiben.


    Lieber Indian, geh zu Deinem Arzt, einer Drogenberatungsstelle, ..................es wäre schade, wenn Du keine Hilfe suchen würdest, denn es ist richtig toll, dass Du nun schon so lange ohne Kiffen durchgehalten hast. Für den Alltag brauchts Du aber bestimmt mehr Kraft und Unterstützung.


    Hab den Mut und geh zu Deinem Arzt, hol Dir Unterstüzung. Dann schaffst Du es auf ewig:)^

    Hallo Leute!


    Erstmal vielen Dank für die aufmunternden Worte.


    Wenn ich richtig gezählt habe ist heute der elfte Tag. Ich stand schon einige Male kurz davor mir was zu besorgen. Es ist zeitweise sehr hart, besonders wenn ich alleine zu Hause bin und nichts zu tun habe.


    Am meisten kotzt mich mein Zigarettenkonsum an. Ich habe es zwar geschafft ihn ein wenig zu reduzieren, es ist aber immer noch mindestens eine Schachtel pro Tag.


    Körperlich bekomme ich im Moment eigentlich nicht viel zu spüren. An die Träume habe ich mich gewöhnt, ich werde auch nicht mehr so häufig wach in der Nacht. Das Schwitzen hat fast ganz aufgehört. Mir ist nur tierisch langweilig und zum Fitness-Studio kann ich mich gar nicht aufraffen. Fernsehn macht gar kein Spass mehr, hänge fast die ganze Zeit im Internet. Habe mit meiner Freundin leider nur abends Spass, wenn sie Lust hat (übrigens ein sehr guter Tipp!), da sie tagsüber arbeiten ist. Und eine Affäre will ich ihr eigentlich nicht antun, ist ja immerhin meine eigene Schuld die ganze Scheisse. Aber ich habe den ganzen Tag tierischen Bock zu f...!!!


    Gestern habe ich mich mit einem Freund getroffen. Mit ihm hab ich in der Vergangenheit schon einiges weggeraucht. Eigentlich, so ist mir gestern aufgefallen, habe ich noch nie etwas mit ihm gemacht ohne dabei zu kiffen. Er hat auch gestern gekifft, ich bin aber hart geblieben. Das war nicht leicht, sag ich Euch. Er ist vor einiger Zeit auf Haschisch umgestiegen, deswegen viel es mir nicht ganz so schwer (war nie ein grosser "Haschisch-Freund"). Ich weiss nicht wie es gewesen wäre wenn er gestern Gras geraucht hätte. Vielleicht wäre ich dann eher schwach geworden. Ich weiss ehrlich gesagt auch nicht, wie ich auf den Grasgeruch reagieren würde.


    Na ja, mal sehen. Soweit war ich ja schonmal. Damals fing es ja erst nach ca. sechs Wochen an, richtig krass zu werden.


    Ich hoffe, dass ich diesmal besser darauf vorbereitet sein werde.


    Biss denne

    ich kiffe nicht :) und bin da irgendwie stolz drauf..weil ich in voll dem kaff wohne direkt an der grenze und da fast die hälfte der jugendlichen kifft...mein freund (21) hat 10 jahre gekifft und an dem tag an dem wir uns kennengelernt haben hat er sofort aufgehört...er hatte auch komische träume..naja... jetzt kifft er manchmal am wochenende heimlich....wenn wir bei nem kumpel sind...er dealt auch mit sämtlichen sachen...letztens an karneval hat er sogar vor mir nen kopf geraucht und hat mich angegrinst...boah ich hätte ihn killen können und er war nich nichtmals breit...o.O ...naja


    ihr schreibt hier die ganze zeit vom aufhören... oder von deinen 2 schachteln am tag,...die find ich sogar noch schlimmer...ich rauche zwar auch ( ca. eine schachtel am tag) aber ich will aufhören...


    stellt euch vor : ihr raucht ..fast euer ganzes leben lang...ihr seid 48, raucht mittlerweile braune kippen weil die billiger sind,.. ihr habt ne tochter und 3 stiefkinder, eine frau und ne tolle familie...eines tages fängst du an blut zu kotze...du gehst zum arzt....diagnose : lungenkrebs im entstadium ,metastasen im niere leber und lümpfknoten...inoperabel...alle 2 stunden morphium..chemo damit das leben verlängert wird um wenige monate... ihr hustet und euch kommt gewebe vom tumor aus nase und mund... euch geht es immer schlechter...du denkst...ach das wird schon mit der chemo...NEIN....paar monate später...zusammen gebrochen...dein vater und deine frau halten dich in den armen und denken es ist vorbei...du verdrehst deine augen und atmest nicht mehr..auf einmal wachst du wieder auf und atmest wieder... sofort ins krankenhaus...diagnose: metastase im gehirn...drückt auf bestimmte stellen in deinem gehirn nun liegst du da im krankenhaus,...wartest auf einen hospizplatz... kannst dich nicht mehr bewegen,rauchen,essen,trinken...deine familie besucht dich jeden tag und hat angst um dich obwohl es schon klar ist das du nicht mehr lange hast...deiner tochter hat dir noch einen brief geschrieben...du hast einen hospizplatz bekommen...nun liegst du da...wartest auf den tot...4 tage später siehst du einen schatten an der wand und sagst: das ist der tot...den nächsten tag geht deine frau ins bad und zieht sich um...sie kommt raus und du bist eingeschlafen....


    das ist meine etwas andere geschichte...ich habe meinen vater am 21.02.09 wegen tabak verloren...ich vermisse ihn...

    Hallo liebe Leidensgenossen, zum Glück habe ich euch gefunden, lange Zeit wusste ich gar nicht, dass es noch andere solche gibt wie mich (eigentlich soweit "angepasst" aber stark Cannabis abhängig). Brauchte auch mal lange Zeit, überhaupt einzugestehen, dass es eine SUCHT ist, die wie jede andere auch unfrei und abhängig macht und die Welt und sich selber nur beschränkt wahrnehmen lässt. Kurz: es ist soweit, ich habe mich zwei Monate gut vorbereitet (Konsum reduziert, Muster geändert, Rituale anders gestaltet, Gedanken zentriert , Gespräche mit Fachstelle, etc.). Ich habe mich entschlossen: morgen, 5. März wird Tag 0 sein von meinem totalen Entug. Bin wirklich drauf vorbereitet, habe trotzdem grosse (diffuse) Angst von den ersten 10 Tagen. Kenne die Symptome (Ferien), war z.T. unerträglich. Will trotzdem da durch.


    Ist jemand anderes auch grad so unmittelbar dabei? Konsumiere seit 25 Jahren und die letzten 15 davon täglich (falls möglich).


    Werde mich wieder melden. Allen, die am entziehen sind, viel Mut und Kraft, ich bewundere euch!

    Hallo corazon33,


    wünsche Dir viel Kraft und Energie aber auch größte Disziplin bei Deinem Vorhaben.


    Ich kann Dich zu Deinem Entschluss nur beglückwünschen denn nichts ist schöner als unabhängig zu sein und sein Lebeb selbstbestimmt zu leben.


    Auch ich habe 25 Jahre Kiffen ( davon die letzten 10 Jahre Extremkiffen ) hinter mir und bin nun schon fast 7 Jahre clean ( in anderen Threads kannst Du von mir etwas lesen..... ).


    Du bist mit dieser Sucht nicht allein und es ist gut dass Du Dich in diesem Forum äußerst.


    Ich denke, dieses Forum hat schon vielen Leuten geholfen und den Ausstieg erleichtert.


    Auch Du wirst hier an Tagen wo es nicht so gut läuft Hilfe und Trost finden.


    Schreibe einfach wenn Du einen Hänger hast denn das hilft Dir auch weiter.


    Such Dir außerdem eine Sportart die Dir liegt. Auch das ist sehr wichtig.


    Power Dich aus und schreibe Dir alles von der Seele.


    Letztendlich kannst aber nur Du Dir selbst helfen.


    Sei stark !!:)*

    Hallo!!!


    Ich bin 37 Jahre alt! Ich habe auch mein Leben verkifft! Kann hier also gut mitreden. Noch 2 Tage und ich habe die ersten 2 Wochen ohne kiffen hinter mir gebracht. Für mich ein erster Erfolg! Ich durchlebe gerade das böse Gefühlskarussel. Bleibe aber hart!


    Ich habe in meinen Leben schon viel gehört und gesehen. Aber die Story mit dem Lungenkrebs hat hat mich gerade umgehauen. Beim lesen stand mir das Wasser in den Augen. Und ich musste ganz schön schlucken.


    Ich bin selber Papa! Habe einen 2 jährigen Sohn. Ich wünsche mir das ich die Kraft habe von dieser Scheisse die Finger zu lassen. Ich möchte der beste Papa der Welt sein und meinem Sohn was bieten können und Drogen gehören da nicht zu.


    Ich merke gerade wieviel Selbstdisziplin und Power man braucht um von Cannabis los zu kommen.


    Und für alle die es nicht begriffen haben. Cannabis ist keine leichte -oder Einstiegsdroge!!! Cannabis bestimmt DEIN LEBEN.


    Ich wünsche euch, alles von herzen Gute und das ihr auch dei Kraft habt, es hinter euch zu bringen. Bis dahin viel Erfolg

    Wie ist es jetzt mit deiner Angst?


    Für mich war das schlimmste die Angst, ich hatte immer Angst wenn ich stoned war wenn die wirkung dann wieder fast weg war wollte ich tortzdem dieses Gefühl wieder haben. Jeder nimmt es anders wahr aber für michwar das die Hölle, bei mir sind es jetzt zwei jahre her dass ich kein joint mehr hatte, auch habe ich aufgehört zu rauchen was auch sehr sehr schwer war. Obwohl es schon so lang her ist habe ich manchmal voll lust, das schlimmste ist wenn ich in der stadt rumlaufe nehme ich diesen geruch sofort wahr und schnüffle wie ein hund am baum oder so ählich... Ich konnte mich aber erst richtig davon trennen als ich mein Freundeskreis geändert habe. Ich habe mich mit den Kiffern nicht mehr getroffen, bin nicht mehr an diverse Plätze gegangen und habe versucht mich auf mein Freund (inzwischen mein Mann) zu konzentrieren. Er weiss nichts von meiner Vergangenheit glaub ich, das ist auch gut so. Ich habe durch die scheisse viele sachen verloren, aber im enteffeckt genieße ich das Leben jetzt umsomehr ...Hoffe du kommst auch bald davon weg aber das wird dauern und du musst durchstehen. vorallem im Studium, viele Ärzte kiffen um den stress abzubauen... Du musst versuchen dir ein anderen Freundeskreis zu suchen...

    Hi muss mich auch mal wieder zu Wort melden.


    Bin fast 23 und kiffe/habe seit über 10 Jahren weed geraucht (mag das wort kiffen nicht). Mitlerweile ist es mein 7. größerer Entzug.


    Habe am Sonntag das letzte mal was geraucht und bin auch relativ gut vorbereitet.


    Die Bong (90 cm, dicker durchmesser) habe ich seit nem halben Jahr gelassen und schon auf Joints eignestellt und langsam die Menge reduziert.


    In 3 Wochen gehts Studium los und mit Weed würde ich es nicht schaffen.


    Habe jetzt in den knapp 3 Tagen 5 Kilo abgenommen, weil mir dauerschlecht ist. Kann kaum was essen habe ständig hunger (magen leer), aber kein appetit. Mich ekelts vorm essen. BIn total nervös, klatschnass ständig und zitter mit fast jedem muskel.


    Naja brauch ich ja nicht weiter auszufüren Ihr kennt die Entzugserscheinung und ich denke selbst der letzte Hinterwäldler weiß, dass es zwar keine bleibenden Gehirnschäden gibt (ja auch das GEdächtnis kommt wieder), aber es doch körperlich abhängig macht.


    Aus Erfahrung kann ich folgendes empfehlen.


    Falls du Medikament und so was nehmen möchtest, schlage ich für den Tag Lorazepam vor. Ist relativ schwach, kann aber abhängig machen. Davon ging das Muskelzittern weg. Desweiteren gegen die Gewichtsabnahme, Flüssignahrung: Fresubin, Slimfast (kann man auch als Zusatznahrung verwenden) und Sanostol, dazu wenns geht etwas Pepsin-WEin um den Appetitt anzuregen.


    Die Träume sind ja auch normal, da Weed hauptsächlich dort wirkt wo die Träume entstehen, und es den schlaf beeinflusst (geht man stoned ins bett träumt man selten bis nie) und du alles was du im schlaf nicht verarbeiten konntest und den tag über erlebt hast, jetztt nachgeholt wird. DIe Alpträume legen sich bei mir normalerweise nach 3 Wochen.


    Thema "Backflashs". Thc und so weiter lagert sich in den Fettzellen ein (ja auch mit 60 kg hat man fett ^^) und wenn du z.b. schwitzt, dann fühlt man sich "stoned", das hatte sich bei mir erst nach 3 Monaten eignestellt (so lange wars bei mir auch im Urin nachweisbar, nach knapp 3 Monaten war mein TEst das erste mal negativ).


    Nächstes Problem: Familie und Freunde. Ich habe dort Hilfe gefunden, da ich mich dort ausprechen konnte. Aber ich habe es nicht von Anfang an gesagt und alle hatten sich gewundert, warum ich in 5 Minuten 3 verschieden Gefühle hatte (traurig, lustig, normal), auch das kommt vom entzug man fällt in ein heilloses gefühlschaos (ich habe z.b. ständig während der wm geweint wenn alle bei der Nationalhymne mitgesungen haben und ich fand es witzig wenn ein Krankenwagen mit Sirene an mir vorbeigefahren ist Oo).


    Problem ist auch, man muss von dem gedanken loskommen: "Ich habe so viele Tolle Sachen mit Weed erlebt", ich habe weitaus mehr als 10.000 € dort hineingesteckt, überlege dir was hättest du mit dem GAnzen GEld anfangen können und was hättest du ohne weed erlebt und vorallem was kannst du jetzt mit dem gesparten Geld anfangen. Für mich ist das der nächste Urlaub und den kann man sich bei dem Konsum bereits nach 4-5 Monaten locker leisten.


    So und diesmal habe ich noch etwas anders gemacht. Ich habe mir ein Tagebuch zugelegt wo ich meine Träume, ängste und Fortschritte während des Entzuges reinschreibe, desweiteren einen Termin beim Psychiater (völlig normal heutzutage, dass Menschen zum Psychologen oder Psychater gehen) gemacht.


    DAs größte Problem sind meine Freunde (über 90% Kiffer und ich habe kaum noch richtige Freunde durchs kiffen), doch einige versuchen es auch und wir telefonieren immer und tauschen unsere Erfahrungen aus. Ich habe auch keine Freundin, wo ich mich ablenken könnte, aber ich habe einen starken Willen und ich bin mir sicher diesmal werde ich es schaffen, denn ich glaube es ist echt meine letzte Chance.


    Meine Eltern sind natürlich enttäuscht, dass ich wieder angenfangen habe (haben sich letztes Jahr getrennt, hat mich unterbewusst doch etwas belastet, auch wenn ich seit 2 Jahren alleine Wohne), aber sie halten weiterhin zu mir, ohne dass würde ich es wohl auch nicht schaffen.


    Ich möchte wieder Leben und dieses nicht von etwas, was mich fest im Griff hat bestimmt lassen. Mein ganzer alltag hat sich danach gerichtet und jetzt muss schluss sein.


    Mein Kampf gegen die Drogen und das Untergewicht (60 kg bei 1,86cm) hat begonnen und ich werde gewinnen.


    So long ^^

    Hallo alerich, danke vielmals für deinen Zuspruch, bedeutet mir sehr viel.


    Ich habs getan: heute morgen um 8.15 Uhr war Schluss. Genug von diesem Grasjunkydasein. Hab alles weggeräumt und geputzt, die Spuren weggeputzt. Jetzt kommt die innerliche/körperliche Reinigung. Versuche mit aller Kraft, dem etwas gelassen entgegenzusehen. Bis bald, corazon33

    Hallo nochmal an alle, habe erst jetzt die neuen Beiträge gelesen. Ist einfach schon krass, wie einem dieses Gras in den Fingern hält, man kann sich noch so ablenken, alles mündet dort. Habe während 2 Monaten reduziert geraucht, weniger als die Hälfte, dann 1 Tag die Disziplin weggelassen und schwups war ich grad wieder am Anfang. Das hat mich dann auch ermutigt, ganz aufzuhören, weil dieses ewige ich möchte, ich sollte nicht, ich habe schon, ich habe noch nicht, ich möchte noch gerne, ich sollte jetzt noch, hab ich denn noch ... ist irgendwie noch die grössere Tortur. Bis später, corazon33

    Ich habe noch nie gekifft. Aber ich war mal starker Raucher, und allein da hatte ich starken Entug.


    Ich wünsche allen hier, dass ihr s schafft.

    @ :)