• Cannabis-Sucht: Für alle, die einen Entzug durchmachen

    Meine lieben Leidensgenossen, nachdem ich mir viele Threads hier durchgelesen habe, habe ich mich entschlossen auch mal etwas zu schreiben. Ich glaube das ist mein erster Forenbeitrag überhaupt in meinem Leben- was wahrscheinlich auch eine Folge des Gras-Konsums ist. Dafür muss man sich ja erst Anmelden, per e-mail bestätigen lassen und bla bla- war…
  • 49 Antworten

    Guten Tag zusammen, nach dem Tag 0 gestern ist heute Tag 1. Es geht schon, fägt aber nicht allzusehr, ein Teil meines Hirns schreit nach Cannabis und der andere nach aufhören. Dieser Kopfkampf wird jetzt wohl für die nächsten paar Wochen dauernd auszuhalten sein. Aber jetzt will ich echt nicht mehr nachgeben. Wenn der Kopf dauernd nach Cannabis schreit und man ihm einfach nie mehr nachgibt, dann wird er mit der Zeit aufhören, dauernd zu nerven. Gibt man aber zwischendrin nach, fängt grad alles wieder von vorne an.


    Das Ganze ist wirklich eine Willens- und Disziplinsache. Man muss einfach stark bleiben und die Zeit aushalten, bis der Kopf sich wieder an das Nüchternsein gewöhnt hat. Tja, dies Knallnüchternheit - wie gehts euch eigentlich dabei, immer so klar und eben nüchtern zu sein ? Hat ja ganz viele schöne Seiten, muss aber auch wieder zuerst "erlernt" werden, das ganze Leben so ungefiltert wahrzunehmen ... Ich krieg dann manchmal so ein Gefühl von "Ueberfordertsein", weil mir alles eben zu nahe kommt und ich meine bisherige Rückzugsmöglichkeit (ein bisserl kiffen) nicht mehr habe.


    Also, bleiben wir dran und stark. Als Endendendendendziel stelle ich mir schon vor, ein Leben frei von Sucht zu führen und mich dabei erst noch einigermassen gut zu fühlen. Ist wohl ein langer Weg.


    Machts gut !

    Erster Beitrag und gleich halbe Leidensgeschichte, aber ich will mich kurz fassen, da wir alle, die wir hier herumgeistern viel zu erzählen haben.


    Vor zwei Wochen hatte ich meine letzten fünf Joints geraucht - das Mass, das ich bis hierhin drei Jahre lang jeden Tag konsumiert hatte. Was dann abging war unglaublich.


    Während dem Entzug hatte ich starke Psychosen. Ich hatte Angstzustände und Depressionen, starke Stimmungsschwankungen und intensive Gedankenreflexionen. Immer weiter hatte ich mich jeden fortlaufenden Tag in mein Gedächtnis gebohrt und keine Ahnung wieso, aber auf einmal kam mir der Gedanke, ich wäre durch einen verhüteten Geschlechtsverkehr (Gummi hatte weder gerissen noch war er gerutscht und der Akt war durch Impotenz gar nicht wirklich zustande gekommen), den ich vor zwei Jahren mit einer Fremden hatte mit HIV infiziert. Die Paranoia schlug schnell zu brutal-intensiven Schuldgefühlen gegenüber meiner langjährigen Freundin über, was an sich ja auch die typischen Schuld- und Gewissensymptome beim Fremdgehen sind, mich allerdings - wohl durch den Entzug des Kiffens - nach zwei Jahren plötzlich intensiv beschäftigten. Was wäre wenn ich meine Zukunft, meine eventuelle Familie die ich mit meiner Freundin plane, mein Studium und alle sonstigen Verhältnisse durch eine falsche Sauerei, durch eine total stupide Sünde auf einmal vernichtet wären? Was wenn mein ganzes Leben jetzt, genau jetzt den Bach runter fliessen würde und ich mit einer brutalen Dummheit die meiner Meinung nach liebste Frau der Welt mit einer tödlichen Krankheit infiziert hätte? Gerade sie, die sich so sehr Kinder gewünscht hatte und ich, der ich nun dazu bereit wäre ein Vater und Ehemann zu werden, mein Studium zu beenden und für meine Familie zu sorgen.


    Ständig war ich irgendwie in einem sowohl apathischen, als auch schizophrenen Zustand begraben. Ich wusste, ich war an einer Kreuzung im Leben angelangt, wobei ich allerdings keine eigene Macht besass, welchen Weg ich gehen würde. Ich wusste auch, dass ich eine Reinigung durchmachte, vielen Freunden und meinen Eltern viele Dinge gestand, die ich begannen hatte, viele Lügen, die ich erzählt hatte nun beichten musste und ich wusste, dass ich dadurch, dass ich diese Sünden begannen hatte, nun mehrere Tage sicherlich zu leiden hatte. Ganze Bergseen hatte ich geweint und gesühnt und mich in Scham und Angst gebettet und einen HIV Test gemacht, der nun (natürlich?) als negativ bestätigt wurde. Der fahde Nachgeschmack eines absolut nötigen Entzuges von Cannabis bleibt an mir kleben und bei Gott, ich schwöre euch, sowas wünsch ich keinem Anderen.


    Zuerst wollte ich diese Ereignisse im HIV-Forum posten, aber da gehören sie nicht hin. Das ganze hat nur mit der Sucht zum Weed zu tun, die garantiert eine ist und stets unterschätzt wird. Die restlichen 400g die ich bei mir gelagert hatte, hab ich nun verschenkt und ich werde wohl nicht mehr so schnell in meinem schönen kurzen Leben an einem Joint nuckeln, um mich glücklicher zu fühlen. Ich weiss nun was ich habe und was ich hätte verlieren können und hab dies mit mehreren Faustschlägen ins Gesicht zu spüren bekommen. Die Visionen und Ängste die mein Gehirn beinahe zu Matsch verarbeitet hätten, haben mich ebenso aus dem tiefsten Erker meiner Sucht befreit und mich nun für eine Zukunft in wunderbarer Zweisamkeit mit der Liebe meines Lebens gewappmet.


    Soviel dazu und viel Glück für jeden von Euch, dass er es schafft, seinen Konsum zu kontrollieren oder gut wieder davon wegzukommen. Übrigens denkt man als Kiffer sowieso die ganze Zeit, man hätte die Situation unter Kontrolle, allerdings ist das totaler Bullshit. Kein Mensch der täglich Jonnys blazed hat irgend etwas unter Kontrolle. Auch nicht, wenns nur vor dem Schlafen gehen ist. Mir jedenfalls ist das jetzt klar geworden.

    Hallo zusammen, will wieder mal ein bisschen berichten. Hab ja am 5.3. um 8.15 Schluss mit dem Kiffen gemacht. Der Tag ging recht gut um, aber nach 14 Std kam der 1. Rückfall (1 Joint). Nach weiteren 15 Std kam der 2. Rückfall (1 Joint). Das war am Freitag mittag. Bis um 24.00 gings dann nur rasant bergab mit mir und ich kam in einen heavy depri Zustand, ganz schlimm. Hab es aber trotzdem irgendwie ertragen. Nach 24 Std kam der 3. Rückfall (1 Joint). Damit bewies ich mir, dass es wirklich Sch..... ist und eigentlich ausser eines schlechten Gewissens gar nichts bringt. Mit einer Ausnahme: das Leben ist erträglich !!! Aller guten Dinge sind drei und ich versprach mir, dass ich es jetzt schaffe, die Finger davon zu lassen. Jetzt sind es 48 Std. Die Auswirkungen sind genau so wie in diesen Foren beschrieben: Gefühlschaos (auf und ab), Schweiss, Gereiztheit, null Appetit, alles Essen und Trinken riecht nach nix, sogar Kaffee find ich nicht mehr gut. Nicht einmal die Zigaretten schmecken mir noch. Ich merke erst jetzt so richtig, dass das Kiffen für mich so etwas wie ein Lebensinhalt war. Das war eigentlich der Grund, weshalb ich die letzten 15 Jahre am morgen aufgestanden bin. Das war der Grund, weshalb ich gerne nach Hause kam (hab seit Jahren nur noch bei mir zuhause und allein geraucht). Es war mein Rückzug, mein Stärker, mein Tröster, mein Freund, mein alles. Wenn alles verschi..... war, dann wenigstens gabs noch einen Joint und alles ging wieder. Wie krank das alles ist !!!! Ich sehne mich nicht eigentlich nach diesem Zustand zurück, aber das Leben ansich zur meistern ohne Gras dünkt mich wahnsinnig schwer. Ich hoffe einfach, dass das mit der Zeit besser wird. Ach ja, und das mich beschäftigen: ist soooooo schwierig, hab wenig Antrieb, alles erscheint langweilig und mühsam. Der Tag ist nicht mehr eingeteilt wie vorher. Ausser meinem Arzt weiss niemand von etwas, nicht einmal meine Familie hat Kenntnis von meiner Kiff-Vergangenheit. Folglich kann mich jetzt auch niemand unerstützen beim Entzug. Das dünkt mich extrem hart. Muss ich wohl alleine durch. Bin froh, dass ich hier Leute treffe, die mich verstehen. Also, ich mach weiter so, auch wenn mir dauernd schlecht ist, die Tränen halb Afrika bewässern könnten und ich z.Z. eigentlich fast keinen Lebenselan mehr habe.


    Alles Gute euch allen !

    Hallo Leute,


    es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Zwischenbericht.


    Ich bin nun in der dritten Woche und es geht mir eigentlich soweit ganz gut. Von akuten Entzugserscheinungen merke ich zur Zeit recht wenig: Das Schwitzen hat fast ganz aufgehört, ich wache zwar Nachts das ein oder andere Mal auf kann aber meistens kurz darauf wieder ohne Probleme wieder einschlafen.


    Ein grosses Problem ist jedoch, dass ich mich nicht entspannen kann. In meiner "Kiffer-Zeit" verbrachte ich Stunden und Tage vor dem Fernseher und zog mir alles mögliche rein. Einerseits ist es jetzt besser, weil ich mir Beschäftigung mit sinnvolleren Dingen suche. Aber Abends ein bisschen TV wäre ja nicht schlecht. Doch sobald ich mich auf die Couch setze kann ich kein Gefallen daran finden.


    Alles in allem wundere ich mich aber wie rund die Sache läuft. Aber gerade deswegen mache ich mir Sorgen, vielleicht wartet auf mich ja der grosse Knall.


    Eine weitere erwähnenswerte Neuigkeit ist, dass ich letzte Woche beim Arzt (Psychotherapeut) war. Dem habe ich meine ganze Geschichte in kurzform erzählt. Der hat mir vorgeschlagen, mich einmal wöchentlich mit ihm zusammenzusetzen um die ganze Sch.. aufzuarbeiten- sprich eine Therapie zu starten. Es hat mich gewundert, wie gut das getan hat mal eifach so zu erzählen. Der Typ saß da wie ein Stein, ich hätte auch mit der Wand reden können. Aber trotzdem habe ich mich danach wesentlich besser gefühlt. Und als er danach zu den ein oder anderen Sachen seinen Kommentar abgegeben hat, merkte ich schon dass er Erfahrung mit den Problemen des Lebens und der Sucht hat- und vorallem: Ich merkte, dass der Typ mir genau zugehört hat.


    Man hört ja oft, dass vielen eine Therapie nichts bringen würde. Ich denke, mir wird sie helfen. Vielleicht auch nur, weil das ein guter Arzt ist. Ich weiss es nicht, ich war vorher noch bei keinem Seelenklempner.


    Auf jeden Fall zieh ich das jetzt durch.


    Ich kann allen, die einen Entzug Planen den Gang zum Arzt sehr empfehlen. Aber vorallem bringt es auch sehr viel sich in anderen Themen dieses Forums umzuschauen. Lest die Geschichten von denen die es geschafft haben! Ich hätte bis vor drei Wochen nie gedacht, dass ich es nochmal auch nur einen Tag ohne Gras aushalten würde. Und wenn ich es nun shcon fast drei Wochen geschafft habe, dann schaffe ich das auch weitere drei Wochen usw.


    Und wenn ich das schaffe, dann behaupte ich dass es jeder schaffen kann!!!


    Also kneift Eure Arschbacken zusammen und macht Euch Euer Leben wieder klar!


    bis denne

    Hallo alle!!

    Habe mir eure Geschichten durchgelesen und wünsche euch alles Gute, schön weiter durchhalten!!!!


    Ich selber habe vor 7 Jahren aufgehört ( davor hab ich sehr viel gesmoked - nur Gras). Zum Glück hab ich die Kurve zur rechten Zeit gekratzt und hab auch damals das Abi geschafft etc.. Ich bin nur extrem verwundert darüber, dass selbst jetzt - nach SIEBEN Jahren - der Drang noch da ist zu rauchen (in den 7 Jahren habe ich tatsächlich nur zwei Mal geraucht).


    Ich kenne noch kaum Leute die kiffen, aber wenn dann einer mal so ein kleines Plastiktütchen auf den Tisch legt mit frischem White Widow und ich daran rieche, dann ist das unglaublich was das für "Gefühle" bzw. Reaktionen bei mir auslöst. Gleichzeitig werde ich nervös, bekomme Lust zu rauchen, kriege aber auch sofort wieder einen "Schwall" dieser oft beschriebenen "Angst" (dieser Dauerzustand, der eigentlich nur durchs regelmäßige rauchen kommt). Es erstaunt mich wirklich was das auslöst. Allerdings will ich euch damit nicht entmutigen, ansonsten geht alles super. Ich muss nochmal betonen wie wichtig es ist sich von Leuten fernzuhalten, die selber noch kiffen, nicht nur weil die natürlich immer Gras haben, sondern weil oft ein paar darunter sind die ein schlechtes Gewissen und Zukunftängste gut wegreden können und dann nimmt man sich zu schnell ein Beispiel daran.


    Also alles Gute noch, ihr schafft das!!

    @ old indian:

    in deinem ersten eintrag hier hast du dieses Gefühl beschrieben, dass sich am besten mit Angst beschreiben lässt, aber auch nicht nur Angst ist. ich weiß genau was du meinst. dieses unwohl-sein + zukunftsängste + etc etc.... das war für mich der entscheidende Grund aufzuhören.

    Hallo leut,ich find's klasse dass ihr euch so bemüht euer leben wieder auf die beine zu stellen. ihr habt jetzt ne harte zeit vor euch, um die ich euch ehrlich gesagt nicht beneide. bei mir hat's fast ein dreiviertel jahr gedauert


    bis ich emotional wieder einigermassen klar kam aber es hat sich gelohnt - ich bin jetzt seit 20 jahren und 3 tagen sauber. die versuchung (die gier im kopf) hab ich aber noch heute ab und zu, damit hab ich für mich zu leben gelernt. vor 8 jahren hab ich dann auch noch mit dem rauchen aufgehört und nehm das geld für schöne urlaube mit meiner frau .


    also viel erfolg altersack51

    Haltet durch! Bei mir ists mit dem Aufhören jetzt ca. ein dreiviertel Jahr her und es dauert seine Zeit. Macht euch klar, dass die innere Leere vor allem von der Entzug-Gehirnchemie kommt.


    Heute denk ich kaum noch dran und habe keinen Bock mehr drauf. Die Leute tun mir eigentlich nur noch leid. Jeden Tag die Hetze nach dem Zeug, die Kohle und so weiter. Die ganze Zeit das Gefühl, ein Süchtiger zu sein. Ständig das flaue Gefühl im Magen. Das megastarke Zeug. Der Psycho jeden Tag. Das dumpfe Abhgehänge vor der Glotze.


    Mir sagen auch alle, dass ich seitdem besser aussehe.


    Ihr werdet auch merken, dass ihr viel gelassener werdet als in der Dauerkifferzeit. Hört sich komisch an, aber im Prinzip ist man beim Kiffen permanent ein nervliches Wrack...


    Der Abschied ist mir so schwer gefallen wie eine Beziehung zu beenden, eigentlich noch schwerer um ehrlich zu sein. Meine psychischen Entzugssymptome waren extrem. Das wünsche ich keinem. Schlimmste Zeit war nach zwei, drei Monaten. Ein Rückfall hat mir gezeigt, dass kiffen keinen Sinn mehr macht. Entweder jeden Tag oder gar nicht .


    Also lieber gar nicht. Hab 15 Jahre meines Lebens damit zugebracht... Harmlose Droge - dass ich nicht lache. Fast keiner meiner Dauerkifferbekannten kommt davon los und jeder fühlt sich mies beim rauchen und alle labern rum, dass sie es im Griff haben und alle rauchen dermaßen viel...


    Irgendjemand muss die Plantagen ja wegknallen, die täglich ausgehoben werden. Ich jedenfalls nicht mehr.


    Und dann das öde Kifferleben. Die traurigen Fahrten nach Holland quasi als letzte Pseudoabenteuer, während andere tolle Urlaube verbracht haben. Die Gedanken während ich hohl aus dem Fenster geglotzt habe: Man könnte soviel machen und unternehmen, aber durch das kiffen, mache ich noch nicht mal den Schatten meiner Möglichkeiten. Nur noch dröhnen. Die ganze Zeit Bong. Never again. Auch das Minderwertigkeitsgefühl beim heimlich-rauchen....


    Ätzend. Das Pseudoüberlegenheitsgehabe der Kiffer nervt mich nur noch an. MAcht euch all das klar und verabschiedet euch von dem Stumpfsinn.

    Ist schon extrem, dass uns allen das Kiffen/Nichtkiffen in etwa gleich einfährt. Hab jetzt meinen 5. cannabisfreien Tag hinter mir und lebe noch. Hatte sogar schon schöne Momente, weil ich mich wieder freier bewegen kann. Hart ist es aber trotzdem, ich merke auch, wie sich mein Kopf schon auf einen eventuellen Joint in einem Jahr freut !?!?!?!?!?! Wie krank ist das denn !?!?!?!?!?! Es tröstet mich, dass es bei euch z.T. Monate oder Jahre ging, bis der Kopf "umgepolt" war. So verliere ich die Geduld vielleicht weniger. Alles Gute !

    Hi Leute,


    morgen ist es schon fünf Wochen her!


    Mir geht es eigentlich richtig gut! Ihr werdet es vielleicht nicht glauben, aber ich habe absolut kein Verlangen nach Gras! Ich denke nur sehr selten daran mal einen Joint zu rauchen. Auch glaube ich so gut wie keine Entzugserscheinungen mehr zu haben.


    Mir ist nur immer oft noch langweilig, wenn ich nichts zu tun habe! Ich weiss nicht, womit ich mich beschäftigen soll wenn ich zu hause sitze und Zeit habe. Ich sitze vor dem TV und es kotzt mich einfach nur an! Es läuft nur Scheisse im Fernsehn! Früher habe ich mir alles angeschaut und dabei meine Joints geraucht. Ok, Internet ist ja auch noch da. Aber da hat man ja auch nicht immer bock drauf. Jedenfalls muss ich mir was für meine Freizeit einfallen lassen. Zum Sport habe ich mich immer noch nicht aufraffen können. Aber ich habe mir fest vorgenommen das demnächst in Angriff zu nehmen.


    Alles in allem alles cool, wenn man bedenkt dass für mich das Aufhören vor fünf Wochen noch als Unmöglich erschien! Ich hoffe das bleibt auch so und wird noch besser. Ich bin immer noch sehr skeptisch, ich glaube dass da vielleicht noch was kommen könnte. So von wegen Suchtdruck mit Verlangen nach einem Joint etc., bin mal gespannt.


    Nächsten Monat geht die Uni wieder los, dann werde ich viel zu tun haben. Aber auch wieder mehr Stress, mal sehen wie ich das meistern werde.


    Wie sieht es bei Euch aus? Hier haben ja einige schon von ihren Erfahrungen geschrieben, diese waren sehr Hilfreich für mich! Und auch all diejenigen, die auch neulich erst aufgehört haben: Respekt! Schreibt mehr von Eurem derzeitigen Zustand!

    hey indianer deine geschichte ist echt krass ich habe ungefähr das gleiche erlebt.


    nur das ich mein ganzes leben lang zuhause wohne. meine eltern haben mir nur jeden tag mit dem rausschmiss gedroht aber waren nicht so hart das sie das durchgezogen haben!!!


    also am kiffen bin ich seitdem ich 14 bin, xtc habe ich mit 15 auf meinen wunsch konsumiert, habe freunde stundenlang zugetextet bis sie ja dazu gesagt haben.


    danach fing eine sehr exessive zeit mit pilzen, hawaijanischen holzrosenkerne, lsd, speed, koks und xtc für mich an.


    mit 16 hatte ich das erste mal den wunsch aufzuhören mit dem kiffen weil die chemischen und anderen sachen mir besser gefallen haben.


    das habe ich sogar 3 monate geschafft, mit anderen freunden!°


    mit 17 war ich von der ganzen chemie so fertig und abgespackt das ich keine lust mehr dadrauf hatte und habe von einen auf den anderen tag damit aufgehört.


    aber mit dem kiffen fing es zu dieser zeit erst richtig an, ich kaufte mir eine bong, damals glaube für 250 mark und kiffte fast nur noch alleine und schaute dabei auch nur noch fernsehn, besuchte ab und an mal noch freunde aber habe mich fast komplett isoliert.


    bin zwar noch arbeiten gegangen und das bis jetzt mein ganzes leben lang aber habe fast nix mehr mitbekommen und habe mich dort auch immer wie ein alien gefühlt...


    zum schluss war ich nur nach am herumfahren um gras zu besorgen. seit den letzten 2 jahren ist das verlangen so stark geworden aufzuhören das ich es auch immer auf den nächsten tag verschiebte.


    die schuldgefühle wurden immer grösser. aber mindestens einmal am tag hat mich irgendetwas aufgeregt und dann musste/wollte ich unbedingt wieder einen rauchen um runter zu kommen...


    bis vor 1/2 wochen da stand der entschluss für mich fest, hab einfach aufgehört, keine ahnung wie ich das geschafft habe auf jeden fall bin ich jetzt davon ab, denke zwar noch jeden tag daran. aber was solls, verschiebe es immer auf den nächsten tag!


    heute nacht wars echt extrem. habe geträumt das ich mir was zu kiffen geholt hätte und habe auch heute morgen noch im hinterkopf gehabt. "ey scheisse du hast wieder gekifft" bis ich entlich wieder eine ganz klare birne hatte und ich feststelle "ey alter das war nur ein traum, bleib mal locker"


    und zum fersehngucken, das ist genauso bei mir, finds total langweilig, hänge auch fast nur noch vorm pc rum bis abend´s.


    kurz vorm zu bett gehen nochmal 5 minuten fersehn schauen und dann feststellen "boha ist das unintressant" und dann schlaf ich lieber.


    ich glaube es warten einfach viel intressantere dinge auf uns die wir ersteinmal finden müssen.


    bin heute den ganzen tag schon am ueberlegen ob ich mir nen quad ausleihen soll weil ich mal wieder mein adrenalin kicken will...;-)


    hab genug erzählt, bis denne*:)*:)*:)*:)

    hi midnight,


    cool dass du dabei bist!


    hey krass, ich habe den absolut gleichen Traum vor ein, zwei wochen gehabt! Ich träumte, dass ich einen Joint geraucht hätte. Das war genauso, wie Du beschrieben hast- voll das miese gefühl beim Aufwachen! Und hab auch erstmal lange gebraucht bis ich realisiert habe, dass das nur ein Traum war. Aber im nachhinein egentlich gar nicht mal so schlecht, da weiss ich ja wie es ist wenn ich es in wirklichkeit mache. Dann ist nämlich alles fürn Arsch gewesen!

    Hey Leute!


    Heute sind es 6 Wochen, die ich nun "clean" bin! Ich habe gar keinen Überblick mehr über die Zeit, aber mein Handy erinnert mich nur jede Woche daran!


    Alles cool! Fühle mich richtig gut, die Langeweile wird auch immer weniger- zwar nur langsam, aber ich meine zu merken, dass ich mich nun besser beschäftigen kann.


    Ich hoffe ich bin bald genug belastbar, um die Uni zu meistern. Die geht ja bald wieder los!


    Das Leben ist der Hammer ohne dieses Scheiss-Zeug! Der Frühling geht los, und ich habe wieder bock rauszugehen!


    Achso: ich bin in letzter Zeit oft ziemlich müde- auch tagsüber! Ist das auch ein symptom? und wenn ja, wann geht es vorbei???


    Aber das stört mich nicht so sehr! Die freude überwiegt um ein vielfaches!


    Dieses Forum ist der Hammer! Ich habe für mich persönlich noch nie etwas nützlicheres im Internet gefunden, als dieses verdammte Forum!!!


    An alle die Suchtprobleme haben: LEST EUCH ALLE THREADS DURCH, DIE SICH MIT EURER PROBLEMATIK BESCHÄFTIGEN!!!

    Sei schon mal stolz auf Dich, dass Du raus willst und ein echtes Leben anfangen willst.


    Der Wille zählt, und da kannst Du Dich einzig auf Dich verlassen !!:)^

    Ja! Vielen Dank für den Zuspruch! Jetzt kann ich auch langsam anfangen mich auf mich selbst zu verlassen. Ging ja vorher gar nicht, wo ich mich doch jeden Tag selber verarscht habe! Es gab ja Tage an denen ich mich nicht mehr im Spielgel betrachten konnte. Zum Beispiel, wenn ich mir mal wieder vorgenommen habe "Morgen wirklich aufzuhören"


    Aber jetzt scheint mein Selbstvertrauen langsam zurückzukommen. Ich kann mir wieder trauen!! Das ist ein schönes Gefühl. Ich bin mal gespannt, was so alles noch auf mich zu kommen wird- hoffentlich nur gutes. Weil ich habe echt keinen bock wieder in die Falle zu tappen.


    Ich habe noch eine gute Nachricht zu vermelden, die ich die letzten Male ganz vergessen hatte: Ich habe es geschafft meinen Zigaretten-Konsum von anfänglich fast zwei Schachteln am Tag auf eine halbe zu reduzieren! Ist auch schonmal ein Fortschritt. Irgendwann steht dann wohl auch die Eliminierung dieser Sucht an. Obwohl ich ja erst mit dem Rauchen angefangen habe, nachdem ich aufgehört habe zu kiffen (hatte bei den ganzen Joints ja gar keine Zeit Zigaretten zu rauchen) scheint die Sucht ziemlich tief verankert zu sein. Aber in den Joints war ja auch Tabak drin, deshalb war das wahrscheinlich abzusehen. Aber ich will ja nicht alles auf einmal, eins nach dem anderen.


    Die 7. Woche ist nun angebrochen und ich hoffe, dass es weiterhin so gut läuft.


    Und an die "noch Kuonsumenten": Ich hoffe, dass sich durch die vielen Beiträge immer mehr von Euch uns anschließen werdet. Vielleicht lesen einige von Euch die Beiträge und denken:"Ja klar, einige schaffen das so- aber ich bin anders, ich bin doch voll der eingefleischte Profi-Kiffer! Bei mir läuft das anders. Ich schaffe das nicht so einfach" So habe ich anfangs jedenfalls gedacht. UND GLAUBT MIR! ICH WAR eingefleischter Profi-Dauer-Super-Kiffer! Und ich habe es auch geschafft. Und ich kann sagen: Wenn ich das schaffe, dann schafft es jeder! Das habe ich, glaube ich schonmal erwähnt, aber ich werde es noch tausendmal erwähnen. Denn ich habe mich mehr als die hälfte meines Lebens von dem scheiss verarschen lassen, wie gerne würde ich das rückgängig machen. Wie gerne wäre ich schon viel früher darauf gekommen, dass es gar nicht so schwer ist aufzuhören! Hört lieber heute noch auf! Einfach wird es am anfang nicht! Aber einfacher als ihr denkt!


    AUF! AUF!

    Hey Leute,


    Das Interesse an meinem Thread scheint allgemein sehr zurückgegangen zu sein ???


    Heute beginnt schon die neunte Woche meines Entzuges!


    Immer noch alles beim alten, fühle mich sehr gut! Keine Entzugserscheinungen! Manchmal bin ich noch ein bisschen schlapp, es wolllte mir ja auch noch keiner verraten ob das mit zur Symptomatik gehört! Aber ich denke mal ja.


    Werde trotzdem hin und wieder mal einen Lagebericht abgeben.