Depressionen nach Rauchstopp

    Hi,


    wahrscheinlich wurde dieses Thema schon sehr oft gepostet, jedoch bin ich seit ca. 4 Wochen rauchfrei und habe seit den letzten Tagen vermehrt mit wirklich starken Stimmungsschwankungen zu kämpfen, die – immer länger dauern und – immer heftiger werden.


    Ich werde aktuell bereits mit Antidepressiva aufgrund von Panikattacken behandelt, jedoch scheint das diese depressive Verstimmung nicht mehr aufzufangen....


    Ich frage mich, wie lange dieser Zustand noch anhält und in äußerst frustierten Momenten denke ich mir "lieber 30 gute Jahre als glücklicher Raucher als 50 Jahre diese depressive Verstimmung". Verzeiht mir diese dumme Äußerung, jedoch ist es wirklich so, daß ich so einen Zustand nicht auf Dauer ertragen kann..


    Kann mir jemand sagen, wie lange diese depressive Stimmung anhält? Im Internet finde ich hierzu keine genauen Angaben... Ich bräuchte einen Lichtblick zum Durchhalten.... ;-)

  • 6 Antworten

    Bist du denn sicher das deine Depressionen in jedem Fall durch das Nichtrauchen kommen?


    Stimmungsschwankungen sind ja Gang und Gäbe, da im Gehirn nicht mehr die 'gewohnten' Glückhormone ausgeschüttet werden. Wenn ich mich nicht irre, spricht das Rauchen ja auch das 'Belohnungszentrum' an. Hast du versucht eine Alternative für den Übergang zu finden, oder bist du 'ins kalte Wasser' gesprungen? (Am Rande: Wie lange hast du geraucht?)


    Das die Panikattacken mit dem 'nicht rauchen' begründet sind, kann ich mir gerade nicht wirklich vorstellen. ":/ Bist du denn in Therapie deswegen?

    Wicky001

    Zitat

    seit ca. 4 Wochen rauchfrei und habe seit den letzten Tagen vermehrt mit wirklich starken Stimmungsschwankungen zu kämpfen

    du scheinst es wirklich zu wollen, Gratulation dafür! Wenn der Druck zu stark ist besorge dir Hilfsmittel, Pflaster, Kaugummi etc. Bei den Pflastern fängt man mit stärkeren an und reduziert das Nikotin mit der Zeit auf Mittel und Leicht. So kannst du die Stimmungsschwankungen etwas mildern.

    Das die Panikattacken mit dem 'nicht rauchen' begründet sind, kann ich mir gerade nicht wirklich vorstellen. Bist du denn in Therapie deswegen?


    Hi, die Panikattacken kamen von meiner Schilddrüse, die auch behandelt wird. jedoch ist die Sache mit der Schilddrüse nicht immer sehr einfach bzw. dauert recht lange, bis man hier optimal eingestellt ist. Daher habe ich begleitend das Antidepressiva erhalten.


    Heute geht es besser. Werde mir – denke ich – Nikotinpflaster besorgen, wenn das wieder losgehen sollte. Halte zwar nicht so viel davon, da ich ja diesem Nikotin entkommen wollte, ist aber denke ich eine bessere Alternative als wieder zu rauchen vor lauter Frustration....


    Danke für die Antworten :-)

    Ich habe vor 7 Monaten mit dem Rauchen aufgehört. Zusätzlich Antidepressivum abgesetzt und neu nacheinander zwei Blutdrucksenker verschrieben bekommen (Losartan + Betablocker). Nur wenige Tage nach Einnahme des zweiten Blutdrucksenkers (ein Betablocker) habe ich Depressionen übelster Sorte bekommen. Ich habe mehrere Monate im Bett verbracht. Das wünsche ich nicht mal meinem Feind.

    @ marfini

    dir ist aber schon klar, dass sich hier mehrere möglichen Ursachen vermischen?


    Du setzt ein Antidepressivum ab und fängst mit einem Betablocker an ... Betablocker können üble Depris verursachen. Welchen nimmst du?

    Danke für Deine Antwort. Ja, es ist mir klar, dass sich hier mehrere Ursachen vermischen. Betablocker habe ich wieder abgesetzt. Es ging gar nichts mehr. Es waren Bisoprolol und danach Metoprolol. Trotz Absetzen habe ich Depris noch. Auch nach Antidepressivum hilft nicht mehr. Aber ich bin noch Nichtraucher. Helfen tut mir das allerdings nicht.