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    Entzug und Müdigkeit

    Hallo Zusammen,


    seit 3 Tagen habe ich von heute auf morgen komplett aufgehört zu kiffen und fühle mich nur noch müde.

    Viele berichten beim Entzug von Einschlafproblemen, was bei mir überhaupt nicht der Fall ist. Ganz im Gegenteil, bin abends sehr müde und schlafe sofort ein.

    Deshalb Frage ich mich, ob meine Müdigkeit mit dem Entzug zu tun hat oder ich anderweitig erkrankt bin.

    Ich war immer Frühaufsteher, bin mit 6 Stunden gut klargekommen, doch jetzt schlafe ich früh am Abend ein und schlafe lange. Da ich das so ,bei niemanden gelesen habe, würde ich gern wissen, ob es Anderen vielleicht auch so geht. Wenn ich frühs aufstehe, bin ich trotz 10Stunden Schlaf mega erschöpft und wie gesagt, ich frage mich, ob das Entzugserscheinungen sind? Ich danke schon mal im Voraus für eure Antworten.

  • 2 Antworten
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    Hallo, erstmal super das du dich für diesen Schritt entschieden hast.


    Ich habe keine eigenen Erfahrungen.


    Ein guter Freund von mir hatte auch vor einigen Jahren von Heute auf Morgen aufgehört zu Kiffen. Er berichtete auch davon, dass er ständig Müde war, er hat 8 stunden geschlafen und war nach 2-3stunden des Wachseins wieder so Müde das er selbst unterwegs hätte Einschlafen können.

    Zuhause war er schon vormittags wieder um 11 uhr erschöpft und ging schlafen.

    Das ging bei ihm aber nach einiger Zeit vorrüber.


    Wenn du dir unsicher bist ob möglicherweise eine andere Erkrankung vorliegt, dann kläre dieses mit deinem Hausarzt ab das kann dir hier keiner genau beantworten.

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    Hallo Natascha,


    herzlich Glückwunsch zu diesem Schritt und alles Gute für deinen weiteren Weg!

    Müdigkeit ist nicht gleich Müdigkeit. Ich finde, es gibt Müdigkeit, die einfach auf Schlafmangel zurückzuführen ist. Dabei ist man ständig unkonzentriert und spürt einfach, dass der "Akku" leer ist. Es gibt aber noch andere Formen, z.B. so eine Müdigkeit, die auf Antriebslosigkeit beruht. Ich habe das z.B. wenn ich trauere oder es Beziehungsstress gibt. Dann klinkt sich mein Gehirn irgendwie aus, ich bin antriebslos und weiß nichts mit mir anzufangen, also schalte ich einfach ab und döse immer wieder so vor mich hin. Ich kann mir gut vorstellen, dass sowas auch einfach vom fehlenden Dopamin kommen kann. Du bist es gewöhnt, langweilige Situationen bzw. Ereignislosigkeit durch Kiffen interessant zu machen. Jetzt ist das Leben weniger bunt und knallig und ödet einfach stärker, so dass du schneller in Standbye gerätst.


    So ein Dopaminentzug schadet aber ganz allgemein nicht. Das in den Griff zu bekommen heißt nämlich auch für dich, dass die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls niedriger wird. Wenn du lernst, jedes Bedürfnis auch mal aushalten zu können. Nicht zum Kühlschrank zu gehen und zu naschen, nicht zum zehnten Mal in der Stunde Social Media zu checken, nicht Pornos zu schauen und zu masturbieren. Die Stille und die Leere aushalten und zu schätzen lernen. Die Nüchternheit und Banalität des Seins (jetzt werde ich philosophisch, entschuldige).


    Mein Ratschlag wäre, dass du wieder mehr sinnvolle Aufgaben machst. Abends statt TV eine Runde spazierengehen, evtl. sogar dafür einen Hund ausleihen. Dich privat wo engagieren. Etwas Neues lernen, künstlerisch aktiv sein - solche Dinge. Und viel Sport natürlich ;)