Entzug von Benzodiazepin (z.B. Tavor)

    Hallo,


    habe seit ca. 1 Jahr einen Entzug am laufen. Bin von 10 mg Benzos auf 0 runter innerhalb von einem Tag. 2 Tage gings gut, dann fing die kacke an. Hab dann 3 Wochen später Tafil bekommen zum ausschleichen (0,5 mg 1-1-1 und dann immer runtergesetzt). Jetzt, nach ca. 8 Monaten hab ich wieder einen krassen Rückfall der schon fast 2 Wochen dauert. Andauernd schwindel, übelkeit, leichtes herzrasen, bissal benommen, angst das ich ohnmächtig werd.


    Jetzt wollte ich mal was fragen:


    Ich bin nicht von den dingern abhängig gewesen, also net so auf jukie "ich brauch die teile" sondern bin wohl so reingerutscht. Das ist wohl das glück.


    Ich les in anderen Foren von 0,5-1-2mg dosen und schon richtig guten entzugserscheinungen. Ist dann bei mir mit 10 mg hopfen und malz verloren oder dauert es einfahc nur länger bei mir? Bin ich einer der "Krasser" ist als die anderen oder ist das egal?


    Das zeug setzt sich im Muskelgewebe ab und wird schubweise abgebaut. das heisst, wenn ein schub kommt dann sollte es mir doch besser gehen weil das diazepam ja dann ausgestossen wird oder wie kann ich das verstehen?


    Ausserdem les ich von epi anfällen, herzstillstand usw... jedoch nichts wann das auftritt? kann das nach über 8 monaten noch kommen? ALLE ärzte bis jetzt meinten eindeutig: NEIN. Sowas kommt angeblich nur vor direkt NACh dem absetzten. wenn eine zeit verging kommt sowas nie vor. Wer weiss mehr?


    ich hab ca. 7 jahre geraucht (keine funny things.. normal kippen) und hab auch aufgehört. kein problem. gesoffen hab ich auch mal. aber net täglich, nur wochenende bei party. brauch ich auch nicht. hab sonst keine süchte (ausser liebessucht nach freundin @:)) aber ansonsten echt nichts.


    mich beunruhigt nur die tatsache das ich soviel geschmissen habe und das ich immer noch nach 8 monaten so krasse schübe hab! klar, wär ich krank, wär ich nicht mehr hier oder mich häts schon umgehaun. kann also nur der entzug sein (war letztes jahr bei allen ärzten die es gibt von kardiologie, internisten über neurologen) und alle sagten ich wäre quick gesund.


    evtl. kann mir einer hier was nettes schreiben. evtl. auch wie es bei im war/ist. aussagen von leuten die das zeug 10 jahre sich hirnlos geschmissen haben habe ich genug gefunden. es geht mir eher um berichte von mittelfristigen einnahmezeiten in hohen dosen und dann absetzen.


    letzten endes ist es doch egal wie man absetzt oder? wenn man es irgendwie schafft wird man "clean". oder hat es eine auswirkung langfristig (entzugssymtome aussenvorlassen) das man danach balabala wird oder so? ich hab gehört das es defintiv KEINE langzeitschäden gibt. egal wieviel und wielang man es nahm. mal dauert der entzug halt kürzer, mal länger. hab von leuten gelesen die einen entzug zwischen 9 monaten und 4 jahren hatten.


    komisch: mit dauer des entzuges sollten doch die beschwerden die der entzug mit sich führt abnehmen. bei mir ist aber wie schon gesagt der aktuelle schub der krasseste und der, der am längsten andauert. nach ACHT MONATEN!


    ich hoff auf fachkundige antworten.


    Das ich ein trottel bin weil ich die dinger genommen habe weiss ich leider selbst >:( kennt ja den spruch: der kluge lernt aus den fehlern anderer, der dumme aus den eigenen!


    In dem sinne!


    Gruß und danke schonmal für die (hoffentlich schnellen) antworten


    Jakob

  • 37 Antworten

    @ jakobsweg*:)#

    Habe mit dem Zeug nun auch schon über 10 Jahre zu tun. Hirnlos geschmissen habe ich es deswegen aber nicht. >:(


    Ich nehme seit 12 Jahren Diazepam und habe es einmal komplett ausgeschlichen, war ca. 14 Monate "clean", habe dann aber wieder mit einer kleinen Dosis angefangen. Deswegen kann ich Dir wirklich nicht sagen wie man mit einem Rückfall von hohen Dosen in kurzer Zeit umzugehen hat???


    Wollte nur sagen, das ich -Gott sei dank- nie einen Epi oder eine der bekannten Absetzreaktionen hatte. Sehr wohl hatte ich auch nach über 6 Monaten noch Entzugserscheinungen. Konnte es nicht glauben, alles scheint vorbei zu sein, man fühlt sich normal und aus heiterem Himmel ist man voll auf Entzug. Das wurde dann aber immer seltener und an spätere "flaschbacks" kann ich mich nicht erinnern.


    Ich hatte es aber auch über einen sehr langen Zeitraum ausgeschlichen. Bis hin zu tgl. 1mg. Eine große Hilfe war für mich das Valequid, unmittelbar nach dem absetzen. Vielleicht kennst Du das Mittel bzw. kannst mal einen Arzt fragen ob das in Deiner Situation für Dich Sinn macht.:)D

    Ja die lieben Benzos...


    Wenn ihr mich fragt was schlimmer beim Entzug ist, harte Drogen oder Benzos...ich sag sofort Benzos.


    Es ist typisch dass noch Ewigkeiten nach dem Absetzen immer mal wieder solche Phasen kommen mit Schwindel, Herzrasen, Angstattacken, Derealisation...auch im therapeutischen Bereich kann sich eine solche Abhängigkeit einstellen wenn man es lange genug nimmt. Man muss also nicht Riesenmengen einwerfen.


    Die ganz schlimmen Dinge wie Krampfanfälle oder lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Aussetzer kommen aber nur in der Zeit des akuten Entzugs, nicht mehr Monate danach. Aber es kann schon ein Jahr dauern bis der Körper wieder im Gleichgewicht ist.


    Da hilft nur eins, Finger weg von dem Mist und durchhalten. Diese Phasen sollten mit der Zeit immer seltener werden und schliesslich aufhören.


    Und dann ist die Frage warum hast du überhaupt damit angefangen ? Hast du denn Ängste gehabt oder Unruhe ? Oder einfach mal so probiert, für gut befunden und weitergemacht ?

    ICH LIEBE EUCH!! Endlich mal RICHTIGE Antworten auf meine Fragen!


    Also, ich hab seit ca. 8 jahren einen Reizdarm. hab sie deswegen bekommen von (nicht lachen) oma. Die hat mir dei dinger fast aufgedrängt. täglich 1 nehmen in der früh und alles ok. war es auch. naja, anfangs zumindest. anfang 08 hatt ich dann dieses magenproblem (was bis heut keiner weiss was es war) und dann hab ich die halt abgesetzt. hab nach ca. 3 tagen den kalten entzug gehabt, also mit zittern usw. verging nach ca. 1 stunde wieder. hab dann ausgeschlichen mit tafil wie gesagt.


    ich bin heut schon soweit das ich die dinger wieder nehmen würde! ohne witz. die letzten 2 tage waren wieder die hölle und das nach 8 MONATEN!!! abstinenz. bisher hatt ich rückfälle die zwar auch krass waren, aber nie so wie jetzt, nie so lang und nie so extrem!


    kann sein das das so eines der letzten zuckungen des entzugs sind und das der körper jetzt langsam wieder klarkommt?


    blöde frage: soll ich morgen zum neurologen oder soll ich noch abwarten? vor 8 monaten war ich ja bei ihm, eeg und noch was gemacht. komplett untersucht. er meinte alles top! es ist zu 100% der entzug. ich weiss, so ferndiagnosen macht man nicht und sollte man auch nicht machen, aber was meint ihr?


    Meine derzeitigen beschwerden siehe oben aber hier nochmal:


    Extremer wiederkehrender Schwindel


    MANCHMAL sprachstörungen wenn ich wörter sagen will


    so abwesend manchmal


    leichte übelkeit (kann zwar essen aber net wirklich fressen wie ich es immer gern gemacht hab und danach auf der couch ne stunde schlafen :-)


    Bissal herzrasen


    Und so manchmal komische leere im brustkorb. als ob meine lunge net drinwär, das dauert paar sek. und dann ists weg.


    naja, dann noch muskelzucken im bauchbereich und so schwach auf den beinen. als ob die gleich zusammenklappen würden.


    laut BTonline sind das klassische entzugssyndrome.


    Das mit hirnlos schmeissen war nicht allgemein gemeint. das ist auf personen bezogen die sich alk und benzos schmeissen weil sie es geil finden in dem zustand abzuchillen! laut bt sind 90% aller betroffenen auch alk abhängig. gehör zu den 10% :)


    im übrigen hab ich auch keine probleme bis auf paar schulden die ja nach weihnachten jeder hat :) bin glücklich, fahr ne große karre, hab ne jahrelange PERFEKTE beziehung, beruflich alles ok.. also darauf ist es NICHT zurückzuführen. ich hatte auch diese beschwerden VOR dem absetzten nicht und auch nicht bevor ich es anfing zu nehmen.


    So, ich hoff das sind noch genug infos von mir bzw. zu mir.


    Ich hatte mit drogen, sowohl legalen als auch illegalen nie was zu tun. deswegen nimmt es mich wohl 2x so stark mit wie leute die schon wissen wo der hase langläuft.


    Danke schonmal für die netten antworten!!!


    Gruß Jakob

    Hi


    ich war schon auf dem Weg raus aus dem Netz aber ich schreib nochmal kurz.


    Es klingt tatsächlich wie klassische Benzo-Entzugssymptome. Trotzdem ist es unmöglich hier genau zu sagen was es ist. Deshalb geh ruhig zum Neurologen, schaden tut es nicht.


    Gerade jetzt ist es wichtig nicht erneut Benzos einzunehmen, das würde dich komplett zurückwerfen. Die Dinger sind so hinterhältig. Glaub mir, ich hatte mit Drogen zu tun und ich habe trotzdem Respekt vor diesen Medikamenten.


    Ich hatte das auch, aus heiterem Himmel wieder heftigen Entzug, nach vielen Wochen, man weiss garnicht wie einem geschieht. Gerade dieser Schwindel ist ekelhaft.


    Bleib standhaft, es müsste langsam besser werden, 8 Monate sind schon lange.

    ja, danke für die antwort... ich weiss nru nicht wo das noch hinführen soll. ich mein, du schnallst es ja dann was grad so abgeht bei mir. ich les meist nur von leuten die sich so 1-2 mg von dem benzo (chlordiazepam) geschmissen haben und übelste entzugserscheinungen haben. hab von einem gelesen der hat das zeug so 10 jahre genommen und hatte erst nach 4 jahren gar keine beschwerden mehr. ich hab zwar das zeug nur 1 1/2 jahre geschluckt, dafür aber 5, meist aber 10 mg täglich. wenn der entzug von 1-2 miligrämmchen schon ein jahr dauert dann mag ich mir nicht ausmalen wielang es von 5-10 mg dauert. kann man ja so nicht hochrechnen, aber dürfte dann mind. 2 jahre dauern bis ich beschwerdenfrei bin.


    benzos nein, ok. aber wie siehts aus mit so antidepressiva wie dem amitryptilin? könnt ich das nehmen? also hochdosieren, level halten und dann absetzten? will zwar echt nichts nehmen, aber diese attacke grad eben raubt mir den letzten nerv.. bin echt im eimer. hatte das noch nie im leben.


    ich les auch von schüben, die kommen. aber nach der zeit schwächer werden. warum das jetzt bei mir aber so krass kommt weiss ich auch nicht. und vor allem: bisher war alles nach max ner woche vorbei, jetzt hab ichs schon fast 2!!! und es wird net besser... :°(:°(:°(


    grüßle!!

    Ein Antidepressivum wäre eine Möglichkeit wenn es zu schlimm wird.


    Aber: 10 mg Diazepam am Tag (?) sind keine besonders hohe Dosis, es ist eher die Einnahmedauer entscheidend. Wenn einer 10 Jahre kontinuierlich Benzos nimmt, auch in niedriger Dosis, dann zieht sich der Entzug ewig. Und nach meiner Erfahrung spielen viele ihre Dosen eh runter, ich gehe daher oft von höheren Einnahmemengen aus..das nur am Rande. Bei deiner Einnahmedauer wird das sicher keine 4 Jahre dauern und Langzeitschäden sind auch unwahrscheinlich. Ich habe deutlich mehr und länger als du was genommen und ich merke da heute nichts mehr von. Und bei mir kamen auch noch harte Drogen dazu.


    Geh ruhig mal zum Neurologen und besprich das, 2 Wochen sind schon relativ lange, das macht einen fertig. Ein Neurologe ist auch am ehesten in der Lage ein AD sinnvoll zu verschreiben wenn es nötig sein sollte.


    Im Internet liest man sowieso eher die Horrorgeschichten, das solltest du auch bedenken. ;-)

    Hallo,


    ja danke für den Tipp! :-)


    Gestern nacht bin ich um 12 ins bett, sau müde, um halb 3 aufgewacht und war bestimmt bis 5 wach. dann lag ich auf der linken seite und jedesmal wenn mein herzchen schlug gabs nen stechen. :-(


    Mein Neurologe ist bis einschl. heute im urlaub, wäre nur eine andere praxis da, wobei da muss ich wieder die ganze geschichte vorheulen.. jetzt weiss ich nicht ob ich noch 2 tage die zähne wirklich zammbeissen soll oder ob ich heut gleich zu dem anderen gehen soll?!!?!

    @ Jakobsweg,

    "war mal der Kater" hat dir ja schon super gute Tipps gegeben (ich lese übrigens seine Postings immer mit sehr großem Interesse,sie sind klug, hautnah, realistisch, empathisch,aufbauend und soo Vieles mehr...)


    Der Entzug von Benzos kann unter Umständen noch gravierender als der Heroin-Entzug sein.


    Sehr viel geholfen wurde mir auch im speziellen Forum für Entzugserscheinungen .


    Folgender Link:


    http://www.adfd.org/forum/


    Ich habe fast 18 Monate gebraucht, um all diese fiesen Symtome wie: Schwindel, Derealisation, Übelkeit, Angst Panik,Unruhe , Kopfweh,etc. zu verlieren.


    Mein Schwerpunkt lag jedoch nicht bei Tavor ( diese nahm ich nur bei ganz starkem Bedarf) sondern bei meiner 5 jährigen Anti-Depressiva Einnahme, dem Remergil (Mirtazapin)


    Mein Rat wäre, wenn irgendwie möglich, deinen Entzug OHNE zusätzliches A.Depressiva zu machen, denn was nützt dir, wenn du Benzofrei bist, aber dafür einen fast ähnlichen Entzug mit den A.Depressivas durchmachen musst!


    Glaube mir, ich wurde von Ärzten belächelt und als Hypochonder dargestellt, als ich die Vermutung äußerste, dass all meine schlimmen Symptome Anti-Depressiva- Absetzt-Symtome sind.


    Offenbar "kann Anti-Depressiva-Entzug nicht sein, was nicht sein darf....."


    Die meisten Ärzte, selbst die Psychiater weisen Entzüge eines A.D. ab....


    Erst durch das obig genannte Forum bekam ich die Kraft und den Glauben an mich selbst wieder zurück, und somit auch das Durchhaltevermögen zum Aushalten dieser schlimmen Symptome.


    Ich persönlich fände es arg, die Benzo-Entzugserscheinungen gegen A.Depressiva- Absetz-Probleme einzutauschen.


    Vielleicht helfen dir autogenes Training, Entspannungsübungen, Sport , ( hat mir SEHR viel geholfen) viel Bewegung,und eventuell Johanniskraut


    diese schwere Entzugsphase etwas zu lindern.


    Ich wünsche dir ganz viel Glück zum Durchhalten.


    Lb.Gr.


    Siggi

    Guten Morgen

    Siggi


    Vielen Dank für die @:)...da werd ich ja |-o


    Jakobsweg


    Sie hat recht, auch bei ADs kann es zu schlimmen Absetzsymptomen kommen, vor allem bei den neueren SSRI. Die sind da geradezu berüchtigt für. Wenn überhaupt käme da eher ein beruhigend wirkendes Medikament in Frage um etwa innere Unruhe oder Schlaflosigkeit etwas zu lindern. Aber das gehört wirklich in die Hände eines Facharztes.


    Ich sehe das so, wenn es dir schlecht geht und das bereits seit einer Weile, dann würde ich damit zum Arzt gehen. Niemand sollte sich unnötig herumquälen und womöglich dadurch wieder in Versuchung geraten. Am allerbesten ist es immer so eine Zeit ohne weitere Medikamente durchzustehen, es wird auch wieder aufhören. Tu dir selbst viel gutes und sieh diese Sachen als Versuch des Körpers wieder mit sich ins reine zu kommen. Das ist wie eine Waage, lange hast du das System mit den Benzos ins Ungleichgewicht gebracht, jetzt pendelt sich das erstmal aus. Da gehts mal hoch und auch wieder runter.


    Aber ein Neurologe könnte noch mal das ein oder andere durchchecken und dir noch konkrete Hilfestellung geben. Besser wäre es den zu nehmen der dich bereits kennt, wenn du solange durchhalten kannst ?


    Dieses adfd-Forum ist übrigens hervorragend, unglaublich viele Infos.


    Viele Grüsse

    Hallo,


    danke für den Tipp! GLeich registriert.


    Ruf heut meinen neurologen an: urlaub bis morgen. verweis auf einen anderen. ruf da an: urlaub bis morgen. Naja, ruf noch 3 andere an, alle urlaub, von daher hab ichs dann aufgegeben. heut gings mir auch schon bissal besser. aber ich wills net verschreien. evtl. hört es jetzt wieder auf und das war echt der letzte schrei des körpers.


    so schwindel und die ganzen symptome können ja nur davon kommen. wie gesagt, hab mich letztes jahr durchchecken lassen von nicht wenigen doks und alle sagten ich bin sehr gesund.


    so, werd mal in dem anderen forum bissal lesen.


    nimmt einen schon mit so ein entzug verdammt. hab grad kopfweh.. %-|


    johanniskraut ist ungut. hab das letztens geschluckt und danach gings mir echt übel. denk bleib bei baldrian.


    wenn noch jemand was schlaues hat nur herdamit! baut echt auf, auch wenn nur bissal. aber das ist wohl normal in der lage :-(:-(


    gruß jag

    Ein Arzt (Neurologe) sagte mir das es Jahre dauern kann bis der Körper den Entzug komplett "verkraftet" hat. Mein Benzo-Entzug endete Dezember 2007 - ich habe bis heute Probleme. Allerdings muss ich sagen das ich dieses Jahr 3 Vollnarkose hatte was ja ähnliche Substanzen sind, vielleicht hat es mich etwas zurückgeworfen. Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Kraft, ich weiss was man bei so einem Entzug mitmachen muss - aber das wichtigste ist du nimmst nichts mehr, da arbeitet die Zeit sowieso nur noch für dich. *:)

    ps: da hier erwähnt wurde das benzos im muskelgewebe gespeichert werden (habs gar nicht gewusst :-o ) weiss jemand ob die muskeln davon dauerhaft geschwächt werden? wäre über eine antwort sehr sehr dankbar.

    Das mit den Muskeln konnte mir auch bisher noch niemand klar beantworten. Du willst wohl auch auf meine Fragen hinaus: Langzeitschäden! Also nach dem Entzug.


    Bisher wurde mir von JEDEM bestätigt, das zwar Nervenzellen geschädigt werden, sowohl auch die Leber und der Entzug lutscht den Körper aus. Aber das sind alles Sachen die sich wieder stabilisieren bis zur Normalität wieder. Muskelschwäche kannst durch Sport wieder ausgleichen. Der Muskel wächst und geht wieder zamm, wie mit der Wampe: wennst viel futterst bekommst einen großen bauch, wennst nix mehr isst dann gehts zurück. Jetzt kommen einige: jeder ist anders. Klar. Aber das ist auch beim entzug wohl so.


    Ich war heut beim hirn MRT. kein befund, mein hirn ist drin und ist völlig intakt. ist also echt der entzug.


    in dem adfd forum hab ich schon bissal mut gesammelt. einige fragen wurden beantwortet und das meiste haben mir die erfahrungsberichte gebracht. wobei ich hier anmerken muss: die meisten entziehen zwar, hängen aber meist auf antidepressiva. es gibt leider nur eine handvoll leute (wenn überhaupt) die so sind wie ich: abgesetzt und fertig.


    Wundert mich nur das es bisher noch nicht in den medien kam. von drogensüchtigen hörst jeden tag 10 reporte, von benzoabhängigen nix.


    haut rein.


    mir ist immer noch nicht ganz gut.. :( futter jetzt so sauteueres rosenwurz. soll gegen den schwindel helfen. nehms jetzt seit 3 tagen. mal sehen wanns wirkt und obs überhaupt wirkt. :-/


    gruß sigi

    Guten Morgen


    nein, die Muskeln werden nicht dauerhaft geschädigt. Also, ich habe Benzos pfundweise gefuttert, bis zu 20 Rohypnol am Tag und ich habe garnichts zurückbehalten. Der Entzug zieht sich sehr lange und ist sehr belastend aber danach gehts wieder. Es sei denn man hat jahre-, jahrzehntelang das Zeug eingenommen, da soll es Spätschäden geben wie Schwindel, Koordinationsstörungen und ähnliches.


    Es gibt schon mal Berichte in den Medien..aber es sind eben "saubere" Medikamente und keine spektakulären illegalen Drogen, das ist zu langweilig für reisserische Reportagen. Daran sieht man die Scheinheiligkeit im Umgang mit Sucht in dieser Gesellschaft. Aber ich fange erst garnicht an mich darüber aufzuregen..bringt eh nichts.


    Viel Erfolg weiterhin