Erneut mit der Kifferei aufhören und dabei bleiben

    Hallo miteinander.


    Ich bin 28 Jahre alt und brauche moralische Unterstützung um wieder mal mit dem harzen aufzuhören, bzw es weiter sein zu lassen.


    Kurze Vorgeschichte:


    Mit 14 das erste mal geharzt, ab 16 selten Chemie konsumiert, von 18 bis 20 Crystal gezogen. Murmeln, Koks, Pep nur dann konsumiert wenn kein C da war.


    Ab 20 keine Chemie mehr.


    Ab und zu Pilze.


    Ab 20 durchgängig gekifft (vorher zumindest nicht jeden Tag) bis ca vor ca 2 Jahren, dann aufgehört. Meine Partnerin hat es iniziiert, und das war auch gut so!


    Seit etwas mehr als einem Jahr harzte ich wieder kräftig, ohne dass meine Partnerin es weiss, sie geht tagsüber arbeiten und abends eher ins Bett als ich.


    Schon allein wegen ihr fühle ich mich sauschlecht, schließlich belüge ich sie wenn ich quasi hinter ihrem Rücken kiffe obwohl sie glaubt ich hätte nicht wieder damit angefangen. Und sowas hat sie nicht verdient.


    Schließlich ist es blanker Egoismus zu konsumieren!


    ICH harze schließlich damit es MIR gutgeht, und vernachlässige dabei durch das gegammel meine Aufgaben, und auch Aufmerksamkeiten, die meine Partnerin verdient und auch nötig hätte.


    Seit letzten Samstag kiffe ich nun nicht mehr.


    Heute ist Donnerstag.


    Nun, wie gesagt, ich habe schonmal für über ein Jahr das kiffen aufgegeben.


    Aber aus nicht näher zu erklärenden Gründen hab ich irgendwann wieder mal ne Tüte geraucht, schnell wurde es regelmäßiger, binnen nichtmal 2 Monaten wieder jeden Tag.


    Ist Zustand:


    Heute ist der 6. Tag an dem ich nicht mehr harze, ich bin demotiviert, entweder völlig emotionslos oder ich habe, seltener, kaum witzige Lachanfälle.


    Körperliche Probleme habe ich kaum.


    Das große Problem an sich ist, dass nix knallt im Kopf! Der "Rausch" fehlt einfach. Ich vermisse das ballern, das meinen Verstand Umhaut, das glücklich-in-der-Ecke-liegen, das Entspannen.


    Wenn ich völlig unruhig bin rauche ich schnell Tabak, das hilft vorerst. Einschlafen geht halbwegs, ich trinke nach 11.00 Uhr keinen Kaffee mehr. Ich habe enorme Angst dass die Zeit mit den schlimmen Träumen doch noch wieder kommt. Das war beim letzten mal blanker Horror, vielleicht bleibt das aus.


    Ich habe mich bis jetzt an sämtliche Vorteile des Nichtrauchens geklammert, und an meinen Glauben.


    Heute ist wieder ein beschissener Tag, ich weiss nicht warum.


    Ich brauche etwas moralische Unterstützung, Tipps die meinen Zustand verbessern oder das Elend lindern. Etwas, das mich die unangenehme Zeit besser überstehen lässt.


    Es ist mir auch peinlich wegen dem gekiffe zu jammern, in ein Forum zu gehen. Das habe ich noch nie gemacht. Allein die Anonymität hilft.


    So, ist ein viel zu langer Text geworden, bitte seht es nicht als Gejammer an, ich gebe mir Mühe.


    Ich brauche einfach jemanden dem ich von meinem Zustand bzw Fortschritt erzählen kann, es ist eben nicht so einfach nüchtern zu sein.


    Aber ich weiss es lohnt sich, irgendwann.


    MfG JebbediahBundy

  • 18 Antworten

    Hi,


    naja. Es ist jetzt natürlich einfach zu sagen: Du solltest es lassen, obwohl es genau das ist, was ich Dir sagen will. Nur wirklich gute Gründe dafür finden, das ist der schwierige Part, ich versuche es mal.


    Natürlich ist es so, dass ein "rauscharmes" Leben nicht so offensichtlich Höhepunkte zu bieten hat. Aber sogar Du selbst hast festgestellt, dass es einen Preis daüfr zu bezahlen gibt. Und in den meisten Fällen ist es der, dass das "normale" Leben nicht mehr gemeistert wird.


    Du schreibst nichts über Deinen Beruf oder Deinen Tagesablauf, aber Du merkst, dass Du "Deine Aufgaben" vernachlässigst und Deine Freundin, die Dir sehr viel bedeutet. Und vor allen Sie sollte der Grund sein, an Dir zu arbeiten. Niemand hat je behauptet, das das Leben einfach ist oder dazu da, immer super happy und entspannt zu sein.


    Im Extremfall kannst du Dir vielleicht vorstellen, wo die Menschheit wäre, wenn der Rausch das Wichtigste wäre. ICh wage zu behaupten, dass wir ausgestorben wären. (OK, es gibt Leute - vor allem im Bereich der Tierwelt ;-) - die finden, es wäre nicht das Schlechteste). Aber d.h. im Umkehrschluss: Du kannst Dir das nur Erlauben, wenn andere für Dich was tun.


    Und es ist auch ein schönes Gefühl (nicht so heftig, aber lang anhaltender), wenn man was schafft im Leben. Vor allem wenn man der Versuchung widersteht. Also: mit Deiner Abstinenz kommst Du ein wenig in die Richtung des positiven Gefühls, dass keinen Preis fordert - außer den, auf den schnellen Kick zu verzichten, der in Katerstimmung endet.


    Ich habe Dir vor allem geantwortet, um Dir die Begründung zu nehmen: siehst Du, interessiert ja doch niemanden .....


    Das ist nämlich kein Grund, sondern vorgeschobene Selbstbeschummelung. Du musst Dein Leben in die Hand nehmen, mit 28 sollte man das wissen.


    Ich denke, Du weißt, das Schlimmste, was Dir passieren kann, ist das Deine Freundin keine Lust mehr auf den Scheiß hat. Und Du weißt das VORHER, und kannst JETZT noch gegensteuern, aber NUR DU kannst das!


    Also: Kopf hoch und durchhalten - es lohnt sich auf jeden Fall. Und dann probiere es mit Sex, das entspannt herrlich, gibt Energie statt sie zu nehmen und Du gibt damit Deiner FGreundin die ausstehende Aufmerksamkeit. ;-D


    Ansonsten: viel Kraft :)*:)*:)*

    Danke für die Antwort.


    Ja, recht hast du, das geht mir ja auch selbst durch den Kopf. Und das das Leben kein Paradies ist ist mir klar. Vielleicht ist es gerade deshalb so verlockend sich zu betäuben.


    Letztlich hast du die Gründe zusammengefasst die mich veranlassen durchzuhalten, ich arbeite an mir.


    Habe ich direkt geschrieben dass es keinen interessiert? Hast du das zwischen den Zeilen gelesen?


    Mein Tagesablauf ist recht geregelt.


    Beruf Student.


    Aber ich beschreibe lieber kurz wie es dazu gekommen ist.


    Schule, schlecht abgeschlossen. Dann Lehre, abgeschlossen. Gearbeitet, Grundwehrdienst. Abitur nachgeholt. Nun Studium.


    Nun, es sind eben ein paar dämliche Wochen oder Monate, die ich zu überstehen habe. Und Konsum geht schnell von statten...


    Aber ich habe ja auch keinen Bock mehr auf mich selbst. Es geht so viel Zeit flöten. Und Energie.


    Heute habe ich meine Bude ausgeräumt und sämtliche Utensilien weggeschmissen.


    Und ja, meine Freundin ist mit der Hauptgrund.


    Noch ein paar Minuten und Tag 7 bricht an.


    Danke für dein Post!

    Naja, also der Hauptgrund sollte eher sein das DU es WILLST. Ansonsten is die Rückfallgefahrt halt sehr hoch, war bei meinem Kumpel genauso. Der hat wegen der Freundin aufgehört und als diese ihn dann wegen nem Anderen hat sitzen lassen, hat er schlimmer gekifft als jemals zuvor. Also mussten wir ihn irgendwann belabern das er sich professionelle Hilfe holt, denn er hat mit seinen jetzt 32 Jahren durchs Kiffen fast alles kaputtgemacht.


    Kein Schulabschluss, keine Ausbildung, keinen Job, Freunde verloren, zerstrittene Familienverhältnisse, gesundheitliche Probleme etc etc. ;-)


    Da bist du ja noch gut dran, also dabei bleiben und notfalls auch die Hilfe von Freunden zur Rate ziehen...und wenn du merkst das du kurz davor bist einen zu rauchen, ruf sofort deine Freundin an. Das hat bei mir damals sehr schnell das Bedürfnis wieder kuriert allein durch ihre Stimme. ;-)


    Außerdem bin ich auch immer zu ihr wenn ich Probleme hatte und hab ihr gebeichtet das ich mich kaum zurückhalten kann und dann hat sie mir auch immer geholfen.

    Hi,


    wollte Dir mal bei Deinem klugem Vorhaben ein bißchen Mut zusprechen und Dir sagen das es geht wenn man es wirklich will. Du brauchst ein Ziel und die Liebe zu Deiner Freundin dürfte Ziel genug sein.


    Es muß Dir aber klar sein dass Du das kiffen nicht für sie aufgibst sondern für Dich selbst. Nur das führt zu einem nachhaltigem Ergebnis.


    Mach Dir klar was Du bisher an Gefühlen, Ideen, Aktivitäten etc. weggeraucht hast und was das Leben nüchtern zu bieten hat.


    Ich muß immer wieder auf die Träume zurückkommen, die ich nicht mehr träumte als ich noch dauerstoned war.


    Nüchtern kommen auch diese wieder....in allen Farben und die sehr intensiv. Das allein ist schon Grund genug.


    Gefühle kannst Du wieder intensiv erleben. Gute wie natürlich auch schlechte.


    Und der Antrieb zu Aktivitäten kommt dann wieder.


    Wozu Drogen nehmen....? Wovor flüchten....?


    Entspannend sind die Drogen doch nicht wirklich.


    Man redet sich da vieles schön.


    Eher das Gegenteil ist der Fall: Verkrampfte Suche nach Dope, Gesellschaften zu meiden wo nicht gekifft wird. Alles wird zum Zwang.....


    Ich habe ca. 25 Jahre gekifft und es vor gut 7 Jahren von Heute auf Morgen gelassen, weil ich es wollte.


    Ein halbes Jahr später lies ich das Zigarettenrauchen auch und bin clean und glücklich darüber bis heute.


    Der echte Wille ist entscheidend.


    Halte durch und alles Gute....

    Hallo wieder!


    Tag 7.


    Habe schlecht und wenig geschlafen, das erste mal wieder geträumt. Sehr intensiv, jedoch nicht sehr schlimm.


    Bin müde, emotionsarm, habe leichte Nacken- und Kopfschmerzen.


    Ich glaube meine Verdauung verändert sich. Gestern abend ein Bier (weniger als 0,5l) getrunken, hat nicht geschmeckt und mir war danach leicht übel, die 2 Tage vorher auch schon (keinesfalls vom Alkohol her), liegt vermutlich an der Hefe. Habe auch sonst leichte Verdauungsprobleme nach den üblichen Speisen.


    Aber alles weniger schlimm als es klingt.


    Nun erstmal vielen vielen Dank an euch alle, es tut sehr gut zu lesen dass ihr euch mit mir befasst.


    Daher ein paar Kommentare bzw Antworten.

    @ Dom1:

    Ja, ICH selber will es, ich tue es nicht meiner Freundin zuliebe. Trotzdem ist sie, ohne dass sie was davon weiss, mit der Stein des Anstoßes.


    Sie ist unter anderem EINER der Gründe warum ich nicht möchte dass es so weitergeht. Schließlich habe ich keine Lust mehr auf mein Gegammel, aufs nichtstun. Und das obwohl mir genau das nun fehlt...


    Aber du hast recht, ihre Stimme allein hilft schon ungemein. Ebenso ihr was Gutes zu tun wenn sie da ist.

    @ Normfycker:

    Ha, du hast mich vermutlich unfreiwillig zum lachen gebracht, weil ich deinen ersten Kommentar selbst schon anderen gesagt habe (nach der Chemiezeit) und wirklich weiss dass du es ehrlich und ernst meinst.


    Und ich weiss ja auch dass es geht. Schließlich wird jeder Tag schöner als der vorherige.


    Der Rest kommt auch noch.


    Zum zweiten Post: Ich denke wenn ich nun nen richtig großen Hut rauche hauts mich völlig um und ich kotze die Bude voll. Ich habe auch keine Lust mehr harte zu sein, alleine die Zeit der Umgewöhnung ist schwierig und je nach erwischter Minute deprimierend bis erfreulich.


    Starke Gemütsschwankungen!

    @ alerich:

    Dem ist wohl nix zuzufügen.


    Daher nochmals besten Dank an euch alle, eure Unterstützung hilft wirklich. Ihr bringt mich zum lächeln.


    Heute Abend oder morgen, sonst Montag, schreibe ich wieder.


    :)*:)*:)*

    Dein Stimmungsschwankungen legen sich auch.... ich habe 6 Jahre gekifft... und danach zirka 2 Jahre Speed und Koks gezogen... und schlagartig im Februar aufgehört.... ich fühl mich super.... Bäumeausreißfähig.... ab und zu denk ich dran eine zu Line zu ballern und Tüte zu bauen... mach ich aber nicht... vielleicht mal in nem halben Jahr... oder zu Weihnachten.... oder Silvester...;-D...


    du musst jetzt erstmal viel trinken... ganz viel Wasser... keinen Mittagsschlaf machen auch wenn du müde bist erst am Abend schlafen.... die erste Nächte werden schwer... das geht aber nach drei Tagen... ich habe geschwitzt und habe mir Wechselklamotten raus gelegt und die dann nach 3-4 Stunden schlaf gewechselt....


    Dat packst du...:)^:)^:)^

    Hier, Jenny hat zwar nicht solange gekifft wie wir beide... aber sie hat es auch geschafft...


    http://www.med1.de/Forum/Sucht/461829/ da haste was zum grinsen...


    Auf jeden Fall viel trinken... mindestens 3 Liter am Tag... nur Wasser....:)*:)*:)*

    hallo


    ich bin 12 habe zwar keine drogen genommen aber zwei jahre lang gesoffen und geraucht. ich habe es geschafft auzuhören dank meiner mutter die in der zeit als ich angefangen hatte im krankenhaus war. ( brustkrebs )naja ich wünsch dir viel glück :)* lg vali

    Ey...%-| du bist zwölf...


    Du hast bestimmt damals noch Benjamin gehört...:=o


    Bibi hat mir aber stark beim einschlaffen geholfen...