Frage an trockene alkoholiker

    mein freund ist trockener alkoholiker,seit 4 monaten.immer,wenn er sich stark aufregt,also eine stresssituation aufkommt,bekommt er anfälle,kann kaum mehr stehen und wirkt wie betrunken.er selbst sagt auch,dass er sich fühlt,als hätte er eine flasche schnaps getrunken.er muss sich dann hinlegen und schlafen,damit es wieder vorbei geht.das kam nun in den letzten 4 monaten 3 mal vor.sonst war er trocken und-wie er sagt,an den tagen auch.


    meine frage:


    gibts das wirklich?sagt er die wahrheit?


    danke für eure antworten

  • 18 Antworten

    hallo beauty


    ohne mich wichtig machen zu wollen.


    aber das wäre mir neu. ich bin jetzt fast zwei jahre trocken.


    klar hat man mal depris die erste zeit. und man fühlt sich allen und muss erst mal alles "neu lernen", aber das man wie betrunken wirkt, anfälle bekommt...mh...eigendlich: nein!


    mir kommt er eher so vor,, als würde er trinken.


    aber wie gesagt, ich weiss nicht wie weit sein krankheitsbild geht.


    er sollte dies, wenn er wirklich nichts trnikt, mit einem arzt besprechen, denn normal wäre dies sicher nicht.


    lg

    erst mal danke für die ersten antworten

    ic h bin nun echt unsicher.er hat eben sprachstörungen und benimmt sich wie betrun ken.beteuert aber,nichts getrunken zu haben.ich rieche auch nichts.heute war er bei einem fussballspiel(dauerkarte),da ist er meist emotional so aufgewühlt,dass er auch so wirkt,wie betrunken.er hat gesagt,dass es viele in der gruppe (AA) auch erleben,einen sogenannten re-flash.er sagt selbst,dass dann immer dann passiert,weil er sich in was reinsteigert.wie will ich nun die wharheit herausfinden?

    Trocken, aber nicht gesund


    Was meint man mit "Trockenrausch"?


    Der Ausdruck "Trockenrausch" bezeichnet in der Sprache der Anonymen Alkoholiker das Ausbleiben einer Wandlung im Verhalten des nicht mehr trinkenden Alkoholikers. Der Trockenrausch ist also kein wirklicher Rausch ohne Alkohol, wie er etwa als "Flashback" bei anderen Drogen bekannt ist!


    Der Trockenrausch ist eher ein Warnsignal für einen drohenden "nassen" Rausch.


    Ein deutliches Kennzeichen mancher Alkoholiker im Trockenrausch ist ihr großspuriges Benehmen. Diese Großspurigkeit äußert sich sehr oft in einem nicht einsichtsvollen und sich selbst überschätzenden Verhalten, das andere verletzt oder ihnen gar komisch erscheint. So jemand kann zum Beispiel fortwährend auf Kosten anderer Eindruck schinden, seine Fähigkeiten überschätzen oder über seine Mittel leben. Eng verbunden mit dieser Aufgeblasenheit ist die Neigung zu oft völlig überflüssigen kleinen Lügen und Unehrlichkeiten.


    Manchmal verbunden mit dem großspurigen Benehmen ist die Art, strenge und fertige Urteile zu haben. Da der Alkoholiker geneigt ist, mit sich selbst scharf ins Gericht zu gehen (besonders was sein Trinken betrifft), können andere das auch unangenehm zu fühlen bekommen. Die Neigung zu raschen Urteilen, die sich in einer starren Aufspaltung aller Dinge in entweder "gut, lieb" oder "schlecht, böse" äußern, hat meistens ihren Ursprung in einem tiefsitzenden Zweifel am eigenen Wert, manchmal gepaart mit einem fast zwanghaften Streben nach Perfektionismus.


    Die wenig wirklichkeitsbezogene Haltung, die der trockene Rausch meint, zeigt sich darüber hinaus in Ungeduld und Maßlosigkeit. Es ist typisch für manche Alkoholiker im "Trockenrausch", dass sie sofortige Belohnung für ihr Bemühen und augenblickliche Erleichterung von ihren Belastungen und Schwierigkeiten erwarten. Anzeichen der Ungeduld sind Zorn oder Niedergeschlagenheit, wenn die gesuchte Erfüllung nicht schnell genug kommt, sowie Zeiten der Maßlosigkeit, zum Beispiel beim Essen oder Arbeiten.


    Ein weiteres Merkmal ist das schnelle Beleidigtsein und Sich-ungerecht-be-handelt-fühlen. Man reagiert tief verletzt, wenn jemand einen nicht wichtig nimmt, einmal barsch reagiert oder nicht beachtet. Alle Leute um einen solchen Alkoholiker bekommen schnell Schuldgefühle, die oft in Ärger umschlagen.


    Der Erfolg der Abstinenz kann auf lange Sicht leicht durch dieses beunruhigende Wechseln der Gefühle gefährdet werden. Die betreffende Person kann deshalb nämlich unfähig sein, Dinge zu schätzen, an denen sich reife Menschen erfreuen, z. B. Lesen, Gespräche oder Filme mit anspruchsvoller Handlung. Ihre Begeisterungsfähigkeit ist in Ausdauer und Stärke sehr oft die eines Kindes. Die Unzufriedenheit scheint ein dauernder Lebenszustand zu sein.


    Zusammenfassend lässt sich der "Trockenrausch" als ein Zustand kennzeichnen, in dem der Betreffende in sein früheres unangemessenes Verhalten und seine unreife Art, Lebensprobleme zu lösen, zurückfällt, ohne jedoch dabei Suchtmittel zu sich zu nehmen. Der Betreffende ist lediglich trocken, aber hat von der Änderung ansonsten wenig profitiert.


    Wer nur den Suchtmittel- oder Trockenrausch kennt, sollte sich auch fragen, ob er andere Rauschzustände sich nicht zugestehen oder genießen kann, wie den Rausch der Sinne, die Begeisterung, die Ekstase, das Sich gehenlassen oder das Außersichsein. Wer dazu nüchtern in der Lage ist, scheint eher gegen den Trockenrausch gefeit zu sein.


    Dem trockenen Rausch liegt fast immer zugrunde, dass sich der Betreffende in seinem tiefsten Inneren nicht so akzeptieren kann, wie er ist. Eine Selbsthilfegruppe kann dieser Entwicklung vorbeugen oder sie günstig beeinflussen. Wenn dieser Zustand bestehen bleibt, ist eine ambulante Psychotherapie oder eine "Festigungsbehandlung" in einer Fachklinik dringend anzuraten. Denn der "Trockenrausch" ist im Grunde nur ein anderes Wort für das Ausbleiben der tiefgreifenden Änderung, die für ein langfristig gelingendes Leben notwendig ist.


    P.S.: Selbstverständlich können alle Verhaltensweisen, die den "Trockenrausch" kennzeichnen, auch bei (Noch-)Nicht-Abhängigen beobachtet werden. Bei diesen spricht man dann jedoch nicht von "Trockenrausch", sondern man würde sie wohl einfach als "unangenehme Zeitgenossen" oder als "unreif" bezeichnen.

    @katzenpum2

    danke für deinen beitrag.es war interessant und ich habe einiges wiedererkannt bei meinem freund.jedoch ist meine frage nicht dirket damit beantwortet.es geht mir darum,wie es möglich ist-bzw. ob es möglich ist-nach einer stressituation in einen rauschähnlichen zustand zu verfallen,ohne getrunken zu haben!?das beispiel:


    ein unangenehmer anruf,mit vorwürfen an meinen freund als auslöser.er legt auf,steigert sich in die situation hinein und plötzlich lallt er,schielt sogar,kann den blick zumindest nicht mehr halten,schleckt sich unentwegt über die lippen und torkelt beim gehen,kommt kaum vom sofa hoch.wie ist das möglich?

    für mich gibt das im wesendlichen das wieder, was ich dir schon geschrieben habe.


    er ist krank, in welcher form auch immer.


    das sollte er von einem arzt abklären lassen.


    ich für meinen teil kenne sowas nicht.


    und wie gesagt, ich bin jetzt fast zwei jahre trocken.


    dies sagt mir nix. und auch in der therapie habe ich nichts in dieser form gehört...

    Hallo zusammen *:)

    Wie habt Ihr es geschafft, bzw. was war bei euch der Auslöser dafür das Ihr einen Entzug gemacht habt

    @mone-mini

    also mein freund hat den führerschein verloren,das war ausschlaggebend.


    ich hatte vorher oft dran gedacht,ihn einfach anzuzeigen,wenn er betrunken losfährt,hab mich aber nie getraut.nun hat das schicksal zugeschlagen auf die art,er wurde erwischt,ohne mein zutun.toben,fluchen ,schimpfen oder gar drohen hilft nichts.es muss was sein,was ihn ganz alleine betrifft und schädigt.

    alle

    be beauty, was du bei deinem freund beschreibst, sind in der tat erscheinungsformen eines schweren suffs. ob er gesoffen hat, obwohl er behauptet trocken zu sein, kann dir hier niemand beantworten. wenn du bisher nichts gerochen hast, beweist das zunächst mal nichts. alkoholiker verstehen es ausgezeichent, ihre umgebung zu manipulieren und für ihre zwecke zu instrumentalisieren. ich weiß das, weil ich selber einer bin, heute trocken.


    der einzige mensch, der weiß, ob er gesoffen hat, ist er selber. entweder er ist ehrlich oder er lügt. wenn er vom sportplatz zurückkommt und stinkt wie ein schnapsfass, dann weißt du es auch.


    wenn du einen tag mit ihm zusammen bist und sicher sein kannst, dass er nicht getrunken hat, auch nicht heimlich, und es treten aus scheinbar nichtigem anlass diese symptome auf, dann liegt wahrscheinlich eine andere störung vor. auch alkoholiker können unter krankheiten leiden, die nichts oder nur bedingt mit dem suff zu tun haben.


    die aa's sagen immer, lass zeit vergehen. dein freund ist seit vier monaten trocken, sagt er. der weg zurück in ein normales leben ist lang und hart, sehr lang und sehr hart. wenn einer aufgehört hat zu saufen, dann geht es in seinem kopf rauf und runter. vielleicht kriegt er in stresssituationen einen solchen suchtdruck, dass er fast durchkanllt. aber hauptsache er trinkt nicht.


    euphorie und tiefe niedergeschlagenheit sind die ständigen begleiter eines alkoholikers, der mit dem trinken aufgehört hat. das hört nur in ausgesprochenen glücksfällen nach vier monaten auf. irgendwann kehrt vielleicht ruhe und friede ein, aber auch nur wenn du glück hast. katzenpum2 hat alles notwendige dazu gesagt.


    wenn er nicht gesoffen hat, hat er eine störung, die vielleicht mit seinem säuferdasein zusammenhängt. schick ihn zum arzt, wenn das nicht aufhört. aber nicht zu irgendeinem, weil die meisten nicht wissen, was alkoholismus ist. versuch einen zu finden, der sich in diesem geschäft auskennt. selbsthilfegruppen verfügen über einschlägige adressen. ich wünsche dir und vor allem ihm eine glückliche hand.


    noch ein wort zu mine moni. ich kann dir nur raten, zu deiner mutter auf distanz zu gehen. auch für dein problem gibt es selbsthilfegruppen, zu den anonymen alkoholikern gehören zum beispiel die al anon, die anonymen angehörigen von anonymen alkoholikern. dort ist schon vielen menschen geholfen. nur eines solltest du wissen, du kannst deine mutter nicht vom saufen abhalten. damit machst du dich nur selbst kaputt.

    @pocas

    danke für deinen beitrag,


    irgendwie glaube ich ihm schon,dass er nicht trinkt,denn bei 2 situationen war es wirklich so,dass er nicht die möglichkeit hatte zu trinken (war nicht weggewesen oder hat das zimmer verlassen)und die symtome auftraten.er selbst sagt,dass er sich "reinsteigert",oft heult er sogar und meint:"ich bin blöd im kopf geworden,kann mich nicht kontrollieren".er riecht nicht nach alkohol,auch wenn er vom fussball kommt.er hat ,seit er nüchtern ist,schnell an gewicht verloren und bisher nicht wieder zugenommen(daran erkenne ich immer einen rückfall).


    wenn die symtome nicht auf den alk zurückzuführen wären,frage ich mich,was soll das für eine krankheit sein?doch siche nur depressionen,die dies auslösen und dann wären wir wieder bei der alkgeschichte,die er ja jetzt ohne durchleben muss,so wäre es dann doch normal.es macht mir schon angst das ganze!

    hi....

    ich trinke....leider.!!!


    und die lügen wenn ich eine zeit "nichts trinke" sind film reif ...


    es giebt nur eine möglichkeit zu wissen ob er lügt....(lügt er wird er sauer werden ,tut er es nicht, wird er sagen schatz ist ok, du hast so viel mit mir erlebt ,mache ich)


    gehe in die apoteke und hole dir ein alc tester kostet ca 20 euro.....


    hat man mit mir auch gemacht ....


    ich war sehr sauer ...aber ich hatte ja auch getrunken.!!!


    lg mike