Gelegentlich Poppers. Wie schädlich ist es wirklich?

    Hallo.


    Dass poppers nicht gerade gesund ist, ist mir klar. Dass man bei chronischem gebrauch mit nebenwirkungen rechnen muss, ist mir auch bewusst.


    Aber wie schädlich ist es wenn man es nur alle 3 monate mal beim sex/ selbstbefriedigung verwendet? Im net liest man ja mal so mal so.


    Die frage richtet sich an "erfahrene" ;-)


    Danke

  • 20 Antworten

    POPPERS, also ein Amylnitrat, wurde als Amylnitrit in der Armee eingesetzt als Gegenmittel gegen Kampfgase. Namentlich gegen das die Lunge und die Sauerstoffaufnahme blockierende blausäurehaltige Cyanid.


    In der Natipnalen Volksarmee der DDR (NVA) gehörte ein Med-Schutz-Päckchen zur Ausrüstung der Soldaten mit zwei Spfortschnellspritzen (SSP). Die Spritzen enthielten u.a. Dolkontral - ein Opiat zur Schmerzbekämpfung. Dritter Bestandteil des SSP war eine Brechampulle mit "Poppers".


    "Poppers" wird inhaliert. Benutzt man es im Zusammenhang mit sexuellen Handlungen, so steigt der Blutdruck. Man fühlt sich hitzig und juckig und geil. Kriegt eine roten Kopf. Die Wirkung vefliegt sehr schnell. Man muss also sofort nachschnüffeln.


    Meine persönliche Erfahrung, die ich unfreiwillig aber gründlich machte, besagt: Bringt nix.


    Amylnitrit/nitrat/poppers bringt keine Tinte auf den Füller.


    Die Substanz hat schlimme Nebenwirkungen.


    Beispielsweise Nierenversagen.


    Also Hände weg.


    !!!!!!!!!!!!

    Ohne eigene Erfahrung ... aber keine Wirkung ohne Nebenwirkungen.


    Und da spielt die Einzeldosis sicher eine größere Rolle als die Häufigkeit, aber deshalb bleibt es doch schädlich.


    Fazit ... nutze die körpereigenen Dorgen ...

    Es kann nicht nur zu gefährlichen Nebenwirkungen, sondern auch zu Langzeitfolgen kommen, s. u. a.:

    Zitat

    Eine Überdosierung führt zu einem rapiden Blutdruckabfall mit Herzrasen und mangelnder Sauerstoffversorgung des Gehirns. Ein kurzzeitiger Bewusstseinsverlust oder sogar Schlaganfall-Symptome mit dauerhaften Lähmungen sind möglich. Besonders gefährlich ist die Kombination von Poppers mit anderen Drogen oder Potenzmitteln aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer. Manche Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschlechtert Poppers erheblich.


    Regelmäßiger Gebrauch über einen längeren Zeitraum kann Impotenz und psychische Abhängigkeit nach sich ziehen. Auch Verätzungen der Nasenschleimhäute sowie Herzrhythmusstörungen sind bekannt geworden.

    (Quelle und weitere Informationen: NetDoktor.de)


    Ich habe einen medizinisch bedenklichen Beitrag enfernt.

    Zitat

    (Quelle und weitere Informationen: NetDoktor.de)

    Die ersten fünf Einträge bei Google unter "Poppers" bieten weit bessere Information. Obiger Link ist wohlweislich nicht darunter. :=o

    NIERENVERSAGEN?


    Das war so.


    Ich war damals NVA-Feldscher und mir stellten sich die "Genossen" Soldaten vor mit ihren Basteleien.


    Schöne lösungsmittelkopierte Dinge sah man. LÖSUNGSMITTEL-SCHNÜFFELN war aber wichtiger. Es knallte.


    .

    Farbo,


    es stimmt. Der Blutdruck fällt. Aber man hat das Empfinden, dass er steigt. Rötung der Gesichtshaut und Hitzeaufwallungen lassen den Konsumenten dieses vermuten. Zudem auch die angestrebte Erigierung des Penis, die Zweck der Einnahme war.


    Auf jeden Fall sollte man die Einnahme dieses Mittels vermeiden.

    Der pushende Effekt kommt - einfach ausgedrückt - dadurch zustande, dass sich die Adern und Gefäße weiten. Dadurch sinkt natürlich der Blutdruck. Man stelle sich einmal vor, wie ein dünnes, mit Wasser gefülltes Rohr plötzlich den Durchmesser verdoppelt. Nachdem das Wasser plötzlich doppelt so viel Platz hat, sinkt natürlich der Druck innerhalb des Wassers massiv ab.


    Im Falle von Poppers (Amylnitrit, Isobutylnitrit etc.) führt ein auf diese Weise herbeigeführter Blutdruckabfall natürlich zu einer Kompensation des Körpers, um den Kreislauf stabil zu halten. Der Herzschlag beschleunigt sich deutlich. Das Herz klopft praktisch dagegen an, was einem das Blut in die geweiteten Gefäße pumpt...


    Genau an diesem Punkt kann es zu mitunter lebensgefährlichen Wechselwirkungen mit anderen, z.T. ebenfalls blutdrucksenkenden Substanzen führen.


    Der gleichzeitige Konsum von Cannabis führt möglicherweise zu gefährlichen Kreislaufzusammenbrüchen.


    Bei vorheriger Einnahme von Medikamenten gegen erektile Dysfunktion (PDE-5-Hemmer wie Viagra, Kamagra, Cialis), Proteaseinhibitore usw. besteht akute Lebensgefahr.


    Es gibt (gerade in der Schwulenszene) auch Situationen, in denen man plötzlich und unbeabsichtigt in Popperswolken hineingeraten kann. Hat man zuvor ein entsprechendes Medikament eingenommen, kann sich diese Situation als äußerst fatal erweisen.


    Dass ein Haut-/Schleimhautkontakt mit der Flüssigkeit schwere Verätzungen herbeirufen kann, wurde ja (glaube ich) bereits erwähnt. Solche Unfälle können im Eifer des Gefechts wirklich passieren. Nachlässigkeit (evt. auch hervorgerufen durch Alkohol- und Drogenkonsum, der ebenfalls gefährliche Wechselwirkungen auslösen kann) kann ganz schnell im Krankenhaus enden.


    Das letzte mir anfallende häufigste Risiko ist die Nebenwirkung auf das Immunsystem. Ich kann das Zeug überhaupt nicht benutzen, da ich dadurch wirklich sofort krank werde. Ich hole mir dann wirklich umgehend jeden Infekt, der irgendwo verfügbar ist. Nicht wenigen anderen geht es ebenso.


    Wenn es einem möglich erscheint, sollte man möglichst auf den Gebrauch von Poppers verzichten oder diesen zumindest stark eindämmen.


    Nicht alles, was man sich angewöhnen und in die normale Lebensroutine einbauen kann, sollte man sich auch angewöhnen. Zumindest dann, wenn einem die eigene Gesundheit viel wert ist.


    Ich halte nichts von Drogenverboten und bin durchaus ein Verteidiger eines Rechts auf Rausch. Dazu gehört aber die Pflicht, sich mit seinem eigenen Rauschverhalten und der entsprechenden Verantwortung auseinanderzusetzen - anderen gegenüber und sich selbst.

    Beitrag gelöscht...


    Beitrag gelöscht...


    Es scheint Themen zu geben, die man hier im Forum nicht wirklich neutral diskutieren kann, obwohl es durchaus ein Informationsbedürfnis dazu gibt. Darüber sollte "man" sich mal Gedanken machen.


    Nach welchen Kriterien wird hier eigentlich gelöscht? Finden Diskussionen über Nikotin und Alkohol nur deshalb statt, weil man diese Drogen in jedem Laden kaufen kann? So bald nicht frei verkäufliche Drogen diskutiert werden, wird gelöscht auf Teufel komm raus. Mögen die Forumsregeln dies auch so festlegen, Information und Aufklärung bleiben auf der Strecke.


    Im zuletzt gelöschten Beitrag wurde auf eine medizinische Studie hingewiesen. Sinnvoller wäre es gewesen, auf die Relevanz der Studie einzugehen, als den Beitrag unkommentiert zu löschen. :(v