• Junkies, lügen bzw Geschichten erzählen

    Mir ist aufgefallen mit das Junkies, mit denen ich zu tun hatte, sich oft selber sehr toll dargestellt haben, Sachen über sich ggf. Erfunden oder hinzugedichtet haben oder lügengeschichten erzählt haben. Was hat das. Für Gründe? Ist das eine Folge vom, drogen Konsum oder hat das noch andere Gründe?
  • 21 Antworten

    Mit dem Begriff Droge werden im allgemeinen Sprachgebrauch so genannte harte Drogen bezeichnet, die illegal sind. Die klassischen Junkies sind dabei jene, die sich Heroin direkt in ihre Venen spritzen. Es gibt aber kaum welche, die sich nur auf eine Substanz beschränken.


    Die älteren unter uns können sicher noch was mit "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhofzoo" anfangen.


    Inzwischen wird der Begriff ausgeweitet auf Personen, die etwas exzessiv betreiben, z. B. Adrenalinjunkies für Personen, die sich bewusst in Gefahr begeben, um einen Kick zu kriegen. Aber ich denke mal, das ist hier nicht gemeint.


    Viele "richtige" Alkoholiker sind übrigens auch uuuuuuuuuuuunheimlich einsichtig. Werden natürlich niiiiiiie wieder Alkohol trinken und landen am nächsten Tag sternhagelvoll in der Notaufnahme.

    Katinka224 scheint noch jung zu sein.

    Das mag sein dass junge Leute mittlerweile jedweden exzessiven Gebraucht von etwas als Sucht bezeichnen und das Suchtmittel dementsprechend als Droge.

    Aber ich bin schon etwas älter und werde mich hüten etwas "harmloses" wie Kaffee oder so als Droge zu bezeichnen.

    Da ginge ratz fatz das Gerücht rum, ich würde irgendwelche illegalen Substanzen nehmen,

    Ich habe mit Drogen absolut nichts am Hut, nie was genommen, noch nicht einmal neben jemandem gestanden der ein Tütchen geraucht hat.

    Ich lag mal nach einem Unfall im Krankenhaus und die Polizei war da,um den Unfallhergang zu rekonstruieren

    Meine Mutter hat zum Polizisten gesagt, dass man noch nicht mit mir sprechen konnte,

    da ich noch unter "!Drogen" stehe.

    Ich hatte starke Schmerzmittel intus und lag im künstlichen Koma.

    Illegale Substanzen hatte ich natürlich nicht im Blut, aber der Polizist wurde doch sehr hellhörig. An Kaffee und co. hat der in dem Moment sicher nicht gedacht.;-D

    Mark_mazhar schrieb:

    Was hat das. Für Gründe?

    Ist das eine Folge vom, drogen Konsum oder hat das noch andere Gründe?

    Drogenkonsum und Süchte sind auch heute noch ein Tabu-Thema. Man wird schnell an den Rand der Gesellschaft geschoben und als Mensch abgewertet - siehe die Beiträge zu diesem Thema.


    Es ist da nur zu menschlich eine gewisse Schutzhaltung einzunehmen, um sich als Person nicht völlig bloß zustellen und das tun viele Abhängige, indem sie sich eine kleine Scheinwelt nach außen hin aufbauen. Sicherlich gibt es auch Menschen, die psychisch unter dem Konsum leiden und dann geistig zerfahren wirken oder gar Psychosen entwickeln. Das ist aber nicht die Regel.

    Ersetzt Sucht nach harten Drogen und/einschließlich Alkohol und nichtstoffgebundenen Süchten (z. B. Spielsucht, Sexsucht) mit Besessenheit, dann kommt das realität nahe.


    Was ist denn nu mit Geldgier? Daran sterben auch viele, aber weniger die, die sie haben. >:(

    marblemadness schrieb:
    Mark_mazhar schrieb:

    Was hat das. Für Gründe?

    Ist das eine Folge vom, drogen Konsum oder hat das noch andere Gründe?

    Drogenkonsum und Süchte sind auch heute noch ein Tabu-Thema. Man wird schnell an den Rand der Gesellschaft geschoben und als Mensch abgewertet - siehe die Beiträge zu diesem Thema.


    Es ist da nur zu menschlich eine gewisse Schutzhaltung einzunehmen, um sich als Person nicht völlig bloß zustellen und das tun viele Abhängige, indem sie sich eine kleine Scheinwelt nach außen hin aufbauen. Sicherlich gibt es auch Menschen, die psychisch unter dem Konsum leiden und dann geistig zerfahren wirken oder gar Psychosen entwickeln. Das ist aber nicht die Regel.

    Sehe ich auch so.

    Es gibt schließlich auch Heroinabhängige, die dem üblichen Bahnhofsklo-Klischee überhaupt (noch!) nicht entsprechen und denen man ihren Konsum kaum ansieht.

    Diese setzen natürlich alles dran, daß das auch so bleibt, schon um ihre nicht-abhängigen Freunde oder den Job nicht zu verlieren.

    Oder auch „Junkies“, die in Methadonprogrammen sind.

    Die Ärzte, die Methadonvergabe anbieten, sind schließlich von der KV dazu verpflichtet, ihre Klienten auf Beikonsum zu überprüfen, z.B. durch unangekündigte Urinkontrollen.

    Manche Ärzte sehen diesen Nebenbei-Konsum eher locker und tolerieren ihn bis zu einem gewissen Grad.

    Andere halten sich aber strikt an die vorgegebenen Regeln. Wer dagegen verstößt, läuft Gefahr aus dem Programm zu fliegen. Da sind Lügen und Tricksereien natürlich vorprogrammiert....

    Und wenn’s um das liebe Geld geht, dann können Abhängige sehr viel Phantasie und Kreativität beim Lügen entwickeln.

    Sei es um dem Vermieter zu erklären, warum die letzte Miete noch nicht gezahlt ist, oder einfach um den nächsten Stoff zu finanzieren.

    Oft steigern sich die Süchtigen dann selber so in ihre Lügenstories rein, daß sie sie fast selber glauben und ganz überrascht und empört reagieren, wenn man ihnen ihre Geschichten nicht abkauft...

    Was hier auch mal wieder extrem auffällt ist die Tatsache dass der TE sich kaum an seinen eigenen Fäden beteiligt.

    Eine Drogendifferenzierung ist nicht einfach. Ich würde Drogen nach hart und weich einteilen, Dieser Unterschied ist abhängig von der Stärke und der Abhängigkeitspotentiale der Drogen. Stimulierende Drogen, wie z.b..Koffein oder Amphetamine vertreiben die Müdigkeit, beschleunigen die Herzfrequenz. Eine sehe hohe Abhängigkeitspotenziale haben Medikamente wie Sedativa - Benzodiazepine, Halluzinogene etc. Wenn jemand Benzos regelmäßig länger als ca. 3 Wochen nimmt, beginnt schon die Suchtgefahr. Zu den harten Drogen, wenn sich jemand das Zeug i.v. spritzt, wie es leider sogar auf öffentlichen Toiletten nicht unüblich ist. Die Einnahme eines Benzos ist nur ab und an zu verantworten, daher rezeptiert der Arzt die kleinste Packungsgröße. Patienten, die süchtig sind, rennen dann von Arzt zu Arzt, um an ein Rezept zu kommen oder besorgen sich das Zeug auf illegalem Weg.