Kalter Heroinentzug: Typische Symptome?

    Hallo zusammen,


    möchte von Euch gern wissen wann genau eigentlich ein H entzug anfängt, wie lange es dauert bis es aufhört und wie man es am besten aushält ohne irgendwelche Benzos oder andere Medikamente? Nehme seit ca. 9 Monaten Heroin, ballern tu ich nicht und komme mit einem Päckchen am Tag aus, (zumindest das ich keinen Affen habe) wenns sein muss auch nur ein halbes! Habe es bis jetzt nicht länger als 1 1/2 Tage ausgehalten kein H zu nehmen. Viele sagen das ihre Knochen wehtun würden, ich kann nur sagen das mir unglaublich kalt wurde und sehr unruhig. Nach wieviel Stunden fängt der Entzug nach der letzten Einnahme eigentlich an? Gibt es eine Steigerung nach ca. einem Tag oder geht es erst nach zwei Tagen richtig los und wird dann immer schlimmer. Soweit ich weiss soll es nach 5 bis 7 Tagen ja vorbei sein. Sollte man lieber im Bett bleiben oder einen kleinen spaziergang machen wenn man sich bewegen kann? Ist es wichtig viel zu Essen oder sollte man lieber mehr Trinken, und wenn, was sollte man zu sich nehmen? Wer von Euch hat Erfahrungen gemacht und kann mir sagen wie ein kalter Entzug ist?

  • 54 Antworten

    Ich hab selbst keine Erfahrungen in dem Bereich. Schau dir mal den Film "Trainspotting" an - das bekommste nen Eindruck...


    Ansonsten muss sich doch im Netz was dazu recherchieren lassen???

    Hallo Havaria :-)


    Nun auf einer Art kannst Du echt froh sein! Ja, den Film Trainspotting kenne ich. Nun, ich hoffe das man mir hier weiterhelfen kann. :=o

    Ich weiss nicht ob ein Filme wirklich der Realität entsprechen kann?! Zumal es in Trainspotting ja echt ganz schön heftig war wie das Baby an der Decke krabbelte. Ich glaube das war absichtlich übertrieben um einfach nur abzuschrecken!

    @ Nutellamaus

    Hallo


    Nun zu deiner Frage.Also mit "kaltem Entzug" kenne ich mich nicht aus....Aber willst du dir nicht professionelle Hilfe holen? Es hilft wircklich....Wichtig ist auch das Umfeld von dir,hast du jemanden,der dich unterstützen kann? Jemanden mit dem du reden kannst? Es ist sehr sehr wichtig,das man in solchen omenten nicht alleine dasteht.Ich wollte auch so schnell wie möglich weg...aber auch mein Therapeut hat gesagt,dass ich erst psychisch stabil werden muss,u weiter abzubauen...Das drumherum ist sehr wichtig.Wie sieht dein Tagesablauf aus? Klar es ist bei jedem Menschen anders,aber ich drücke dir echt die Daumen,dass du für dich einen guten Weg finden wirst....


    Alles gute@:)

    Und ins Methadonprogramm kommst du sicher,mich haben sie auch genommen,nach kurzer H dauer.Da bekommst auch kompetente Hilfe... auch Gespräche usw. Das Hilft schon sehr... Musst dich einfach bei ner Beratungsstelle anmelden, und dann wird alles weitere besprochen....


    Viel Glück!

    also wenn du das hier noch lesen solltest...


    gegen kalten entzug hift am besten ein warmer entzug. kalter entzug ist m.E. nicht zu schaffen. also im krankenhaus anrufen unf stationär entgiften. wenn du das geschafft hast, was nicht unbedingt beim ersten mal der fall sein muss(egal, nochmal versuchen), ist eine weiterführende betreuung unvermeidlich, d.h. therapie. es wird ja einen grund geben, warum du konsumierst und den gilt es zu identifizieren. also: rausfinden, was mit dir nicht stimmt und etwas dagegen unternehmen. sonst langfristig keine chance.


    solltest du unvernünftiger weise dennoch kalt entgiften wollen:


    essensaufnahme gestaltet sich dann eher schwierig, weil der bis dato betäubte magen mit den essen eher nichts anfangen kann und es wieder ausspukt, muss aber nicht sein, wenn du glück hast.spazieren ist immer besser als stubenhocken;)


    viel viel trinken. je mehr du trinkst (kein alk!) desto schneller ist der spuk vorbei. auch ruhig mal 4-6 liter am tag. die pillen laß mal wirklich weg, die sind schlußendlich vom entzug her noch langwieriger als heroin.


    der entzug beginnt eigentlich unmittelbar nach der einnahme(schwitzen), wird aber für den konsumenten erst nach ca. 36 stunden richtig unangenehm. je nach dosierung kann der spaß auch schon mal 4-8 wochen dauern aber das schlimmste sollte nach 5-10 tagen überstanden sein. dann beginnt aber meist eine phase, inder deine psyche das zeug einfach will will will. da scheitern auch die meisten, weshalb eine weiterführende betreuung unabdingbar ist.


    ach ja: du scheinst noch sehr am anfang zu stehen, d.h. das du es verhältnismäßig einfach haben wirst, jedoch mit jedem weiteren konsum werden die entzugssymptome schlimmer, weil dein gehirn sich dran gewöhnt, das zeug zu bekommen.


    also: entgiftung, therapie, therapeuten suchen.


    vielleicht, aber die wahrscheinlichkeit ist nicht groß, funktioniert auch:


    entgiften, umziehen, alles was mit drogen zu tun hat meiden, insbesondere die drogen-leute, herausfinden, wie du dein leben so gestatest, das du zufriden bist bzw. nicht mehr so unzufrieden, das du meinst konsumieren zu müssen.


    GRUNDSÄTZLICH: geh zur drogenberatung(sehr sehr nette menschen meist) und laß dich dort beraten. in deinem fall bestimmt der beste rat.


    alles gute

    ach ja:


    von methadon oder anderen ersatzstoffen kann ich dir nur dringenst abraten. der entzug von methadon ist so pi mal daumen doppel so schlimm und lang. wenn es nicht anders geht, eher subutex in geringen mengen. bei dem was du angegeben hast zu konsumieren höchstens 2mg. dazu aber auch zum arzt gehen. drogenberatung drogenberatung drogenberatung


    gruß

    Also mein Mann hat ein paar mal kalt Entzogen. Er bekam hilfe von seiner Mutter. Alleine würde ich das auf gar keinen fall machen. Er hat mir erzählt, damals als er jünger war ging es einfacher u. nach drei Tagen war alles vorbei, aber damit ist es nicht getan, man braucht auf jeden fall eine Therapie um zu lernen mit dem Suchtdruck um gehen zu können. Aber der Vorgänger hat schon Recht man sollte es beser unter Ärztlicher Aufsicht machen. Gehe einfach zum Arzt las dir eine Überweisung geben, frage nach der nächsten Klinik die das macht u. mache mit denen einen Termin aus.


    Viel, viel Glück!!!! :-) Du schafst das schon!!!!!:)^

    Hallo Nutellamaus,


    wenn Du erst seit 9 Monaten drauf bist, dann solltest Du es erstmal kalt versuchen......also noch nicht direkt ins Methadonprogramm gehen. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. In deinem Fall ist der Entzug NOCH zu schaffen.


    So ein Entzug geht natürlich schon nach spät. 1 Tag los. Er wird dann kontinuierlich immer stärker. Wie stark er wird, das hängt davon ab wie lange du drauf bist und wieviel du regelmässig nimmst.


    Du bist nicht hoch dosiert. Nach 9 Monaten könnte das noch so funktionieren! Ein warmer Entzug wäre vielleicht auch in deinem Fall eine Möglichkeit....aber schau doch erstmal ob du es nicht auch so schaffst. Bei mir war es so, daß es bei mir ca 1-1,5 Jahre gebraucht hat, daß ich vollends drauf war......ein kalter Entzug war ab da keine Option mehr für mich auf lange Sicht!


    Wenn du es versuchst und es klappt......dann wäre das super!


    Wenn es nicht klappt......dann weisst du wenigstens genau wo du stehst und kannst dementsprechend handeln!


    Dann wäre ein warmer Entzug der nächste Schritt.


    Erst wenn das auch auf Dauer nicht klappt...würde ich dir Polamidon- oder Subutexprogramm empfehlen.


    Ich wünsch dir viel Erfolg


    Du schaffst das schon!!*:)


    P.S.: Während eines kalten Entzuges ist die meiste Zeit eigendlich nix mit essen....das kotzt man eh nur aus. Du solltest aber auf jeden Fall sehen, daß du genügend Flüssigkeit zu dir nimmst...sonst trocknest du aus.


    lg Jens

    Nochmal P:S.:


    Kalter oder warmer Entzug natürlich nicht alleine zu Hause.....sondern unter ärztlicher Aufsicht im KH. Am besten, du rufst schnell mal bei so einer Einrichtung an!!

    Hallo alle mit einander finde es schon Hilfreich was Ihr da so schreibt, aber was versteht man unter "warmer Entzug" ist das immer mit Methadon oder ähnliches? Von einer Sucht zur Nächsten...ach Gott echt schlimm. Mein Freund macht übers wochenende einen "kalte Entzug" Am Montag kommt er auch in eine Klinik wo er einen Warmen Entzug macht. Was kann ich mir darunter vorstellen?? Wie lange dauert so was?


    Ach ich verzweifel noch....


    Polamidon- Subutex oder Methadon bekommt er sowas bei einem Warmen Entzug?


    Also ich würde es für besser Empfinden ohne solche Hilfmittel einen Entzug zu machen. Den ich denke wenn ich entziehe möchte ich doch keine nächste Sucht!


    Bitte um Antwort, weiß nicht mehr weiter (wie ich meinem Freund Helfen kann)


    Danke

    Mein Freund meint, bei ihm wäre es die ersten Tage fast wie eine Grippe gewesen, nur ohne Fieber. Das wäre noch erträglich gewesen, das schlimmste waren für ihn die Alpträume, die sich nur ums H drehten (alle tot, er alleine auf der Welt, keine Möglichkeit, an das Zeug zu kommen, er hat es gesucht und nicht gefunden und sowas), weshalb er dann nicht mehr schlief. Er hat's nicht durchgehalten. War aber zu dem Zeitpunkt schon lange drauf...


    Jetzt bekommt er Polamidon und kommt damit gut klar. Eine Psychotherapie nebenbei find ich auch sehr wichtig!

    Zitat

    Polamidon- Subutex oder Methadon bekommt er sowas bei einem Warmen Entzug?

    Jup.

    Mir scheint, außer dem ersten Fragensteller, auch da bin ich mir nicht sicher, das hier niemand weiss was Sucht wirklich bedeutet, noch jemals von Opiaten abhängig war.


    Nur wer keine Ahnung hat, kann Substanzen wie Methadon (= Pola) und Subutex mir nichts dir nichts in einen Topf werfen.


    Angonisten wie Metha vertragen sich nun gar nicht mit Partialantagonisten wie Subutex.


    Hat hier einer eine Ahnung was passiert wenn ein wirklich Heroinabhängiger (je höher die H-Dosis, um so schlimmer) Subutex nimmt, nichts weltbewegendes, ausser das er in Turbogeschwindigkeit spätestens in 30 Minuten (was sonst bis zu 3 Tagen dauern kann) einen voll ausgeprägten Entzug entwickelt, praktisch von jetzt auf gleich, einen Entzug mit "Erscheinungen" aber vom allerallerfeinsten hat und wenn er wirklich schwer von H abhängig war, können sie den Krankenwagen bestellen, das geht noch zu Toppen mit Naltrexon ein reiner Antagonist der auch für den Entzug in Narkose eingesetzt wird und später (wenn clean !) als Hilfe dient nüchtern zu bleiben, in Bezug auf Opiate natürlich.


    Wer sich kompetent genug fühlt, hier zu antworten, müsste wissen was das ist und bedeutet.


    Frage, warum willst Du überhaupt einen Entzug machen, bist Du entsprechend motiviert, nach nur 9 Monaten Heroin, kaum glaubhaft ?


    Gab es vorher schon Opiate als Genussmittel in deinem Leben.


    Ob kalter oder warmer Entzug ist unwichtig als erstes muss die Motivation, das Bewusstsein stimmen, nach 9 Monaten H in relativ niedriger Dosis ohne harte, schnelleinsetzende Entzugserscheinungen ist das alles noch Spielerei und kokettieren mit "der Gefahr, dem Abenteuer" usw. mit der "gefährlichsten" Droge usw.


    Quatsch H ist ein Opiat wie jedes andere auch und das Suchtpotential ist auch nicht anders, da wird man von ... ach ich lass es lieber, glaubt hier sowie so niemand.


    Meiner Meinung nach ist Dir noch gar nicht bewusst, das du abhängig und ein Junkie bist, ohne wenn und aber, geschweige denn den Ernst der Lage erkannt hast und was das für Dich und Dein weiteres Leben bedeutet.


    Warum willst Du entziehen wo Du noch unsicher bist was überhaupt Entzug ist und bedeutet, Entzug also clean werden, das kann nur etwas sein, was dich ganz allein betrifft, man wird nicht clean für jemand anders weil man den vermeintlich liebt oder der Richter Dir ins Gewissen redet, wer das glaubt ist dumm und hat keine Ahnung. Du mußt das für Dich wollen, auch dann wollen, wenn es allen Menschen um Dich herum egal ist was Du machst, anders wird es nicht funktionieren.


    Es ist wie bei L'oreal, "Ich bin es mir Wert", da fängt es an.


    Wenn für Dich unverbrüchlich feststeht, ich will nicht mehr, mir reichts, alles nur das nicht mehr, nur da bist Du nicht, behaupte ich ganz frech.


    Junkies behaupten gerne, wenn es ihnen schlecht geht, nie mehr drücken zu wollen usw. schon diese Aussage ist so gar nicht haltbar nichts als ein frommer Wunsch.


    Jeder der Abhängigkeit, Sucht kennt, weiss, ein "nie mehr" gibt es nicht, das ist in 99% das vorprogrammierte Scheitern, man kann versuchen einen bestimmten Zeitraum clean zu bleiben und das fängt oft mit der nächsten Stunde an und für viele gilt dann später mal nur heute, diesen Tag bleibe ich clean so hangeln die sich weiter und weiter bis sie denn "geheilt" sind und das ist ähnlich wie bei den Indianern nur ein toter Junkie ist ein wahrhaft "geheilter", mach Dir das klar.


    Zu den ganz wenigen Ausnahmen die es gibt, die kontrolliert mit H umgehen können gehörst Du nicht, mach Dir das Klar.

    Zitat

    Nur wer keine Ahnung hat, kann Substanzen wie Methadon (= Pola) und Subutex mir nichts dir nichts in einen Topf werfen.


    Angonisten wie Metha vertragen sich nun gar nicht mit Partialantagonisten wie Subutex.

    Hat hier jemand behauptet, dass sich das verträgt? ":/


    Naja, zum Rest sag ich mal nix.