Marihuana Körperlicher Entzug

    Hallo in die Runde,

    Vielleicht habt ihr paar Tipps für mich wie ich mit meinem Körperlichen Entzug besser klar kommen kann.

    Erstmal ein paar Hintergrund Infos zu mir.

    Ich bin 30 Jahre alt und habe davon die letzten 16 Jahre gekifft. Ich kann mich nicht mehr Erinnern wann ich das letzte mal, mal 1 Tag nicht bekifft war. Ich denke seid ich 16 Jahre bin kam das nicht mehr vor. Mariuhana hat mich nie bewusst in meinem Leben an irgendwas gehindert. Ich habe die Schule fertig gemacht, danach die Ausbildung und bin auch "dicht" Arbeiten gegangen.

    Nun habe ich vor 5 Wochen endlich die Motivation gefunden aufzuhören.Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, dass es hauptsächlich wohl nur die Gewohnheit ist die mich dann Quälen würde.Da meine Entscheidung aber freiwillig war, ist es mir nicht schwer gefallen aufzuhören. Die erste Woche habe ich meinen Konsum um die Hälfte reduziert. In der 2.Woche nochmal um die Hälfte reduziert. Weil das so gut geklappt hatte, habe ich dann das Kiffen eingestellt.

    Jetzt habe ich seid 3 Wochen nichts mehr geraucht.

    Und damit gingen die Probleme los...

    Zuerst hatte ich ca 1 Woche einen recht hohen Pulsschlag. Dann kam zu dem hohen Puls Schmerzen im linken Oberarm Arm erst aussen( Muskel) dann Innen. Ein Besuch beim Orthopäden hat ergeben dass ich wohl eine Entzündung hätte. Dann bekam ich Druck auf der Brust verbunden mit Panik das ich etwas am Herzen haben könnte. Ein Arztbesuch( Vertretungs Arzt) hat aber nix ergeben. Dann Normaliesierte sich mein Puls für kurze Zeit, aber nach paar Tagen wurde es wieder schlimmer. Jetzt bin ich in der 3. Woche Kifferfrei und meine Schmerzen werden immer unangenehmer. Brennen im Arm, auf der Brust, Seitlich an den Rippen und ein Gefühl im Hals als wenn ich erkältet wäre.

    Dieses passiert so ca 2x am Tag und hält sich dann für ca 2-4 Stunden. Danach dauert es ca 1 Stunde dann geht es mir wieder besser bis normal. Ich Schlafe nur noch 2 höchtes 3 Stunden am Stück Träume so viel wie ich in den letzten 16 Jahren zusammen nicht geträumt habe, und fühle mich teilweise total erschöpft, schwach, ausgelaugt, teilweise habe ich das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen und selbst Essen finde ich total anstrengend. Ich Schlafe mitten am Tag kurzzeitig ein. Alles strengt mich an und selbst das laufen in meiner Wohnung fühlt sich an wie ein 30km Lauf.

    Meine Hausärztin hat mich nochmals genau durchgecheckt alles ohne Befund.Was mich schon mal sehr beruhigt hat. Sie hat mir dann erklärt, dass es wohl mit dem Körperlichen Entzug zusammen hängen kann. Daran hatte ich zuvor nicht Gedacht, weil ich dachte, Marihuana würde nicht Körperlich abhängig machen.

    Hat jemand sowas auch schon durchgemacht?

    Habt ihr Tipps wie ich dieses besser überstehen kann?

    Weis jemand wie lange dieser Zustand ungefähr anhält?

  • 7 Antworten

    Ersteinmal finde ich es gut, dass du jetzt mit dem Konsum aufgehört hast. Natürlich gibt es Veränderungen, wenn du dir 16 Jahre lang etwas zugeführt hast und deinem Körper dies jetzt vorenthälst. Gerade die Schilderung der Schlafproblemen habe ich schon öfter beim Marihuana-Entzug gehört. Ich denke niemand kann dir genau sagen wie lange die Symptome anhalten. Ich würde versuchen diese nicht zu sehr zu beobachten und zh gewichten. Eher als Begleiterscheinungen sehen, die temporär sind.

    Danke für deine Aufbauenden Worte. Es fällt mir sehr schwer die Symthome zu ignorieren, da die Entzündung in meinem Arm ja wirklich da ist, kann ich mich auch nicht mit Sport ablenken wie ich es sonnst tun würde. Auch lässt sich eine Panikattake schlecht Ignorieren wenn im Hinterkopf immer wieder der Gedanke auftaucht, was ist wenn es doch nicht nur der Entzug ist? Leider habe ich auch aufgrund von einigen Schlechten Erfahrungen es sehr schwer Ärzten zu vertrauen, zumal es sind ja auch nur Menschen, sie sich auch mal Irren können.Hier zu schreiben lenkt mich etwas ab, aber nur kurz. Und dann werde ich hier Zuhause weiterhin mit dem Thema Marihuana Kronfrontiert, da mein Partner nicht mit mir zusammen aufgehört hat.Aber erst angefangen hatte als wir zusammen gekommen sind, quasi habe ich ihn da mitreingezogen was mir aber jetzt starke Schuldgefühle macht die mir mehrmals Täglich vor Augen gehalten werden.

    Hochachtung und Glückwunsch, dass du aufgehört hast.


    Ja, ich habe öfter gelesen dass Menschen länger Entzugserscheinungen haben. Da gab es auch schon Fäden hier im forum. Musst mal schauen.


    Halte durch, es lohnt sich.


    Weiß dein Arzt, dass du aufgehört hast?

    Ja meine Ärztin weis das ich aufgehört habe und weis auch darüber Bescheid wie lange und wie viel ich Konsumiert habe. Wir hatten ein langes Gespräch darüber und sie hat sich wirklich viel Zeit für mich genommen um mir genau zu erzählen wo Marihuana sich im Körper festsetzt und was dieses bewirken kann auch nach der Aufgabe des Konsums. Es Lagert sich in den Fett Zellen, setzt sich an alle Organe und Betäubt diese, wenn ich mir dieses nicht mehr zuführe wäre es wohl normal das die Schmerz Rezeptoren jetzt verrückt spielen könnten alte Verspannungen zum Vorschein kommen und selbst der Darm würde jetzt nach der Dauerbetäubung wieder normal arbeiten wollten was zu Durchfällen führen könnte. Mein Körper hätte so sagte sie, Jahre lang gegen diese Betäubung gearbeitet und müsste dieses jetzt nicht mehr tun. Was einfach länger dauern könnte bis er sich umgestellt hat. Sie hat mir auch Angeboten TBD zu verschreiben damit ich jetzt nicht so "Leide" aber das ist für mich nicht wirklich verlockend, da ich es dann nur als eine Umlegung der unnötigen Substanzen die ich mir zuführe sehe.

    Andere Berichte habe ich mir z.t. schon durchgelesen, aber ich wollte da jetzt nicht mit "rumjammern", da ich denke jedem Verfasser eines Berichtes gehört das Recht, Mittelpunkt seines Berichtes zu sein. Und Hilfreiche Tips kann ich zur Zeit auch nicht liefern dafür fehlen mir gerade ja selber Erfahrungen im Umgang mit diesem Problem.

    Das ist eben der Teufelskreis: der Konsum betäubt und beim Absetzen schlägt eben die Realität mit voller Härte zu (auf die Psyche bezogen). Ich kann gut nachvollziehen, dass du dich elend fühlst, versuche trotzdem es durchzustehen. Eventuell hat die Entzündung nicht primär mit deinem Entzug zu tun. Ich denke auch dass das gut in den Griff zu bekommen ist. Versuche geduldig mit dir selbst zu sein und dir immer wieder vor Augen zu führen, dass dein Körper sich umstellen muss und momentan aus der Balance ist.

    Danke für eure lieben, aufbauenden Worte. Stolz auf mich und meine Entscheidung bin ich. Ich Bereue sie kein Stück. Ich weis es werden Tage kommen wo ich mit dem Gedanken spielen werde, mir" einen zu Rauchen", aber auch diese Tage werden vergehen und ich werde es Durchhalten!!! Bis jetzt war ich Heute zwar sehr Müde und ausgelaugt, aber zumindest haben sich die eingebildeten "Schmerzen" zurückgehalten. Ich habe heute sogar angefangen mir kleine Ablenkungsziele zu suchen, und mich entschieden in den nächsten Tagen in meinem Garten mehr Zeit zu verbringen( wenn das Wetter mit spielt). Da Marihuana wohl vor allem im Belohungs System des Gehirns wirkt, versuche ich dieses ab jetzt erstmal mit anderen Belohnungen zu füttern ;-)