• Medikamentenabhängigkeit: Das war einmal

    Hallo Stew, lese hier schon seit längerem mit und habe festgestellt, das Du sehr viel Ahnung hast. Mein Mann macht gerade einen Tabl. Entzug durch mit meiner Unterstützung. Vorgeschichte: 1 Jahr lang Tramadolor-Retard 600mg am Tag und manchmal mehr, Tilidin Tropfen und zum Schluß Codein 600mg und mehr am Tag ohne die Nedolon, Diclofenac. Rekord lag mal…
  • 768 Antworten

    Hallo SamSelf:)D,

    Zitat

    Tatsache ist leider, dass du deinem Mann nicht helfen kannst, solange er "heimlich" mehr Pillen schluckt, als euer Konzept vorsieht.


    Denn das bedeutet er will/kann nicht wirklich aufhören. Und Du kannst leider nicht das geringste tun, solange das so ist.

    Da hast Du was falsch verstanden. Die gewissen harten Tabl. habe ich ihm ja weggenommen und ich teile sie ihm auch ein. Das mit dem Alkohol hatte ihn aber immer wieder zurück geschmissen und der sogenannte "Full down" war vorprogrammiert. Somit kamen wir mit unserem Abbauprinzip immer wieder durcheinander und ich musste immer wieder zugeben um ihn aufzufangen. Da mir der Alkohol aber momentan nicht in die Quere kommt, klappt´s einigermaßen...halt nicht von Heute auf Morgen...auf wir sind auf dem richtigen Weg solange er mit spielt und das habe ich ihm auch gesagt, ansonsten gebe ich die Verantwortung weiter...das hat gezogen.


    Das mit Deiner Schwester tut mir leid:°(. Hier hast Du schon ein schweres Schicksal gemeistert. Ganz zu schweigen Deiner eigenen Sucht die Du in den Griff bekommen hast. Hier kannst Du wirklich sehr stolz auf Dich sein:)^ und ich hoffe für Dich das Du das Zeug nie wieder anrührst.


    Ich habe im Internet gelesen, das der Codeinentzug genau so schlimm sein soll wie von Heroin runter zu kommen. Es würde zumindestens die gleichen Enzugssymptome hervorrufen. Kannst Du das auch so bestätigen?


    Wünsch Dir noch einen schönen Tag :)*


    Sonny

    Sonny10:

    ...bin gerne bereit, Dir mehr Fragen zu beantworten. Habe mit Suchtmitteln schon ziemlich lange zu tun...bekam das erste Mal mit 7 Jahren von meiner Mutter Valium (sie hatte Schwierigkeiten, mich zu beruhigen (!!). Habe sie dann ziemlich lange aber seltener gezielt zu gewissen Anlässen eingesetzt. Bis sich privat einige schlimme Erfahrungen/Erlebnisse über ein paar Jahre anhäuften. Da habe ich es dann übertrieben und nahm jeden Tag steigernd meine Dosis. Durch eine chronische Krankheit mit Schmerzen lernte ich dann noch Schmerzmittel kennen und die kamen dann auch noch hinzu. Mit Codein hatte ich ein paar Erfahrungen, konnte die aber komischerweise schnell absetzen. Aponal bekam ich gegen Depressionen, die haben nicht merklich geholfen und wurden ohne Probleme langsam wieder abgesetzt. Abhängig machen diese nicht.


    Ansonsten kann ich mich nur der ‚Schwimmerin‘ und ihrer Antwort 7.2. anschließen.


    Ich kenne das Buch ‚wenn Frauen zu sehr lieben‘, ja und ich kann mir ungefähr vorstellen, was für ein Mensch Du bist und es ist bemerkenswert, daß Du das alles mit Deinem Mann mitmachst...aber wenn es jetzt nicht gut gehen sollte: Du mußt trotzdem in erster Linie an Dich denken. Manchmal muß ein ziemlich hartes Umdenken folgen, auch wenn Du das jetzt noch nicht siehst. Wünsche Dir u.Deinem Mann weiterhin viel Kraft

    @ :)

    Hallo HeartOfDixie *:)


    ...vielen Dank für Deine Offenheit. Von solchen Erfahrungen würde ich mir mehr wünschen und Du hast genau verstanden worauf es mir ankommt.

    Zitat

    ... bekam das erste Mal mit 7 Jahren von meiner Mutter Valium (sie hatte Schwierigkeiten, mich zu beruhigen (!!).

    Das ist heftig, mein lieber Mann. Sicherlich warst Du ein sehr lebhaftes Kind und Deine Mutter hätte sich wohl lieber gewünscht das es bei Dir einen Knopf zu abstellen gäbe.

    Zitat

    Bis sich privat einige schlimme Erfahrungen/Erlebnisse über ein paar Jahre anhäuften. Da habe ich es dann übertrieben und nahm jeden Tag steigernd meine Dosis.

    Das stelle ich mir auch besonderst schlimm vor. Ich kenne jemand die mal voll auf Valium drauf war und das sehr lange. Die Fam. hatte auch sehr darunter gelitten. Nimmt aber jetzt seit Jahren nichts mehr.

    Zitat

    Mit Codein hatte ich ein paar Erfahrungen,

    Hier liegt unser Hauptproblem. Die Sucht nach Codein und der Abbau sind sehr schlimm für meinen Mann und das hätte er mal nie gedacht. Durch seinen Reizdarm ist er auf das Codein gestossen, weil dieses den Darm lahm legt. Die Dosierung wurde ständig erhöht und so ist er halt immer tiefer rein geschlittert.


    Deshalb ist es mir so wichtig zu erfahren wie es irgend jemand geschafft hat speziell von diesem Codein loszukommen und die Gier danach zu vergessen.

    Zitat

    Ich kenne das Buch ‚wenn Frauen zu sehr lieben‘, ja und ich kann mir ungefähr vorstellen, was für ein Mensch Du bist und es ist bemerkenswert, daß Du das alles mit Deinem Mann mitmachst... aber wenn es jetzt nicht gut gehen sollte: Du mußt trotzdem in erster Linie an Dich denken. Manchmal muß ein ziemlich hartes Umdenken folgen, auch wenn Du das jetzt noch nicht siehst.

    Immer wieder schön zu hören wie viele dieses Buch doch kennen. Ja wir Frauen können halt nicht anderst.


    Aber was meinst Du mit hartes Umdenken soll folgen? Findest Du mich zu weich?


    LG Sonny |-o

    Zitat

    Ich habe im Internet gelesen, das der Codeinentzug genau so schlimm sein soll wie von Heroin runter zu kommen. Es würde zumindestens die gleichen Enzugssymptome hervorrufen. Kannst Du das auch so bestätigen?

    Die beiden Stoffe sind sich sehr ähnlich und sie rufen ähnliche Wirkungen und Entzugssymptome hervor.


    Ich kenne nur den kalten Entzug vom Heroin, der ist schlimm, aber nur 5 Tage (körperlich)


    Aber meine Schwester hatte mal vom Arzt Kodein (Remidacen) verschrieben bekommen und hat danach einen kalten Entzug gemacht. Das war richtig heftig, denn zu den üblichen Symptomen die ich kenne, kam noch Erbrechen dazu.


    Damals schloß ich daraus, dass der Kodeinentzug schlimmer ist, als der "nur" vom Heroin.


    Es ist seltsam darüber zu sprechen... sich zurück erinnern...


    Ich habe schon ewig nicht mehr an das alles gedacht. *schüttel*


    Was nimmt Dein Mann alles für Wirkstoffe zur Zeit ?

    Zitat

    Hier liegt unser Hauptproblem. Die Sucht nach Codein und der Abbau sind sehr schlimm für meinen Mann und das hätte er mal nie gedacht.

    Das ist kein Wunder, denn all diese morphinähnlichen (oder Opiate enthaltenden) Stoffe machen schnell , stark seelisch und körperlich anhängig.


    Der 1.Grund dafür ist die

    Wirkung, man fühlt sich


    (Was schön ist will ich wieder haben)


    Der 2.Grund ist, man wird körperlich abhängig.


    Nimmt man das Zeug ein paar Tage (je länger und mehr, desto schlimmer -klar) und setzt es dann ab fühlt, man sich unglaublich unwohl, : kalter Schweiß, man kann nicht schlafen, die Beine fühlen sich "zappelig" an, man hat kaum Kraft zum Stehen -liegen kann man aber auch nicht... Dazu kommen noch die Depressionen -kurz: es ist ätzend ! (Dazu stell Dir den Kontrast zu dem Glücksgefühl vor)


    Aber angenommen man hält es aus und nimmt weiterhin nix.


    Folgendes passiert: Man hat ca 5 Tage die beschriebenen körperlichen Symptome ziemlich stark.


    Ca am 6. Tag bessert sich das mit dem Schweiß und der "Beinunruhe" und man kann schon mal das eine oder andere Stündchen schlafen und langsam steigt einem auch wieder etwas Kraft in die Knochen.


    Dafür treten jetzt -sehr heftig- die Depressionen* in den Vordergrund.Unbeschreibliche Traurigkeit befällt einen und man kann sich nicht vorstellen jemals wieder glücklich zu sein.


    Hält man es trotzdem weiter durch, bemerkt man nach ca 4 Wochen eine Stimmungsverbesserung und es geht einem wieder einigermaßen gut.


    Wenn man jetzt einen lieben Partner hat und/oder Freunde und Verwandte, und Ziele, dann ist es, von jetzt ab, garnicht mehr so schwer. Man vermißt "dieses Gefühl vom Opiat" immer seltener, bis es irgendwann ganz verschwindet.


    Tückisch wird es noch mal nach ein paar Wochen -bei mir ca 10.Woche nach dem letzten Stoff- (aber diese Phase jetzt auch noch zu beschreiben führt erstmal zuweit)


    Ich glaube es könnte für Deinen Mann wichtig sein zu wissen wie so ein Entzug ungefähr abläuft.


    Denn wenn man es nicht weiß und dann in diesem Entzug steckt, hat man das Gefühl totaler Hoffnungslosigkeit.


    Und ohne Hoffnung ist es unmöglich soetwas durch zu halten.


    Mein Vorschlag für euch wäre folgender:


    Als erstes mal ALLES absetzen , außer das Codein. (Kein Aponal keine Schlafmittel, kein Alkohol .....)


    Er soll 10 Tage soviel Codein täglich nehmen womit er sich wohl fühlt (das soll er selber bestimmen !). Aber er darf unter keinen Umständen andere "Wirkstoffe" nehmen !! Ganz wichtig !!


    Dann nach 10 Tagen nimmt er für 7-10 Tage eine geringere Dosis Codein ... und so weiter ( am besten wäre es, wenn es das Zeugs in Tropfenform gibt)


    Und während dieser Zeit soll Dein Mann sich-mental- auf diese ca 4 Wochen Entzug und Quälerei einstellen. (Je weiter er runterdosiert ist , desto leichter werden die 4 Wochen)


    So, ich hoffe ich habe hier niemanden getriggert.


    Falls der Plan den ihr gerade habt, nicht so wirklich funktioniert , probiert mal diese Methode. Mir hat sie im Endeffekt geholfen.


    *Der Grund für die Depressionen sind übrigens chemischer Natur.


    Falls Dich interessiert wieso: frag.


    LG

    @ :)Hallo SamSelf@:)

    Vielen Dank für Deine ausführliche Berichterstattung, genau auf sowas habe ich gewartet. Es war für mich so interessant, das ich es gleich zweimal gelesen habe.:)^


    Es ist ja so. Ärzte quatschen viel und haben gut reden...weil sie selber so einen Entzug ja noch nicht am eigenen Leib verspührt haben. Ich rede hier jetzt von unserem HA. Natürlich nicht zu vergleichen mit Ärzte von einer Entgiftungsstation.


    Ich werde meinem Mann diesen Vorschlag von Dir auf jeden Fall unterbreiten und je mehr ich darüber nachdenke bekommt es immer mehr Sinn und das es auch bei uns so funktionieren kann.;-D Momentan hat er eine Tagesdosis von 20 Tabl.( 1000 mg) Codein. Es war zwischenzeitlich schon etwas weniger, aber da hatte er seine Zusammenbrüche und wir mussten mit der Dosis einfach wieder etwas hochfahren...dass runterfahren war eindeutig zu schnell.

    Zitat

    *Der Grund für die Depressionen sind übrigens chemischer Natur.


    Falls Dich interessiert wieso: frag.

    Das würde mich schon interessieren. Für seine Dpressionen nimmt er zur Zeit die Fluoxetin 1 x 40 mg. Ich habe auch gelesen, das man ein Antidepressivum nicht einfach von Heute auf Morgen absetzen soll.


    Vielen Dank nochmal und wünsch Dir


    einen schönen Valentinstag @:)@:)


    LG

    Hallo Sonny

    den kannte ich auch bis vor kurzem nicht.


    Trigger heißt "Auslöser". Im übertragenen Sinne bedeutet es, dass bei Menschen, die in ihrem Leben traumatische Erfahrungen machen mussten, genau diese Situation durch bestimmte Reize wieder präsent sein kann. Bei Postings in Psycho-Foren kann man durch bestimmte Reizwörter bei anderen Erinnerungen oder negative Gefühle auszulösen und diese Leute so dazu bringen entweder Drogen zu nehmen oder sich zu verletzen etc. Also sprich du schreibst hier was über Drogen-Problematik und jemand bekommt dadurch Lust diese Drogen zu nehmen. Solange man nur über die negativen Seiten berichtet, kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen wieso dadurch jemand Lust darauf bekommt, aber man weiß ja nicht was in solch labilen Menschen vor sich geht, da reicht es vlt. nur dran zu denken. Aber das Leben ist so, und ich denke man kann überall mit seiner Sucht-Problematik konfrontiert werden, nicht nur im Forum.


    (Ganz heikel ist natürlich das Thema Mißbrauch - Selbstverletzung / Suizidgedanken, da kann Triggern natürlich sehr gefährlich sein.)

    Hi liebe Sonny

    Zitat

    Momentan hat er eine Tagesdosis von 20 Tabl. (1000 mg) Codein. Es war zwischenzeitlich schon etwas weniger, ...........

    Huch, das scheint mir sehr viel... ich dachte so 1-2 Tabletten pro Tag.... :-o


    (Man bekommt ja schon leichte Entzugssymptome, wenn man nur ein paar Tage Hustensaft mit Kodein nimmt... -wenn mans kennt-)


    Wie lange hält das die menschliche Leber aus, besonders wenn dazu noch andere Substanzen kommen, wie Alkohol und Antidepressiva ?!


    Bist Du sicher das Dein Mann Leben will, und nicht eigentlich sterben ? -Sorry, das hört sich hart und taktlos an. Aber das ist wichtig zu wissen.


    Falls er Leben möchte, habe ich dann noch den einen oder anderen Tip.

    Also ich meinte nicht die Depressionen die er momentan -trotz der ganzen Mittel- hat. (Denn die sind eindeutig das Resultat der Übermedikation)


    Ich meinte die Depressionen, die sich einstellen, wenn der schlimmste körperliche Entzug nach kaltem Entzug von Opiaten (wo ja auch Kodein und Heroin zuzählen), vorüber ist. (Ca ab dem 6.Tag - 4 Wochen).


    Denn diese Depressionen entstehen weil der Körper, durch die Einnahme von opiathaltigen Mitteln, die "Eigenproduktion" von "Glückshormonen" eingestellt hat, und das braucht halt seine Zeit, bis er diese Hormone selber wieder bilden kann. Deswegen geht es einem nach ziemlich genau 4 Wochen wieder besser.


    Aber davon ist Dein Mann noch so weit entfernt , wie die Sonne vom Mond....


    Was mir auch noch Sorgen macht, ist Deine Rolle in dem "Spiel".


    Ich mache hier erstmal kurz schluß..... schreibe gleich weiter (im Moment habe ich Probleme mit dem Seitenaufbau)

    Und weiter geht´s ...

    Zitat

    Da hast Du was falsch verstanden. Die gewissen harten Tabl. habe ich ihm ja weggenommen und ich teile sie ihm auch ein. Das mit dem Alkohol hatte ihn aber immer wieder zurück geschmissen und der sogenannte "Full down" war vorprogrammiert. Somit kamen wir mit unserem Abbauprinzip immer wieder durcheinander und ich musste immer wieder zugeben um ihn aufzufangen.

    Das ist ein Satz von Dir, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht.


    So funktioniert das nämlich garnicht. Glaub mir das. Das kann unmöglich klappen.


    Hilf ihm dabei ein Konzept zu entwickeln, aber dann laß ihn machen..... zieh Dich da ein bißchen raus. Und les Dir noch mal alles durch, was Du zum Thema Co-Abhängig findest.


    Das ist ganz wichtig ! Und das ist keine Schande , denn es passiert fast automatisch aus dem Wunsch heraus helfen zu wollen. Leider macht man es dadurch zuerst fast sicher falsch.


    Ich selber habe es bis vor ca 5 Jahren falsch gemacht und dadurch die Sucht meines Mannes unnötig verlängert.


    Gleich geht´s weiter....

    Hallo liebe Sam

    Zitat

    Huch, das scheint mir sehr viel... ich dachte so 1-2 Tabletten pro Tag...

    Oh das wäre schön wenn es nur 1-2 Tabl. wären. Sein Rekord lag mal bei 100-120 Tabl. am Tag und ich lüge Dich nicht an (ich hatte am Anfang meines Fadens mit der Menge und des zusammenzählens der mg mich total verrechnet...halt typische Anfängerin). Das war so Anfang Jan. dieses Jahres als er praktisch eine Überdosis nahm und er kurz vor einem Schlaganfall stand...Blutdruck 210, Schwankschwindel, wirres Zeug gebabbelt, starrer Blick. Ich bekam voll die Panik und wollte schon den Notarzt rufen. Dann kam´s so, das mein Mann eher mich noch beruhigen musste. Bis dato hatte er vor mir alles verschwiegen...ich hab nichts gemerkt. Oje was musst Du jetzt denken...und dann habe ich ihm ja erst alle Tabl. abgenommen nachdem er mir alles gebeichtet hat. Es war sehr, sehr schlimm für mich, aber da wusste ich auch noch nicht was alles auf mich zukommt. Klingt fast schon wie kleine Lebendsbeichte, gell!

    Zitat

    Bist Du sicher das Dein Mann Leben will, und nicht eigentlich sterben ?

    Ja, er will Leben. Wenn Du jetzt von der o.g. Menge ausgehst wirst Du bestimmt Deine Zweifel haben, aber es ist so. Er hat ein schönes Leben mit allem drumherum und keinen Grund aus dem Leben zu gehen und das musst Du mir glauben. Er weis selbst das es scheisse war und ich habe ihn mehrmals gefragt warum er so viel von diesen Dingern frisst...und als Antwort bekam ich dann..."ja mir ging´s gut, mit den nächsten 20 besser und mal sehen was die nächsten 20 so bringen". Immer zu meinen es könnte einem noch besser gehen. Hört sich blöd an, ich weis.

    Zitat

    Aber er darf unter keinen Umständen andere "Wirkstoffe" nehmen!! Ganz wichtig !!

    Auf diesen Satz möchte ich nochmal zurück kommen. Kannst Du hier vielleicht nochmal näher eingehen warum es so wichtig ist alles andere abzusetzen ausser dem Codein...er will´s nämlich nicht verstehen und ich kanns ihm nicht erklären warum.


    Der HA hat mal gesagt, das man ein Antidepressivum nicht einfach so absetzen darf. Will halt auch nix verkehrt machen.


    P.S. Ich find´s toll mich mit Dir auszutauschen, aber wenn ich Dir auf die Nerven geh musst Du es mir sagen...bin dann auch nicht böse. Ich weis schon das jeder sein Päckchen zu tragen hat und vielleicht mit dem einen oder anderen Thema nichts mehr zu tun haben will.


    LG Sonny:-x

    .....

    Ich wollte nur noch schnell etwas zum kalten Entzug sagen:


    Die Entzugserfahrung, die ich gestern beschrieben habe, hatte ich vom Heroin. Und zwar ausschließlich !


    Zu der Zeit als ich drauf war, -(ca 10-17 Jahre ist es schon her) war es bei gerade "in" sich Rohypnol (ein superstarkes Schlafmittel) mit aufzukochen. Das habe ich nur 3 mal getan und bin jedesmal "in Ohnmacht gefallen" als ich Stunden später wieder zu mir kam, war die ??"schöne_Wirkung_vom_H?? schon verschwunden... und das gefiel mir garnicht :-/ , also hab ich es gelassen.


    Bevor ich einen Entzugs-Versuch gestartet habe, habe ich mich vorher immer auf ca 1/2 Gramm runterdosiert, und davon dann die beschriebenen Entzugssymptome bekommen.


    Von anderen Junkies weiß ich aber, dass die Symptome auch wesentlich heftiger ausfallen können, -Steigerung bis zur absoluten Unerträglichkeit möglich, auch mit lebensgefährlichen Kreislaufzusammenbrüchen.


    Besonders bei Entzügen die nicht nur vom Heroin, sondern auch von Schlafmitteln und Alkohol, stammen.


    Also macht da keine Experimente mit bevor es nicht richtig schön runterdosiert ist (und schon 10Tage NIX anderes genommen hat)


    Aber jetzt wo ich eure Situation genauer kenne, denke ich da wäre ein Klinik-Entzug angebrachter.


    PS: Ich werde mal Googeln ob es Unterschiede beim Entzug von Heroin und Codein gibt. (Und mich genauer über Dosierungen informieren.


    Melde mich dann noch mal.


    Liebe Grüße