Warte erst einmal ab. Ich hab jetzt nicht den ganzen Faden gelesen. Wie steht er denn dazu wenn du Ihn darauf ansprichst.


    Falls du kein blaues Kreuz bei dir hast, ist vielleicht eine Entzugsklinik in deiner Nähe. Die haben auch immer Sprechstunden für Angehörige.

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    da hat er wohl ein grundsätzliches Problem mit sich?

    Was genau meinst du? Dass er jetzt seinen 3. Studiengang angefangen hat (was ich nicht unbedingt verwunderlich finde) oder, dass er sich seinen Eltern gegenüber schuldig fühlt?

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    Wie steht er denn dazu wenn du Ihn darauf ansprichst.

    Er sieht es eigentlich genau so. Wie gesagt, er hat es jetzt auch schon mehrmals selbst beim Namen genannt, nämlich, dass sein Verhalten und vor allem sein Verhältnis zu Alkohol nicht normal ist, dass ihn das besorgt usw.


    Aber bisher hat er noch nicht gesagt, dass er zu einer Beratung geht, vermutlich, weil man als Suchtkranker immer erst ganz zum Schluss wirklich realisiert, dass man überhaupt süchtig ist...


    Ich hab einfach Angst, weil in meinem und in seinem Leben immer wieder Alkoholiker vorkamen...


    Bei mir ist es meine Mutter, mein Opa (mütterlicherseits, tot), eine Tante und ein Onkel (mütterlicherseits) und bei ihm ist es der Vater (leichtes Alkoholproblem, nicht vergleichbar mit meiner Mum) und sein Opa (mütterlicherseits)...


    Und naja, ich trinke zwar wirklich selten Alkohol, aber trotzdem mache ich mir auch über mich so meine Gedanken, dass ich, wenn es wirklich mal zum Ausnahmezustand kommt, dann vielleicht auch zum Alkohol greife, weil ich es sozusagen nicht anders kenne...und dann suche ich mir auch noch nen Freund (was wohl nicht selten vorkommt), der anscheinend auch ein Problem hat :°(

    Hm….wenn er es selber schon einmal sieht ist ja schon einmal ein gutes Zeichen. Ich würde somit mal für dich zu einer Beratung gehen und dann bekommst du sicherlich Prospekte etc. Darüber würde ich dann versuchen in Ruhe mit Ihm zu reden. Zeig Ihm das du das mit Ihm zusammen machen würdest – du aber ansonsten eine Trennung in Erwägung ziehen müsstest.


    Zu Dir: es ist nicht automatisch so, dass man als Kind eines Alkoholikers auch trinkt. Ich z.B. sowie mein Bruder auch würden sicherlich nicht Alkoholiker werden, obwohl unsere Eltern beide getrunken haben und auch an den Folgen verstorben sind.

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    Ich z.B. sowie mein Bruder auch würden sicherlich nicht Alkoholiker werden, obwohl unsere Eltern beide getrunken haben und auch an den Folgen verstorben sind.

    Das tut mir wirklich leid :°_ :)* @:) :)*


    Ich hab mir jetzt ein paar Beratungsstellen rausgesucht und werde dort erstmal anrufen, vermutlich bieten nicht alle Einzelgespräche an.


    Vielen Dank schonmal, ich melde mich dann zwischendurch wieder :)_ @:)

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    Was genau meinst du? Dass er jetzt seinen 3. Studiengang angefangen hat

    ich meine, er hat ein grundsätzliches Motivationsproblem ... kann mit sich nicht so richtig was anfangen, hat keine klare Zielvorstellung, keine Lebensstrategie, keinen Plan ... oder so was ähnliches .... und Rauchen und Trinken nimmt noch mehr die Lust, macht müde und depressiv

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    kann mit sich nicht so richtig was anfangen, hat keine klare Zielvorstellung, keine Lebensstrategie, keinen Plan

    Nein, so krass würde ich das nicht sagen, er weiß genau, was er will, hat auch klare Zielvorstellungen usw., aber ihm fällt es einfach schwer sich zu organisieren...das sagt man Linkshändern auch angeblich nach... ":/


    Keine Ahnung, aber naja, ich denke, nachdem ich bei einem Beratungsgespräch war, würde es ihm sicher gut tun auch mal zur Beratungsstelle zu gehen...aber das muss er natürlich selbst wollen... :-/

    Hallo Klabauterfisch,


    also ich will da wirklich nix entschuldigen..oder schmälern..aber ich kenn das auch echt noch aus meiner Studienzeit. Das ganze Leben eine Party...saufen wie die Kesselflicker..jeden Tag Sektchen in der WG !


    Hätte uns damals jemand was vom blauen Kreuz und Co- Abhängigkeit erzählt.....wir hätten es total nicht gerafft!


    Heute sind wir alle Mitte 30 haben gute Jobs...sind die totalen Normalos "ohne Alkohol"! Haben alle Kinder und sind happy! Was mich da viel mehr beunruhigt ist: 3.ter Studiengang mit 29 ? Schlafstörungen, viel rauchen+


    zuviel Alkohol. Dein Freund scheint ein echtes Problem zu haben was Ihn stark belastet! Da würd ich ansetzen!


    Ich glaube wenn er es hinbekommt sein Leben zu reorganisieren, verschwinden die anderen Sachen auch !


    Dennoch, klasse so wie du es machst ..immer wieder ansprechen..auch wenn es nervt!


    Was will er denn mal machen..weil für viele Sachen ist der Zug mit 30 ja fast abgefahren .....vielleicht weiß er das innerlich und das nervt ihn so ? Wie lange muß er denn noch studieren ?


    Glg LiAnMei

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    3.ter Studiengang mit 29 ? Schlafstörungen, viel rauchen+zuviel Alkohol. Dein Freund scheint ein echtes Problem zu haben was Ihn stark belastet! Da würd ich ansetzen!

    das meinte ich mit fehlender Orientierung und Motivation ... dort liegt der Kern des Problems ...

    Also, da hilft meiner Meinung nur die Maßnahme, dass einfach nichts im Haus bevorratet wird. Du solltest einen Deal mit ihm machen: Über die Woche nix, am WE - also Sa und So meinetwegen jeweils drei Fl. Bier. Kein Schnaps oder so, auch kein Wein. Du bist die Starke von Euch beiden, Dir wird's nix ausmachen, wenn halt mal kein Wein da ist. So haben die Organe, auch der Grips, die Chance über die Woche sich zu erholen. Aber das muss man auch wirklich durchhalten, wenn er heimlich Alc bunkert, auch den weichen, das mach' ihm klar, dass er sich in diesem Moment vor sich selbst und auch vor Dir als Abhängiger offenbart. Wie sieht's aus mit Tabak? Den würde ich ihm auch noch versuchen abzugewöhnen, aber erst später! Step by step! :)z