• Mein Mann (Alkoholiker) sagt: "Ich trinke nie wieder"

    Wie soll ich mich verhalten ? Eigentlich hatte ich "die Nase voll" und Schluß gemacht mit ihm ... Aber nach 2 Tagen hat er dann angerufen: ich solle ihm noch eine letzte Chance geben, er würde garnichts mehr trinken. Es würde so sein wie als er das Rauchen aufgegeben hat ... (er ist seit 8 Jahren Nichtraucher ohne Rückfall) Da habe ich wieder Hoffnung…
  • 262 Antworten

    Das mit der sozialen Isolierung kommt eigentlich, weil wir hier vor ein paar Jahren hergezogen sind (beruflich bedingt). Aufs Dorf, und es ist nicht so leicht Anschluss zu finden, wenn man Zugereiste ist, find ich. Klar mag auch an mir liegen, daher jetzt auch die Therapie, bin leider schüchtern und es fällt mir schwer auf Leute zuzugehen. Vielleicht blockiere ich ja auch extra, um mich nicht öffnen zu müssen..


    Und mit dem Alkohol, ja das kann unbewußt auch sein, hab mich eigentlich oft unwohl gefühlt wenn wir mal irgendwo eingeladen waren, wegen des Trinkens.


    Das mit der Einzel-Therapie weiß noch nicht genau wie das läuft, muß nichts bezahlen, hab in 2 Wochen das zweite Gespräch, kann sein dass ich zum Hausarzt soll und der mir ein Rezept gibt, das übernimmt dann die Kasse. Der Träger ist glaub ich die Caritas oder Diakonie...


    Alkoholfreis WE war schön, bloß nicht so relaxt, wir renovieren grade. Aber kein Stress und kein Streit. Ist schon komisch wie abhängig mein Wohlbefinden von der Laune meines Mannes abhängt.


    Wie kommst du mit den Beschimpfungen zurecht, ich habe noch jedes Wort im Ohr, mein Mann kann sich an nichts erinnern. Für mich wird es immer ein Schatten auf meiner Seele bleiben. Weißt du was ich auch so als Belastung ansehe, dass mein Mann mir mit seinem Trinken signalisiert, dass er sein Leben nüchtern nicht erträgt - und neben der Arbeit bin ich und die Kinder die eine Hälfte davon...


    Was mir in der Therapie aufgefallen ist, es war mir eigentlich unangenehm, mich mit mir beschäftigen zu müssen, als die Therapeutin gefragt hat was ich will, wo ich auftanke, was ich mir vom Leben wünsche - keine Ahnung, eben wieder typisch Co.


    Wie geht es deinem Mann ohne Bier? Kannst du dir auch nicht vorstellen dass es so einfach sein soll, einfach nichts mehr trinken. Daher bestimmt auch deine Angst vor dem Rückfall, so ohne Therapie. Der Grund wieso die Flucht im Alkohol gesucht wurde ist ja in der Persönlichkeit noch irgendwo versteckt.

    Ich hoffe ihr versteht mich jetzt nicht falsch bzw. wertet meinen Beitrag als persönlichen Angriff.


    Ich habe fast alle eure Beiträge überflogen und irgendwie dreht es sich nur um euch und eure Männer. Was ist mit den Kindern? Darf ich mal fragen, wie alt diese sind? Was glaubt ihr, bekommen sie davon mit? Nicht jeder alkoholkranke Mann schlägt seine Kinder, das ist mir klar, trotzdem sind das in den meisten Fällen unhaltbare Zustände. Ich bin mit einem alkoholkranken Vater groß geworden. Er war nie gewalttätig aber eben doch fast täglich betrunken und wurde dann eben entsprechend sentimental, mit dem vollen Programm: Jammern, Weinen etc.


    Ich gehe mal nicht davon aus, dass ich einen bleibenden Schaden davongetragen habe (wer weiß das schon so genau) aber von einer unbeschwerten Kindheit kann keine Rede sein...


    Mein Vater hat sich dann irgendwann "totgesoffen" und inzwischen ist es der vierte in der Familie den der Alkohol dahingerafft hat. Das fünfte Familienmitglied ist kurz davor...


    Ihr dürft dabei nicht vergessen, dass eure Männer noch relativ jung sind, mit zunehmenden Alter wird die Alkoholsucht und die damit verbundenen Ausfälle und körperlichen Schädigungen schlimmer.


    Gruß


    die Vagabundin


    Gruß


    Nicole

    Vagabundin

    Ich sehe Deinen Beitrag nicht als persönlichen Angriff. Im Gegenteil , ich freue mich über jeden Beitrag.


    Bei mir ist das Problem, dass die Kinder darunter leiden auf ein Minimum reduziert, denke ich.


    Mein Mann ist niemals bei uns betrunken.


    Er darf nicht hier sein, wenn er mehr als 2 Bier getrunken hat, oder vorhat zu trinken. Da gibt es keine Ausnahmen. Das weiß er und das wissen die Kinder.


    Zum Glück ist er auch kein täglicher Trinker, sodass die meiste Zeit alles normal scheint.


    Wenn dann eine Trink-Phase kommt, ist er seltener hier und die Kinder wissen warum.


    Ich mache da kein Geheimnis draus.


    Wenn die Kinder fragen "wo ist Papa?" dann bekommen sie von mir immer eine ehrliche Antwort. Also ist er nicht da, weil er betrunken ist, dann sage ich das auch so.


    Es ist also weder ein Geheimnis, noch allzusehr ein Thema für die Kinder.


    Für mich allerdings schon, denn die Kehrseite dieser Regelung ist die, die @Salino schon beschrieben hat (Doppelleben ermöglicht und so)

    Salino

    Also das mit der "Schüchternheit" ist noch so eine Gemeinsamkeit die wir teilen.


    Ich lebe dort wo ich geboren wurde und habe auch deshalb noch 2 Kontakte.


    Allerdings nur weil "die" nicht locker lassen. Ich, von mir aus, melde mich nirgends.


    Ich weiß seit einiger Zeit, dass ich eine Sozial-Phobie habe. Und die habe ich schon seit der Pupertät.


    Ich füge hier mal einen Link ein, wo Sozial-Phobie erklärt wird. Vielleicht erkennst Du Dich darin ja wieder. (Für mich war es eine Erleichterung zu wissen was mit mir nicht stimmt)


    http://www.psychotherapiepraxi…phobie/sozialphobie.phtml

    Zitat

    Wie kommst du mit den Beschimpfungen zurecht, ich habe noch jedes Wort im Ohr, mein Mann kann sich an nichts erinnern. Für mich wird es immer ein Schatten auf meiner Seele bleiben. Weißt du was ich auch so als Belastung ansehe, dass mein Mann mir mit seinem Trinken signalisiert, dass er sein Leben nüchtern nicht erträgt - und neben der Arbeit bin ich und die Kinder die eine Hälfte davon...

    Mit den Beschimpfungen kam ich überhaupt nicht zurecht, deshalb wohnt er ja nicht mehr bei uns. Ich hab´s gehasst !


    Mach´ bitte nicht den Fehler Dir einen Teil der Schuld an der Trunksucht Deines Mannes zu geben.


    Das hat nichts mit Dir zu tun !


    Sprich das mal in der nächsten "Therapie-Stunde" an. Die werden Dir das bestätigen.

    Zitat

    Was mir in der Therapie aufgefallen ist, es war mir eigentlich unangenehm, mich mit mir beschäftigen zu müssen, als die Therapeutin gefragt hat was ich will, wo ich auftanke, was ich mir vom Leben wünsche

    Ich war noch nicht in so einer Beratung, aber ich glaube da geht es darum zu lernen, sich "unabhängiger vom Abhängigen" zu machen.


    Eben, dass Dein Wohlbefinden weniger stark von den Launen Deines Mannes abhängt. Und "automatisch" hilft das auch Deinem Mann....


    Naja, ich hoffe Du berichtest darüber.

    Zitat

    Wie geht es deinem Mann ohne Bier? Kannst du dir auch nicht vorstellen dass es so einfach sein soll, einfach nichts mehr trinken. Daher bestimmt auch deine Angst vor dem Rückfall, so ohne Therapie. Der Grund wieso die Flucht im Alkohol gesucht wurde ist ja in der Persönlichkeit noch irgendwo versteckt.

    Es geht ihm sehr gut. Er hat jetzt 9 Tage ohne Alkohol und will es (immernoch) völlig sein lassen. Er ißt auch gesund und macht Sport, damit er nicht zunimmt. Er meint es auf jeden Fall ernst.


    (Ob er es auch tatsächlich schafft, ist eine andere Frage....)


    Ich habe mir vorgenommen "cool" zu bleiben, was auch immer kommen mag. (Was schwer ist, weil ich ihn liebe und schätze, so nüchtern)


    Er muß ja in erster Linie für sich selbst aufhören wollen. Und nicht (nur) für uns. Wir sind nur so eine kleine "Zusatz-Motivation" Ein Bonus obendrauf, ...falls er Glück hat :-)


    Ohh, schon wieder so spät....

    Hallo

    @ Vagabundin:

    Ich fühle mich auch nicht angegriffen. Klar spüren Kinder immer wenn etwas zwischen den Eltern nicht stimmt. Wir haben aber ein ganz normales Verhältnis ohne Streit, nur eben nicht immer wenn mein Mann zuviel getrunken hat (was nur abends ab 22 Uhr am Wochenende der Fall war). Deshalb wollte ich mich trennen, auch damit die Kinder nicht darunter leiden müßen, aber jetzt hat er aufgehört und ich warte mal ab wie es weiter geht. Aber deine Familie ist ja wirklich schlimm betroffen, es gibt eben auch eine Veranlagung dafür.

    @ Sam:

    Da haben wir ja wirklich viel gemeinsam! Die Seite ist wirklich interessant, ich habe noch nicht alles gelesen, aber in Teilen kann ich es auch auf mich beziehen. Vor allem was den Teil betrifft im Mittelpunkt zu stehen, eine Rede zu halten - undenkbar! Und ich rufe total ungerne irgendwo an. In anderen Bereichen bin ich wiederum eher normal, aber ich denke so etwas kann sich auch verschärfen. Ich habe auch nur Konntakte mit Frauen die eher auf mich zugegangen sind, mich auf einen Kaffee eingeladen haben. Bin eher introvertiert, möchte mich zwar einerseits gerne mich anderen auszutauschen, bin aber etwas ungeübt was Freunschaften betrifft - und zuviel Nähe lasse ich da auch nicht zu. Ist bestimmt irgendso eine Unsicherheit aus der Kindheit, war auch mündlich immer eine schlechte Schülerin, obwohl ich in Klausuren gute Noten hatte... Also sicher ein Fall für die Therapie! Hast du nicht auch schonmal dran gedacht dir da helfen zu lassen, immerhin weißt du ja schon dass du so eine Sozialphobie hast.


    Das macht es sicher nicht leichter, klar dass wir dadurch mehr auf unsere Männer fixiert sind. Und klar da soll auch die Therapie helfen, wieder sein Leben an den eigene Zielen auszurichten, mehr Selbstbewußtsein zu entwickeln etc.

    Zitat

    Hast du nicht auch schonmal dran gedacht dir da helfen zu lassen, immerhin weißt du ja schon dass du so eine Sozialphobie hast.

    Nun, ich war noch nie beim Psychologen, oder beim Therapeuten.


    Also habe ich in dem Sinne auch keine "Diagnose : Sozialphobie".


    Und sicherlich trifft auch nicht jeder einzelne Punkt in diesem Bericht auf mich zu.


    Trotzdem ist es schlimm genug. Mir (und meiner Familie) sind schon viele Nachteile entstanden wegen meiner Phobie.


    Elternabende/Elternsprechtage, Schulfeste, Kindergarten-Kaffee-Kränzchen, wichtige Telefonate, Ämterbesuche .... all das kostet mich ungewöhnlich viel Kraft, oft kann ich mich nicht überwinden und wenn ich es schaffe, kann ich mich nicht auf das Wesentliche konzentrieren.


    Vor einer Therapie habe ich zuviel Angst. Ganz abgesehen davon, dass es eh zu spät ist für mich. Jetzt ist auch egal.

    Zitat

    Das macht es sicher nicht leichter, klar dass wir dadurch mehr auf unsere Männer fixiert sind.

    Das ist bei mir nicht mehr so schlimm. Inzwischen habe ich gelernt da "cooler" zu sein. Ich mache mein Ding auch ohne ihn. An dem Punkt bin ich inzwischen schon.


    Lieber verzichte ich ganz auf ihn, als weiter diese Alkoholexcesse zu ertragen. Man kann ja nix planen, ohne diese Angst, "er könnte an dem Tag trinken..."


    Ich hab´s echt satt.


    Entweder er lässt es jetzt ganz, oder er verliert mich.


    Anders kann ich nicht mehr.


    Und wie fühlt sich Dein Mann ?? Will er immernoch in 2 Monaten wieder trinken ? Ist er böse auf Dich, weil Du von ihm verlangst, dass er das Trinken lässt ?

    hi leute,

    jetzt habe ich schon eine zeit mitgelesen und nun mische ich mich doch mal in eure diskussion ein.

    @ samself:

    für eine therapie ist es nie zu spät. ganz im gegenteil!


    mein exfreund trinkt auch wesentlich zu viel, was immer wieder dazu geführt hat, dass er mir total irrationale dinge vorgeworfen und mit gegenständen nach mir geworfen hat. zuletzt hat er mir einen glaskrug nachgeschmissen, der ganz knapp an meinem kopf vorbei gezischt ist. nach solchen exzessen tat es ihm immer schrecklich leid und er hat sich am nächsten tag bei mir hundertmal entschuldigt. da ich selbst auch gerne trinke, habe ich jahrelang mit ihm mitgesoffen. zum schluss war das unser einziges gemeinsames hobby.


    nach diesem glaskrugexzess war aber schluss für mich und ich habe mich von ihm getrennt und oh wunder ich selbst trinke nun auch nicht mehr annähernd so viel wie davor in unserer beziehung.


    er hängt noch immer sehr an mir und würde gerne einen neuanfang wagen, aber erst letzte woche war er bei mir in meiner neuen wohnung, hat getrunken und ist wieder ausgerastet. ich denke, dass es letztendlich die einzige möglichkeit ist, sich von solchen menschen zu trennen, mit oder ohne kinder, weil man ständig davon abhängig ist, in welchem psychischen zustand sich der partner gerade befindet. vielleicht seht ihr meine aussage jetzt zu krass, aber gerade wenn man schon merkt, dass man außer der beziehung kaum andere kontaktpersonen hat - mir ging es auch jahrelang so, ich habe quasi nur für diese beziehung gelebt - ist es höchste zeit zu gehen. das alter spielt dabei keine rolle. es gibt frauen, die wagen mit 60 noch einen neuanfang. man muss lernen sich aus zerstörerischen und unterdrückenden (und wenn jemand trinkt und die familie dadurch ständig in angst hält, weil sie sich vor dem nächsten exzess fürchtet, welchen schweregrads auch immer) strukturen zu befreien und das eigene leben zu leben. kinder spüren viel und auch wenn der papa im nüchternen zustand ein ganz lieber papa ist und sie ihn lieben, so sehen sie doch, dass ihre mutter unter der situation leidet. und so lange dem partner eigentlich keine konsequenzen erwachsen, wenn er sein trinkverhalten nicht aufgibt, wird sich auch an der gesamtsituation nie wirklich etwas ändern.


    naja


    alles alles gute euch beiden


    ayya

    hallo samself,

    geh doch bitte mal zu einer beratungsstelle. wenn man den schritt mal gewagt hat und sieht, dass man selbstverantwortlich neue wege beschreiten kann, ist das eine unglaubliche befreiung, auch wenn der anfang bestimmt schmerzvoll und nicht unbedingt leicht sein kann.


    wenn man sich von seinem partner löst, heißt das ja nicht, dass man ihn nicht mehr liebt, aber liebe kann leider manchmal auch zerstörerische ausmaße annehmen.


    und eine sozialphobie ist eigentlich nur ein symptom. vielleicht liest du mal diesen link durch. ein bißchen theoretisch, aber ev. kannst du dich da wiederfinden. http://www2.uibk.ac.at/psychol…rschung/schwerpunkte.html


    liebe grüße

    ayya

    Zitat

    wenn man sich von seinem partner löst, heißt das ja nicht, dass man ihn nicht mehr liebt, aber liebe kann leider manchmal auch zerstörerische ausmaße annehmen.


    und eine sozialphobie ist eigentlich nur ein symptom.

    Es wäre nett, wenn Du mal richtig lesen würdest.


    1. Mehr als ich jetzt von meinem Mann,-(dem Vater meiner Kinder)gelöst bin, kann ich kaum gelöst sein. (Es sei denn ich würde mich scheiden lassen und dann einen neuen Mann haben.)


    Und die soziale Phobie habe ich seit der 1.Klasse. (Nicht erst seit ich mit meinem Mann zusammen bin).


    Ich finde es auch nicht richtig, dass Du hier versuchst uns als "Rabenmütter" darzustellen, weil wir uns nicht sofort von unseren Männern trennen wollen.


    Es gibt verschiedene Arten von Alkoholismus, und nicht jede Art wirkt gleich doll zerstörerisch auf das Umfeld (Kinder / Familienangehörige).


    Also ich habe nicht das Gefühl, dass bei @Salino und mir die Kinder leiden.


    Klar bekommen sie evtl. etwas mit, aber wo ist schon alles perfekt?!


    Es kommt ja auch noch auf andere Faktoren an...


    Diese krasse Form Alkoholismus, wie Du sie in Deiner Familie hast,


    kannst Du doch nicht automatisch mit jeder Familie in der ein Alkoholproblem besteht , vergleichen.

    @ Salino,

    falls Du mal Zeit und Lust hast, berichte bitte mal wie es bei euch läuft.


    Gern auch per PN.


    Grüße

    @SamSelf

    Moin Samself


    Ich habe jetzt nicht alles gelesen und vielleicht auch was ueberlesen.


    Dein Mann sagte das er garnicht mehr trinken will.


    OK, gib Ihm die Chance, aber sage Ihm das du wech bist wenn er wieder trinkt.


    Wenn er bis jetzt nix getrunken hat, gib Ihm Hilfe.


    Trinkt er, dann geh deinen eigenen Weg.


    Gruss geheimname

    @ samself

    also ich habe hier niemandem unterstellt eine rabenmutter zu sein. ganz im gegenteil.


    außerdem habe ich keine familie, sondern lediglich die problematik mit meinem exfreund geschildert.


    wenn du keine hilfe brauchst umso schöner für dich.


    aber was sollte dann dieser ganze thread?


    kinder leiden meistens unter unglücklichen familiensituationen. da kann man sich als partnerIn noch so bemühen, die probleme von ihnen fern zu halten. aber ich will mir hier nicht heraus nehmen, über deine spezielle situation zu urteilen. ich kenne dich ja gar nicht.


    dennoch brauchst du nicht auf mich einhacken. dies ist ein forum und ich habe lediglich meine bescheidene kleine meinung zu eurer problematik geäußert.


    ich weiß nicht was für dich eine krasse form von alkoholismus ist.


    natürlich gibt es abstufungen, aber wenn du dich schon von deinem mann trennen musstest, scheint es ja nicht so harmlos zu sein.


    wenn dein mann aber gar nicht so zerstörerisch auf sein umfeld wirkt, könnte es natürlich auch noch sein, dass du vielleicht ein bisschen übersensibel in der bewertung von trunksucht bist?

    ayya

    Zitat

    also ich habe hier niemandem unterstellt eine rabenmutter zu sein. ganz im gegenteil.


    außerdem habe ich keine familie, sondern lediglich die problematik mit meinem exfreund geschildert.

    ayya, es tut mir echt leid.


    Ich Dussel habe die Beiträge von Dir und @Vagabundin miteinander verwechselt und "vermischt". --Keine Ahnung wie das passieren konnte... :-(


    Im Endeffekt kommt da jedenfalls meine ziemlich konfuse "Antwort" heraus.


    Ich entschuldige mich bei euch beiden (@ayya und @Vagabundin) -sorry.

    Es ist ja schon seit ca 4 Jahren so. Trinkt er, ist er bei sich zu Hause, - ist er Nüchtern, ist er bei uns.


    Nur leider halte ich das jetzt -so- auch nicht mehr aus. Es ist zu belastend...


    Deswegen habe ich vor ca 4 Wochen "endgültig" Schluß gemacht.


    Daraufhin hat er versprochen, ganz mit dem Trinken aufzuhören. (Und das war das allererste mal, er hat vorher immer nur gesagt er wird ERSTMAL nix trinken, oder WENIGER trinken, er hatte noch nie gesagt, dass er völlig und für immer aufhören will zu Trinken!!! )


    Jedenfalls hat er es geschafft mich zu überzeugen.


    Bis jetzt ist alles bestens. Er trinkt nicht, er ißt gesund und macht Sport. Er ist hochmotiviert und redet über seine Gefühle.


    Aber es ist ja auch erst 21 Tage her !! Ich habe zwar Hoffnung, aber auch Angst.


    Übrigens bin ich jetzt keinesfalls "besonders vorsichtig", oder besonders rücksichtsvoll, oder lobe ihn gar die ganze Zeit.


    Und wenn ich mal Bock habe ein Bier zu trinken, dann tue ich das! (Er meinte: "kannste ruhig, es macht mir nichts aus" und ich sagte: "Tja, das lass ich mir von Dir garnicht erlauben, oder verbieten. Da mußte durch- so ist das Leben" )

    @ ayya meinte,

    wenn ich keine Hilfe will oder brauche, warum ich dann überhaupt hier im Forum schreibe....


    Antwort: Weil es mir hilft darüber zu berichten und von Erfahrungen anderer zu lesen. Auch ziehe ich meinen Nutzen aus dem einen oder anderen Tip / Link.


    Aber was ich überhauptnicht gebrauchen kann, sind Vorwürfe und Beiträge die mir ein schlechtes Gewissen einreden wollen.


    Denn ich gebe mein Bestes und tue was ich kann !!


    So, das hat gut getan. ;-D


    Ich werde diesen meinen Faden als eine Art "Tagebuch" nutzen und freue mich über Beiträge und Kommentare.


    Liebe Grüße