• Mein Mann (Alkoholiker) sagt: "Ich trinke nie wieder"

    Wie soll ich mich verhalten ? Eigentlich hatte ich "die Nase voll" und Schluß gemacht mit ihm ... Aber nach 2 Tagen hat er dann angerufen: ich solle ihm noch eine letzte Chance geben, er würde garnichts mehr trinken. Es würde so sein wie als er das Rauchen aufgegeben hat ... (er ist seit 8 Jahren Nichtraucher ohne Rückfall) Da habe ich wieder Hoffnung…
  • 262 Antworten

    @SamSelf

    Ich finde es von deinem Mann lobenswert, dass er versucht, nichts mehr zu trinken. Das zeigt doch, wie sehr er an seiner Familie hängt.


    Aber glaubst du, er schafft das alleine, ich meine, ohne fremde Hilfe. Meist liegt es doch, an Situationen, wo man nicht klar kommt. Dann ist es wie eine höhere Macht, und dann unterliegt er vielleicht wieder dem Alkohol.


    Vielleicht schafft er es eine gewisse Zeit, aber irgendwann, zieht ihn der Alkohol wieder in seinen Bann. Manchmal liegt es auch nur am Umgang.


    Falls er Kumpels hat, die öfters mal einen drauf machen. Dann ist die Gefahr auch ganz groß, wieder rein zurutschen, in das alte Lebensmuster.


    Was ich dir natürlich selbst überlassen will, ist deine Ansicht, dass du vor ihm, dein Bier trinkst, dir das nicht nehmen lässt.


    Er sagt ja auch, er hätte nichts dagegen. Aber ich glaube, das ist in dieser Situation, in der er momentan steckt, nicht so gut. Ich würde schon aus Rücksichtsnahme auf ihn, selber nichts konsumieren.(du brauchst ja dieses Teufelszeug nicht).


    Würde auch schauen, dass überhaupt nichts dergleichen im Haus ist.


    Ich wünsche Euch von ganzen Herzen, dass er es packt. Falls er es nicht alleine schafft, aber da raus finden will, aus diesem Teufelskreis, wäre es vielleicht gut für ihn, dass er Hilfe von Fremden annimmt. Wie das genau abläuft, weiß ich leider nicht.


    Viel Glück@:)

    @ samself

    das mit der hilfe und der frage, was der thread denn dann überhaupt soll, habe ich geschrieben, weil ich mich von dir angegriffen gefühlt habe. genauso weinig glaube ich ernstlich, dass du den alkoholkonsum deines mannes überbewertest.


    dafür, seine gefühle und erfahrungen anderen mitzuteilen, sollte ja dieses forum unter anderem ja auch da sein. wenn es dir hilft, ein offenes tagebuch zu führen, finde ich das eine gute idee.


    bis dann

    Hallo

    Einhörnchen, vielen Dank für Deine lieben Wüsche @:)


    (Hier noch ein paar Gedanken zu einigen Deiner Zeilen) :

    Zitat

    Ich finde es von deinem Mann lobenswert, dass er versucht, nichts mehr zu trinken. Das zeigt doch, wie sehr er an seiner Familie hängt.

    Ja, jetzt endlich, -wo er merkt, dass er seine Familie tatsächlich verliert, -will er endgültig mit dem Saufen aufhören...


    11* Jahre lang habe ich ihn "gebeten" mit dem Trinken aufzuhören, fast ohne Erfolg....


    Lobenswert, oder Eigennutz -das ist hier die Frage.

    Zitat

    Meist liegt es doch, an Situationen, wo man nicht klar kommt. Dann ist es wie eine höhere Macht, und dann unterliegt er vielleicht wieder dem Alkohol.

    "Höhere Macht" -das ist süß! Wohl eher "Höhere Schwäche" ! ;-D


    Wenn er wirklich kapiert hat, dass er Alkoholiker ist und wirklich aufhören will, dann muß er wissen welchen Situationen er gewachsen ist und welchen nicht.


    Ich hoffe er wird die Situationen meiden, denen er (noch) nicht gewachsen ist.


    Und ich hoffe er bittet um Hilfe, wenn er merkt, dass er welche braucht.


    Mehr kann ich nicht tun.


    Ich bin nicht seine Therapeutin und auch nicht seine Mutter, deswegen mache ich "mein Ding".


    Ich denke ich helfe ihm am besten mit "Nichthilfe" und Konsequenz.

    Zitat

    Ich würde schon aus Rücksichtsnahme auf ihn, selber nichts konsumieren.

    Überall sind Situationen, wo er mit fröhlich alkoholtrinkenden Leuten konfrontiert wird, im realen Leben, in der Werbung, in Filmen.....


    Da muß er durch. Das härtet ab.


    @ayya : Nichts für ungut, dankeschön :)*

    @SamSelf

    Zitat

    Überall sind Situationen, wo er mit fröhlich alkoholtrinkenden Leuten konfrontiert wird, im realen Leben, in der Werbung, in Filmen...


    Da muß er durch. Das härtet ab.

    Moin


    Ohne Lob oder Streicheleinheiten ( Symbolisch ) wird er és bei der Reizflut an Werbung.... vermutlich nicht schaffen.


    Er hat mit dem nichttrinken den ersten Schritt getan.


    Hilf Ihm wenn dir was an Ihm liegt.


    Gruss Geheimname

    Geheimname

    Zitat

    Ohne Lob oder Streicheleinheiten (Symbolisch) wird er és bei der Reizflut an Werbung... vermutlich nicht schaffen.


    Er hat mit dem nichttrinken den ersten Schritt getan.


    Hilf Ihm wenn dir was an Ihm liegt.

    Mir liegt sehr viel an ihm...


    Wie sieht denn, Deiner Meinung nach, die Hilfe aus die ich ihm geben sollte ?


    Hast Du Erfahrungen mit Alkoholikern ?


    Grüße

    ohh samself du hast ja einen eigenen tagebuchfaden x:)


    also mal grüssli reinschreibe


    :)*:)* hier lass für dich und deine familie x:)

    Bin auch noch da....

    ...hier war ja einiges los...hab gerade nicht so viel Zeit, also nur kurz: Bei uns ist alles weiterhin ok, zuhause trinkt mein Mann nichts und bei gesellschaftlichen Anlässen ein wenig, also maßvoll. Ich denke es hat bei ihm klick gemacht, und er hat kapiert dass er auf dem falschen Weg war. Mal sehen ob das weiterhin so funktioniert. Bei mir ist es übrigens so, dass ich selbst seit 1 Monat gar nichts mehr trinke. Ich mag einfach nicht mehr, weil ich sehe was mir der Alk schon für Leid bereitet hat, und klar will ich ihn auch unterstützen und ein gutes Vorbild sein. Aber das muß jeder selbst wissen wie er es damit hält. Zur Therapie gehe ich auch nicht mehr, einmal hat mir eigentlich gereicht um mir Denkanstöße zu liefern. Es ist einfach schön so ein Leben ohne Alk- hoffentlich bleibt es so!!

    Hallo

    Salino, es freut mich, dass bei euch alles ok ist. *:)


    Bei uns war es -den Umständen entsprechend- auch ok....


    -- bis heute 11.30Uhr. :°( .....


    Wir hatten einen ganz dummen Streit. Es ging um "die Sauberkeit der Kaffeemaschine" .... gibt es etwas Lächerlicheres ?!


    Aber ich konnte meinen Mund nicht (mehr) halten. Er hat schon irgendwie seit Donnerstag "schlechte Laune".


    Er wollte sich unbedingt streiten.....


    Heute hat es geklappt.


    Ich habe "zurückgemotzt"


    Ein gefundenes Fressen für seine Sucht.... er ist wütend abgehauen.


    Um 14.30Uhr habe ich ihn angerufen und er war betrunken.


    Ich habe gesagt er soll meinen Hausschlüssel in den Briefkasten schmeißen.


    Jetzt sitze ich hier - mehr oder weniger- "unter Schock" und schreibe es auf.....

    (Ich zitiere mich mal selber, weil es die aktuelle Situation ist und weil ich denke es könnte eine neue Seite anfangen)


    Ich werde denn nachher nochmal meinen Seelen-Schrott hier abladen.

    Hallo

    @SamSelf

    Ja wenn die Männer krach im Sack haben finden sie im Prinzip immer was um es als Vorwand zu missbrauchen abzuhauen um sich später rechtfertigen zu müssen das man sie ja dazu getrieben hätte. Wenn man es aber schafft sich nicht herausfordern zu lassen...(so erging es mir zumindest, nicht immer aber immer öfter)...bringt man sie eher zum Nachdenken als das sie sich iher Sucht Alkohol hingeben. Man braucht allerdings gute Nerven. Ich selber bin so eine Gesellschafstrinkerin und das auch nur hin und wieder. Bei meinem Mann ist das seit vielen Jahren und auch nur am Wochenende ein bisschen anders. Auch mir hat es als gestunken wenn er dann Do.-mittags schon angefangen hatte zu trinken. Aber mit Schreien, Zickigkeit, wegspringen oder stille Schweigsamkeit habe ich nichts erreicht, sondern eher mit Vernunft, sachliche klare Gespräche ohne laut zu werden, Verständnis, Verständnis und nochmals Verständnis. Es bringt auch nichts wenn Du ihm Deinen Haustürschlüssel wegnimmst, denn das willst Du ja eigentlich gar nicht. Denn schon morgen würdest Du ihm den eh wieder geben wenn er Dir dies und jeniges verspricht. Du erreichst mehr mit Gelassenheit. Ich habe zu meinem mal gesagt, solange ich mich aufrege liegt mir auch was an dir, wenn ich aber mal nichts mehr sage dann sollte er sich Gedanken machen. Er hat jetzt schon seit 8 Tagen nichts mehr getrunken, weil dies auch mit seinem Tabl.-Abbau nicht übereinstimmen würde. Kannst Du übrigens in meinem eigenen Thraed nachlesen...würde jetzt zuviel werden. Vielleicht sind ein paar Anstöße für Dich dabei.


    LG Sonny@:)

    @Salino

    Ich glaube wir beide und unsere Partner sind sehr ähnlich. Habe den Alkohol auch als sehr verflucht und einen Ekel davor gehabt...auch ich brauch den Alkohl nicht und weis das das Leben ohne Alk sehr schön sein kann. Ich wünsche Dir und vor allem Deinem Partner das er es durchsteht. Ohne Hilfe und ohne unserem Verständnis würden sie es nicht schaffen. Reichen wir ihnen doch die so kleine Hand an der sie sich festhalten können.


    LG Sonny:)*

    Hi SamSelf

    Zitat

    Ich denke, er trinkt aus diesen Gründen. Er kann mit bestimmten Situationen umgehen. Kaum ist wieder eine Situation, wie Stress, Streit, oder ähnliches da, wird es ihn immer wieder dorthin bringen.

    Er schafft es nur, vom Alkohol weg zu kommen, wenn er lernt, mit (für ihn) Stresssituationen besser umgehen zu können.


    Da wäre es vielleicht schon gut, wenn er fremde Hilfe von erfahrenen Therapeuten annimmt, bevor er noch mehr in die Mühlen des Alkohols gerät.


    Du kannst nicht dafür, dass er so ist und ich finde es richtig, wenn du ihm zeigst, dass es so nicht weitergehen kann.


    Meist liegt es doch, an Situationen, in denen man nicht klar kommt. Dann ist es wie eine höhere Macht, und man unterliegt wieder dem Alkohol.


    Vielleicht schafft er es eine gewisse Zeit, aber irgendwann zieht ihn der Alkohol, wieder in seinen Bann.


    Bitte sehe es nicht als Schwäche an. Es hat nichts mit Schwäche zu tun. Es ist eine Fehlreaktion, die später eimal eine schlimme Krankheit werden kann. Alkoholkrankheit.


    Versuche ihn doch mit aller Deutlichkeit zu vermitteln, dass er, wenn er es nicht alleine schafft, Hilfe bei Therapeuten suchen soll.


    Ich habe einmal erwähnt, dass ich Angst habe, mich könnte es reinziehen. Bei mir ist es so, wenn ich mich aufrege, dann kann ich auch nicht so gut mit meiner Wut umgehen, nur wenn ich dann zwei Weizenbiere trinke, dann wird alles gleichgültiger. Oder wenn etwas Unangenehmes erlebe, dann ist es auch hilfreich, wie ein Beruhigungsmittel.


    Ich aber überlege, und ich persönlich möchte niemals Alkoholkrank werden, deshalb arbeite ich jetzt schon an mir, mache mir Gedanken, wo sich noch kein Mensch Gedanken machen würde.


    Deinem Mann ist es vielleicht nicht bewusst, was er sich selbst damit antun kann, deshalb finde ich deine Reaktion gut. Du zeigst ihm, dass du ihn nicht SO haben willst. Das ist in meinen Augen vollkommen richtig. Aber wenn er es versucht hat, und nun wieder gescheitert ist, solltest du ihm nicht zuviel zumuten. Ich denke, für ihn ist es viel zu schwierig, da alleine raus zukommen. Er muss lernen, mit seiner Wut oder Enttäuschung oder Stress, anders umzugehen. Du kannst ihm nur eines anbieten, indem du ihm vielleicht Hilfe gibst, bei dem Weg zu einem Gespräch, vielleicht Hausarzt? Der weiß vielleicht, welchen Weg dein Mann beschreiten kann.


    Kein Mensch kann etwas dafür, wenn man mit gewissen Situationen nicht richtig umgehen kann. Vielleicht liegt es an der Erziehung, dass man mit seinen Gefühlen, nicht so gut umgehen kann. Vielleicht lernt er es bei einer Therapie?


    Ich wünsche es für Euch.


    Aber deine Reaktion auf sein Verhalten ist richtig. Er muss wissen, so geht’s nicht weiter mit euerer Familie, nur so kann er sich ändern.


    LG*:)

    Hallo Sonny10


    Danke, für Deinen Beitrag.

    Zitat

    Es bringt auch nichts wenn Du ihm Deinen Haustürschlüssel wegnimmst, denn das willst Du ja eigentlich gar nicht. Denn schon morgen würdest Du ihm den eh wieder geben wenn er Dir dies und jeniges verspricht.

    Ja, da hast Du vermutlich recht.


    Aber wenn ich mich jetzt anders verhalte, - verständnisvoll und gelassen, dann trampelt er mir total auf der Nase rum und gibt sich völlig seinen Alkoholiker-Launen hin.


    Wenn ich streng und konsequent bin, reißt er sich wenigstens etwas zusammen.


    Würde ich mich jetzt bei ihm melden, wäre das für ihn wie ein Freibrief zum weitersaufen.


    Wenn ich stattdessen warte bis er sich meldet.... er kennt meine Bedingungen : Kein Alk, entweder ich oder Alk. Beides geht nicht.


    Natürlich hoffe ich, dass er sich bald meldet und zurück will....


    Aber eines wird mir beim Schreiben gerade klar:


    Wenn er sich bald meldet und wir einen weiteren Versuch starten, dann bekommt er von mir mehr Rücksicht und Verständnis. Solange er nicht trinkt und sich bemüht, werde ich mehr Rücksicht nehmen....


    Falls er sich nicht meldet, sehe ich harte Zeiten auf mich zukommen... Liebe lässt sich nicht einfach abstellen.


    Deinen Faden werde ich mir nachher mal durchlesen.

    @Einhorn1

    Dir auch lieben Dank für Deinen Beitrag.

    Zitat

    Kein Mensch kann etwas dafür, wenn man mit gewissen Situationen nicht richtig umgehen kann. Vielleicht liegt es an der Erziehung, dass man mit seinen Gefühlen, nicht so gut umgehen kann. Vielleicht lernt er es bei einer Therapie?

    Sicher stimmt das. Eine Therapie (oder irgendeine Art der Auseinandersetzung mit seinem Problem) wäre sicherlich besser als nichts. Leider will er sowas nicht !!


    (Stattdessen bin ich bald reif für eine Angehörigen Gruppe, bin seit gestern am überlegen)

    Zitat

    Ich habe einmal erwähnt, dass ich Angst habe, mich könnte es reinziehen. Bei mir ist es so, wenn ich mich aufrege, dann kann ich auch nicht so gut mit meiner Wut umgehen, nur wenn ich dann zwei Weizenbiere trinke, dann wird alles gleichgültiger. Oder wenn etwas Unangenehmes erlebe, dann ist es auch hilfreich, wie ein Beruhigungsmittel.

    Aber diese, -Deine- Art zu trinken - mal 2 Bier- ,ist doch völlig ok. Dazu ist doch Alkohol da. Das ist "Gebrauch" einer Substanz, nicht "Missbrauch".


    Selbstmedikation im bewußten, gesunden Rahmen.


    Mein Mann ist "Kamikatze-Säufer" ab einem bestimmten "Pegel" (ca 2-4 Bier) findet der kein Ende. Er verändert seine Persönlichkeit von Dr.Jackel zu Mr. Hyde. Und erst wenn er irgendwo irgendwie irgendwann zusammenbricht und einschläft ist Ruhe.


    Für mich war es eine unvergessliche Hölle und er weiß am nächsten Tag von nix und meint ich erfinde Stories....


    Na ja, was solls.


    Jedenfalls vielen Dank für eure Beiträge. Sie haben mich einen Schritt weiter gebracht.

    hi sam alkoholiker kommen nur wech wenn sie selber wollen.. dies scheint bei deinem mann noch nicht der fall zu sein sonst hätte er sich bereits hilfe geholt.. :-/ .. ja such dir eine gruppe denn es ist wichtig dass du nicht kaputt gehst denn deine kinder brauchen dich.. ich denke auch du hast genügend klare reglen.. ich denke die solltest du 100% einhalten.. "kein alk in meinem haus" ..