• Mein Mann (Alkoholiker) sagt: "Ich trinke nie wieder"

    Wie soll ich mich verhalten ? Eigentlich hatte ich "die Nase voll" und Schluß gemacht mit ihm ... Aber nach 2 Tagen hat er dann angerufen: ich solle ihm noch eine letzte Chance geben, er würde garnichts mehr trinken. Es würde so sein wie als er das Rauchen aufgegeben hat ... (er ist seit 8 Jahren Nichtraucher ohne Rückfall) Da habe ich wieder Hoffnung…
  • 262 Antworten

    hier nochmal

    du musst dir unbedingt so ne gruppe suchen sonst wirst du wohl über die dauer daran zerbrechen oder deine liebe :-/

    peacefull

    vielen Dank für Deine Mühe.


    Habe jetzt noch nicht den ganzen Text studiert.


    Aber hier, das hier zum Beispiel:

    Genau das tue ich doch alles !!!


    Und noch einiges mehr davon.


    Aber das hier hatte ich falsch gemacht:

    Zitat

    Der Alkoholkranke muss aus Ihrem Verhalten heraus erkennen und spüren, dass er Ihre Unterstützung hat, wenn er etwas gegen seine Krankheit unternimmt.

    Ja, das habe ich nicht getan. Er hat 29Tage nicht getrunken und ich habe getan als wäre das nur recht und billig....


    peacefull, was ist eigentlich "Dein Ding" ?


    LG

    @ :)

    Hallo Guten Morgen SamSelf,


    ich habe verstanden das Du in einer anderen Situation bist wie ich. Wenn ich schon in gewissen Situationen meine eigene Wohnung gehabt hätte, hätte ich wahrscheinlich auch schon gewiss anderst reagiert und gehandelt. Bei mir ist es halt so, das wir verh. sind und zusammen unter einem Dach leben. Ich kann ihn nicht vor die Tür setzen und umgekehrt auch nicht.


    Ich gehe mal davon aus, das Du nicht verh. bist und in gewissen Situationen deshalb anderst handeln kannst. Ich gebe Dir auch vollkommen recht, wenn Du Dir nicht auf der Nase tanzen lässt. Das lasse ich mir aber auch nicht. Auch ich habe ihm vor kurzem die Pistole auf die Brust gesetzt, (und ich war noch nie so leise dabei wie bis dato), und das habe ich in den 10 Jahren wo wir verh. sind noch nie gemacht. Und wie gesagt, es zeigt seit 9 Tagen seine Wirkung...was mich ja wieder bestärkt das ich auf dem richtigen Weg bin.


    "GEWISSE SITUATIONEN ERFORDERN GEWISSE UNTERSCHIEDLICHE REAKTIONEN UND MAßNAHMEN", die man ergreift und jeder für sich rausfinden muss.:)^ Bleib stark, Du schaffst das schon, weil Du schon so vieles geschafft hast.


    In meinem Faden werde ich Dir auch noch was dazu schreiben.


    Grüße Sonny*:)@:)

    Hi SamSelf

    Das zu meiner Sache:


    Und jeder, der glaubt, Alkohol ist gut, um Probleme, oder Wut oder andere Dinge in den Griff zu bekommen, steht schon am Anfang vom Ende. Zwar liegt es noch in weiter Ferne, aber man fällt schnell in die Rolle von Jackl und Hyde. Anfangs ging Jackl auch noch freiwillig den Weg, und am Ende konnte er nichts mehr dagegen tun, er wurde von alleine zu Hyde. Den Vergleich, finde ich total passend:)^

    Zitat

    ja such dir eine gruppe denn es ist wichtig dass du nicht kaputt gehst denn deine kinder brauchen dich.. ich denke auch du hast genügend klare reglen.. ich denke die solltest du 100% einhalten

    Du hast ein hartes Los und eine schwierige Aufgabe. :°(


    Aber wenn alles nicht klappen sollte, dann lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.


    Das was du schriebst, dass er nicht mehr aufhören kann, sagt mir, dass er schon ziemlich tief drinnen steckt.


    Die Devise für ihn muss heißen, gar nicht erst den ersten Schluck zu machen, weil er Kamikazetrinker ist.


    Es ist eine sehr große Leistung 29 Tage trocken zu sein, in seiner Situation. Wie gesagt, dass spricht dafür, dass er seine Familie sehr liebt.


    Ich denke wirklich er schafft, nicht mehr alleine raus. Aber er muss sich entscheiden, für Euch oder für den Suff.:)^ Das ist schon wirklich der richtige Weg, den du bisher gegangen bist.

    Zitat
    Zitat

    Der Alkoholkranke muss aus Ihrem Verhalten heraus erkennen und spüren, dass er Ihre Unterstützung hat, wenn er etwas gegen seine Krankheit unternimmt.

    Ja, das habe ich nicht getan. Er hat 29Tage nicht getrunken und ich habe getan als wäre das nur recht und billig...

    Ich bin irgendwie zuversichtlich, ich glaube auch, dass ihr das schafft, weil du eine strarke Frau bist. Toi,toi,toi! @:)@:)@:)

    @ Sonny,

    vielen Dank für die @:)


    Ich habe Dir gerade in Deinem Faden eine Frage beantwortet.


    Das muß erstmal reichen ;-D

    @:)*:)@:)

    @Einhörnchen

    Du hast da ein paar "sehr weise Wahrheiten" geschrieben, die mich zum Nachdenken angeregt haben.


    Übrigens auch @Sonny und @peacefull.


    Es ist schon erstaunlich, wie man sich durch´s Austauschen von Gedanken ,Erfahrungen und Wissen gegenseitig helfen kann Fortschritte zu machen und/oder sich besser zu fühlen.


    Hast Du auch einen eigenen Faden?

    Sorry, aber dazu muß ich jetzt doch noch mal etwas schreiben.:

    Zitat

    Und jeder, der glaubt, Alkohol ist gut, um Probleme, oder Wut oder andere Dinge in den Griff zu bekommen, steht schon am Anfang vom Ende.

    Das stimmt natürlich 100%ig.


    Aber das glaubst Du ja nicht, Du weißt ja um die Gefahren.


    Von daher ist es doch ok, wenn Du ab und zu 2 (Weizen) Bier trinkst ?!


    Glaubst Du denn nicht, dass es Leute gibt die ganz normal und gemäßigt Alkohol trinken können ohne süchtig danach zu werden?


    *:)

    @ :)Hallo SamSelf@:)

    ...auch hier nochmal Vielen Dank, es ist für mich sehr hilfreich und ich würde das auch so unterstreichen, das hier mit dem Austauschen und das Reden über Gefühle...tut mir auch gut.


    Wünsch Dir einen schönen Valentinstag@:)


    LG

    Arme Sam....

    ... da ist ja jetzt die Situation vor der du eigentlich schon den (fast ganzen) Monat Angst hattest. Und dann wegen solch einer Kleinigkeit (Kaffeemaschine). Oft liegt das mit dem Streit ja wirklich schon in der Luft (... schlechte Laune). Da hatte dein Mann dann ja endlich einen Grund gefunden. Hat er sich denn schon gemeldet? Vielleicht solltet ihr den Vorfall als Anlass nehmen doch in Richtung Therapie zu gehen, weil ohne Hilfe hat er es jetzt schließlich nicht geschafft trocken zu bleiben, obwohl er es wollte. Und klar wenn er trocken ist solltest du ihm schon zeigen wie sehr es dich freut mit ihm zusammenzusein ohne Alk. Ermuntere ihn den Weg weiter zu gehen und zeige ihm dass es eurem Familienglück gut tut. Vielleicht könnt ihr eine Kasse aufmachen, wo das Geld das er sonst in der Kneipe lässt reinkommt und ihr macht euch davon mal ein schönes Wochenende (ohne Kinder?) im Hotel oder ein Candlelight-Dinner. irgendwas romantisches.


    Und besuche doch mal eine Gruppe bzw. gehe mal zu einem Gespräch mit einer Therapeutin, probiere es doch mal aus, ob es was für dich ist. Du merkst doch hier aich dass es angenehm ist mit anderen Betroffenen sich auszutauschen.


    Bei uns ist es jetzt so, dass mein Mann in Gesellschaft nun ab und zu trinkt, allerdings eben nicht mehr so extrem wie zuletzt, jedoch bin ich auch noch skeptisch ob er es auf Dauer im Griff haben kann. Zuhause ist jedenfalls alles ok, nur Früchtetee - und das ist für mich superklasse, ein neues Stück Lebensqualität.

    @ Sonny:

    Dein Mann ist das mit Alk + Tab, nicht wahr. Ich glaub du gehst schon sehr in Richtung Co, hast du dich mal mit der Problematik beschäftigt, bist du mal zu einer Angehörigen-Beratung gegangen? Ich denke nicht dass es gut für dich ist, dass du die Kontroll-Situation übernimmst, die Tabletten für deinen Mann einteilst etc. Dein Leben dreht sich ja fast nur um die Sucht deines Mannes, oder? Soll kein Vorwurf sein, nur denke ich dass dir die Co-Thematik evtl. nicht bewußt ist, es ist ja eine Art Teufelskreis zwischen Süchtigem und Partner. Ich finde es schade dass euer Arzt euch nicht mehr unterstützt. Geht doch mal zu einer Drogen-Beratungsstelle.


    Euch allen Kopf hoch, ich wünsche euch viel Kraft auf eurem Weg. (Immer wenn ich das Lied Dieser Weg von Xavier Naidoo im Radio höre denke ich an das Med1-Forum, weil er singt dieser Weg wird kein leichter sein, er ist steinig und schwer oder so ähnlich).

    Hi Salino

    Zitat

    Dein Mann ist das mit Alk + Tab, nicht wahr. Ich glaub du gehst schon sehr in Richtung Co, hast du dich mal mit der Problematik beschäftigt, bist du mal zu einer Angehörigen-Beratung gegangen?

    Ja das ist meiner. Natürlich geh ich richtig Co und dessen bin ich mir auch bewusst. Ich beschäftige mich schon sehr lange damit, schon länger als ich hier im Forum meinen eigenen Faden begonnen habe. Mein Mann trinkt jetzt schon seit 10 Tagen keinen Alk mehr und ist jetzt nur noch auf die Tabl. fixiert und das klappt ja jetzt so einigermaßen. Wenn Du willst kannst ja mal in meinen Faden reinschauen, würde jetzt zu ausführlich werden.


    Mein Mann will auch keine fremde prof. Hilfe in Anspruch nehmen, weil er es allein schaffen will...ich hatte es ihm aber angeboten und wäre auch mit ihm zusammen hingegangen.


    Ja ja die HA. Sie hätten aber viel zu tun wenn sie sich um jeden einzelnen kümmern wollten. Da haben die keine Zeit und auch keine Lust dazu.


    Übrigens ich lese gerade das Buch Tausend kleine Scherben. gestern angefangen. Vielleicht inspiriert es mich ja.


    LG

    Guten Morgen SamSelf

    Zitat

    Glaubst Du denn nicht, dass es Leute gibt die ganz normal und gemäßigt Alkohol trinken können ohne süchtig danach zu werden?

    Doch natürlich glaube ich das.


    Es gibt die Genießer, die gerne Mal ein Gläschen trinken.


    Zum Beispiel wie mein Mann. Der macht ganz selten eine Flasche Wein auf. Aber wenn er es macht, dann trinkt er ein Gläschen Wein und gut.


    Wenn er wütend ist, ist er wütend. Wenn er traurig ist, ist er traurig. Wenn er Stress hat, dann hat er eben Stress. Er kommt mit diesen Situationen gut klar.


    Ich finde es auch nicht schlimm, wenn man Mal einen auf Party macht, einen zuviel trinkt und am nächsten Tag einen Kater hat. Wenn es nicht all zu oft vorkommt.


    Aber wenn man hingeht, wütend ist, voll auf die Palme geht, nicht mehr herunterkommt. (Wie ich!)


    Sich innerlich stundenlang aufregen kann und sich nur beruhigen kann, wenn man Alkohol trinkt, dann ist der Alkohol ein Mittel, ein Beruhigungsmittel.


    Am Anfang sind es vielleicht 2 Weizenbiere, später reichen diese nicht mehr, und dann steigert man.


    Am Anfang ist es vielleicht größerer Stress und später reicht dazu schon der kleinste Stress, um zur Flasche zu greifen. Und noch später, schafft man sich den Stress, um einen Grund zu haben, sich mit Alk zu beruhigen. Um vielleicht zu sagen, die sind schuld!


    Ich kannte in meinem Leben zwei Personen, die dem Teufelszeug verfielen. Einer starb an den Folgen. Durchbruch im Darm.


    Die zweite, kenne ich schon lange, aber mittlerweile nur noch vom hören, weil sie sich zurückgezogen hat. Sie ist mittlerweile auf Tabletten umgestiegen.


    Ich habe dadurch Interesse an dem Thema entwickelt. Ich habe viele Bücher über dieses Thema verschlungen. Aber auch meine Eigenbeobachtung hat sich dadurch verändert.


    Und das Denken über Menschen, die dieser Krankheit verfallen. Meist sind es sehr sensible, schwache Menschen.


    Manchmal kann man ihnen nur helfen, wenn man ihnen die Augen, über ihr eigenes Tun öffnet. Das gelingt nicht immer. Wenn sie uneinsichtig sind, dann müssen sie ihren Weg alleine gehen und wenn er ins Elend führt. Denn es ist ihr Leben, jeder muss letztendlich alleine Leben, denn im Grunde genommen, gehen wir unseren Weg alleine, das erkennt man schon an der Geburt und auch am Sterben. Niemand kann es einem abnehmen.


    LG*:)


    PS: Dadurch dass dein Mann es so lange geschafft hatte, sehe ich einen Weg. Und wie gesagt, einmal hinfallen ist nicht schlimm, aber man muss wieder aufstehen. Wenneres wirklich will, dann schafft er es auch.

    @ :)

    Einhörnchen...

    ....

    Jetzt habe ich (endlich) verstanden was Du meinst und wie Du das meinst. Natürlich hast Du Recht.


    Es ist übrigens unglaublich wie gut Du Dich ausdrücken und verständlich machen kannst und wieviel Du von der Alkohol-Problematik begriffen hast und das auch noch vermitteln kannst


    :)^

    Zitat

    Wünsch Dir einen schönen Valentinstag

    Danke. Dito, Sonny @:) @:)


    Hach ja... Valentinstag....


    ....mein Mann hat sich (noch?) nicht gemeldet.


    Und der Schlüssel lag übrigens auf seinem Nachtschrank -er hatte ihn garnicht mitgenommen. Er ist also gegangen und hat uns verlassen (besser mich).


    Es ist schwer ihn nicht anzurufen und nach dem "Rechten" zu fragen. ...

    Hi Sam


    ...auch hier möchte ich Dir noch was sagen. Hier den richtigen Tip zu geben was am besten ist, was man tun soll, kann alles verkehrt sein. Für Dich ist es jetzt erst mal schmerzlich zu verzeichnen, dass er heute nicht an Dich/Euch gedacht hat. Allein das Du Dir darüber Gedanken machst, und es wird Dich sicherlich traurig machen, zeigt aber auch das Dir an ihm noch sehr viel liegt...und das ist auch gut so. Du musst nichts verdrängen, sondern auch den Schmerz darüber zulassen.


    Es ist und bleibt eine Herzensangelegenheit und wenn Du mit Dir haderst ob Du anrufen sollst oder nicht...lasse doch einfach Dein Herz entscheiden. Denn dann wirst Du auf jedem Fall das richtige tun.


    Bis bald + LG :)*:)*:)*