• Mein Mann (Alkoholiker) sagt: "Ich trinke nie wieder"

    Wie soll ich mich verhalten ? Eigentlich hatte ich "die Nase voll" und Schluß gemacht mit ihm ... Aber nach 2 Tagen hat er dann angerufen: ich solle ihm noch eine letzte Chance geben, er würde garnichts mehr trinken. Es würde so sein wie als er das Rauchen aufgegeben hat ... (er ist seit 8 Jahren Nichtraucher ohne Rückfall) Da habe ich wieder Hoffnung…
  • 262 Antworten

    Liebe Sonny,

    danke für Deine rege Anteilnahme.@:)


    Ich stecke halt einfach gerade in einem Tief.... "feststehen" tut noch garnichts.


    Bin unsicher ob ich Probleme ansprechen soll jetzt schon... immerhin ist er trocken. Das wichtigste Problem ist also "gelöst".


    *:) :)* *:)

    Da haben wir ja eins gemeinsam. Es hat mich heute auch ganz schön runter gerissen. Weist Du, wenn man immer gegen ankämpfen muss, muss es halt auch mal raus. Aber dafür geh ich dann in den Keller :°( und mach es mit mir allein aus, sonst deprimiert es ihn noch mehr.

    Hallo miteinander

    Hab heute durch Zufall euren Faden gefunden und will euch mal meine Geschichte erzählen.


    Vorweg möchte ich sagen, dass ich seit 29 Jahren verheiratet bin, 5 Kinder habe,3 davon erwachsen und meinen Mann immer noch liebe.


    Dass er Alkoholiker ist hab ich lange nicht gecheckt.Wir waren jung ,wir feierten gern und oft, alleine oder mit Freunden. Ab und zu wurde er unter Alkoholeinfluss launisch manchmal riss ihm der Faden aber das war bei unseren Freunden auch nicht anderst.


    Wir bekamen das erste Kind, alles war wunderbar und wurde mit Sekt und Wein schon in der Klinik kräftig begossen. Wobei ich ein Gläschen trank und er den Rest.


    Dann versuchten wir uns beruflich Selbstständig zu machen, was sehr viel Kraft und Arbeitsaufwand erforderte. In diese Zeit fiel meine zweite Schwangerschaft.Da begann er schon wenn er getrunken hatte aggressiv zu werden. Gläser an die Wand schmeißen, Streit wegen Kleinigleiten z.B. Schmutz im Kühlschrank,wurden zu Familiendramen und er begann mich zu schlagen.


    Mit zwei Kindern riss ich das erste Mal aus.Zu den Eltern, wo er mich mit Bitten und Betteln und Versprechungen nach drei Wochen wieder zurückholte.


    Mir fiel zwar auf, dass er immer nur betrunken so garstig zu mir war, glaubte aber immer dass ich ihn so gereizt hätte und versuchte alles besser,perfekter zu machen.


    Er trank ja auch nur ab und zu, zumindest harte Sachen, die 2-3 Weißbier am Tag sind bei uns in Bayern selbstverständlich :-)


    Dann feierte er Vatertag mit einer Flasche Tequilla fuhr danach mit den Auto weg, und rammte ein anderes,was ihn seinen Schein kostete,für einieg Monate.Daraufhin war lange Zeit nichts. Er konnte auch ohne Alk.Ich denke es waren 2 oder 3 Jahre. Das dritte Kind kam, wir zogen um, alles toll und wunderbar.


    Dann war er für drei Monate arbeitsbedingt in Hamburg, wo er aus heimweh wieder anfing sich zuzuschütten.


    Wieder zuhause konnte er natürlich nicht wieder runterfahren.


    Als er mich im Suff mit einem Messer bedrohte floh ich mal wieder mit den Kindern. War beim Anwalt, wollte mich scheiden lassen und ging am Ende doch wieder nach Hause weil er mir versprach ,sich bei der Caritas um Hilfe zu bemühen.


    Klappte wunderbar.Ein Jahr Woche für Woche Gespräche, Gruppentherapie bis alle meinten jetzt ist es geschafft.


    Ich war wieder schwanger, Zwillinge diesmal, wir waren uns einig dass es für ihn eine Chance ist,alles besser zu machen als bei den großen Kindern, die doch unter seiner Sucht und den Aggressionen gelitten hatten.


    Dann wurde er krank, musste die Arbeit aufgeben, eine Umschulung machen, was erstaunlicher Weise alles ganz gut klappte ohne Alk.Und immer noch dachte ich in keinster Weise an einen Alkoholkranken. Er konnte sich ja zusammenreißen.Über sehr lange Zeitraume, wenn ich alles richtig machte, meinte ich.


    Doch dann, er bestand die Schule mit 1,5 und bekam einen Superjob, fings langsam wieder an. Zuerst 1 Bier, dann 2 dann 3 oder 4 ,dann noch cognac dazu bis zu einer halben Flasche jeden Abend.Und dann natürlich immer wieder Beschimpfungen, ich machte kaum noch was richtig, vor allem im Haushalt fand er immer was zum meckern. Und" weil ich es anderst nicht kapiere" warf er mir dann den Inhalt des Kühlschranks an die Wand, oder leerte Schubladen und Geschirrschränke mal kurzerhand auf den Boden.Das ganze steigerte sich so in ca. 6 Jahren langsam an. Nun kam es auch schon vor, dass er entweder im Vollrausch plötzlich von Stuhl fiel, oder am nächsten Tag nichts mehr wusste und sich wunderte warum ich irgendwo ne Schramme oder eine aufgesprungene Lippe hatte. In dieser Zeit erst ging mir ein Licht auf, dass er wirklich Alkoholiker sein könnte.


    Dann schloss seine Firma, er wurde arbeitslos und ausserdem stellt man bei ihm Diabetes fest. Er trank mehr denn je, die Ältesten zwei Kinder waren mittlererweile über 18 und ausgezogen, und ich landete eines Tages mit den Zwillingen im Frauenhaus.


    Ich traf dort zum erstenmal Frauen mit ähnlichem Schiksal ,erfuhr das ich ein typischer co alkoholiker war, wollte mich von ihm trennen, und entschloss mich dann doch es nochmal zu versuchen da er eine erneute Therapie anfing. Ich hatte in den drei Wochen solche Sehnsucht dass ich genau wusste ich kann ohne ign nicht leben.Ich sah immer zwei verschiedene Personen: den zärtlichen Partner und lieben Papa und auf der anderen Seite den "Teufel" wie sich mein Sohn mal ausdrückte.


    Also versuchten wir einen Neuanfang.Wieder Therapiegespräche, diesmal gemeinsam, Diabetikerseminare ,Fitnessprogramm und alles war wieder toll und super. In dieser zeit verlor ich meine letzten Freunde und auch meine Geschwister und Eltern, weil sie alle wollten dass ich mich trenne.War mir alles egal.Ich hatte ihn ja wieder ohne den Teufel.


    Nur mit der Arbeit wollte es nicht klappen.


    Seit wir nun 2005 Hartz4 empfänger wurden, gings wieder bergab.


    Nicht sosehr finanziell, ich bin Weltmeister im einteilen, aber psychisch. Er fühlte sich als Versager, das Arbeitsamt setzt einen enorm unter Druck, man muss mind. 5 Bewerbungen im Monat nachweisen sonst wird das Geld gekürzt,wenn unsere Zwillinge jetzt in Ausbildung kommen wir ihr Lehrlingsverdienst auf das Geld angerechnet, dass heißt sie müssen für unseren Lebensunterhalt aufkommen und jeder Besuch beim Arbeitsamt ist der Horror und mein mann braucht mindestens ne Flasche Wodka danach.Dann rastet er komplett aus,Schlägt die halbe Einrichtung kurz und klein und die letzten Wochen hat er mich wieder mehrmals angegriffen. gewürgt oder das Messer an den Hals gehalten.


    Letzten Montag war es so schlimm, dass ich die Polizei rief und ihn zwangseinweisen lassen musste.


    Nun ist er in einer Entzugsklinik, will momentan dort auch freiwillig bleiben.Er weiss von dieser Nacht gar nichts mehr und ihm ist alles recht wenns ihm nur hilft davon wegzukommen.


    Ich werde wieder mit ihm kämpfen, versuchen das zu tun was die Therapeuten empfehlen und hoffen dass er irgenwann die Sucht dauerhaft in den Griff kriegt.


    Denn ich liebe ihn und die Hoffnung stirbt zuletzt.

    @ Sonny:

    Zitat

    Aber dafür geh ich dann in den Keller und mach es mit mir allein aus, sonst deprimiert es ihn noch mehr.

    .... ich glaube nicht, dass das so richtig ist. Wo bleibst Du ?! Was ist mit Deinen Bedürfnissen und Problemen ?! .... In den Keller gehst Du, wenn Du traurig bist, damit Du IHN nicht belastest ?!


    Erinnert Dich das nicht ein bisschen an das Verhalten Deiner Kindheit, Deinem Vater gegenüber "blos nichts tun was ihn aufregen könnte...." Ich will nicht zu psychologisch werden, deswegen schreibe ich nicht weiter.


    Sonny, bitte gehe wenigstens ein einziges Mal zu einer Beratungsstelle für Angehörige Suchtkranker. Nur ein Mal wenigstens!! Bitte.


    Du hilfst damit Dir und Deinem Mann.


    @butterfly18


    Danke für Deinen langen Lebens-/Erfahrungsbericht. Ich bin gespannt wie es bei euch weitergeht. Bitte berichte darüber.

    Zitat

    Denn ich liebe ihn und die Hoffnung stirbt zuletzt

    Wie @Salino schon mal irgendwo schrieb: "Leider stirbt nicht die Hoffnung zuletzt, sondern die Liebe" (sinngemäß)


    Und obwohl wir alle scheinbar das gleiche Problem haben (süchtige Männer) ,ist doch jede Geschichte ganz anders....

    @ butterfly18,

    darf ich fragen , wie Deine Kindheit so war? Gab es Suchtproblematik, an die Du Dich erinnerst?.


    LG

    Guten Morgen SamSelf

    @ butterfly18,

    darf ich fragen, wie Deine Kindheit so war? Gab es Suchtproblematik, an die Du Dich erinnerst?.


    Ich hatte eine tolle und sehr behütete Kindheit.Alkohol war in meiner ganzen Verwandtschaft kien Thema und nur Festtagen vorbehalten. Ein Glas Bier zum Sonntagsbraten, ein Sekt zu Silvester so haben es mein Vater und auch der Großvater ihr Leben lang gehalten.Ich bin die Älteste von fünf Schwestern mit denen ich ein Superverhälnis hatte, bis vor 5 Jahren siehe mein Bericht als sie nicht mehr verstanden warum ich mich nicht endlich scheiden lasse.Seither treffe ich keinen mehr aus meiner Familie, was mich sehr belastet.Brauche meine Kraft aber für meine eigene Familie und nicht für Erklärungen warum ich mein Leben nicht ändere, wenn ihr versteht was ich meine.

    *:)*:)*:)Hallo liebe Sam@:)@:)@:)

    Zitat

    ... ich glaube nicht, dass das so richtig ist. Wo bleibst Du?! Was ist mit Deinen Bedürfnissen und Problemen ?! ... In den Keller gehst Du, wenn Du traurig bist, damit Du IHN nicht belastest ?!

    Das ist schon o.K. glaub mir, Du siehst das von einem anderen Winkel. Ich habe noch genug Kraft und Stärke um das durchzustehen. Es ist halt so, das es ihm momentan halt wieder nicht so gut ging und es immer mal wieder "Löcher" gibt in die er reinfällt. Wenn ich dann vor seinen Augen auch noch das sensible Mimöschen abgeben würde, würde ihn das noch weiter runter ziehen und macht sich dann zunehmend noch Sorgen um mich. Das will ich halt vermeiden...kommt ja nicht so oft vor. Er erholt sich aber wieder langsam. Es war halt die verdammte Umstellung der Tabl. die nichts brachte. Jetzt werden auch keine neuen Versuche mehr gestartet.


    Am Donnerstag hat er einen Termin bei einer Ärztin die ihn mit Akkupunktur helfen und ihm die Suchtpunkte abstecken will (die Ärztin verspricht sich sehr viel davon). Hierfür sind 10 Sitzungen geplant. Die Option zu einer Suchtberatung halte ich mir offen. Wenn die Akkupunktur nichts bringen sollte, möchte er sogar mit mir zusammen hingehen.:-D


    Und wie geht´s Dir im Moment??? Öffne Dich und Dir wird geholfen, von mir persönlich;-D Bin noch eine Weile online und erwarte Dich, aber wehe der Schnarch-Smilie taucht auf, dann ist´s zu spät ;-D

    war kurz hier,

    ich bin ehrlich, und es fällt mir schwer, darüber zu berichten. Ich werde so traurig und ich möchte nicht dort hin zurück, wo ich einmal, irgendwann war. Es ist Vergangenheit, ich wollte es begraben.


    Aber mein Vater war Alkoholiker, es war die Hölle.


    Ich liebte ihn, aber ich hatte auch Angst vor ihn.


    Ich liebte meine Mutter über alles, sie war mein Schutzengel. Sie war immer da. Aber er war für mich, wie der Teufel. Ich hatte immer solche Angst. Dafür sorgte er, manchmal erlebte ich einen Horrorfilm, und diesen konnte man, nicht einfach so abschalten.


    Aber ich liebte ihn. Meine Kindheit hat er versaut. Aber es war ihm nicht bewusst. Als sich meine Eltern damals scheiden ließen, waren wir alle froh. Ich war damals 16 Jahre alt.


    Ich liebe alle beide. Er starb damals an einer Darmlähmung, die entstand, weil er einen Darmgeschürdurchbruch hatte. Er war total ausgeblutet. Er wollte nicht mehr leben, ohne uns, er liebte uns, und ein Leben ohne uns, war für ihn wertlos. Er ist gestorben. Einsam und sehr grausam, denn Ärzte halten solche Menschen wie ihn, für wertlos.


    Er ist zerbrochen, an seinem Leben. Er gab uns die Schuld, weil er so früh Vater wurde.Er hatte acht Kinder gezeugt.


    Aber es war ihn niemals bewußt was er uns antat, weil er immer nur an sich dachte.


    Denkt ein bissel an eure Kinder. Ich bin nun nicht mehr jung, aber ich leide, ich leide immer noch daran. Meine älteste Schwester ist irgendwie an dieser ganzen Sache zerbrochen. Es war ein Alptraum.


    Was ich erlebt habe, davon können so manche Kinderpsychologen nur träumen.


    Ich kann gar nicht von diesen Dingen berichten, die ich erlebt habe, weil ich daran zerbrechen würde. Ich habe sie verdrängt.


    Sie sind nicht mehr da.


    Geht euer Leben weiter. Aber vergesst niemals eure KInder, die stecken es niemals so weg. Wenn sie davon wenig mitbekommen, dann OK.

    Hallo

    Sonny , Einhörnchen und Butterfly.


    Sonny , da hast Du doch tatsächlich fast eine Stunde auf mich gewartet ...tzz ;-D


    Ich habe den neuen Gothic2-Mod "getestet" bis ich vom Stuhl gekippt bin, deswegen war ich gestern garnicht mehr online.


    (Ich war in eine bessere Welt geflüchtet, sozusagen |-o )


    Das mit der Akupunktur ist eine klasse Idee.


    Mein Arzt hatte mir damals 5 "so Stifte" ins Ohrläppchen geschossen. Und solange die Dinger im Ohr waren, hatte ich kaum Hunger und zum Rauchen hatte ich plötzlich keine Lust mehr.... Sobald die Stifte raus waren, haben die Kippen und die Süßigkeiten aber wieder geschmeckt.


    PS: Wegen dem Keller bleibe ich stur! ;-D Ich denke es ist "ungesund" . Basta ;-D .


    Butterfly , wie es scheint gab es wohl in Deiner Kindheit keine Suchtproblematik.... Das ist schön. :-)


    Ich habe nur gefragt, weil es oft so ist, dass Menschen aus Suchtfamilien später selber Probleme damit haben. Entweder werden sie selbst süchtig, oder suchen sich einen süchtigen Partner.


    Und weil Deine Situation, die Du beschrieben hast, so extrem krass ist (Angriffe, Polizei usw...) dachte ich es wäre eine Mögliche Erklärung....


    Aber was solls, Erklärung oder nicht.... wirklich helfen tut einem das sowieso nicht. (Jedenfalls nicht ohne Profihilfe)


    Es tut mir sehr leid, dass Deine Situation so extrem ist.


    Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut. :)*


    Würde mich freuen, wenn Du ab und zu mal berichtest, wie es bei euch so läuft.


    Einhörnchen, schön, dass Du das mal erzählt hast. Es mußte wohl mal raus.

    Zitat

    Ich kann gar nicht von diesen Dingen berichten, die ich erlebt habe, weil ich daran zerbrechen würde.

    Du hast ja davon berichtet, halt nur nicht im Detail.


    Und das sollte man ohne profipsychologische Unterstützung auch nicht tun !

    Zitat

    Ich habe sie verdrängt.


    Sie sind nicht mehr da.

    Verdrängt ja, aber "da" ist es leider trotzdem.....

    Zitat

    Und


    ich habe solche große Angst, dass es vererbar ist.


    Deshalb denke ich soviel darüber nach.

    Nein, Du denkst soviel darüber nach , weil Du es noch nicht verarbeitet hast. Das geht nur in einer *Gruppe, oder/und beim Pychologen.


    Bevor es nicht verarbeitet ist , wird´s an Dir "fressen" , leider.


    *:)

    Hallo Sammylein,

    ja ja, ich hab gewartet und gewartet und gewartet;-D;-D aber meine Klopfzeichen wurden einfach überhört *schneuz*

    Zitat

    Ich habe den neuen Gothic2-Mod "getestet" bis ich vom Stuhl gekippt bin, deswegen war ich gestern garnicht mehr online.


    (Ich war in eine bessere Welt geflüchtet, sozusagen )

    Kenn ich nicht, ist das ein Computerspiel??? Und wie sieht die bessere Welt aus, klingt gut!! *neugierigsein*


    Ja erzähl mal, wieviele Akupunktursitzungen hast Du gebraucht...und haben sie geholfen oder nicht wirklich??? Diese Ärztin hat ihm vor Jahren schon einmal geholfen als er starke Migräneanfälle hatte. Sie war gerade vor kurzem auf einem Seminar wo es um Sucht ging und ein Prof. aus Amerika hat dieses Seminar geleitet. Es soll sogar mehrere Suchtpunkte zum abstecken am Körper geben wie nur das Ohr. Also wir sind gespannt. Ansonsten hat sich unsere Lage auch beruhigt |-o

    @Einhorn

    auch Dich grüße ich mal mit einem *:)*:)


    Es ist doch leichter über sein Schicksal zu sprechen und zu schreiben, wenn man bereits gelesen hat, das sich andere diesbezüglich auch geöffnet haben. Und plötzlich fühlt man sich wie seelenverwandt. Jeder hat seine Geschichte, und jede ist anderst, aber alle sind sie gleich traurig. Auch ich habe meine Kindheit noch nicht ganz überwunden. Es ist zwar nicht mehr so schlimm wie noch vor ein paar Jahren, und ich merke auch das es von Jahr zu Jahr mehr verbläßt, aber ganz vergessen, das ist unmöglich.


    Liebe Grüße @:)

    "Nabend" Sonny...

    ... ja, die Gothic-Reihe ist ein geniales PC-Rollenspiel.


    Ich kenne es zwar in- und auswendig, aber wenns mir hier -in der grausamen Realität- "zu gruselig" wird, flüchte ich lieber in die Wildnis von Gothic (2) .


    Da bringe ich dann ein paar Monster um, ziehe ihnen das Fell über die Ohren, und tausche dann Felle, Zähne und Krallen vom Viechzeugs, gegen bessere Waffen -damit ich noch größere Monster erlegen kann .... Nebenbei rette ich nartürlich noch die Gothic-Welt .....


    Ist echt klasse, -besser als herkömmliche Drogen ;-D


    Spielst Du auch, Sonniely ?

    Zitat

    Ja erzähl mal, wieviele Akupunktursitzungen hast Du gebraucht... und haben sie geholfen oder nicht wirklich. Diese Ärztin hat ihm vor Jahren schon einmal geholfen als er starke Migräneanfälle hatte.

    Das war damals in der Phase wo ich alle naselang entzogen habe , aber immerwieder rückfällig wurde, bevor es Methadon gab.


    Ca 12 Jahre ist das her.


    Ich hatte einen Arzt , der seine Praxis direkt gegenüber "meiner" Wohnung hatte und mich immer wenn ich entzogen habe unterstützt hat.


    Er kam nach Praxisschluß rüber und hat mir irgendwelche "Hilfsmittel" gespritzt, oder 2 Kapseln zum beruhigen dagelassen. Damit konnte ich dann mal wenigstens 1-2 Stunden schlafen.


    Irgendwann war mal die Situation das ich "schon" 6Wochen clean war, aber in der Zeit habe ich 10kg zugenommen... ich habe gefuttert wie wild und war nicht satt zu kriegen und unglücklich deswegen.


    Als Doc das bemerkte setzte er "unterstützende Pillen" ab... (-heute weiß ich , dass es Aponal waren -) und schoß mir diese Metallstifte ins Ohr....


    Er hat mir nie Rezepte gegeben , oder mir gesagt, was das für Mittel sind, die er mir aus seinem Schrank gab. Ich nahm einfach alles brav.... ( heutzutage undenkbar, ich prüfe alles 3-fach bevor es in mich rein darf !)


    Ich schweife etwas ab.... aber egal, was raus kommt, muß wohl raus.... ;-D ....


    Also jedenfalls waren diese 5 Stifte ca 2 Wochen in meinem Ohr -(als er mir die Teile ins Ohr schoß, dachte ich nur: "jetzt dreht er durch, aber was tut man nicht alles für seinen Arzt")-


    und in dieser Zeit hatte ich plötzlich keinen Appetit mehr. Zusätzlich mochte ich nicht mehr rauchen (und ich war Kettenraucher)


    Und ich wußte ja garnicht warum er Metall in mein Ohrläppchen schoß...


    Seitdem glaube ich an diesen Akkupunkturkram.


    Also Sonny, tut es !!! Akkupunktur= :)^


    Sorry, dass ich etwas ausholend erzählt habe....


    Zu Migräne könnte ich auch nochmal ´ne ewig lange Story erzählen... hatte sie schon in meiner Kindheit....


    Aber ich will mal nicht so grausam sein und Dir das auch noch erzählen. ;-D . Ich verschone Dich. (Bin ich nicht großzügig?!)


    Ich drücke euch ganz dolle die Daumen für Erfolgserlebnisse !! (Müssen auch mal wieder sein, gell ?! )


    So, jetzt werde sogar ich langsam müde...


    So long