Mein Mann ist wohl Alkoholiker....

    Hallo liebes Forum,


    ich bin unglaublich aufgeregt, wütend, traurig.... ich kann es kaum in Worte fassen.... eben sind wir erst umgezogen und nun fällt mir sein Alkoholkonsum erst auf.... Er trinkt täglich 2-4 Bier. Die Vodkaflaschen hat er so gestellt dass es mir nicht mehr so auffällt nachdem ich ihn nun mehrfach angesprochen hab da er nie am Tisch mit nem Glas Schnaps sitzt u trotzdem die Flaschen nach und nach leer werden.... gestern abend ging er mit nem Schnapsglas raus (dort hat er auch sein Bier in der Garage) und als ich nachfragte meinte er ja, eine Flasche hat er draußen gelassen, da ist es kühl.... ist klar.... er hatte sich am 16. nämlich eine Flasche Vodka und einen Kasten Bier geholt, das hab ich gesehen. und am nächsten tag war der vodka weg.... Eben hab ich danach gesucht, in nem regal hinter Gefrierschutzmittel usw..... 1/4 der Flasche fehlt.... Nun hab ich wohl ein echtes Problem und weiß nicht weiter. Reden bringt nichts, er streitet alles ab.... Ein Brief schreiben und meine Gefühle erklären...? Sinnvoll? Wir sind eben erst ins Neue Haus gezogen, ich wusste dass er gern was trinkt und gegen das bier hätt ich noch nichtmal was gesagt, aber nun tut er ja teilweise so als trinkt er kaum noch und geht dann raus.... na super.... ich liebe diesen Mann und will ihn doch nicht verlieren.... Was mach ich denn nun?

  • 85 Antworten

    Es gibt Gruppen für die Angehörigen Alkoholkranker, nennt sich Al-Anon.


    Vielleicht besuchst Du mal eine - das könnte Dir helfen, Deine Gedanken zu ordnen, die Situation einzuschätzen und vielleicht Wege aufzeigen, damit umzugehen.


    Alle Menschen dort sind oder waren in einer ähnlichen Situation, wie Du.

    Du solltest dir psychologische Hilfe holen. Am besten in einer Suchtberatungsstelle, dort ist man auf die Betreuung von Angehörigen Suchtkranker eingestellt. Dort erhältst du Unterstützung und viele wertvolle Informationen wie du mit dieser schwierigen Situation umgehen kannst. Ich wünsche dir viel Kraft :)*!

    Zitat

    er hatte sich am 16. nämlich eine Flasche Vodka und einen Kasten Bier geholt, das hab ich gesehen. und am nächsten tag war der vodka weg.... Eben hab ich danach gesucht, in nem regal hinter Gefrierschutzmittel usw..... 1/4 der Flasche fehlt....

    Er hat also innerhalb von ca. 10 Tagen, ca. 250 ml Vodka getrunken?


    Und einen Kasten Bier (also 20/24 Flaschen)? Oder ist da noch etwas übrig?

    Zitat

    ich bin unglaublich aufgeregt, wütend, traurig.... ich kann es kaum in Worte fassen.... eben sind wir erst umgezogen und nun fällt mir sein Alkoholkonsum erst auf.... Er trinkt täglich 2-4 Bier. Die Vodkaflaschen hat er so gestellt dass es mir nicht mehr so auffällt nachdem ich ihn nun mehrfach angesprochen hab da er nie am Tisch mit nem Glas Schnaps sitzt u trotzdem die Flaschen nach und nach leer werden....

    Hat er sonst nie in Deiner Gegenwart getrunken? Hast Du ihn schon mal betrunken erlebt?


    Wie war sein Trinkverhalten bisher? Hast Du bisher Wesensveränderungen bei ihm wahrgenommen? Nimmst Du sie jetzt wahr?


    Wie ist Dein eigenes Verhältnis zum Alkohol?

    Danke für die schnellen Antworten.... werde eine SHG suchen.....


    Er ist viel auf Montage wo ich sein Alkkonsum natürlich nicht sehe. Und am We die Bierchen abends fand ich noch nicht schlimm. Er hat dann auch mal n Schnaps getrunken, aber übersichtlich. Zu Hause ist er nie betrunken, bei Feiern schon.... Nun arbeitet er vor Ort u ich beobachte dieses gruselige Verhalten auch hier.... ich bin schon mal heulend zusammengebrochen, hab ihm gesagt dass ich Angst um ihn u um uns hab.... er meinte auf Montage trinkt er nie (wers glaubt.... er lästert immer über die anderen wie die saufen auf arbeit....). Nun hat er mal ein Tag Tee mitgetrunken o auch nur ein o zwei Bier, aber da er ja nun draußen seine Flasche hat glaub ich langsam garnichts mehr..... wesensänderung? Hm, nein. Wenn er was trinkt wird er anhänglich u sentimental.... er hat n schwaches Selbstwertgefühl u findet auch konsequent an allem u jedem was zu meckern.... ich trinke auch mal n Glas Wein o Sekt, am We auch mal mehr, aber ich kann auch Wochenlang ohne. Ich brauch auch keine Erklärung oder Rechtfertigung, er schon. Jetzt war ja Weihnachten, da trinkt ja jeder was, heut hat er Stress, morgen hat er nur Durst.... bla bla.... es törnt mich voll ab und ich weiß nicht ob und wie ich das aushalte.... er tut ja dann nix schlimmes, aber der Konsum wird ja irgendwann stärker.....

    Achso, 0,7l Flasche vodka u ca n kasten bier ja. Und davon waren wir schon drei Tage/abende nicht zu Hause wegen Weihnachten u davor Weihnachtsfeier.....

    Ich halte das schriftliche Niederlegen der eigenen Gefühle für ein durchaus hilfreiches Mittel mit der Situation zurecht zu kommen. Auch können die Aufzeichnungen im Therapieprozess hilfreich sein. Auch alte ich es für hilfreich sich externe Hilfe zu suchen, schon um eine Co-Abhängigkeit zu vermeiden.

    Ob ein Kasten Bier und eine viertel Liter Flasche Vodka in 10 Tagen viel sind, darüber kann man streiten.


    Ich sehe hier aber eher die Gefahr, dass Du ein Problem welches an sich innerhalb Eurer Beziehung liegen könnte, abwälzt.


    Klar haben L.vanPelt und SaltLakeCity nicht unrecht bei einem Alkoholproblem des Partners entsprechende Einrichtungen aufzusuchen.


    Nur sehe ich ein solches Problem bei dem was Du bisher beschreibst irgendwie nicht. ":/


    Inwiefern beeinflußt denn sein Alkoholproblem soweit denn Eines vorhanden ist, Eure Beziehung negativ?

    Wie sieht es mit Depressionen aus? Depressionen und Alkoholismus gehen oft Hand in Hand.


    Dieses immer unzufrieden sein und ein schwaches Selbstbewusstsein können Anzeichen einer Depression sein.

    Na wenn er heimlich trinkt u mich dazu noch anlügt finde ich das nicht grad förderlich für eine Beziehung.... ich hab auch nie was gesagt wenn er sich n Gläschen hinstellt, aber diese Heimlichkeiten geben einem zu denken..... die letzte vodkaflasche war angeblich nur noch ein schluck von unserer Einweihungsfeier drin den er mal schnell zur Verdauung getrunken hat.... ich weiß aber dass es nicht so war weil ich es beobachte.... und nun die versteckte flasche in der garage..... nicht beim bierkasten gelagert sondern im regal hinter gefriermittel fürs auto..... nicht zu sehen wenn man es nicht sucht..... und wenn er kein problem hätte müsste er es ja nicht so weit verstecken..... an sich lief unsere beziehung super, aber mit lügen komm ich nicht klar. Und ebenso wenig mit alkoholikern, meine oma sitzt schon 15 jahre allein weil mein opa sich tot gesoffen hat.....

    TanteAdelheid


    das bißchen Vodka und Bier ist das was er "offiziell " trinkt.


    Wer weiß wo der Mann seine Vorräte überall versteckt.

    Kann ich verstehen mit dem Verstecken.


    Hast Du ihn was das angeht mal direkt gefragt?


    Warum er meint es verstecken zu müssen?


    Als einen direkten und bedenklichen Hinweis auf Alkoholismus sehe ich das allerdings noch immer nicht. Wie schon gesagt eher als Hinweis auf die Beziehung an sich. Womit ich nicht sagen will, dass Du irgendeine Schuld daran trägst. Das kann auch alleine an ihm liegen, an dem wie er so drauf ist.

    @ Plüschbiest

    Zitat

    das bißchen Vodka und Bier ist das was er "offiziell " trinkt.


    Wer weiß wo der Mann seine Vorräte überall versteckt.

    Ich bin da vorsichtig mit Spekulationen.


    Gerade bei Alkohol sind meiner Meinung nach viele Leute heutzutage viel zu schnell dabei wenn nur so ein bis zwei Eckpunkte zutreffen Jemanden in eine bestimmte Schublade zu stecken.


    Ich sehe hier noch immer kein Alkoholproblem an sich, sondern bisher nur ein Verhalten dass auch auf etwas Anderes hinweisen kann.

    Die erkennbaren Fakten sind:


    * er versteckt Flaschen


    * er trinkt heimlich


    * er vertuscht seinen Konsum und verharmlost ihn.


    Das sind zuammengenommen definitiv Anzeichen für einen kritischen Umgang mit Alkohol. Die wirkliche Menge ist dabei nicht so das Ausschlaggebende, z. B. wäre eine Viertel Flasche Vodka neben dem Bier in dieser Zeit für einen Trinker gar nicht so erstaunlich viel, aber du hast ja auch keine echte Kontrolle darüber, ob das alles war.


    Versuche es so zu sehen: Das Lügen ist auch ein Selbstbetrug und ein nicht Wahrhaben wollen, einfach typisch für diese gefährliche Schiene. Es richtet sich also nicht gegen dich als Person, und es ist wichtig, das zu sehen. Die Selbsthilfegruppe ist auf jeden Fall der beste Tipp. Überwinde die Schwellenangst und geh hin! Tu es vor allem jetzt erst einmal für dich.


    Auch wenn das immer wieder sehr hart klingt: Er kann tatsächlich schon abhängig sein, die Übergänge sind fließend, und ein Alkoholiker ist nicht "trockenzulegen", das muss er selbst wollen. Leider ist das oftmals ein schwerer Weg, dessen Ausgang zunächst offen bleiben muss. Deshalb ist eine Gruppe für dich als Angehörige auch hilfreicher, als ein Forum sein kann: Sie sind dort alle nah dran, haben wirklich gute Hinweise und du fühlst dich nicht mehr so allein mit deinem Problem.


    Für ihn gäbe es eigene Gruppen, aber du kannst ihn nicht dahin tragen, leider. Sorge deshalb erst einmal für dich selbst, und dann sieh weiter. Alles Gute. :)*

    Hab schon einige Beziehungen im Bekanntenkreis erlebt, wo der Mann Trinker wsr.


    Lief immer so ab wie hier er trinkt offiziell etwas, den großen Rest heimlich und wenn Frau was sagt heißt es sie bildet sich was ein?


    Wenn Frau den Braten riecht, dann ist der Braten auch da.