• Mein Mann ist wohl Alkoholiker....

    Hallo liebes Forum, ich bin unglaublich aufgeregt, wütend, traurig.... ich kann es kaum in Worte fassen.... eben sind wir erst umgezogen und nun fällt mir sein Alkoholkonsum erst auf.... Er trinkt täglich 2-4 Bier. Die Vodkaflaschen hat er so gestellt dass es mir nicht mehr so auffällt nachdem ich ihn nun mehrfach angesprochen hab da er nie am Tisch…
  • 85 Antworten

    Das mit dem Vollsuff gebe ich dir recht. Hab da extra übertrieben. Die TE hat ganz andere Probleme mit ihrem Mann als dessen (Alkohlsucht). Dieses bespitzeln würde mir auf den Sack gehen. Liebe TE, lass deinen Mann einfach Mann sein.

    @ summerdream84

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    Ja, habe ich. Als ich in tränen ausgebrochen bin u ihm gesagt hab dass ich angst um ihn und uns habe. Er war sehr lieb u lügte aber fröhlich weiter.... er trink ja nicht täglich, auf montage nie, die vodkaflasche war noch von der einweihungsparty usw....

    Auf welcher Ebene lügt er? Beziehungsweise, woher weißt Du, dass er lügt? So wie ich das verstehe weißt Du nur, dass er das Bier und den Vodka in der Garage stehen hat. Und den Vodka in gewisser Weise versteckt.


    In einem Deiner ersten Beiträge schreibst Du:

    Zitat

    Ich brauch auch keine Erklärung oder Rechtfertigung, er schon.

    Sich erklären und rechtfertigen muß man in der Regel nur dann, wenn Jemand kritisiert.

    Zitat

    er tut ja dann nix schlimmes, aber der Konsum wird ja irgendwann stärker.....

    Woher weißt Du das?

    @ Audrey Tattoo

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    Tränenausbrüche machen ein furchtbar schlechtes Gewissen, und der Trinker reagiert mit Ausflüchten.

    In vielen Fällen nicht nur der Trinker. Wenn Menschen vom Partner oder Anderen unter Druck gesetzt oder kritisiert werden, dann fangen viele an zu verheimlichen. Andere wieder stehen dazu. Das ist erster Linie nur eine Charaktersache und kein Hinweis auf ein Suchtverhalten.

    Zitat

    Genau das meine ich. Es ist sehr schwer einzusehen, aber das läuft auf "in die richtige Richtung schieben" hinaus, und wie ich oben schon sagte, ist das bei Sucht hoffnungslos. Das muss der Angehörige erkennen, und der Betroffenen muss zu allererst selbst sehen, wie selbstschädigend und sozialschädigend sein Verhalten ist, um es zu ändern und weil diese Einsichten so schwierig sind, gibt es die Selbsthilfegruppen.

    Genau Letzteres fehlt mir hier. Selbstschädigendes und sozialschädigendes Verhalten. Davon hat die FE noch kein Wort geschrieben. Ganz im Gegenteil. Sie beschreibt ihn als liebenswürdig, keine Wesensveränderung und so wie ich es verstehe geht er auch souverän seinem Beruf nach.


    Ich will ganz sicher nichts verharmlosen. Oder ihn, beziehungsweise sein Verhalten verteidigen.


    Ich finde nur diese Schnellschüsse in der Richtung, es läge am TE, er habe auf jeden Fall ein (Alkohol)Problem riskant.


    Ich rate allerdings trotzdem ebenfalls eine Beratungsstelle aufzusuchen, alleine um für sich selbst Alles besser ordnen zu können.

    Endlich mal eine Frau die es schnallt. Bis auf das hier:

    Zitat

    Ich rate allerdings trotzdem ebenfalls eine Beratungsstelle aufzusuchen, alleine um für sich selbst Alles besser ordnen zu können.

    Wieder völlig übertrieben.

    Zitat

    So lange er nicht jeden Tag einen Vollsuff hat, hast du nix zu befürchten.

    ":/


    Darf ich fragen, mit wievielen Menschen du Erfahrung hast, die Anzeichen eines Einstiegskonsums zeigten?


    Man ist nicht erst gefährdet, wenn man jeden Tag voll ist. Das habe ich leider schon bei drei Menschen in meinem Umfeld feststellen müssen. Man trinkt nicht heimlich, weil die Frau meckert, sondern weil man sich die Gelegenheiten im Vorfeld präpariert.

    Summer,


    Du könntest über meinen Vater schreiben. Das Verhalten und der Konsum sind identisch (gut, bei meinem Papa ist es mittlerweile schon mehr): Heimlich trinken, Leugnen, Verstecken,.... und ja, mein Vater IST alkoholkrank.


    Man muss nicht erst vom Alkoholismus sprechen wenn sich jemand 24 Stunden am Tag im Vollrausch befindet. Da gibt es viele Kategorien.

    Hm, du hast mich ziemlich missverstanden. Charaktersache ja, aber eben auch typisches Verhalten für einen Süchtigen, da beißt kein Maus einen Faden ab! Das eine schließt das andere nicht aus.


    Ebenso bei dem anderen Punkt: Das selbstschädigende und sozialschädigende Verhalten ist über kurz oder lang die Auswirkung! Jetzt ist es noch nicht soweit, aber es wird ziemlich sicher so sein, wenn er nicht die Kurve kriegt. Er befindet sich jetzt noch mehr oder weniger am Beginn, kann sein erst im Einstieg zur Sucht, das lässt sich nicht so genau definieren, da er ja nicht offen trinkt - was wiederum ein ernstes Suchtmerkmal sein kann.


    Fest steht: Eine Suchtkrankheit hat verschiedene Phasen. Manche werden früh wach und tun etwas dagegen. Viel mehr müssen den ganzen Weg bergab gehen. Der Mann der TE hat die auffällige Phase, in der nichts mehr zu beschönigen ist, noch nicht erreicht. Ich wünsche ihm und ihr, dass er das auch nicht muss ...

    Zitat

    Das selbstschädigende und sozialschädigende Verhalten ist über kurz oder lang die Auswirkung! Jetzt ist es noch nicht soweit

    Wobei das nicht ganz korrekt ausgedrückt ist, da er sich mit ziemlicher Sicherheit schon jetzt schadet und seiner Ehe auch. Aber ich denke, es ist klar, was ich sagen wollte.

    An re: Endlich eine, die es schnallt? Man könnte auch sagen, zwei, die es verharmlosen, haben sich hier gefunden. ":/ :-X

    @ Comran

    das mit dem Suff habe ich später relativierter geschrieben.


    Ansonsten kenne ich einige Menschen, die abhängig sind. Ich selber war es auch mal. Daher weiss ich schon was Sache ist und ab wann man eine Beratung hinzuziehen sollte. Ich selber könnte mir eine goldige Nase verdienen, wo hier doch sofort nach Therapie, Klinik, Doktor oder was auch immer, hingewiesen wird.

    Mein Partner ist dem Alkohol auch sehr zugetan! Mehrmals habe ich etwas gesagt, dass mir das nicht gefällt usw. Nie hat er sich geändert. Vor zwei Wochen hab ich ihm vorgeworfen, er wäre süchtig, er ist ekelig wenn er getrunken hat usw. Hab hier in der Wohnung absolutes Alkoholverbot erlassen. Den ganzen Alk sollte er wegbringen, steht jetzt im Keller. Wir wohnen im 2. Stock. Das würde auffallen, würde er anfangen heimlich zu trinken.


    Hab eine richtige Szene abgeliefert. Das hat gewirkt, hoffe es bleibt jetzt so!

    Zitat

    Hab eine richtige Szene abgeliefert. Das hat gewirkt, hoffe es bleibt jetzt so!

    smile. Na dann..., prosit aufs neue Jahr.

    @ Comran

    Zitat

    Man trinkt nicht heimlich, weil die Frau meckert, sondern weil man sich die Gelegenheiten im Vorfeld präpariert.

    Du meinst also, dass man das so macht um sich auf die sich steigernde Sucht schon vorzubereiten?


    Und Du streitest ab, dass es Menschen gibt die etwas heimlich tun weil sie die Konfrontation scheuen? Egal was es nun ist?


    Für Dich ist ein solches Verhalten sofort ein Hinweis auf ein bedenkliches Suchtverhalten?

    @ an_re

    Zitat

    Wieder völlig übertrieben.

    Ich habe die Form Beratungsstelle absichtlich nicht klar definiert. Ich meine damit, dass sie sich grundsätzlich eine außenstehende Beratung suchen sollte.

    @ Audrey Tattoo

    Zitat

    Charaktersache ja, aber eben auch typisches Verhalten für einen Süchtigen, da beißt kein Maus einen Faden ab! Das eine schließt das andere nicht aus.

    Es ist auch ein typisches Verhalten für einen Süchtigen, aber nicht ausschließlich das Verhalten eines Süchtigen.

    Zitat

    Ebenso bei dem anderen Punkt: Das selbstschädigende und sozialschädigende Verhalten ist über kurz oder lang die Auswirkung! Jetzt ist es noch nicht soweit, aber es wird ziemlich sicher so sein, wenn er nicht die Kurve kriegt. Er befindet sich jetzt noch mehr oder weniger am Beginn, kann sein erst im Einstieg zur Sucht, das lässt sich nicht so genau definieren, da er ja nicht offen trinkt - was wiederum ein ernstes Suchtmerkmal sein kann.

    Es kann ein Einstieg sein. Doch nachdem was wir hier wissen, kann es auch ebenso nicht sein.


    Dass er heimlich trinkt. Nun ja, er trinkt wohl auch vor ihr, oder nicht?

    Zitat

    Fest steht: Eine Suchtkrankheit hat verschiedene Phasen. Manche werden früh wach und tun etwas dagegen. Viel mehr müssen den ganzen Weg bergab gehen. Der Mann der TE hat die auffällige Phase, in der nichts mehr zu beschönigen ist, noch nicht erreicht. Ich wünsche ihm und ihr, dass er das auch nicht muss ...

    Das ist der Punkt um den es geht: Wo genau werden hier konkrete Anzeichen einer beginnenden Sucht gesehen?


    Eine Suchtkrankheit hat verschiedene Phasen. Sehe ich auch so.


    Aber ich sehe einfach noch nicht genug Anzeichen dass dies hier konkret und absolut zutrifft.


    Momentan sehe ich nur eine diesbezüglich sehr ängstliche Frau, die diese Angst auf ihren Partner überträgt. So dass ich auch die Möglichkeit anmerken möchte, dass er deshalb nicht so offen trinkt wie er es vielleicht möchte. Und nicht, weil er am Beginn einer Sucht stehen würde.

    Zitat

    Wobei das nicht ganz korrekt ausgedrückt ist, da er sich mit ziemlicher Sicherheit schon jetzt schadet und seiner Ehe auch.

    Und das ist es woran ich mich stoße. Inwiefern schadet er seiner Ehe? Weil er eine Flasche Vodka und einen Kasten Bier in seiner Garage hat? Er verheimlicht das doch nicht aktiv. Er weiß doch sowieso, dass seine Frau davon weiß? Oder schadet er seiner Ehe deswegen, weil er nicht sofort auf die Angst seiner Frau eingeht?


    So wie sie es beschreibt nimmt er sie durchaus ernst, setzt sich mit ihr zusammen, weicht einem Gespräch nicht aus. Er sieht seinen Konsum anders als sie.


    Und ob dieser bedenklich ist oder nicht, das können wir von hier aus nicht beurteilen.

    Zitat

    An re: Endlich eine, die es schnallt? Man könnte auch sagen, zwei, die es verharmlosen, haben sich hier gefunden.

    Ich verharmlose gar nichts.


    Ich finde nur die Rückschlüsse die hier gezogen werden anhand der subjektiven Wahrnehmung des einen Partners zu wenig untermauert.

    @ summerdream84

    Ich will Dir nicht zu nahe treten mit meinen Worten. Dennoch bin ich ein Freund von Reflexion.


    Der Konsum und das Verhalten Deines Mannes machen Dir zu schaffen und machen Dir Angst. Das respektiere ich auf jeden Fall. Und nehme es auch ernst. Und ich will ganz sicher nichts verharmlosen. Wenn es Dich so belastet, dann muß was passieren. Egal in welche Richtung.


    Nur bin ich eben der Meinung, dass es Dir nichts nützt Dich in Deiner Angst zu bestätigen. Sondern ich finde es viel wichtiger, wenn Ihr (am besten gemeinsam) herausfindet was genau los ist.


    Sicher kann es sein, dass bei ihm ein beginnendes Alkoholproblem vorliegt. Aber so gesichert wie einige Andere hier sehe ich das nun mal nicht.

    Kann man dich irgendwo in den Freundeskreis aufnehmen? Falls irgendwann mal was ist, würde ich gerne auf deine Meinung hören.