• Mein Mann ist wohl Alkoholiker....

    Hallo liebes Forum, ich bin unglaublich aufgeregt, wütend, traurig.... ich kann es kaum in Worte fassen.... eben sind wir erst umgezogen und nun fällt mir sein Alkoholkonsum erst auf.... Er trinkt täglich 2-4 Bier. Die Vodkaflaschen hat er so gestellt dass es mir nicht mehr so auffällt nachdem ich ihn nun mehrfach angesprochen hab da er nie am Tisch…
  • 85 Antworten

    @ summerdream

    Das sehe ich aber noch immer eher ein Beziehungsproblem oder ein Problem in seinem Charakter.


    Ich meine das so, dass es Dir nicht hilft wenn Du jetzt Alles auf einen Punkt, nämlich den Alkohol schiebst.

    2-4 bier sind es im schnitt, we mehr 4-7 inklusive vodka whisky usw.... derzeit ist er zu hause, also urlaub. Da wird immer getrunken. Mag sein dass da jeder mehr trinkt, aber mal eins zwei tage ohne sollte gehen, oder? Und wenn er mit mir abend n tee trinkt u dann zufällig was aus der garage braucht ist es eben in meinen Augen einfach Heimlichtuerei.... wir konnten immer über alles reden. Sein Problem ist dass er seine Probleme nicht angeht....

    Zitat

    Guter Widerspruch in sich selbst.

    Nö. Es werden z. B. im Web solche Punkte unter: "Bin ich gefährdet oder bereits Alkoholiker?" aufgezählt, als Anhaltspunkte, gerade weil Sucht so schwer zu definieren ist. Mit "Katalog" wollte ich ausdrücken, dass es aber im Grunde keine felsenfesten und unverrückbaren Kriterien sind. Es sind "Richtlinien", und es gibt eben auch Ausnahmen in beiden Richtungen.


    Ich verstehe, worauf du hinaus willst, und du hast sicher nicht Unrecht damit, dass wir es hier im Grunde ebenso wenig oder weniger als TE beurteilen können, in welchem Stadium der Sucht er sich eventuell befinden könnte (ist das jetzt relativ genug ausgedrückt? ;-) ) Und vielleicht ist er auch "nur" ein Problemtrinker, ja, das ist möglich!


    Ich habe vielleicht die allgemeine Betrachtung der Alkoholsucht zu sehr vermischt mit dem Mann der TE, das kann sein. @:)

    Ich trinke in der Woche meine 20 Bier und niemand kommt das komisch vor. ICh arbeite, bringe meine Leistung, kümmere mich um meinen Freundeskreis, komme Hobbys nach und..., alles i.o.? Und die TE beklagt sich wegen 2-3 Bier? Daher denke ich, nicht er hat ein Problem sondern sie.

    Also wenn wir drei bier im durchschnitt nehmen kommt mein mann also auf 21 die woche.... wo soll er jetzt besser sein als du? Zumal er noch vodka dazu trinkt?

    Zitat

    Ich trinke in der Woche meine 20 Bier und niemand kommt das komisch vor. ICh arbeite, bringe meine Leistung, kümmere mich um meinen Freundeskreis, komme Hobbys nach und..., alles i.o.?

    Das kommt gar nicht so selten vor, und zunächst mal zeigt es auf, dass man dir den Konsum nicht unbedingt anmerkt, dass sich also dein Organismus sehr an den Alk gewöhnt hat. Diese Trinkform wird dem sogenannten Pegeltrinken zugerechnet, das für einen über den Tag möglichst gleichbleibenden Alkoholspiegel sorgt. Ja, es ist eine Form des Alkoholismus, und bis hier soziale Ausfällen passieren, kann es länger dauern als bei anderen Trinkern.

    Zitat

    Und die TE beklagt sich wegen 2-3 Bier? Daher denke ich, nicht er hat ein Problem sondern sie.

    Du verallgemeinerst und siehst vielleicht nicht, dass DU ein Problem haben könntest: 20 Bier in der Woche könnte sich in nicht allzu ferner Zukunft auf deine Leber auswirken, meinst du nicht?

    Ich finde es interessant, dass das von der TE beschrieben Konsumverhalten hier von einigen offenbar als "normal" eingestuft wird und denke, es zeigt auch, wie akzeptiert das Trinken in unserer Gesellschaft ist. Ich persönlich empfinde tägliches Trinken als nicht normal. Und dass dein Mann, liebe summerdream, heimlich trinkt, zeigt m.E., dass er das auch so sieht, bzw. ihm bewusst ist, dass andere das nicht tun.


    Nur zur Orientierung:

    Zitat

    Der gesundheitlich unbedenkliche Alkoholkonsum liegt bei gesunden erwachsenen Frauen bei 12 Gramm, das heißt bei etwa einem Standardglas Alkohol am Tag. Für gesunde erwachsene Männer liegt diese Grenze bei 24 Gramm Alkohol pro Tag, das sind etwa zwei Standardgläser. Wenn Sie als Frau mehr als 0,1 Liter Wein oder Sekt, mehr als 0,25 Liter Bier oder 4 Zentiliter Schnaps pro Tag trinken, bewegen Sie sich also bereits in einem gesundheitlich riskanten Bereich. Für Männer gilt die doppelte Menge. Egal, ob Mann oder Frau: Sie sollten an mindestens zwei Tagen in der Woche gar keinen Alkohol trinken.

    Mit durchschnittlich 2,4 Flaschen Bier am Tag und 25 ml Schnaps (und wahrscheinlich noch einiges zusätzlich auf der Weihnachtsfeier) liegt er bei ca. 50g, hat also ein deutlich erhöhtes Risiko für verschiedene gesundheitliche Schäden.

    PS: Quelle ist die Bundesagentur für gesundheitliche Aufklärung.


    https://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/riskanter-konsum/

    @ Audrey Tattoo

    Gut geschrieben und gut erkannt. Hab mein Problem in Sicht und arbeite daran das es nicht weiter ausartet.

    Zitat

    Mit durchschnittlich 2,4 Flaschen Bier am Tag und 25 ml Schnaps (und wahrscheinlich noch einiges zusätzlich auf der Weihnachtsfeier) liegt er bei ca. 50g, hat also ein deutlich erhöhtes Risiko für verschiedene gesundheitliche Schäden.

    Sorry. Da kann ich nur lachen. MIt Feinstaub bist du beträchtlich grösserem Risiko ausgesetzt.

    Zitat

    Sorry. Da kann ich nur lachen. MIt Feinstaub bist du beträchtlich grösserem Risiko ausgesetzt.

    Ich bin verwirrt ??? Hat man den Mann vor die Wahl gestellt, entweder täglich Alkohol zu trinken, oder täglich Feinstaub einzuatmen? ??Mal ganz davon abgesehen, dass so eine generelle Aussage völliger Quatsch ist. Das hängt ganz davon ab, um welche Konsequenzen es geht, wie die Dosis ist und anderen Faktoren??


    Lach darüber, wenn du willst.


    Diese Limits sind nicht zufällig gesetzt worden. Natürlich gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben so viel oder mehr trinken und keine gesundheitlichen Schäden davon tragen, aber bei sehr vielen ist es eben nicht so.

    So, gestern abend hat er ein halbes Bier beim arbeiten in der Garage getrunken u sonst nix. Auch nicht aus seiner Reserve in der Garage. Und es war einfach nur wunderschön und entspannt.

    Ohne jetzt alles gelesen zu haben - das liest sich wie bei mir. Ich versuche mir heute Abend mal die Zeit zu nehmen dir eine PN zu schreiben.

    Inday

    Zitat

    Ich finde es interessant, dass das von der TE beschrieben Konsumverhalten hier von einigen offenbar als "normal" eingestuft wird und denke, es zeigt auch, wie akzeptiert das Trinken in unserer Gesellschaft ist.

    Auf eine Sucht bezogen geht es in meinen Augen nicht darum ob es normal oder unnormal für den Einzelnen ist. Sondern ab wann der Konsum für den Menschen selber negativ in sein restliches Leben übergreift. Zum Beispiel die Beziehung, die Arbeit, den Alltag insgesamt und natürlich die Gesundheit.

    Zitat

    Nur zur Orientierung:

    Zitat

    Der gesundheitlich unbedenkliche Alkoholkonsum....(....)....

    Niemand sagt, dass Alkohol (über eine gewisse Menge hinaus) nicht ungesund ist.


    Das trifft aber auf nicht wenig andere Bereiche im Leben auch zu. Auf einige verschiedene Nahrungsmittel zum Beispiel, wenn sie in Massen konsumiert werden. Es will hier Keiner verharmlosen.


    Die Frage die sich hier stellt ist aber die, ob es wirklich in einen bedenklichen Bereich hineingeht. Ob der Mann der TE gefährdet ist, ob sie zu recht Angst hat. Also nicht nur bezogen auf die körperliche Gesundheit, sondern vor allem auf die Psyche. Und was sie tun kann um hier eine Klärung zu bekommen. Für sich selbst und auch gemeinsam mit ihrem Mann.

    Zitat

    Niemand sagt, dass Alkohol (über eine gewisse Menge hinaus) nicht ungesund ist.


    Das trifft aber auf nicht wenig andere Bereiche im Leben auch zu. Auf einige verschiedene Nahrungsmittel zum Beispiel, wenn sie in Massen konsumiert werden. Es will hier Keiner verharmlosen.

    Nun ja, es geht aber in diesem Thread doch um Alkohol und nicht um andere Lebensmittel.

    Zitat

    Die Frage die sich hier stellt ist aber die, ob es wirklich in einen bedenklichen Bereich hineingeht. Ob der Mann der TE gefährdet ist, ob sie zu recht Angst hat. Also nicht nur bezogen auf die körperliche Gesundheit, sondern vor allem auf die Psyche. Und was sie tun kann um hier eine Klärung zu bekommen. Für sich selbst und auch gemeinsam mit ihrem Mann.

    Ich finde schon, dass es einenn Unterschied macht, ob summerdreams Mann mit seiner Sucht(?) seine Gesundheit gefährdet oder nicht. Selbst wenn er nicht abhängig ist, wäre das meiner Meinung nach ein guter Grund, seine Trinkgewohnheiten zu überdenken. Und wenn er das nicht will/kann/schafft, sagt das doch auch einiges aus.


    Natürlich ist die Konsummenge nur ein Aspekt, wenn es um Sucht geht. Trotzdem denke ich, summerdream würde sich (zurecht) sehr viel weniger Sorgen machen, wenn es nur ein Bier alle zwei Tage wäre.