Mein Mann kifft täglich

    ... und das stört mich so sehr. Wir haben keine schönen gemeinsamen Abende. Sobald die Kinder im Bett sind, zündet er sich ne Lunte an. Dann kommt er zurück, total dicht, schaufelt Unmengen Essen in sich rein und schnauft wie ein Walross - der absolute Abtörner. Ich bin so unglücklich damit. Er weiß das, will aber nichts ändern. Mir fehlt so aber einfach zu viel an einer für mich gelingenden Partnerschaft. Was kann ich tun, um irgendwie klar zu kommen? Er wird sein Komsumverhalten nicht ändern.

  • 74 Antworten

    Hey MJ83,


    Wenn er wirklich NICHTS an seinem Konsum ändern möchte, dann kennst du die Konsequenz die du ziehen musst.


    Wann hat er denn mit dem kiffen angefangen bzw. seit wann ist sein Konsum so hoch?


    Hat er dir gesagt warum er daran nichts ändern möchte?


    Wenn ihm die Substanz wichtiger ist als die Beziehung zu dir bzw. euer Glück, dann ist das schon heftig.

    von einer funktionierenden Beziehung kann man dann wohl nicht mehr sprechen, ich habe das auch mitgemacht... wäre es eine Möglichkeit für paar Wochen eine räumliche Trennung einzuleiten und dich auf dich selbst zu besinnen?

    Als wir uns vor 15 Jahren kennen lernten, kiffte er schon lange. iChat das natürlich mitbekommen. Wir waren damals auch noch so jung und ungebunden, waren in Ausbildung, hatten keine Kinder und waren abenteuerlustig. Er war damals schon oft Konfliktstoff, aber es wird eben immer mehr zum Dauerthema, weil es inzwischen gar keinen rauchfreien Abend mehr gibt. Wie lange kann ich nicht sagen. Trennen ist doch Schrot, wir haben doch zwei Kinder und ich liebe ihn doch

    @ unabhängige_ Variable:

    räumliche Trennung geht nicht. Wir haben zwei kleine Kinder. Wo sollt ich denn mit denen hin?

    Du kannst doch in der Wohnung bleiben und dein Ehemann geht woanders hin.


    Würde er mit dir zu einer Suchtberatung gehen?

    Ob eine Trennung da Schrott ist möchte ich nicht beurteilen. Ich denke aber schon das diese unausweichlich wäre, wenn er wirklich nichts ändern möchte.


    Klar, gerade mit Kindern ist das keine einfache Sache - allerdings werden die auch älter und sind nicht blöd. ;-) Kinder sollten kein Hauptargument für den Erhalt einer Beziehung sein, sondern dafür das sich die Eltern ab und an zusammenreißen ... was dein Partner leider nicht tut. Er MUSS also in Bewegung kommen.


    Ich finde generell richtig das du die Beziehung nicht aufgeben möchtest, aber verändern muss sie sich schon damit du dich wohlfühlen kannst.


    Eine Räumliche Trennung, damit er eventuell mal zur Besinnung kommt, ist keine schlechte Idee. Ich würde auch nicht davon ausgehen das du dir dazu eine Unterbringung suchst, sondern das er sich für diese Zeit ausquartiert. Aber vermutlich wird er das auch nicht einsehen, oder?


    Es gäbe natürlich die Möglichkeit ihm seine Bequemlichkeit undbequem zu machen, aber das würde höchstwahrscheinlich nur zu einem Rosenkrieg führen. Hmmm...


    Was ich absolut falsch finde ist, dass du dir überlegst wie du damit 'klarkommen' könntest. Damit reduzierst du dich und eure Kinder um ihm seine Narrenfreiheit zu lassen - und so funktioniert Familie nicht. @:)

    Hast du Eltern, bei denen du die Kinder und dich spontan einquartieren kannst?


    Ich glaube auch, er muss knallhart wach gerüttelt werden: du musst da einfach mal Konsequenzen ziehen. Er kann ja rauchen. Aber dann eben nur einen Abend in der Woche.

    Auch du als Angehörige kannst dich an Suchtberatungsstellen wenden, das würde ich dir raten. Als Laie, und gerade wenn man persönlich involviert ist, ist es verdammt schwierig bis unmöglich sich in solchen verfahrenen Situationen richtig zu verhalten.


    Dein Mann hat ganz offensichtlich ein Suchtproblem und du (und auch eure Kinder) hängst da mit drinnen. Wenn dein Mann keine Notwendigkeit sieht sein Suchtproblem in den Griff zu bekommen, dann musst du für dich etwas ändern. Was und wie, da kann dir die Suchtberatungsstelle helfen. Ich wünsche dir dabei viel Kraft, leicht wird das so und so sicher nicht werden.


    Aber diesen Zustand weiterhin und auf Dauer einfach auszuhalten, das ist für dich ja auch keine gute Lösung :)*

    Ihr Lieben, vielen Dank, dass ihr euch Zeit nehmt, um dieses Thema mit mir auseinander zu klamüsern.


    Natürlich habt ihr Recht, eine räumliche Trennung / Abstand (wie auch immer geartet) würde natürlich den Druck auf ihn erhöhen.


    Dennoch denke ich, dass dies irgendwie nicht der richtige Weg ist für mich. Ich will keinen Druck aufbauen, das halte ich nicht unbedingt gut für eine Beziehung. Ich denke schon, dass ICH diejenige bin, die einen Weg des Umgangs mit der Sucht meines Mannes finden muss. Er möchte ja nichts ändern. Würde er etwas ändern wollen, würde ich ihn natürlich unterstützen. Er möchte aber so weiter leben.


    Nun, ich denke, es wäre wahrscheinlich wirklich ein guter Schritt, dass ich mich an eine Beratungsstelle wende. Bzw. der einzig mögliche. Unter Druck werde ich es evtl. schaffen, ihn dazu zu bewegen für ein paar Monate unter schlechtester Laune ein paar rauchfreie Abende herauszuschlagen. Seine Laune wird dann aber so unterirdisch sein, dass ich auch an diesen Abenden nichts Schönes mit ihm anfangen kann.


    Ach je, das klingt ja so, als würde ich eure Ratschläge nicht annehmen und schätzen. Das ist nicht so gemeint.


    Momentn geht für mich nur, ihm aus dem Weg zu gehen und dumme Sprüche abzulassen, das hat aber so keine Zukunft irgendwie. Ich bin dankbar, wenn ich mich weiterhin mit euch austauschen kann!

    Ein kiffender Mann und Vater ist ganz sicher keine Umgebung für kleine Kinder... was gibt es da zu überlegen. Such Dir Hilfe, dass Du da schleunigst weg kommst. Für Gespräche ist er ja anscheinend nicht bereit. Also Frauenhaus, Sozialamt, zur Not zu den Eltern, aber raus da. Er wird sein Verhalten nicht ändern.. ist ja schliesslich auch seine Comfortzone zu Hause. Also soll er kiffen, aber gefälligst allein.

    Zitat

    Dennoch denke ich, dass dies irgendwie nicht der richtige Weg ist für mich. Ich will keinen Druck aufbauen, das halte ich nicht unbedingt gut für eine Beziehung. Ich denke schon, dass ICH diejenige bin, die einen Weg des Umgangs mit der Sucht meines Mannes finden muss. Er möchte ja nichts ändern. Würde er etwas ändern wollen, würde ich ihn natürlich unterstützen. Er möchte aber so weiter leben.

    Was für eine Beziehung ?? Und wieso willst Du lernen, mit seiner Sucht umzugehen ?? Das begreif ich nicht.. sollen in so einer Umgebung Deine Kinder aufwachsen und evtl selbst zu Kiffern werden .. willst Du das ??


    Der will nichts ändern.. ihm gefällt sein Leben und Du bist diejenige, die das ermöglicht... Du bist co-abhängig.


    Du schaffst durch Dein Verhalten seine Wohlfühlzone, warum also sollte er sich oder irgendetwas ändern ??

    Ich stimmte Rübensüßchen voll zu.


    Ihr lebt zusammen. Da müssen Kompromisse eingegangen werden, weil es Reibungspunkte und Unstimmigkeiten gibt. Hier habt Ihr leider einen sehr großen Konflikt. Der Konflikt betrifft die ganze Familie. Geh zur Suchtberatung und lass Dir aufzeigen, was für Möglichkeiten es für Euch gibt.


    Als erste Maßnahme von Deiner Seite solltest Du Dir eine andere Art des Umgangs mit dem Konflikt suchen als die kleinen Sticheleien. Vielleicht hilft eine klare Ansage, was er in Dir für Gefühle auslöst und was die langfristige Konsequenz sein wird.


    Was ich bisher über Suchtkranke und Therapie erfahren habe deutet darauf hin, dass Ihr am Anfang eines langen und steinige Weges steht. Ich hoffe, Ihr kommt gemeinsam da durch.

    HALT STOP


    Ihr habt Kinder und Drogen im Hause???


    Das ist ein NO GO, gehe und zwar jetzt, Du wirst ihn nicht ändern können!


    Spinnen wir jetzt mal den fadenb ein paar Jahre weiter


    Du hast einen Umgang mit seiner Sucht erlernt, er kifft weiter. Eure Kinder sind sagen wir mal 14 Jahre alt.


    Bekommen stets mit, dass Vattern bekifft ist.


    Was meinst Du, was könnten die Kidds dann machen???


    Genau ganz Richtig, für sie ist Kiffen selbstverständlich, ok, denn sie bekommen es ja nicht anders mit und schon kiffen sie selber, verhunzen sich damit Ihre Zukunft und schaffen noch nicht mal den Schulabschluss usw.


    Willst Du das???


    Wenn ja, dann belibe ruhig bei ihm, dann ist ja alles tutti.


    Sorry für die harten Worte, aber anders kann ich das leider nicht ausdrücken!