• Mein Sohn nimmt Ecstasy

    Hallo….hoffe hier kann mir einer helfen. Weiß echt nicht mehr was ich noch machen soll.. Mein 17-jähriger Sohn nimmt jetzt seit ein paar Wochen in großen Mengen Ecstasy. Dazu muss ich sagen, dass er jetzt erst seit ca. 2 Monaten bei mir wohnt und er vorher bei seiner Mutter gewohnt hat. Ich weiß nicht wie es da war. Als er zu mir gezogen ist, hat er…
  • 39 Antworten

    Vanillan

    Vielleicht kannst du ihn ja überzeugen, mal zum Arzt (Neurologe/Psychiater) zu gehen. Je nach Grad seines Zustandes wird dieser ihm vermutlich ein Antidepressivum verschreiben. Das, etwas Zeit, und völlige Abstinenz...und die Welt ist wieder in Ordnung.


    Natürlich geht es auch ohne Medikamente, aber wenn er momentan in einem Tief hängt, ist der Griff zur erlösenden Ecstasy-Pille natürlich umso verführerischer. Ein Antidepressivum könnte ihn stabilisieren.

    Naja und meistens kommt man nicht mehr so einfach davon weg. Wenn man es lange genug nimmt ist man einfach abhängig und der Körper braucht das!!!

    Ich hatte auch schon an einen Psychologen gedacht und Antidepressivum aber ich finde das schon irgendwie heftig, wenn ein 17-jähriger sowas nehmen muss. Ich habe mich jetzt auch nochmal an eine Beratungsstelle gewendet, aber die haben mir auch eher meine letzten Hoffnungen zerstört, als mir irgendwie Mut zu machen... Die haben mir erstmal wieder erzählt, dass ich eh nichts machen kann und dass mein Sohn das ganz alleine schaffen muss. Natürlich muss er es selbst wollen (was ja der Fall ist!) aber ich kann ihn doch zumindest dabei unterstützen...


    Es ist ja auch schon ein bisschen besser geworden und er geht an manchen Tagen sogar wieder zur Schule...aber trotzdem sieht man ihm an, dass er körperlich ziemlich schwach ist und er irgendwie keine Lust auf garnichts hat. Ich denke auch, dass da irgendwas vorgefallen ist, was ich nicht mitbekommen habe und dass er deshalb so fertig ist nur ist möchte ihn nicht direkt drauf ansprechen, weil ich froh bin dass unser Verhältnis jetzt wieder besser ist.

    Zitat

    ...Antidepressivum aber ich finde das schon irgendwie heftig, wenn ein 17-jähriger sowas nehmen muss

    Ecstasy ist sicher nicht gesünder. Aber du kannst dich mal umtuen nach 5-HTP... (http://de.wikipedia.org/wiki/5-htp ) müßte es rezeptfrei in der Apotheke geben. Wirkt keine Wunder, aber wäre wenigstens eine kleine Hilfe gegen sein Down...ohne die Nebenwirkungen eines echten Antidepressivums.

    Dein Sohnemann fühlt sich schlecht, weil sein Serotoninspiegel im Eimer ist. Das ist ein Neurotransmitter, der für die Stimmungslage zuständig ist. Xtc greift verstärkt darauf zurück, um Euphorie und Wohlbefinden zu erzeugen. Nach Abklingen der Wirkung ist dann zu wenig davon vorhanden und eine depressive Verstimmung stellt sich ein. Mit der Zeit reguliert sich das aber wieder von selbst, wenn der xtc Konsum eingestellt wird.


    Eine Möglichkeit die Regeneration von Serotonin zu beschleunigen bestgeht in der Einnahme von 5-HTP oder L-Tryptophan. Ob 5-HTP aber in der Apotheke erhältlich ist, wage ich zu bezweifeln. L-T. ist aber auf jeden Fall rezeptfrei erhältlich.


    Die Wirkstoffe davon sind aber vermehrt auch in Lebensmitteln wie Bananen, Schokolade oder Honig enthalten. Es würd daher auch genügen, wenn er sich in nächster Zeit vermehrt Schokoriegel und Bananen reinziehen würde. Abends vielleicht noch eine heisse Milch mit Honig. Wenn er dann noch den XTC Konsum einstellt, ist er schnell wieder fit.

    Gespräch

    Nun der sinnvollste Weg einer Kommunikation ist, ihn da gedanklich "abzuholen" wo er ist und steht.


    Seine Sicht und seinen Standpunkt gilt es herauszufinden!!! und den Weg jeweils auch gedanklich zu begleiten, egal in welche Richtung, sonst verlierst du den Faden!


    Gemeint ist: Du sollst nicht DEINE Fragen klären wollen, indem er Dir direkt Antworten darauf gibt. Er kann sie dir so nicht beantworten!!! Sondern dein Bemühen sollte auf ihn wie o.g. verstehen gerichtet sein. I.d.R. der "Trick dabei", indem Du aufgreifst, was er dir an Information "gibt", Erwartungen zurückschrauben und damit den Druck rausnehmen.


    Widerspruch sorgt dafür, dass sich jemand nicht verstanden fühlt.


    Deine Einstellung und Meinung ist ihm hinreichend bekannt.


    Du scheinst eine Erklärung von ihm zu erwarten, den Druck spürt er, er kennt sie nicht und das schafft er auch nicht. Somit würdest Du zu viel von ihm erwarten, dem versucht er dann aus dem Weg zu gehen und Verantwortung selbsterklärend sich zu entziehen.


    Die Puzzleteile solltest Du so gut Du kannst zusammenfügen.


    Seine Sicht und handeln verstehen, vor allem zuhören zuhören...!!


    Du wirst seine Worte und Vertrauen nicht gewinnen, wenn er von Dir kein tatsächliches Gefühl von "ihn Verstehen" erfährt.


    Jeder Mensch öffnet sich mehr, wenn er das Empfinden hat, verstanden zu werden!


    Sieh mal: Das Zeug hilft ihm teils aus seiner Sicht, denn er kennt auch die Zeit ohne! Auch die war war NICHT so, dass er sich wohl fühlte. Er fühlte sich also zu Beginn damit auf jeden Fall besser.


    Den Blick in die Zukunft, tja, der hat ihm vorher schon nicht gefallen, was soll er jetzt daran finden? ;-) Und der ist ihm auch viel zu weit weg! Im Moment lebt er für den Moment!


    Wenn er gerade versucht davon wegzukommen unterstütze seinen Willen mit Verständnis und Feingefühl und sieh genau hin, ob und an welchen Stellen Du ihm tatsächlich behilflich sein kannst und sollst und nicht zusätzlich Druck auslöst.


    Erleichtern nur an den Stellen, die ihm dienlich sind, nicht dort, wo sie kontraproduktiv sein können, sprich der Ausstieg, wenn er ihm so leicht vorkommt, kann er ihn auch vertagt werden. ;-) , wenn er so schwer ist, traut er sich ihn im Moment nicht zu. Er ist ein Tanz auf dem Seil! Mit kurzen Blicken: vor, zurück, Abgrund, Gefahr, Kick, Seilende,...


    Hoffe mein Beitrag war verständlich für Dich ;-) und hilft Euch in einer schwierigen Phase.

    @ miniwelt :)^

    @vanillan:

    Ich habe auch meine Drogenerfahrungen hinter mir und woran ich mich noch erinnere ist, daß mich damals nichts mehr angekotzt hat als irgendwelche Stories aus Polizei oder Drogenberatungsbroschüren von meinen Eltern vorgehalten zu bekommen. Dadurch habe ich mich eher noch mehr zurückgezogen. Ich war nämlich überzeugt, daß ich das alles besser weiß und alle anderen (= die keine Drogenerfahrungen haben) eh nur Scheiße reden.


    Was mir damals schon imponiert hätte, wenn meine Alten, statt mich immer nur zu warnen und mir mit Unverständnis zu begegnen, sich mit mir zusammen gesetzt hätten.


    Zum Beispiel: Na rauchste Hasch? Wie kommt das denn so? Lass mal ziehen.. => Es werden Fronten abgebaut. Ich werde nicht mehr automatisch in die Situation gedrängt meinen Drogenkonsum verteidigen zu müssen sondern kann ganz normal damit umgehn und es dann irgendwann mal von selbst sein lassen.


    Würdest Du, Vanillan, Dich traun zu Deinem Sohn zu sagen:


    "Hör mal, ich glaub ich möchte mal Ecstasy mit Dir zusammen nehmen. Ich bin neugierig warum es Dir so gut reingeht."


    Da wird er sicher sofort zustimmen, da er Dir natürlich das natürlich erstmal nicht abkauft. Sag ihm Du machst es, aber seine Zimmertür soll in Zukunft auf bleiben. (=unverschlossen)


    Na, was sachste: Jetzt darf von Dir aber kein BlaBla kommen von wegen "Ich würde es ja schon mal ausprobieren, aber wenn mich ein Nachbar sieht oder plötzlich Besuch kommt..."


    Ich weiß nicht ob Du Dich traust, Vanillan. Wenn Du Angst vor dieser Erfahrung hast einmal auf Ecstasy zu gehen, dann weißt Du wie sich Dein Sohn fühlt wenn ER Angst davor hat, clean zu bleiben.


    Ich weiß das sind radikale Worte aber das wichtigste ist, die Fronten nicht verhärten zu lassen. Sieh es mal so: Du drangsalierst ihn immer wieder mit der Leier wie schädlich das doch alles ist, ihr streitet oft oder redet garnichts mehr und wenn er 18 ist zieht er aus, schmeißt die Schule, beantragt Sozialhilfe und fängt an zu dealen und nimmt die ganze Zeit eh weiter Ecstasy.


    Oder Du schaffst es ihn langsam aus seiner erzwungenen Verteidigungsposition rauszuholen: Er muß Ecstasy nicht mehr vor Dir verteidigen, da Du es nicht mehr wahllos kritisierst sondern weißt wovon Du redest. Und Du kannst Deine ehrliche Meinung sagen (keine Polizeibroschüre auf 2 Beinen): Bei dem Ecstasy trip hat mir das und das gut gefallen und jenes weniger und ich glaub wir sollten mehr zusammen machen.


    Wenn er eine Freundin hat, die keine Drogen nimmt, und sie anfängt, deswegen Stress zu machen, dann wird sie meiner Erfahrung nach gegen eine "ausgetauscht" die keinen Stress macht (=selbst drauf ist). In ganz wenigen Fällen nur ist sie imstande ihn dauerhaft davon wegzubringen.


    Ich hoffe mein Senf war nich zu scharf, habe selbst drei Söhne (noch jünger als Deiner) und in naher Zukunft vielleicht mit was ähnlichem zu kämpfen.


    Gruß

    Ich kann nur sagen, du bist ein super Vater!!!! Es gibt Eltern, die wollen nicht sehen, dass mit ihren Kindern etwas nicht stimmt! Mit viel viel Geduld wird alles wieder gut!!!


    Liebe grüße

    Hier sind einige interessante Links zum Thema, die Du deinem Sohn vielleicht zeigen könntest:


    http://www.flensburgerhefte.de/neu/pdf/lesen/fh/fh85-le2.pdf


    http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=23673


    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0707/lokales/0003/index.html


    http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=16811560&top=SPIEGEL


    http://www.drugcom.de/bot_topthema_sub-60.html


    http://209.85.135.104/search?q=cache:09CAS3sBB7gJ:db.swr.de/upload/manuskriptdienst/wissen/wi0520021423.rtf+hirnsch%C3%A4den+ecstasy+thomasius&hl=de&ct=clnk&cd=12&gl=de


    http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/bericht-1018.html


    Es gibt außerdem ein Ecstasy-Forum im Internet:


    http://www.ecstasy-forum.de/ecstasy_homepage.html


    Dieses beinhaltet auch einen Experten-Chat und eine Kontaktadresse für Fragen an Experten, nämlich:


    ecstasy@ecstasy-forum.de


    Unter Links sind beim Ecstasy-Forum auch noch weitere relevante Seiten angegeben.


    Die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf ist ebenfalls auf Probleme im Zusammenhang mit Ecstasy spezialisiert. Sie unterhält sowohl Forschungs- als auch Therapieprogramme bezüglich Ecstasy und seinen Folgen. Ihre Seite ist zu finden unter der Adresse:


    http://www.uke.uni-hamburg.de/kliniken/psychiatrie/


    Ihre Kontaktadresse für Fragen an Experten lautet:


    naber@uke.uni-hamburg.de


    Hirnschäden durch Ecstasy-Konsum gelten heutzutage in Fachkreisen allgemein als nachgewiesen. Sowohl im Tierexperiment als auch bei Gehirnscans und psychologischen Untersuchungen von regelmäßigen Ecstasy-Konsumenten konnten Hirnschäden immer wieder nachgewiesen werden. Ab welcher Menge an geschluckten Pillen es zu Hirnschäden kommt scheint ausgehend von der psychischen und körperlichen Konstitution der jeweiligen Person zu variieren, aber die Hirnschäden kommen auf jeden Fall. Oft werden 100 Pillen als Schwellenwert genannt, bei entsprechender Veranlagung können Schäden aber auch schon viel früher auftreten. Die entsprechenden Symptome, z.B. Gedächtnisschwäche, Intelligenzrückgang, Depressionen, Depersonalisierungserscheinungen usw. treten schleichend auf und werden den Konsumenten oft erst dann bewusst, wenn schon einiges den Bach runter gegangen ist. Ob und inwieweit sich das Gehirn nach Abbruch des Ecstasy-Konsums wieder regeneriert ist noch nicht ausreichend geklärt. Die bisherigen Befunde deuten jedoch darauf hin, dass sich das Gehirn, wenn überhaupt, nur sehr langsam wieder erholt. Je weniger gravierend die Hirnschäden sind, umso besser scheint die Aussicht auf Regeneration zu sein , sind die Hirnschäden schon relativ weit fortgeschritten, sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Gehirn seinen früheren Zustand wieder erreichen kann.


    Ich selbst kenne eine Person , die sich durch Ecstasy-Konsum von ca 100 Pillen im Verlauf eines halben Jahres eine sehr schwere und qualvolle Depression eingehandelt hat. Nach ca einem halben bis dreiviertel Jahr nach Abbruch des Ecstasy-Konsums wurden die Symptome erträglicher. Zu depressiven Phasen, wenn auch in milderer und erträglicherer Form kommt es bei dieser Person jedoch bis heute, besonders im Herbst und Winter, obwohl inzwischen zehn Jahre vergangen sind. Eine deutlich geringere Belastbarkeit, Energiemangel und eine gewisse Ichschwäche sind dauerhaft vorhanden. Gedächtnisprobleme traten in diesem Fall zum Glück nicht auf, in der Regel sind gravierende Gedächtnisprobleme (neben Depressionen in allen Schweregraden) aber das häufigste Symptom bei fortgesetztem Ecstasy-Konsum. Auch noch viele andere Symptome sind möglich, je nach Konstitution und Veranlagung. Da die Symptome wie gesagt schleichend auftreten, werden sie den Konsumenten oft erst viel zu spät bewusst.


    Hin und wieder treten irgendwelche Ideologen der Technoscene auf und behaupten Ecstasy sei harmlos oder nur für ganz bestimmte besonders anfällige Personen gefährlich. Das ist Scene-Ideologie. Die wissenschaftlichen Befunde belegen das Gegenteil. Ecstasy schädigt auf Dauer jedes Gehirn, das eine früher, das andere später.


    Da Dein Sohn, das alles, wie Du sagst für übertrieben hält, sei hier folgendes Gedankenspiel empfohlen. Man gebe einfach entgegen jeder Logik den sehr fundierten wissenschaftlichen Befunden zum Thema Ecstasy, welche die Gefahr und Realität von Hirnschäden bei Mensch und Tier belegen nur eine Wahrscheinlichkeit von 50%. (Tatsächlich bin ich zu 100% von ihrer Richtigkeit überzeugt) Dann gebe man wiederum entgegen jeder Logik der Sceneideologie, die fälschlicherweise behauptet Ecstasy sei harmlos oder nur für wenige Personen gefährlich auch eine Wahrscheinlichkeit von 50%. Selbst wenn man von einer solchen Grundlage ausginge, wäre es völlig irrational den Ecstasy-Konsum fortzusetzen. Wenn auch nur eine 50% prozentige Wahrscheinlichkeit besteht (tatsächlich besteht eine viel höhere) dass ich mir durch fortgesetzten Ecstasy-Konsum schwere, dauerhafte und eventuell qualvolle Gehirnschäden zuziehe, dann wäre dies wirklich die letzte Droge, die ich konsumieren würde. Zwar sind alle Drogen scheiße, aber wenn man schon glaubt Drogen nehmen zu müssen, dann sollte man sich wohl für solche entscheiden, bei denen schwere und dauerhafte Gehirnschäden am unwahrscheinlichsten sind. Über keine der derzeit gängigen Drogen (mit Ausnahme der noch gefährlicheren Thaipillen) wird aber soviel im Zusammenhang mit schweren und dauerhaften Hirnschäden berichtet wie bei Ecstasy. Da würde ich vor die Wahl gestellt doch lieber saufen, kiffen, koksen, spritzen als das Risiko einzugehen mir dauerhaft das Gehirn zu ruinieren. Bei anderen Drogen hätte ich dann doch zumindest eine weit höhere Wahrscheinlichkeit, wenn ich irgendwann die Reife und Ichstärke erreicht hätte endlich das einzig Richtige zu tun, nämlich ganz mit Drogen aufzuhören, das zu diesem Zeitpunkt mein Gehirn noch halbwegs funktioniert. Nicht das andere Drogen nicht auch negative Auswirkungen aufs Gehirn haben, das hat selbstverständlich jeder Drogenkonsum, aber längerfristiger Ecstasy-Konsum ist für das Gehirn wirklich reines Gift.


    

    Ich bemerke gerade, dass der letzte Absatz meines letzten Beitrages einige schlechte und missverständliche Formulierungen enthält. Ich schrieb:


    " Zwar sind alle Drogen scheiße, aber wenn man schon glaubt Drogen nehmen zu müssen, dann sollte man sich wohl für solche entscheiden, bei denen schwere und dauerhafte Gehirnschäden am unwahrscheinlichsten sind. Über keine der derzeit gängigen Drogen (mit Ausnahme der noch gefährlicheren Thaipillen) wird aber soviel im Zusammenhang mit schweren und dauerhaften Hirnschäden berichtet wie bei Ecstasy. Da würde ich vor die Wahl gestellt doch lieber saufen, kiffen, koksen, spritzen als das Risiko einzugehen mir dauerhaft das Gehirn zu ruinieren. Bei anderen Drogen hätte ich dann doch zumindest eine weit höhere Wahrscheinlichkeit, wenn ich irgendwann die Reife und Ichstärke erreicht hätte endlich das einzig Richtige zu tun, nämlich ganz mit Drogen aufzuhören, das zu diesem Zeitpunkt mein Gehirn noch halbwegs funktioniert. Nicht das andere Drogen nicht auch negative Auswirkungen aufs Gehirn haben, das hat selbstverständlich jeder Drogenkonsum, aber längerfristiger Ecstasy-Konsum ist für das Gehirn wirklich reines Gift."


    Bei dieser Wahl der Formulierung besteht das Risiko man könnte meinen, ich sei der Ansicht dass bei den Drogen Alkohol, Haschisch, Kokain und Heroin das Risiko einer Gehirnschädigung sehr unwahrscheinlich sei. Das ist natürlich Blödsinn. All diese genannten Drogen schädigen bei jedem regelmäßigen Konsumenten langfristig das Gehirn und sie alle können bei besonders anfälligen Personen sogar kurzfristig bleibende Hirnschäden oder Psychosen auslösen. Der Kokain-Vergleich war besonders daneben, weil langfristiger Kokainmissbrauch nicht selten einen Verfall des Gewissens sowie einen Dermatozoenwahn auslösen kann (das Gefühl das Insekten unter der Haut krabbeln). Auch solche Kokainpsychosen können chronisch und irreversibel sein. (Die von mir nicht erwähnte aber von Ecstasykonsumenten oft ebenfalls konsumierte Droge Speed/Pep kann übrigens ebenfalls Hirnschäden verursachen.)


    Sorry! Die Formulierung ging mit mir durch. Gemeint war einfach nur dass bei Ecstasy Hirnschäden noch wahrscheinlicher sind und schneller auftreten, als bei vielen anderen illegalen Drogen. Insbesondere Hirnschäden durch Kokain treten zwar in der Regel nicht so schnell auf wie bei Ecstasy, sind aber keinesfalls angenehmer, wenn sie auftreten. Zu Hirnschädigungen in unterschiedlichen Außmaßen kommt es bei fast jedem langfristigem Drogenkonsum. Auch die Gehirne von Alkoholikern, Kiffern und Heroinabhängigen weisen unter Gehirnscans Veränderungen in Schlüsselregionen auf. Das Ausmaß der Hirnschädigungen bei langfristigen Ecstasykonsumenten ist jedoch oft deutlich gravierender als bei langfristigem Konsum von Alkohol, Haschisch und Heroin. Das war eigentlich gemeint. Zudem bringen alle Drogen neben der Gefahr von Hirnschädigungen natürlich auch die Gefahr anderer körperlicher Schädigungen und negativer psychologischer und sozialer Folgeerscheinungen mit sich. O.K. ich hoffe, ich habs klar gestellt.