Mohnbrötchen gegessen vor Drogentest

    Habe am Mittwoch morgen 1 Mohnbrötchen gegessen, und Freitag morgen musste ich zu einem Drogentest für eine Ausbildungsstelle nun habe ich gehört das man bei Mohnverzehr positiv auf Heroin (Opium) getestet wird.


    Reicht ein einziges Mohnbrötchen schon dazu aus???


    Bitte um Antwort Gruß Kani :-/

  • 6 Antworten

    Ja es kann sein, dass ein Test auf Opiaten bei Mohn anschlägt. Wie lange die "Wirkung" von nem Mohnbrötchen anhält kann ich dir leider nicht sagen. Vielleicht sagst du das einfach oder stellst dich ganz dumm und gehst Mohnbrötchen essend zum Test. :-/

    der test war ja schon aber mein menschenverstand sagt mir das ein einziges mohnbrötchen 2 tage vor dem test wohl kaum mich positiv hingestellt hat bezieht sich die menge nicht eher auf ein großes stück mohnkuchen

    Naja ich denke auch schonmal gehört zu haben, dass einer in ner Polizeikontrolle nach'm Brötchen positiv war.....


    Denke aber auch nach zwei Tagen, wär das Ergebnis höchstens sehr schwach.


    Wann bekommst denn das Ergebnis?

    Nachforschungen

    Opiatnachweis nach Verzehr von 110 g Mohnkuchen


    In der Basalprobe (Urinkontrolle vor dem Verzehr des Mohnkuchens) fanden sich keinerlei Opiate/Morphine. Bereits die erste Probe, rund 1,5 Stunden später wies ein positives Ergebnis auf. Die zweite Probe nach 3,5 Stunden überraschte mit seinem deutlich positivem Ausschlag. Nach 13 Stunden, es handelt sich hierbei um den Morgenurin, konnten immer noch deutlich Opiate nachgewiesen werden. Die Bestätigungsanalyse mittels GC/MS konnte klar Morphin und Codein bestätigen. Selbst nach 42 Stunden sind noch Spuren der Opiate nachzuweisen.


    Um diese Ergebnisse zu untersteichen und zu bestätigen haben wir weitere Stücke eines Mohnkuchens gekauft. Eine Bäckerei in der Umgebung hat diesen Kuchen als Besonderheit jeden Freitag zum Verkauf. Zwei Kolleginnen haben sich bereiterklärt als Probandin 2 und 3 zu fungieren. Die Kuchen wurden gewogen und eine Basalurinprobe gewonnen. Nach dem Verzehr wurde von jedem Urin eine Probe genommen und später analysiert. Um alle Ergebnisse miteinander vergleichen zu können sind die ermittelten Werte jeweils auf einen Kreatiningehalt von 100mg/dl berechnet.


    Probandin 2 hat ein kleines Stück Mohnkuchen (180 g) gegessen.


    Opiatnachweis nach Verzehr von 180 g Mohnkuchen


    Auch hier in den ersten Probe direkt ein positives Ergebnis. Über 1300ng/ml nach 3 Stunden und nach 22 Stunden immer noch ein deutlich positiver Nachweis von Opiaten.


    Probandin 3 hatte ein ganzes Stück Mohnkuchen (228 g) gegessen.


    Opiatnachweis nach Verzehr von 228 g Mohnkuchen


    Wieder sofort positive Ergebnisse bis über 2200ng/ml Opiate und noch nach 39 Stunden deutlich positiv.


    Bringt man nun alle Ergebnisse auf einen Punkt kann man sicher sagen, dass ein Verzehr Mohnkuchen einen positiven Opiatnachweis verursachen kann. Es gibt solchen Kuchen sicherlich bei nur wenigen Bäckern, Cafes oder Konditoreien und es ist deshalb sehr unwahrscheinlich, dass ausgerechnet danach jemand überraschend zu einer Urinkontrolle zur Untersuchung auf Drogenstoffe aufgefordert wird.


    Es ist jetzt noch zu untersuchen in wieweit der Verzehr von Mohnbrötchen und anderen Mohngebäck, wie es bei allen Bäckereien zu erwerben gibt, zu Morphinnachweisen führen kann. Ein kleiner Versuch in unserem Labor hat gezeigt, das wenn man selbst eine unrealistisch große Menge von Blaumohn (ungemahlener Mohn mit blauer Schale) zu sich nimmt, es zu keinem positiven Opiatnachweis kommt (Der Poband hat sich gezwungen zwei gehäufte Esslöffel zu verzehren). Möglicherweise liegt es an der Tatsache, dass Blaumohn durch seine Ummantelung nicht verdaut wird. Der schwarze Mohn des Kuchens ist gemahlen und wird deshalb verdaut. Es kann somit zur Aufnahme von Morphin und Codein kommen.


    Es macht somit Sinn Probanden die im Drogenscreeningverfahren sind, anzuhalten keinen Mohn zu verzehren. Wir informieren unsere Probanden deshalb schon seit einiger Zeit in unserem Infoblättern.


    Ich habe noch herrausgefunden das ein deutsches Brötchen jedoch Durchschnittlich etwa 50 g wiegt.


    Und bei 110 g Mohnkuchen waren nach 42 Stunden noch leichte Spuren nachweisbar ich denke mal ich nehme mal die Hälfte der Nachweiszeit da das Stück Kuchen auch doppelt so viel war.


    Fazit: 2 Tage müssten auch wenn es knapp sein könnte asureichen.

    Lieber Kani

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz warum Du Dich fürchtest. Sag dem Doc, doch das Du ein Monbrötchen gegessen hast. Wenn Du ansonsten nicht schon mit Opiaten in Kontakt gekommen bist, sollte das doch irgendwie zu berücksichtigen sein.


    - sollte aber genau das Dein Problem sein, dann kann ich Deine Bedenken durchaus nachvollziehen.


    Ich mußte bei einer Einstellungsuntersuchung auch mal einen derartigen Test machen lassen. Ich sagte das ich Tetrazepam nehme und damit war das Thema vom Tisch. der Arzt nickte nur und meinte recht troken : " Gut, das Sie das sagen, das ersparrt mir spätere Fragen." Der Test wäre auf Jeden Fall positiv gewesen und ich hätte den Job niebekommen, wenn ich das nicht im Vorfeld geklärt hätte.


    Wurdest Du vorher darüber aufgeklärt, das Mohnbrötchen, die ja ganz legal in jedem Backwahrengeschäft zu erwerbern sind , das Testergebnis beeinträchtigen ?


    Gruß Chinablue