Muskelzucken, Zittern,... Sind das Entzugssymptome...

    Hallo!


    Im Betreff könnt ihr ja schon mein Anliegen lesen.


    Habe letztes Jahr einige Wochen regelmäßig tetrazepam genommen.


    (Mein Arzt klärte mich nicht auf)


    Und somit nahm ich sie zuende (2 Packungen) Glaube je 20 Stück...


    Schon während der Einnahme zuckte es ständig an meiner Nase. :(v


    Und als sie ganz alle waren ging es nach ca. 1 Woche los. Dieses Zucken am ganzen Körper.


    Es lies mich nicht mal mehr schlafen. :-(


    Im Krankenhaus worden alle möglichen neurologischen Tests gemacht.


    Zum Glück ohne Befund.


    Und dennoch wurde es immer schlimmer.


    (War echt nur noch am heulen, wochenlang. Konnte mich weder um meine Kinder noch um sonst andere Dinge kümmern. Zitterte von früh weg bis abends bis ich ins Bett ging.


    Jetzt haben sich noch "tolle" Panikattacken dazu gesellt, die mir schon öfters einige Stunden in der Notfallaufnahme gebracht haben. :-(


    Das Zucken war bis vor kurzem wieder fast verschwunden, aber NIE ganz weg. (Ich weiß, jeder Mensch hat Muskelzucken. Aber wenn es einen nicht mal mehr schlafen lässt ist es sicher nicht mehr normal. Vorallem nicht auf der Zunge. :-()


    Nun habe ivh von meinem Therapeuten Tavor (Tolid) verschrieben bekommen. Musste es, weil ich einige Abende wieder diese Panikattacken bekommen habe, einnehmen.


    Jetzt seid 2 Tagen konnte ich sie weg lassen, da ich die Panik irgendwie unterdrücken konnte, bzw. diese Tabletten mir doch schon irgendwie zu denken geben...


    Und heute tritt das Zucken wieder stärker auf. :(v


    Mensch, dass macht mich fertig!!! :°(


    ich bin drauf und dran dieses Tavor doch gleich wieder zu nehmen, wenn es nicht nachlässt.


    Aber irgendwann müssen die Tabletten ja mal weg.


    Deshalb meine Frage:


    Sind dies überhaupt Entzugserscheinungen, dieses Zucken?


    (Wie gesagt, bei Tetrazepam bin ich mir eigentlich sicher...)


    Ach man, ich hoffe ich habe dass einigermaßen verständlich geschrieben.


    LG Sandy

  • 13 Antworten

    Hallo Sandy,


    dass du die Tabletten gleich ganz weg lässt ist nicht gut, ich denke, dass das Zucken sehr wohl davon kommen kann, dass du keine mehr nimmst.


    Wenn du vorher eine ganze genommen hast, würde ich erstmal ne halbe nehmen. Wenn es dir nicht gut geht, dann nimmst du sie nochmal und sprichst nochmal mit deinem Therapeuten. Vllt war es einfach noch zu früh und du musst sie noch etwas länger nehmen!


    Alles Gute!

    Ja, du solltet solche Medikamente ausschleichen ... also immer ein paar Tage lang etwas weniger nehmen ... erstmal für ein paar Tage nur dreiviertel der Dosis ... dann eine woche lang die hälfte etc ... bis du auf 0 bist ... dann hast du weniger Probleme beim Absetzen :-)

    Hallo


    Tetrazepam ist ein Benzodiazepin mit hauptsächlich antikonvulsiver und muskelrelaxierender Wirkung, das heisst eine sedierende oder euphorisierende, anxiolytische Wirkung hat es kaum - es entspannt aber die Muskulatur extrem. Ja es kann gut sein dass das "Entzugserscheinungen" oder "Entwöhnungserscheinungen" sind. Auch dass du nach der Einnahme von Lorazepam (auch stark muskelrelaxierende Wirkung) und nach dem Absetzen erneut wieder Zucken und Zittern verspürt hast spricht sehr stark dass das von den Medikamenten kommt. Wieviel Tetrazepam a welcher Dosierung hast du über welchen Zeitraum genommen?


    Dein Therapeut hat dir das verschrieben? Du meinst Psychiater oder weil Therapeuten dürfen keine Rezepte ausstellen. Dass er gleich Lorazepam genommen hat also Tavor finde ich relativ .... naja bedenklich. Es ist eines der Medikamente unter den Benzodiazepinen die erstens nur eine kurze Wirkung haben, dafür aber ein übermäßig hohes Suchtpotential (im Vergleich zu Oxazepam, Diazepam). Gerade wenn du so Muskelzuckungen hast hätte er eigentlich ein Benzodiazepin nehmen sollen, das nicht muskelrelaxierend wirkt (Alprazolam - Xanax).


    Aber dass du nach der Tavor Einnahme und dann nach dem Absetzen wieder Muskelzucken und Zittern hattest spricht sehr dafür ja. Pass bloß auf, so ein Zittern kann eventuell auch einen epileptischen Anfall bewirken. Red mal mit deinem Arzt darüber auch dass du nach dem Absetzen von Tavor erneut gezittert hast.


    Auch dass die neurologischen Befunde negativ waren....

    @ JimmyRay:

    Ja, ich meinte meinen Psychiater. ;-) (Er ist Chefarzt an der Klinik für Psychiatrie...)


    Dieses Tetrazepam habe ich von meinem ehemaligen HA (Internist) bekommen. So ca. 5-6Wochen habe ich es genommen, dann waren sie ja alle. (Abends 1, 50mg-hat keine 10 Minuten gedauert und dann war ich weg...)


    Wirken die eigentlich bei jedem anders? (manche haben damit ja überhaupt keine Prbleme...


    Und aufgeklärt hat er mich leider nie darüber... :(v


    LG Sandy

    Mit du warst weg meinst du du bist weggeschlafen ;-)


    Ja das ist sehr unterschiedlich... 5-6 Wochen reichen i.d.R. aus um eine leichte Abhängigkeit zu induzieren. Das ist gerade so der Grenzwert würde ich mal sagen (ist von Person zu Person natürlich unterschiedlich) und wenn man das über 5-6 Wochen nimmt gewöhnt sich natürlich der Körper an die "entspannende" Wirkung...


    Die ist dann auf einmal weg... und der Körper reagiert darauf... in Form eben von Zittern oder Muskelzuckungen.


    Also normalerweise hat Tetrazepam fast keinen angstlösenden Effekt sondern ist hauptsächlich zur Muskelerschlaffung bei chronischen Verspannungen gedacht z.B.


    Tavor halte ich nach wie vor nicht für das Mittel der Wahl (auch wenn er Chefarzt sein mag) weil es eben nur eine kurze Wirkung hat und ein vergleichsmäßg hohes Abhängigkeitspotential. Vorallem durch die hohe Potenz und kurze Halbwertszeit...wirklich nur in absoluten Notfallsituationen einsetzen.


    Die Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs, der Abhängigkeit und der Entzugserscheinungen ist bei Lorazepam wesentlich höher als bei anderen Benzodiazepinen wegen seiner kurzen Halbwertszeit, höheren Potenz und stärkeren Bindung an den GABA-Rezeptor-Komplex.


    Deswegen wunderts mich etwas wieso er nicht Valium oder sowas verschrieben hat...

    Er meinte zu mir auch, dass ich sie nur in Notfallsituationen nehmen soll. Er hat mir auch noch Citalobram verschrieben, aber ich komm da echt net ran. Die Dinger machen sooo einen Hunger bzw.Apettit. %-|


    (Habe in einer Woche 3 Kilo zugenommen. Und wenn man dass dann mal hoch rechnet... Man muss es ja auch länger nehmen...


    Nee, habe es dann sein gelassen.)


    Letzt Nacht musste Tavor aber leider wieder herhalten. Ging schon abend los. Überall heftigstes Muskelzucken. Dann in der Nacht mit Herzrasen, Zittern und Atemnot aufgewacht... :-(


    Werde wohl nochmal mit ihm reden müssen...


    Lg Sandy

    Hallo Sa23,


    wie ergeht es dir heute?


    Ich habe nämlich seit dem Schlafmittel Oxatepam 10mg Muskelzuckungen am ganzen Körper und kann auch nicht schlafen...


    Habe das Mittel aber nur 3x genommen. Und in Kombi mit Escitalopram. Aber das auch nur 3x.


    Nachdem ich nach der ersten Einnahme des Schlafmittels in der Nacht schon aufgewacht bin u.a. mit Muskelzucken.


    Das ist jetzt 2 Monate her.


    Seither habe ich kaum geschlafen.


    VLG


    Lara

    Wenn du das Zeug 5-6 Wochen fast täglich oder täglich genommen hast ist es gut möglich bis wahrscheinlich das das jetzt Entzugserscheinungen sind. Also bitte nicht einfach absetzen. Auch mit zwei drei Tavor ist danach vermutlich noch nicht alles erledigt. Du brauchst möglicherweise jemand der mit dir einen Plan zum Absetzen erstellt- Psychiater wäre da zB genau richtig- soll heißen der dir einen Plan macht wie lange du wovon welche Dosis nimmst und dann z.b nach ner Woche ein Milligramm, ne halbe, ne viertel Tablette, jeden dritten Tag 0,25 mg, vier Tropfen - whatever - weniger... bis auf null.


    Oft wird dafür (meines Wissens) auf Diazepam flüssig gewechselt oder andere langwirksame Substanzen ...lange Halbwertszeit und man kann bei flüssigen Medis tropfenweise runter dosieren.


    Bitte nicht einfach selber herumwurschteln oder einfach aufhören wenns dir dabei schlecht geht, du Herzrasen, schwitzen, Blutdruckprobleme etc hast. Bei nem zu schnellen Benzodiazepin Entzug besteht auch die Gefahr von Krampfanfällen. '


    Außerdem ist es bei manchen ganz gut wenn ein Arzt drüber schaut, damit man sich nicht dazu verleiten lässt sich zu lange auf einer Dosis "auszuruhen" dann geht nämlich nix weiter und man hängt ewig oder steigert zwischendurch wieder ...tja wer steht schon auf Schlafstörungen und ständige Unruhe, Panikattacken etc. etc...da besteht eben die Gefahr sich ein bisschen bemogeln zu wollen.


    Dein Psychiater sollte sich auch bei all den Beschwerden und möglichen anderen Problemen ein ganz guter Ansprechpartner sein, sowas ist ja auch nicht schlecht , da jemand zu haben der sich auskennt ..manche Hausärzte tun es ja nicht so wirklich wie man sieht ...

    Hallo Lara,


    es könnte es sein, dass die Muskelzuckungen mit dem Escitalopram zu tun haben ?


    So wie ich das verstanden habe hast du mit dem ja zeitgleich begonnen und es dann wieder weggelassen.


    Antidepressiva haben gerade anfangs ja gerne mal Nebenwirkungen die unangenehm sein können. Ich reagiere generell auch oft mit einem unangenehmen "aufgedreht sein", Übelkeit, zittern und so einem Mist...


    Man merkt halt, dass plötzlich Botenstoffe die einem ja halt fehlen plötzlich "hochgedreht" werden...kann schon ziemlich unangenehm werden. Ich such auch gerade wieder eines das ich vertrage...und das eventuell auch noch wirkt... %-|


    Wenn du das Oxazepam wirklich nur dreimal genommen hast, halte ich Entzugserscheinungen für so gut wie ausgeschlossen.


    Es gibt - stop, calm down ! - ich erwähne das hier nur um den prinzipiellen Bezug zu erklären- etwas das sich Serotoninsyndrom nennt. Das kommt vor wenn man bestimmte Medikamente wie Tramadol oder auch bestimmte Antidepressiva, eben solche, die in den Serotoninspiegel eingreifen, überdosiert und äußert sich zu Beginn mit Muskelzuckungen, Unruhe, Kopfschmerzen, Übelkeit , genereller Übererregbarkeit und kann bis hin zu Krampfanfällen gehen.


    Wie gesagt das passiert normalerweise natürlich nicht von heute auf gleich und auch meist wenn man unbedacht bestimmte Medikamente kombiniert und vor allem dann auch noch fröhlich selbige unvorschriftsmäßig hoch bzw. über dosiert nimmt.


    Ich weiß allerdings gerade nicht auswendig ob im Beipackzettel von Escitalopram (das ja ein SSRI ist, also ein Selektiver -Serotonin- Reuptake -Inhibitor) steht, ob das eventuell bei sensiblen Menschen gerade anfangs möglicherweise verstärkt Muskelzuckungen als Nebenwirkung verursachen könnte ? Müsste ich jetzt nachschlagen, davon hab ich keinen Beipackzettel zur Hand.


    Ich würd auch da bei nächster Gelegenheit mal deinen Arzt fragen.


    Weglassen hilft ja langfristig auch nicht.


    Manche Nebenwirkungen geben sich nach einiger Zeit, manchmal muss man einfach nur mit einer kleineren Dosis beginnen und langsam hoch gehen oder eben das Medikament wechseln.

    Danke für deine Antwort.


    In den Nebenwirkungen steht nichts von Muskelzucken.


    Ich hatte auch die Vermutung mit dem Serotonin-Syndrom ,da die Symptome da waren und in der Packungsbeilage des Schlafmittels "Wechselwirkungen mit Antidepressiva" steht. Aber 3 Ärzte meinten, dass man die beiden Medis parallel nehmen kann.


    Fühle mich null verstanden.