Nachwehen von Alkohol

    Guten Tag,


    zunächst mal, ich habe dieses Unterforum gewählt, da ich nicht weiß, welches sich besser eignen könnte. Glaube aber nicht an ein Suchtproblem.


    Problematik: Früher habe ich regelmäßiger getrunken, als Jugendlicher, verschiedene Alkoholika, und hatte maximal einen Tag Kater.


    Seit ein paar Jahren habe ich das deutlich reduziert und abgesehen von 1-2 Wein/Bier gelegentlich zum Essen gehe ich nur noch alle paar Wochen/Monate mal feiern.


    Dann aber meist "richtig" (lange).


    Seit geraumer Zeit habe ich allerdings immer mehr mit den Nachwehen zu kämpfen. Am Freitag habe ich bspw. nur Bier getrunken, keine anderen Alkoholika, wenn auch durchaus ca. 4 Liter.


    Das spüre ich mittlerweile jedoch 3, 4, 5 Tage. Kann das normal sein? Ich habe die Sorge, dass das nur irgendeine Schwäche meines Körpers offenbart. Bin ein ansonsten jedoch gesunder, schlanker bis sportlicher Mittzwanziger.


    Beschwerden sind in der Hauptsache Appetitlosigkeit, innere Unruhe, gestörtes Seh-/Sprachzentrum, Verängstigung und "flatternde" Hände. Alles auch durchaus über die genannte Dauer.


    Muss ich mir da diese Sorgen machen? Abgesehen davon, dass es mich natürlich extrem unglücklich macht und verunsichert. Was könnte der Grund sein?


    Liebe Grüße

  • 23 Antworten

    Was mich daran nur irritiert, dass ich es früher eben viel besser vertragen habe, und da war es deutlich "mehr".


    Daher die Vermutung, dass mir im Körper vllt. irgendwas fehlt, was mich vor diesem Szenario schützt.


    Sich 5 Tage teilweise völlig neben der Spur zu fühlen, hielte ich jetzt schlicht nicht für den Normalfall. :(

    Zitat

    wenn auch durchaus ca. 4 Liter

    Selbst wenn die 4 Liter über 8 Stunden verteilt trinkst hast du anschließend einen Alkoholpegel von fast 2 Promille.


    Es dauert bei einem schlanken Mann 21 Stunden, bis dieser Alkohol aus dem Körper verschwunden ist. Das ist schon mal fast ein ganzer Tag. Dann bleiben immer noch die relativ giftigen Abbauprodukte.


    Dass du dich ein paar Tage beschissen fühlst ist bei dieser Trinkmenge nun wirklich kein großes Wunder. Und das Rezept dagegen sehr einfach: weniger trinken.

    Okay, ich hätte die Menge jetzt nicht als zu viel eingeschätzt, wenn ich mir so anschaue was andere durcheinander und in welchem Tempo trinken und das "überleben".


    Habe mich mit den biologischen Aspekten aber auch nie beschäftigt, hätte nur gedacht, wenn der Alkohol dann in ~Tag abgebaut ist, sollte es mir wieder normal gehen. Da ich es vor Jahren als Jugendlicher, meine ich, so erlebt habe.

    Dass der Organismus mit den Jahren sensibler reagiert, ist aber ziemlich normal.


    Beispiel: Neulich sagte eine 60Jährige Bekannte zu mir, sie könne kein zweites Glas Wein mehr vertragen: früher sei sie lustig geworden, jetzt nur noch müde.

    Ich finde das völlig normal. Man fragt sich aber schon, wie man das mit 16 einfach so wegstecken konnte, hm? ;-D Ich meine, damals ging man feiern, gegen 4:00 ins Bett und am nächsten Tag fast problemlos in die Schule...und nur wenige Jahre später haut man einmal im Jahr so richtig auf die Kacke und braucht danach drei Tage, um wieder rund zu laufen. ;-D


    Wenn du feiern gehst, trink zwischendurch immer mal statt des nächsten Biers ordentlich Wasser, so dass es insgesamt einfach weniger Alkohol ist. Dann versaust du dir nicht das ganze Wochenende.

    Du scheinst zumindest meine Erfahrung zu teilen... mit 17, 18 (noch schlanker) hat mir das gar nichts ausgemacht, mit 26 jetzt ist es nur noch eine einzige Quälerei in der Folgewoche. Schon merkwürdig. Wenigstens scheint das nicht besorgniserregend sein zu müssen, auch bei der Dauer nicht. Das nimmt mir ja schonmal etwas die Panik. Dann muss ich wohl einfach einsehen, dass ich nicht nur meine "Ausflüge" sondern auch die Mengen deutlich runterschrauben sollte.

    Zitat

    Wenn du feiern gehst, trink zwischendurch immer mal statt des nächsten Biers ordentlich Wasser, so dass es insgesamt einfach weniger Alkohol ist. Dann versaust du dir nicht das ganze Wochenende.

    Ich hab schon Leute sagen hören, dass sie sich aber die Wirkung des Alkohols nicht verwässern möchten. :=o

    Zitat

    Ich hab schon Leute sagen hören, dass sie sich aber die Wirkung des Alkohols nicht verwässern möchten. :=o

    Wassertrinken verwässert die Wirkung nicht. Wenn du 4 Liter Bier trinkst, trinkst du 4 Liter Bier. Völlig egal, ob zwischendurch noch 4 Liter Wasser sind.


    Abgesehen vom unsäglichen Blasendruck und dem vollen Bauch ist es aber tatsächlich ratsam, zwischendurch Wasser zu trinken. Erstens lässt sich die Trinkmenge aus den vorangenannten Gründen ja nicht unendlich steigern und entsprechend weniger Zeit bleibt für alkoholische Getränke. Zweitens schwemmt Wasser die Abbaugifte aus dem Körper und stellt den Wasserhaushalt des Körpers wieder her. Durch das Trinken von Alkohol verliert man nämlich Wasser. Auch schon bei Bier - Bier ist für den Wasserhaushalt des Körpers ungefähr eine Nullnummer. Als hätte man nichts getrunken. Was durch die ganze Organbelastung natürlich kein Pappenstiel ist. Allein deswegen sollte man auch auf Partys zwischendurch Wasser trinken.


    Rezept:


    - weniger Alkohol


    - zwischendurch immer mal ein Wasser


    - vor dem Schlafengehen noch eine Buillon/Hühnerbrühe


    Damit sollte auch nach einer guten Party am nächsten Tag die Sonne scheinen. Klappt bei mir sogar mit Ende 40. Irgendwann hat man genug von dieser Katerstimmung am nächsten Tag und gesünder ist es auch.

    Ich finde es immer etwas befremdlich, wenn bei einer solchen Fragestellung die "einfach weniger/keinen Alkohol trinken" kommen. Ich gedenke nicht, hier einen Moralapostel zu brauchen. Ich bin weder minderjährig, noch verspüre ich den Drang weiter zu trinken.


    Meiner Erfahrung nach, dazu reicht ein einfaches Umschauen im deutschen Partyleben, sind ca. 4l - nur Bier - jetzt keine herausragende Menge für einen erwachsenen, wenn auch schlanken, Mann. Ich kann mich am Abend selbst jetzt ja auch an alles erinnern und hatte dort keinerlei Symptome, dass es mir schlecht damit ginge.


    Ich lasse mich gerne darüber informieren, dass ich das fehleinschätze, aber von meiner Warte aus ist eben besorgniserregend, dass ich mich heute an Tag 4 noch fühle wie früher nur am ersten Tag. Symptome sind genannt. Vor allem die Appetitlosigkeit und das Zittern.


    Einige haben mich dahingehend beruhigt und angemerkt, dass der Körper durchaus eine solch lange zeit brauchen kann um sich zu erholen. Mir war das neu. Und ich bin für jede Information dazu dankbar und würde da zu meiner Beruhigung auch gerne weiteres hören. Auf die Einzeiler von einigen kann ich aber getrost verzichten. Vor allem, weil sie für aktuelle Situation keinen Mehrwert haben.

    Es ist tatsächlich so , das ich auch mit 18 viel mehr vertragen habe und einen Tag Kater hatte und das wars , jetzt 10 jahre später brache ich fast eine Woche zum auskurieren.

    Zitat

    Meiner Erfahrung nach, dazu reicht ein einfaches Umschauen im deutschen Partyleben, sind ca. 4l - nur Bier - jetzt keine herausragende Menge für einen erwachsenen, wenn auch schlanken, Mann.

    Nur weil viele jungen Leute den Hang haben, auf Partys extrem viel Alkohol zu trinken, heißt das nicht, dass die Menge nicht herausragend sei ;-) . Manche verwechseln das wohl mit Sport. Ich bekäme nicht einmal 4 Liter Wasser runter geschweige denn Bier. Die Promille habe ich dir ja vorgerechnet und schon sehr viel Zeit für das Trinken veranschlagt. Das ist schon eine ziemliche Marke. Ab 1,6 Promille wirst du z.B. von der Rechtsprechung als komplett verkehrsuntauglich eingestuft. Wenn du als Fußgänger einen Unfall hast, hast du grundsätzlich eine Mitverschuldung und bei einer Unfallversicherung bekommst du keinen Cent.


    Das ist jetzt keine Moralpredigt, sondern einfach eine praktische Betrachtung dieses Alkoholkonsums. Die Gesundheit lasse ich mal außen vor.

    Zitat

    Ich lasse mich gerne darüber informieren, dass ich das fehleinschätze

    Genau. Das Zitat etwas weiter oben ging in die richtige Richtung:

    Zitat

    Dann muss ich wohl einfach einsehen, dass ich nicht nur meine "Ausflüge" sondern auch die Mengen deutlich runterschrauben sollte.

    :)z


    Und für die allgemeine Verträglichkeit habe ich dir ja schon paar Tipps genannt, aber eine Reduktion der Menge sollte unbedingt Teil der Strategie werden.