• Notarzteinsatz selbst bezahlen?

    Es ist ja so, dass wenn man wegen Alkoholvergiftung oder Drogenüberdosis etc. den Notarzt rufen muss, der Betroffene den Einsatz selbst bezahlen muss. Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren. Im ersten Moment denkt man sich (oder ich mir zumindest) ja – naja, selbst verschuldet, wer so dumm ist, etc., das soll der jenige auch selbst bezahlen und…
  • 68 Antworten
    Zitat

    Also bei umsonst gerufen im Sinne von "Oh, wir dachte die Oma wäre bewusstlos, aber sie war nur eingeschlafen", zahlt keiner. Wird als Fehleinsatz verbucht und nicht abgerechnet. Diese Fehleinsätze sind quasi im Preis für die richtigen Einsätze schon mit eingerechnet.

    Falsch. Als Rettungssanitäter solltest du die aktuelle Rechtslage kennen. Ich habe das alles ab hier http://www.med1.de/Forum/Cafe/607810/17841006/ schon mal geschrieben.


    Fazit: Wenn der Rettungswagen kommt: Immer ins Krankenhaus einliefern lassen. Wer tot ist, hat allerdings Pech und muss zahlen.

    Zitat

    Ich finde es krass, dass es diese Regelung gibt und dass wegen einer solchen mal wieder typischen Drückebergerei der Kassen Leute sterben müssen.

    Es ist doch immer merkwürdig, dass manche immer über die Kassen etc. herziehen müssen, nur weil sie falsch informiert sind. :|N


    Im übrigen: wäre dieses Mädchen gestorben, wäre sie nicht wg. der angeblichen

    Zitat

    Drückebergerei der Kassen

    gestorben, sondern weil sie zuviel Alkohol getrunken hat.

    Zitat

    Ich finde es krass, dass es diese Regelung gibt und dass wegen einer solchen mal wieder typischen Drückebergerei der Kassen Leute sterben müssen.

    Naja keiner hat sie gezwungen den Alkohol und die Drogen zu konsumieren und statt den Kassen die schuld in die Schuhe zu schieben, sollte man bedenken, dass man in dem Alter der "Freunde" die Reife und die Verantwortung besitzen, dass man in dem Fall so reagiert wie man es lernt: ERSTE HILFE LEISTEN & 112 wählen.


    Der Hintergrund hinter diesen Maßnahmen ist, dass die Kassen damit abschrecken wollen, dass sich vorallem junge Menschen nicht so dermaßen einen hinter die Binde kippen, dass diese bewusstlos irgendwo in der Gegend liegen.

    Zitat

    Falsch. Als Rettungssanitäter solltest du die aktuelle Rechtslage kennen. Ich habe das alles ab hierhttp://www.med1.de/Forum/Cafe/607810/17841006/ schon mal geschrieben.


    Fazit: Wenn der Rettungswagen kommt: Immer ins Krankenhaus einliefern lassen. Wer tot ist, hat allerdings Pech und muss zahlen.

    Ich habe deinen Beitrag gelesen und möchte ihn auch nicht anzweifeln, aber vielleicht ist das tatsächlich von Bundesland zu Bundesland wieder unterschiedlich geregelt. Selbst als aktiver Rettungsdienstmitarbeiter blicke ich da nicht immer durch.


    Aber bei uns werden im Fall von Fehlfahrten nicht einmal vollständige Patientendaten erhoben. In der Regel wird nur der Einsatzort angegeben, der gerade bei Unfällen, meistens nicht der Wohnadresse des Patienten entspricht. Und aufgrund dieser (nicht vorhandenen) Daten ist es für uns unmöglich, einen Rechnung an die betreffende Person zu versenden. In meinem Bundesland kosten Fehlfahrten nichts.


    btw: Trotz der Tatsache, dass ich bereits auf der ersten Seite deutlich geschreiben habe, dass auch Vollsufffahrten von der Kasse übérnommen werden, regen sich hier immernoch Leuten über die "Bei Alkoholeinsatz muss man selbstzahlen Regelung auf" bzw. finde diese (nicht vorhandene!!) Regelung gut. Habt ihr eigentlich die Beiträge davor gelesen? Dann müsste ihr über dieses Thema gar nicht diskutieren, denn diese Regelung gibt es nicht....


    Und auch die, irgendwo erwähnte, Kostenübernahme gibt es in meinen Bundesland (bzw. meines Wissens in ganz Deutschland) nicht.

    also ohne jetzt noch mehr öl ins feuer zu gießen...


    ich hab genau den besagten fall erlebt, sich die birne wegzusaufen...irgendwann nicht mehr gradaus gucken zu können...und dann letztlich so wegdriften, das man den notarzt rufen muss. der gute wurde mit rtw eingesammelt, eine nacht intensivmedizinisch überwacht und dann mitsamt lautstarker standpauke der schwester (was ich persönlich ja noch am besten fand, weil die muss echt weh tun mit so nem brauseschädel) wieder entlassen. und der gute hat eine nette rechnung bekommen. erinner mich jetzt nicht mehr genau an den gesamtbetrag, weiß aber, das dort neben den krankenhauskosten auch der rtw einsatz extra aufgeführt wurde (der mein ich bei um die 350 euro lag...ich glaub gesamt warens gut um die 500 aber nagelt mich jetzt nicht drauf fest).


    mag aber sein, das jedes bundesland das für sich regelt, das oben geschriebene war in bayern. und er musste definitiv zahlen (und nicht privat versichert).


    ansonsten, ich find es gar nicht so schlecht, wiederholungstätern mal die kosten schmerzlich nahezubringen. fehler macht jeder (obs nun der alkohol, ein moment der unachtsamkeit oder sonstwas ist). wenn ich aber hier sehe (studentenwohnheim um die ecke) wie sich immer die gleichen in regelmäßigen abständen krankenhausreif saufen und sich drauf verlassen, da wirds mir echt zuviel

    Ganz davon abgesehen, dass ich mich damit nicht auskenne und es mir auch leid tut.


    Aber dennoch denke ich, dass man mit 19 den Verstand haben sollte, dass man nicht so viel trinkt, dass man TOT ist? ":/ :-( :-( :-( Ich bin selbst nicht viel älter und finde in diesem Alter sollte man vernünftig genug sein, sich nicht so volllaufen zu lassen, dass man gar nichts mehr merkt.

    ich finds voll ok wenn solche Kosten selbst getragen werden müssen. Wer sich unbedingt ins Koma saufen muss... selber Schuld!

    Zitat

    und der gute hat eine nette rechnung bekommen. erinner mich jetzt nicht mehr genau an den gesamtbetrag, weiß aber, das dort neben den krankenhauskosten auch der rtw einsatz extra aufgeführt wurde (der mein ich bei um die 350 euro lag...ich glaub gesamt warens gut um die 500

    Kann sein, dass er eine Rechnung bekommen hat. Im Normalfall muss er die aber nur an die Krankenkasse weiter geben, und diese übernimmt dann die Kosten.

    Ach übrigens, vermeiden kann man das ganz einfach, wenn man den Rettungskräften die Versicherungskarte gibt und diese sie in den I-Pad (oder was die heute dabei haben)einspeichern.

    Ich habe es schon mehr als einmal erlebt, dass Menschen Hemmungen / Angst (was auch immer) haben einen Krankenwagen zu rufen.


    Dieser Beitrag macht´s gerade nicht besser. :|N