• Plauderfaden: Alkoholsucht und deren Folgen

    Dieser Faden hatte ursprünglich den Titel:

    Was kann ich tun, mein Vater ist Alkoholiker?

    Da sich das anfängliche Thema bald erschöpfte, entwickelte sich langsam ein Plauderfaden, dem später durch Umbenennung Rechnung getragen wurde.
    Hallo liebe Forumsnutzer, ich habe ein wirklich schlimmes Problem, dass mich sehr belastet. Ich vermute, dass mein Vater…
  • 14 Antworten

    es verursacht mir eine gänsehaut nach der anderen hier zu lesen.


    und ich dachte ich hätte das überwunden. aber warscheinlich tut man das nie.


    man lebt damit. meine mutter ist jetzt fast 18 jahre tot, ich denke oft an sie. vor allem daran wie ich ihr heute viell hätte helfen können....


    ich konnte auch keinen abschied nehmen. meine mutter ist leidernicht einfach eingeschlafen, so schlimm wie das für die angehörigen ist. sie war angeschnallt wie ein tier. ich asse die klinik heute noch dafür......


    das ist das was ich nicht aus meinem kopf bekomme. ich wusste den abend sie wird sterben, ich wusste es einfach. konnte aber nicht nochmal in die klink wegen meinem kind. der war ja noch so klein und hatte das schon genug mitbekommen....


    an dem abend bin ich in die wanne und pötzlich habe ich geweint wie ewig nicht. bis ich ganz ruhig wurde....ist das nicht verrückt?


    ich denke heute noch in dem moment wars dann wohl vorbei und sie hatte ausgelitten....meine mutter war nie so das sie uns unter druck setzte. sie war traurig wenn wir weg sind. ind die disco und so, das sah ich. aber ich war ein tennie es war mir egal. ich war auch oft sauer auf sie weil sie immer betrunken war. und dann "strafte" ich sie indem ich sie alleine lies. ich wusste das hasste sie. es änderte aber nichts. natürlich nicht. nur mein gewissen wurde schlimmer.


    später war ich jden tag bei ihr, als ich auszog. weil ich bei ihr sein wollte. da war sie ein halbes jahr trocken ein rekord bei ihr.


    aber es war zu spät. sie hatte kehlkopfkrebs und sie wurde noch unsinnig gequält. die zähne wurden ihr gezogen. aufgrund ihrer sucht mit wenig narkose.


    alle auf einmal!!!!! ich höre sie heute noch stöhnen....sie konnte nichts mehr essen und ich versuchte mit englszungen auf sie einzureden.


    ein paar tage später habe ich sie ins krankenhaus gesteckt.


    sie schaute mich nur an. den blick vergesse ich nie. so wie ,ok, dann sterbe ich...


    und so wars auch. zwei tage später war sie tot. ohne abschied. selbst im tot hatte ich nicht den mut sie nochmal zu sehen.


    ich bereue das sehr.


    und ein therapeut der sagt man ist darüber hinweg ist ein dummer therapeut. dieses kaptel im leben vergisst man nie. das prägt.


    ich glaube heute meine sucht begann dann erst so richtig.


    wie auch immer..


    so lang wollte ich gar nicht schreiben. meine finger flogen so über die tastatur.


    vielen dank fürs lesen. das tat gut. immer noch. nach so vielen jahren.........ich finde euch alle grossartig. keiner von euch macht die mutter richtig nieder. und das muss man euch hoch anrechnen.:)^

    Katzenpum2


    :°_

    Zitat

    selbst im tot hatte ich nicht den mut sie nochmal zu sehen.

    Das hat nichts mit Mut zu tun. Ich habe es auch nicht gemacht. Weder bei meinem Vater noch bei meiner Mutter. Aber nicht weil mir der Mut fehlte - ich wollte sie einfach in Erinnerung behalten.

    Zitat

    und ein therapeut der sagt man ist darüber hinweg ist ein dummer therapeut. dieses kaptel im leben vergisst man nie. das prägt.

    Hinweg ??? Nein, man hat es höchstens verarbeitet.

    Zitat

    ich finde euch alle grossartig.

    Da kann ich mich nur anschließen. Es tut mir im Moment so gut mich mit Leuten zu unterhalten die mich verstehen.

    Zitat

    keiner von euch macht die mutter richtig nieder

    Na ja, es gab Zeiten da hab ich anders über sie gesprochen. Aber jetzt ist sie nicht mehr da um sich zu wehren. Daher sehe ich es jetzt anders.

    mir tut das auch gut. auch wenns mich oft aufwühlt ist das für mich wie eine befreiung......ich bin ja nun selber so eine über die ihr redet und doch kann ich mich auch in die andere seite noch gut reinversetzen........schon verrückt.


    ich hoffe so sehr das mein sohn diese "macken" noch nicht abbekommen hat.


    er sagt ja immer wenn ich ihn mal drauf anspreche, er empfand das als nicht gar so schlimm, weil er ja hat nie leiden müssen. was ihn störte war das ich kein ende fand wenn wir auf geburtstage waren oder feten.


    aber ich bin ja nie ausfallend geweorden oder konnte nicht mehr laufen. daher ist das für ihn wohl nicht so schlimm. obwohl ihm das natürlich schon peinlich war. das sicher.........ich werde noch öfter mit ihm reden. ich hoffe sehr ich kann da noch schadensbegrnzung betreiben. gott sei dank ist er keiner der gern trinkt. das habe ich dann wohl doch ganz gut hinbekommen.


    denn ich war immer ehrlich. auch als ich noch trank habe ich gesagt, "fang das nie an, du siehst ja an mir wo das endet"...


    habt ihr eigendlich auch kinder?

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    katzenpum


    kein grund um |-o zu werden! ;-)


    im forum wird und auch speziell in diesen threads viel kritik geübt, da kann man auch ruhig mal etwas positives über jemanden schreiben.


    ich habe einfach so oft beim lesen deiner beiträge gedacht, warum konnte meine mutter nie so willensstark sein?


    mit rückfällen konnte ich immer umgehen,aber ich habe nie verstanden, warum sie so wenig für ihre krankheit getan hat...


    ich habe sie lange zeit unterstützt, wo ich nur konnte, aber bewirkt hat es nie etwas!


    ja, es wühlt immer wieder ein wenig auf, wenn man darüber schreibt, aber mir hilft es auch es weiter zu verarbeiten.


    mone-mini


    als ich deine fragen gelesen habe, hatte ich angst davor zu schreiben. ich dachte du fällst jetzt über mich her und verurteilst mein verhalten.


    es tut gut mit menschen darüber zu schreiben, die einfach mitreden können, die wissen was man als angehöriger im laufe der zeit mitmacht.


    für außenstehende klingt es hartherzig und kalt, ich unterhalte mich nicht mehr mit menschen, von denen ich weiß, dass sie so etwas gar nicht beurteilen können, es bringt nichts!


    vor ca. 11 jahren sagte mir ein arzt, ihre mutter hat eine leberzerose im mittleren stadium, sollte sie weiterhin so trinken hat sie maximal noch ein jahr zu leben....


    ich war geschockt, entwickelte noch mehr verantwortung für sie, hatte panische angst ich könnte mal zu spät kommen.


    ich habe mich lange zeit damit auseinander gesetzt. ganz wichtig war es für mich zu erkennen, dass ich nicht schuld bin, sollte es einmal passieren.


    wenn sie mich heute anrufen würde und mich um hilfe bitten würde, wäre ich für sie da. aber ich sehe mich nicht mehr in der verpflichtung ständig vorbei zu fahren, um zu schauen wie ihr gesundheitlicher zustand ist!


    ich hatte eine wunderschöne kindheit, ich gebe viel von dem was sie für mich getan hat, an meine kinder weiter, oder ich versuche es.


    aber heute ist sie ein anderer mensch....leider....


    ich habe einfach gelernt, damit für mich umzugehen!

    miros


    du weisst zu viel lob macht arrogant..*ggg* kleiner scherz.


    im ernst. ich bin schon froh das ihr mich auch aus meiner sicht reden lasst. ihr hättet mich auch verschmähen können.


    oder mich auch abschreiben oder so. ich bin froh das mein wille trocken zu bleiben ernst genommen wird.


    ich würde verstehen wenn ihr auf grund eurer erfahrung daran nicht glauben würdet.......


    warum deine mutter den mut zum aufhören nicht hat weiss ich nicht.


    es ist nicht so schwer wie man denkt, obwohl es alles andere als leicht ist. weisst du man fängt wieder ganz von vorne an.


    lachen muss man erst wieder lernen, weinen bewusst leben,was nicht immer schön ist. man lernt sich wieder ganz neu kennen und es gibt momente da tut das sehr weh.all die gefühle die plötzlich auf dich einstürmen, all die eindrücke.


    als hätte man nie gelebt, oder es völlig vergessen.


    es dauert schon ein ganzes jahr bis der körper wieder so funktioniert wie er sollte. sprich glückshormone bilden sich erst in einem jahr wiede von selbst. das heisst das du die erste zeit nichts fühlst. es ist manchmal so als spüre man sich selber nicht mehr. als wäre man nichts. deswegen essen alkis dann haufenweise schokolade...diese zeit mit den eindrücken den gefühlen und wenn man dann vielleicht noch allein ist, ist manchmal nicht auszuhalten. dazu kommt ob ein alkoholiker weiss wie es ist ohne alkohol zu leben. ich meine, wenn er damit aufgewachsen ist, sein ganzes leben trinkt, kennt er sich nüchtern gar nicht. das leben gar nicht. um so schwerer aufzuhören.


    ich kannte es gott sei dank. ich habe mich erinnert, und mir hats gefallen was ich wieder lernte....


    ich weiss nicht ob ich ein wenig wiedergeben konnte warum das aufhören so schwer ist. warscheinlich nicht sehr. das macht aber nichts. wir alkoholiker wissen ja selber nicht wieso ausgrechnet wir davon süchtig werden...........es ist eben wie es ist. und ich bin froh das eingesehen zu haben. es ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich sehr. und wenn man das erst mal raus hat, der schalter umgelegt ist, ist die chance auch groß es begriffen zu haben.


    ich wünsche dir sehr das du in frieden leben kannst. und ich denke du hast jetzt deinen weg dazu gefunden......

    Miros:


    nein, ich würde nie einen verurteilen. Jeder hat Gründe warum weswegen er so handelt. ;-) Ich hatte und habe auch keine Lust mich mit Leuten darüber zu unterhalten oder womöglich zu rechtfertigen warum weswegen. Das war eine Sache zwischen meiner Mutter und mir und ich bin keinem eine Rechenschaft schuldig. Aber direkt nach dem Tod meiner Mutter kamen die ein oder anderen Fragen von Menschen die ich kaum kenne.


    Hast du gar keinen Kontakt mehr - oder einfach nicht so regelmäßig ???

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    ich habe keinen kontakt mehr, seit ungefähr 2 jahren!


    aber ab und zu fahre ich vorbei und schaue, ob das licht brennt. mein mann fährt auch schon mal mit den kindern zu ihr.


    ich habe versucht ein lockeres verhältnis aufzubauen, dass ist aber überhaupt nicht möglich!


    es hat zeiten gegeben, da hat sie genau auf die uhr geschaut, um zu prüfen wie lange ich denn wohl bleibe. teilweise bin ich dann nur noch hin, um meine zeit abzusitzten......


    hinzu kam irgendwann auch der ekel, den ich empfunden habe, wenn ich die wohnung schon betrat. dieser geruch, von dem ich immer wußte, woher er kam.


    ich glaube, du kannst dir vorstellen, was ich meine....


    sie ist eben immer erst ins krankenhaus, wenn sie gar nicht mehr dazu in der lage war, alleine zu laufen!


    das spielt natürlich alles mit eine rolle!


    ich habe nicht alles von dir gelesen, wie lange vorher hattest du schon keinen kontakt mehr zu deiner mutter?

    Miros: das kenne ich: Ekel, Hass, Wut......


    Ach, dein Mann hat noch Kontakt mit ihr


    Das mit der Zeit kenne ich auch.


    Ich hatte 1 Jahr vorher ungefähr nicht mehr. Sie hat mal Weihnachten angerufen und an meinem Geburtstag im Januar. Das aber waren Gespräche von 30 Sekunden. Mehr nicht.

    ja, nur wegen der kinder, aber auch nicht regelmäßig!


    sie freut sich, wenn sie die kinder ab und zu mal sieht und


    die beiden freuen sich eben auch.


    ich verstehe das auch und versuche mein verhältnis zu ihr, nicht auf die kinder zu übertragen. das heißt, ich schimpfe nie auf sie, sondern versuche zu erklären, dass ich dauerhaft nicht mit ihrer erkrankung zurecht gekommen bin.


    vorraussetzung für diese besuche ist allerdings, dass sie nicht betrunken ist. ihre enkelkinder haben sie noch nie in diesem zustand gesehen und das werden sie auch nie.....


    bereust du manchmal, dass du sie nicht mehr gesehen hast?


    würdest du wieder so handeln, wenn du die zeit zurück drehen könntest? ich hoffe du weißt, dass ich aus persönlichen gründen frage ;-)

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    katzenpum2

    Zitat

    wir alkoholiker wissen ja selber nicht wieso ausgerechnet wir davon süchtig werden...

    ich verbessere solche Sätze für mich immer mit anstatt Süchtig, Krank, weil ich finde das man es so besser verstehen kann.


    Ich bekomme hier auch eine Gänsehaut beim Lesen, zum einen ist es sehr aufwühlend, zum anderen ist es spannend sich mit Menschen auszutauschen die einen verstehen.

    Zitat

    ich würde verstehen wenn ihr auf grund eurer erfahrung daran nicht glauben würdet...

    es gibt genug Beispiele wo Alkoholiker den richtigen Hebel im Kopf umstellen und trocken bleiben.


    Nu habe ich aber auch mal eine Frage an dich: empfindest du es für dich als gut dich so oft hier damit zu beschäftigen? Währe verdrängen eine Gefahr?


    Das mit deiner Mutter ist schon schrecklich zu Lesen, kann ich gut verstehen das dich die Gedanken daran so sehr aufwühlen.


    Ich wünschte ich hätte meine Mutter nicht gefunden und auch die Aufbahrung hätte ich mir besser erspart. Danach hat man so lange diese Bilder im Kopf, man versucht ihr Lächeln zu sehen, aber diese Bilder drängen sich immer wieder dazwischen. Ist nicht immer Ratsam.

    sittings bull


    ich empfinde es als gut mich hier mit dem thema zu beschäftigen um zu helfen um erfahrung weiter zu geben. ich finde davon gibt es viel zu wenig.


    ob verdrängen für mich eine gefahr wäre? mh, vielleicht. aber dazu kommt es nicht. man setzt sich jeden tag damit auseinander...es geht gar nicht anders. ich denke jetzt aber nicht speziell jeden tag an meine krankheit ( ich bezeichne es auch lieber so;-) ). es ergibt sich eben aus den dingen im alltag.


    man geht zu einkaufen und sieht den alkohol man liest sieht im fernsehen und so weiter.


    ich empfinde das als schlimm, weil ich denke alkohol wird verharmlost in der heutigen zeit. oder schon immer. mir hat niemand gesagt, mensch in dem alter trinkt man noch kein bier....leider...


    gleichzeitig hilft es mir natürlich auch wenn andere über ihre erfahrung berichten und ich davon lernen kann. klar. man kann gar nicht genug aufpassen. ich werde viell. im winter auch wieder eine gruppe besuchen. die wintermonate sind schlimm für mich. ich bekomme dann schnell depris, weil mir das licht fehlt und mir die tage furchtbar lang vorkommen. ich würdedeswegen nicht trinken, aber ich würde in der zeit gerne eine aufgabe haben, deswegen viell. wieder den besuch bei der gruppe. mit menschen reden, nicht so viel alleine sein.


    ja, sonst kann ich nur wiederholen, das es mir wirklich wichtig ist so vielen wie möglich zu helfen, die es wollen.......es macht mich froh und zufrieden wenn ich sehe, ich habe wieder jemandem geholfen. oder man lernt sich besser kennen, und eine art freundschaft entsteht.....einigeln und schmollen bringt nichts ;-) und da ich viel im netz bin, warum nicht auch auf seiten wo es sinn macht:-D


    ich habe noch nie einen toten gesehen. vielleicht ist das ganz gut so. hast du keine bilder die du dir anschauen kannst? vielleicht verblassen dann die andern........

    Miros:

    Zitat

    bereust du manchmal, dass du sie nicht mehr gesehen hast?


    würdest du wieder so handeln, wenn du die zeit zurück drehen könntest? ich hoffe du weißt, dass ich aus persönlichen gründen frage

    Nein, ich bereue nichts. Ich würde es wieder so machen. Denn diese Entscheidung habe ich mir damals wahrhaftig nicht einfach gemacht. Ich habe lange mit mir gezerrt und überlegt. Mich mit ziemlich vielen Leuten darüber unterhalten. Ob nun Freunde oder ärztl. Rat geholt. Ich habe einfach damals alles versucht und es hat nichts geholfen. Ich weiß nicht wie es gewesen wäre wenn ich weiter den Kontakt gehabt hätte. An ihr hätte sich sicher nichts geändert, höchstens dass meine Nerven und meine Gesundheit immer mehr gelitten hätte.

    Zitat

    Ich bekomme hier auch eine Gänsehaut beim Lesen, zum einen ist es sehr aufwühlend, zum anderen ist es spannend sich mit Menschen auszutauschen die einen verstehen.

    Ja, aber es tut richtig gut. Gerade in dieser Phase in der ich mich befinde hilft es mir unheimlich.

    Zitat

    Ich wünschte ich hätte meine Mutter nicht gefunden und auch die Aufbahrung hätte ich mir besser erspart. Danach hat man so lange diese Bilder im Kopf, man versucht ihr Lächeln zu sehen, aber diese Bilder drängen sich immer wieder dazwischen. Ist nicht immer Ratsam.

    Daher hab ich den Weg gewählt es nicht zu tun. Genau aus diesen Gründen. Meine Gefühle waren eh wahrscheinlich nicht mehr so, wie man für eine Mutter eigentlich empfinden sollte. Daher wollte ich dieses letzte Bild nicht auch noch zerstören was ich so in mir habe.

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    Zitat

    . Denn diese Entscheidung habe ich mir damals wahrhaftig nicht einfach gemacht. Ich habe lange mit mir gezerrt und überlegt.

    ja, so ist es mir auch gegangen, kann ich gut nachvollziehen!


    ich habe mich aber vorher noch nie mit jemandem austauschen können, der in einer ähnlichen situation ist/war!

    Zitat

    Meine Gefühle waren eh wahrscheinlich nicht mehr so, wie man für eine Mutter eigentlich empfinden sollte.

    auch diesen satz kann ich gut nachempfinden. meine kindheit werde ich nie vergessen, aber es ist schon schlimm wieviel der alkohol kaputt machen kann.....

    Miros


    *:)


    Wolltest du dich vorher nicht austauschen – oder hattest du keine Möglichkeit. Ehrlich gesagt habe ich mich echt extrem viel mit anderen Leuten darüber unterhalten. Sicher nicht nur Menschen denen das gleiche passiert ist. Aber Menschen die die Situation einschätzen konnten.


    Am meisten hat es mir gebracht mit einer Frau von der Stadt (Sozialpsychologischer Dienst) zu sprechen und sie zu meiner Mutter zu schicken. Es war so erleichternd. So hatte ich das Gefühl das ich die Verantwortung endlich abgeben konnte. Es war nicht mehr so eine hohe Last auf mir. Das hat mich dann stärker gemacht.

    Zitat

    auch diesen satz kann ich gut nachempfinden. meine kindheit werde ich nie vergessen, aber es ist schon schlimm wieviel der alkohol kaputt machen kann...

    Also ehrlich gesagt habe ich das in unserer Kindheit nie so wahr genommen. Erst später kam ich dahinter. Mein Bruder genauso.


    Ich kann auch jetzt irgendwie nicht richtig trauern. Das bringt meine Gefühle auch irgendwie durcheinander. Ich meine, ich hab meine Mutter verloren – aber da ist nicht so viel innerlich. Klar, bei Erhalt der Nachricht und bei der Beerdigung. Aber danach ……


    Gestern hab ich noch mit meiner Heilpraktikerin (ist auch Psychologin) gesprochen. Mußte einen Termin absagen. Sie meinte wie ich damit klarkomme. Ich meinte gut. Sie meinte ob ich sicher wäre oder ob ich etwas verdrängen würde. Ich solle mich mal in einer ruhigen Minute in die Ecke setzen und nachdenken und den Tränen freien Lauf lassen. Aber ich habe das Gefühl das ich das nicht brauche. Tränen und Gefühle gab es schon genug zu ihren Lebzeiten.

    Ich weiss

    es ist schon viel darüber geschrieben worden. Hier noch einmal eine Erklärung von Co-Abhängigkeit.


    Co-Abhängigkeit ist ein Leiden, das dann entsteht, wenn man sein eigentliches Selbst aufgibt, um innerhalb eines gestörten Familiensystems überleben zu können. Co-Abhängige sind so auf das Verhalten anderer bezogen und durch dieses bestimmt, dass sie keinerlei Beziehung mehr zu sich selbst haben.


    Co-Abhängige kennen also ihr wirkliches Selbst nicht (mehr).


    Sie haben gelernt es so unter Verschluss zu halten, dass die Gefühle für ihren Eigenwert, ihren Selbstwert und die Verbindung zu anderen gestört sind. Wenn Co-Abhängigkeit fortschreitet, entsehen Stress, Leiden, gestörte Beziehungen und körperliche Krankheiten. Sie ist auch die tiefere Ursache für Süchte, wie Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, Esstörungen, Arbeitssucht.


    Nach Shirley Smith: Wege in die Freiheit.


    LG

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