Rauchen Aufhören. Dieses mal wirklich!

    Moin moin,


    jaja, ich weiß. Es ist Anfang Januar und wir haben alle total gute Vorsätze.


    Ich versuche allerdings schon lange aufzuhören und beginne damit immer im Urlaub. Da bin ich nun eben zufällig zum Jahreswechsel.


    Ich rauche seit 2008. Gerne. Ich habe dann 2015 beschlossen aufzuhören. Im Juli. Ich habe recht problemlos aufhören können. Es war nicht einfach aber ging dann doch gut. Wieder angefangen habe ich Ende Juni 2016. Nach ca. einem Jahr. Ich war betrunken und emotional und Nunja...


    Im September habe ich versucht wieder aufzuhören. Hat aber nur 2 Wochen im Urlaub geklappt.


    Dann habe ich es im Oktober erneut versucht. Diesmal ernsthafter. Das hielt dann bis März 2017. Also 5 Monate.


    Dann habe ich wieder echt viel geraucht. Im Urlaub im Mai hab ich dann mal wieder versucht aufzuhören. Die 3 Wochen im Urlaub gingen. Danach hab ich nur einen Tag geschafft.


    Seit Mai rauche ich wieder eine Schachtel am Tag. :(v


    Nun habe ich vorgestern mal wieder beschlossen es endlich aufzuhören. Ich habe Urlaub. Da fällt das aufhören ja immer recht leicht. Aber ich habe Angst davor mich jetzt schon wieder durch die ersten Tage zu quälen und dann schaffe ich es zuhause nicht.


    Könnt ihr mich ein bisschen unterstützen? Wie habt ihr es geschafft nach 3, 6, 12 Monaten weiter durchzuhalten. Wie schafft man es nie schwache Momente zu haben?


    Hilfe!


    Gruß


    Schlumpf :-X

  • 54 Antworten

    Hi *:)


    ich habe leider bisher noch nicht aufgehört mit rauchen, aber würde es auch ehrlich gesagt gerne aufhören. Versucht habe ich es bisher noch nicht, aber ich habe meinen Zigarettenkonsum schon ein wenig reduzieren können. Gibt aber immer wieder so Phasen wo ich dann auf einmal wieder mehr rauche, teilweise auch (muss ich leider zugeben) weil ich manchmal richtig Lust zu rauchen habe, besonders im Winter wenn es kalt ist und man den Rauch so schön auspusten und sehen kann... klingt wahrscheinlich für viele bekloppt, aber irgendwie macht mir das Spaß.


    Angefangen habe ich mit 16, also noch gar nicht so lange her... Der damalige Freund meiner besten Freundin war Raucher. Darum hatte sie angefangen und weil sie rauchte, musste ich natürlich auch anfangen zu rauchen...


    War total blöd und ich bereue es ehrlich gesagt auch, denn es ist so schwer davon wegzukommen und es nervt... teuer, man stinkt dauernd nach Qualm und ständig hat man im Kopf wann man endlich wieder eine Rauchen kann, wenn man längere Zeit nicht rauchen durfte z.B. beim Arbeiten...


    [...]


    Lieben Gruß


    Carina

    Hallo klein_schlumpfine


    Wenn Du mal hier http://www.med1.de/Forum/Sucht/745008/ kurz reingucken würdest, dann bräuchte ich nicht nochmal alles zu schreiben.


    Natürlich können wir dann hier weiterschreiben, denn die Fälle sind ja meistens doch anders gelagert.


    Ich gebe Dir Recht, das aufhören ist nicht einfach, und lass Dir nichts anderes erzählen. Wenn man jahrelang immer den gleichen Rythmus hatte(mit Kippe), dann ist es nicht leicht, damit aufzuhören.


    Du musst Dich mit anderen Dingen pushen wie zB, wie arschig seit einiger Zeit mit den Rauchern umgegangen wird.


    Oder das Du nie lange mit dem Rauchen beschäftigt bist/warst, höchstens 5-7 Min.


    Diese Zeit gilt es "ohne" zu überstehen.


    Die Kondition lässt immer mehr nach. Man merkt es an Treppen, oder beim gehen.


    Man wird immer kurzatmiger.


    Ich kann Dir auch ein sehr gutes Video auf YouTube empfehlen, da brauchst Du nur zuhören. Mir hat das Video seeehr geholfen.


    Erstmal LG!

    Naja, wie dem auch sei, bevor ich das "abgewöhnen" ernsthaft in Angriff genommen habe, habe ich auch mehrmals mal eine Pause eingelegt. Was mir da aber schon auffiel war, das die "erste" nach einer längeren Pause, ziemlich ekelhaft geschmeckt hat. Normalerweise hätte einem das zu denken geben müssen, und einem dabei helfen, das man beim Nichtrauchen bleiben soll. Aber man war blöd, und hat es wieder angefangen, so wie Du. Es ist reine Kopfsache, und deswegen wollte ich dann auch nicht mit irgendwas anderem anfangen, sozusagen von Abhängigkeit zuz nächsten Abhängigkeit. Ich kenne einige die auf E-Zigarette umgestiegen sind. Aber dann muss man sich schon wieder etwas regelmäßig in der Stadt besorgen, egal bei welchem Wetter....und das wollte ich nicht. Klar gibt es Tage, an denen würde ich eine rauchen, wenn ich eine hätte. Aber im nächsten Moment sag ich mir, das es mir zugute kommt, keine rauchen zu können. Und man ist ja nur, wie schonmal geschrieben, 5-7 Min. mit rauchen beschäftigt. Ich bin mir auch ziemlich sicher, das die Zigaretten früher anders geschmeckt haben. Meine "allererste" hat damals anders geschmeckt, als heute die "erste" nach einer längeren Pause. Und, der Faktor Geld spielt natürlich auch eine Rolle. Ich kannte noch die Zigarettenautomaten, wo man 2 DM reinschmeißen musste. Heute kosten meine 7€(14 DM umgerechnet).


    Ich glaube aber nicht, das eine Frau Merkel wirklich so glücklich wäre, wenn es in Deutschland keine Raucher mehr geben würde. Aber das werde ich wohl nicht mehr erleben, ob es so ist.

    Vor ca. 20 Jahren habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Ich rauchte damals so ca. 50 bis 60 Zigaretten am Tag. Das war mir dann doch zu teuer. Ich kaufte keine Zigaretten mehr. Nach der letzten vorhandenen Zigarette habe ich den Achenbecher gelehr, diesen gespühlt und in den Schrank gestellt. Seither habe ich keine zigarette mehr geraucht. Die erste Woche war ich sehr nervös und ich musste mich beherrschen nicht rückfällig zu werden. Danach war es aber gut.


    Nach drei Monaten fand ich Tabackrauch schon wiederlich und ich habe diesen gemieden. Auch Heute mag ich es nicht wenn in meiner Anwesenheit geraucht wird, da ich dadurch Atemprobleme bekomme.


    wer aufhören wirklich will sollte einfach damit aufhören.

    Zitat

    Nach drei Monaten fand ich Tabackrauch schon wiederlich und ich habe diesen gemieden. Auch Heute mag ich es nicht wenn in meiner Anwesenheit geraucht wird, da ich dadurch Atemprobleme bekomme.

    Dein Ernst? Ich dachte auch nach einem Jahr bei jeder Zigarette die ich roch (alle meine Kollegen rauchen) noch "Oh mein Gott ich will auch".


    Jeden Tag so 5x.

    Zitat

    Indem man stärker ist als die schwachen Momente. Du bist es, der nachgibt

    Ja. Aber kann man wirklich für immer stark sein? Oder lässt der Suchtdruck einfach irgendwann nach. Ich kann ein halbes Jahr lang jeden Tag 10 "Nein" sagen. Aber dann geht es einem einmal dreckig. Man trinkt vielleicht was. Liegt dem rauchenden Freund heulend im Arm... Und schon ist man wieder drauf. Verdammt.

    Naja... Nikotinsucht ist vor allem Kopfsache. Es gibt ja auch genug Leute, die mal einen Abend lang rauchen, und dann wieder wochenlang gar nicht.


    Ich vermute, bei dir steckt sowas dahinter wie: "Jetzt ist es eh egal." Oder auch: "Ich bin zu schwach, ich habe wieder angefangen zu rauchen, ich kann es wohl einfach nicht."


    Du musst dir halt klar machen, dass es nur 1 Zigarette war, die du dann nach monatelanger Abstinenz wieder geraucht hast. Du entscheidest über jede weitere, die du rauchst. Mit jeder Zigarette, die du rauchst, entscheidest du dich, weiterhin Raucher zu sein. Mit jedem Mal, wo du sagst: "Diesmal nicht, ich zünde mir keine an.", da entscheidest du, Nichtraucher zu sein. Jedes Mal. Nur, weil du 1 x einen Ausrutscher hast, bist du nicht automatisch wieder drin.


    Statt Ausrutscher zu vermeiden zu versuchen, solltest du schauen, wie du mit Ausrutschern umgehst. "War scheiße gestern Abend, aber ab heute bin ich wieder Nichtraucher." Auch eine mögliche Einstellung zu dem Thema.


    Und ich vermute auch, dass du nicht ausreichend Strategien aufgebaut hast, die das Rauchen ersetzen. Du rauchst, wenn du emotionalen oder beruflichen Stress hast, weil es dich entspannt und du dir so eine Auszeit schaffst. Das fühlt sich gut an. Deshalb fängst du immer wieder an, weil Rauchen für dich so positiv erscheint, du so viel Schönes daraus ziehst, dass du es gar nicht sein lassen willst. Zumindest ein kleiner Teil von dir will es nicht. Diesen Teil von dir gilt es zu überzeugen, indem du dir gute Alternativen für das Rauchen überlegst. Da musst du dich fragen, in welchen Situationen du rauchst und warum du es tust. Was könntest du stattdessen tun? Würde es dich entspannen, als Auszeit zu meditieren, Musik zu hören, ein Bad zu nehmen, 10 x durchzuatmen? Wie kannst du die Geselligkeit beim Rauchen ersetzen? Da musst du ansetzen, denke ich.


    Mit dem Rauchen aufzuhören ist vor allem eine Einstellungssache. Willst du echte alternative Verhaltensweisen für dich finden? Willst du bei einem Rückschlag nicht gleich aufgeben, sondern sofort wieder mit dem Nichtrauchen anfangen? Das sind Dinge, die du dich fragen solltest.

    Solange Rauchen für dich so positiv besetzt ist, wirst du immer das Verlangen danach haben, wieder anzufangen. Ich mag den Geruch von Zigaretten durchaus auch, aber trotzdem rauche ich nicht. Die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und meine Lebensqualität an sich sind es mir nicht wert. Wenn du lernst, dich anders zu entspannen, dir anders Auszeiten zu gönnen, anders gesellig zu sein - wenn es keinen Grund mehr gibt, das Rauchen zu vermissen - dann wird auch das Verlangen geringer werden. Denn das Verlangen besteht ja aufgrund der erwarteten Wirkung, nicht aufgrund des Geruchs an sich.

    Hallo, habe auch schon 1 Jahr nicht mehr geraucht, aber was ich noch gerne hätte wäre ein ekel vor Zigaretten, habe nämlich auch Angst wieder Rückfällig zu werden. Jemand eine Idee wie man den Ekel bekommt so das man gar nicht mehr auf die Idee kommt sich eine anzumachen?

    Zitat

    aber was ich noch gerne hätte wäre ein ekel vor Zigaretten, habe nämlich auch Angst wieder Rückfällig zu werden. Jemand eine Idee wie man den Ekel bekommt so das man gar nicht mehr auf die Idee kommt sich eine anzumachen?

    ......"so das man gar nicht mehr auf die Idee kommt sich eine anzumachen?".


    Hab ich zwar nicht, aber weiter oben hab ich geschrieben, das die ersten Züge an einer Zigarette, nach einer längeren Pause echt ekelhaft/widerlich schmecken. Ich rufe mir dann immer diesen Geschmack ins Gedächtnis. Man muss schon in etwa 1/2 Schachtel rauchen, um diesen Geschmack einigermaßen wieder zu neutralisieren.


    Die sogenannten Experten behaupten auch, das man nach ca. 6 Monaten nicht mehr an Zigaretten denkt. Das kann ich so auch nicht bestätigen. Zu allem Überfluss macht es auch das TV einem nicht gerade leicht, wenn man laufend die Schauspieler rauchen sieht. Raucher stehen da ziemlich alleine mit ihrem Problem. Ich war ja schon froh, das bei mir diese "Panik+Angstattacken nicht


    eingetreten sind, mit denen einige andere zu kämpfen haben.

    Zitat

    durchzuhalten

    es war in meinem Fall kein "durchhalten". Ich fand das endlich-nichtraucher-Buch da recht hilfreich.


    Ich will nicht rauchen.


    Ich rauche nicht.


    Gut, Thema beendet.


    Ich sehe da kein "durchhalten". Das ist eher eine innere Stimme, die gehirnwäschemässig immer noch sagt, "Du musst doch rauchen!!!".


    Man verpasst irgendwie nix, wenn man nicht raucht (eher im Gegenteil).

    Zitat

    Und ich vermute auch, dass du nicht ausreichend Strategien aufgebaut hast, die das Rauchen ersetzen. Du rauchst, wenn du emotionalen oder beruflichen Stress hast, weil es dich entspannt und du dir so eine Auszeit schaffst. Das fühlt sich gut an. Deshalb fängst du immer wieder an, weil Rauchen für dich so positiv erscheint, du so viel Schönes daraus ziehst, dass du es gar nicht sein lassen willst. Zumindest ein kleiner Teil von dir will es nicht.

    Ja das stimmt. Ich rauche sehr gerne. Und es ist eben auch ein sozialer Faktor. Das ist eigentlich das größte Problem für mich. Bei Freunden nicht so. Aber zB bei Kollegen. Es ist eben viel leichter zu sagen "Wollen wir eine Rauchen gehen" als "Hey, können wir mal 10 Minuten reden gehen".


    Es ist auch leicht so mit Mitarbeitern mal in Ruhe zu sprechen. Sich einfach mit einer Zigarette mit vor die Tür zu stellen ist halt etwas anderes als jemanden zu einem Gespräch zu bestellen.


    Dann ist es schon so, dass als Nichtraucher nichts mitbekommt und ziemlich sozial isoliert ist. Ich liebe meine Kollegen und da ich momentan fast meine ganze Zeit im Büro verbringe und dort den meisten Sozialkontakt habe ich die Vorstellung da nicht mehr dazuzugehören für mich im Moment schon noch schlimm.


    Ist immerhin gut eine Stunde "Socialtime" wo man Probleme bespricht, lacht, witzelt und sich unterstützt. Zeit in der ich nun brav arbeite.


    Das war bei den letzten Versuchen mein größtes Problem. Irgendwann wollte ich so gerne wieder dazu gehören.


    Ich weiß, dass das ein schwacher Charakter ist.

    Zitat

    Es ist eben viel leichter zu sagen "Wollen wir eine Rauchen gehen" als "Hey, können wir mal 10 Minuten reden gehen".

    Ist das nicht traurig, dass ein Gramm fermentierten Tabakschnitts die Menschen leichter zusammenbringt als die angeborenen sozialen Fähigkeiten?

    Zitat

    Es ist auch leicht so mit Mitarbeitern mal in Ruhe zu sprechen. Sich einfach mit einer Zigarette mit vor die Tür zu stellen ist halt etwas anderes als jemanden zu einem Gespräch zu bestellen.

    Habt ihr keine Pausenzonen, wo man sich mal mit einem Tee oder Kaffee zusammenstellen kann? Also mein Team hier besteht aus einem Dutzend Nichtraucher. Nach deiner Theorie müssten wir sozial total verkümmert sein.

    Zitat

    Dann ist es schon so, dass als Nichtraucher nichts mitbekommt und ziemlich sozial isoliert ist.

    Das halte ich für Unfug und finde das erschreckend. Ich würde eher sagen, dass du als Raucher isoliert bist - nämlich dass du deine sozialen und kollegialen Kontakte eben auf die Raucher reduziert hast, weil du mit denen eine Zwangsgemeinschaft bildest. Es gibt auch eine Welt daneben. Oder dein Arbeitsumfeld ist so außergewöhnlich, dass es einen übermäßigen Raucheranteil hat (oder jeder in diesem Zwang steckt, wegen der Isolationsangst einfach weiter zu rauchen, so dass es sich zur selbsterfüllenden Prophezeiung entwickelt). Was würdest du sagen, wie groß der Raucheranteil in deinem Umfeld prozentual ist?


    Hört doch einfach gemeinsam auf? :-)


    Und niemand zwingt dich, bei den Treffen "vor der Tür" mitzurauchen.


    Ich verstehe dein Problem wirklich nicht, warum du ohne Zigarette in der Hand von zurückgehenden Kontakten ausgehst.