• Ritalin

    Da ich jetzt schon sehr oft in irgendwelchen Foren lesen musste, dass Eltern ihren Kindern Ritalin verschreiben lassen wollen, da ihre Kinder zu "unruhig" sind, muss das einfach mal raus... Ich bin 24 nehme jetzt seit gut 4 Jahren Methylphenidat. Anfangs war es noch ganz "nett", da ich mich wohler fühlte als ohne. Konzentration oder sonstige schulischen…
  • 150 Antworten

    Hallo, muss mich jetzt auch mal dazu äußern,ichhabe die Diagnose ADHS bekommen als ich 18 war,damals habe ich schon 12 jahre therapiehinter mir gehabt ohne jeglichen Erfolg. Mittlerweilebekomme ich das Ritalin und das sind 10 jahre, ich bin weder abhängig davon noch sonst was,natürlich bin ich in therapeutisch begleitender behandlung, die ist ja sehr wichitg dabei,ich nehme meine tabletten nur wenn ich arbeiten muss etc, also niemals in meiner freizeit im urlaub o.ä. Mittlerweile gibt es sogar studien, die belegen das ein teil der ADHS Erkrankten ohne medikation aufgrund der mangelnden aufmerksamkeit nicht mal auto fahren dürften. bei mir wurde die Diagnose anhand von einer farbgebenden MRT Untersuchung als auch Befragungen der alten Therapeuten, Lehrer,Eltern gemacht. Mittlerweile weiß man auch das sich ein ADHS nicht auswächst sondern nur verschiebt im Erwachsenenalter, weil es eine Gehirnstoffwechselerkrankung ist, leider. Natürlich bin ich kein absoluter Befürworter der Medikation oder der vorschnellen Medikamentenverschreibung ohnerichtige Diagnose. Aber wenn es fürden Betroffenen durch Mediaktion zur verbesserten Lebensqualität kommt, dann ist das doch ok. Ich habe mich lange an meiner ehemaligen Schule für ADS / ADHS Leute eingesetzt und im ELternverband gearbeitet, da es leider aufgrund des Missbrauches der Medikamente immer noch negativ belastet ist. So wirklich einfach ist ein ADS / ADHS nicht, es bringt leider noch viele Begleiterkrankungen mit sich. Vielleicht konnte ich es ein bisschen Erklären,was es damit auf sich hat. Wenn noch fragen sind, wie es sich vorzustellen ist oder was die medikamente bewirken, werde ich das gerne tun.


    Gruß

    http://de.wikipedia.org/wiki/Methylphenidat zum Thema Ritalin und Abhängigkeit:


    Abhängigkeitsgefahr


    Methylphenidat wird seit Jahrzehnten in der Therapie von ADHS verwendet. Bei fachgerechter medikamentöser Therapie von ADHS mittels Methylphenidat konnte bisher kein Fall von Abhängigkeit festgestellt werden. Das plötzliche (eigenmächtige) Absetzen von Methylphenidat sollte jedoch unterlassen werden, da dies unter Umständen zu so genannten Absetzerscheinungen wie etwa verstärkter Hyperaktivität, Gereiztheit oder depressiver Verstimmung führen kann. Vor allem nach einer langfristigen und hochdosierten Behandlung sollte Methylphenidat daher nach ärztlicher Anweisung ausgeschlichen werden.


    Studien zeigen, dass der Einsatz von Stimulanzien wie Ritalin die Suchtgefahr bei AD(H)S-Kindern senkt.


    Bei ADHS-Betroffenen wird teilweise eine generell erhöhte Suchtneigung angenommen. Ursächlich hierfür ist jedoch nicht die Behandlung mittels Methylphenidat, sondern der gestörte Dopaminhaushalt. Die Betroffenen versuchten, sich mittels Nikotin und anderer Drogen, die sich auf den Dopaminhaushalt auswirken, selbst zu behandeln.


    Ritalin wurde 1944 in der Schweiz von der Pharmafirma Ciba (heute Novartis) eintwickelt und ist seit 1954 in Deutschland zugelassen.


    www.mehr-vom-tag.de

    @ JebbediahBundy

    Kann deine Meinung voll und ganz akzeptieren und hab mich auch keine Sekunde angegriffen gefühlt. Zu der sache das man ADS/ADHS auch OHNE ritalin behandeln kann weiß ich auch noch was: Homophädie (leider absolut keine Ahnung wie das geschrieben wird, ich hoffe ihr könnt damit auch was anfangen hehe|-o) Ich habe von meiner Ärztin die eben auf sowas spezialisiert ist, eine Dauer"pille" bekommen. Die merke ich zwar nicht so wie das Ritalin, soll mich aber wenigstens MANCH MAL konstant ruhig halten, auch wenn das Ritalin nicht mehr wirkt.


    Also kann man auch einen Arzt Homophädie zu rate ziehen. Könnte vielleicht auch helfen, ich merks nicht sooo wirklich aber ich dachte, kann ja nich schaden :D

    @ Biene81

    Bei dir wurde das erst so spät festgestellt, das is ja blöd. Am besten ist es ja wenn es so früh wie möglich diagnostiziert wird... Ich habe früher die Tabletten auch nur zur Schule genommen, in den Ferien dann zb Pause aber ich hab einfach gemerkt, das ich das dann noch nicht so wirklich alles geregelt bekomme, bin ja auch noch etwas jünger, Pubertät und so hehe. trotzdem will ich mir irgendwann wieder angewöhnen die Tabletten nur in der Schulzeit zu nehmen =)

    DuUndIch:


    Ja klar, wenns hilft!:)^ Soll man ruhig auch Homöopathie ausprobieren, oder Akkupunktur oder sonstwas.:)z Hat keine Nebenwirkungen und man macht sich damit auch nix kaputt. Und wenn du schon leichte Besserung verspürst, isses doch prima.


    Liebe Grüße:)*

    Zitat

    Bei fachgerechter medikamentöser Therapie von ADHS mittels Methylphenidat konnte bisher kein Fall von Abhängigkeit festgestellt werden.


    Das plötzliche (eigenmächtige) Absetzen von Methylphenidat sollte jedoch unterlassen werden, da dies unter Umständen zu so genannten Absetzerscheinungen wie etwa verstärkter Hyperaktivität, Gereiztheit oder depressiver Verstimmung führen kann. Vor allem nach einer langfristigen und hochdosierten Behandlung sollte Methylphenidat daher nach ärztlicher Anweisung ausgeschlichen werden.

    Huh, das ist ja putzig. Naja zum Glück gibts keine Abhängigkeit durch das Medikament wie bei anderen Drogen, bei denen man Sensibel, schlecht gelaunt oder gar wütend wird.


    Liebe Grüße*:)

    Leider erst so spät. Habe auch versucht es nach der schule abzusetzen,ohne erfolg.

    @ all

    Der Entdecker des ADS / ADHS war Heinrich Hoffmann, der seine Eindrücke damals sehr imposant im Struwwelpeter beschrieb und als einer der berühmtesten Ärzte in der Geschichte der Psychatrie war.


    Gruß

    Zitat

    Das plötzliche (eigenmächtige) Absetzen von Methylphenidat sollte jedoch unterlassen werden, da dies unter Umständen zu so genannten Absetzerscheinungen

    Das gibt es auch bei Schmerzmitteln, wie Ibuprofen, Paracetamol. Antidepressiva, Betablocker, Neurolptika, Antidiabetika, Diuretika, Antieptileptika, ACE-Hemmer, usw. Auch Drogen?

    Auch Drogen. *:)


    Nur zur Info: Wo es "Absetzerscheinungen" (in meinen Augen nichts anderes als Entzugserscheinungen infolge der akuten Drogenwirkung) gibt, da gibt es auch Abhängigkeit.

    keinesfalls sind absetzerscheinungen auch entzugserscheinungen.oder wolltest du damit sagen, jeder chronisch kranke auf medikamente angewiesene mensch ist drogenabhängig.

    Ich kann mir nicht vorstellen das Absetzerscheinungen körperlich auftreten... oder doch? ich glaube ich würde das eher psychisch merken... hm is mal ne Überlegung wert:-)

    Schonmal in Betracht gezogen, dass alles Psychische im Endeffekt auch etwas körperliches ist? Woher soll es denn kommen wenn nicht vom Körper? *:)

    Zitat

    Wo es "Absetzerscheinungen" (in meinen Augen nichts anderes als Entzugserscheinungen infolge der akuten Drogenwirkung) gibt, da gibt es auch Abhängigkeit.

    Zitat

    Moment, eine Entzugserscheinung hat zunächst einmal nichts mit Abhängigkeit zu tun...

    ???

    Immer wird einem das Wort im Mund herumgedreht ;-)


    Ich meinte, dass es generell bei Entzugserscheinungen auch irgendwann eine Sucht gibt, dass eine Substanz, die Entzugserscheinungen hervorruft, auch Suchtpotential hat. Das heißt aber noch lange nicht, dass die erste, schwache Entzugserscheinung (von dir Absetzerscheinung genannt) gleich ein Zeichen von Sucht ist.

    Zitat

    (von dir Absetzerscheinung genannt)

    Bei längerem, hochdosierten Gebrauch können Absetzreaktionen, wie Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen behandelt werden durfen.


    Steht z. B. in der Packungsbeilage von den Ibuprofen Zäpfchen meiner kleinen Geschwister.


    Muss Dich enttäuschen. Die Packungsbeilage habe nicht ich verfasst.


    Dass Ibuprofen kein Suchtpotential hat, gibst Du hoffentlich zu.