• Ritalin

    Da ich jetzt schon sehr oft in irgendwelchen Foren lesen musste, dass Eltern ihren Kindern Ritalin verschreiben lassen wollen, da ihre Kinder zu "unruhig" sind, muss das einfach mal raus... Ich bin 24 nehme jetzt seit gut 4 Jahren Methylphenidat. Anfangs war es noch ganz "nett", da ich mich wohler fühlte als ohne. Konzentration oder sonstige schulischen…
  • 150 Antworten

    @ Barceloneta

    Du beschreibst bei Absetzerscheinungen sehr richtig die Vorgänge im Gehirn. Doch du beachtest nicht, dass du damit Entzugserscheinungen beschreibst, denn diese entstehen genau so, wie du deine "Absetzerscheinungen" beschreibst.


    [...]

    Nochmal: Eine Integration der Substanz durch den Organismus (Adaption, mitunter auch Toleranz) hat Entzugserscheinungen zur Folge und legt irgendwann den Grundstein für eine Abhängigkeit.

    ach.. interessant .. ich bin eine Süchtige mit der Diagnose ADS. Leider zahle ich Methylpheni TAD selbst.. Auch wenn Du (u.a. auch Kathleen-Sarah) das offensichtlich nicht unterstützen möchtest.*1) (Mein Leben funktioniert seitdem besser in Verbindung mit einer Verhaltenstherapie.) Die Anfang des Jahres erstellte Diagnose erklärte mir mein Versagen in vielen Bereichen. Ich dachte sehr lange Zeit mit mir stimmt was nicht! Mittlerweile weiß ich dass es stimmt. Aber ich weiß, was es ist. Ich dachte ich bin einfach unfähig, faul und begriffsstutzig. Gewünscht hätte ich mir, dass meine Eltern es damals erkannt hätten. Sie haben mich stattdessen aufgegeben. (Sie wussten es nicht besser. Genauso wie auch ich lange Zeit.)


    *1) Die Krankenkasse würde die Kosten bei Erwachsenen übernehmen? Für den gleichen Wirkstoff?

    Zitat

    Der Begriff "Sucht" ist veraltet und ist im Bereich stoffgebundener Abhängigkeit durch "Abhängigkeit" ersetzt worden.

    Vielleicht sollte Doc Schüller das Unterforum "Sucht und Drogen" umbenennen in "Abhängigkeit und Drogen". Weil der Begriff "Sucht" ist ja veraltert.

    Zitat

    Jedes Pharmakon hat Suchtpotential. Die Frage ist nur, wo die Schwelle liegt...

    Auch das sollte man schnell in "Abhängigkeitspotential" umbenennen, genau wie der Begriff "Suchtberatung". Alle medizinischen, psychologischen, pharmazeutischen Bücher schnell erneuern. Denn in Auflagen von Januar 2009 findet man noch den Begriff "Sucht".

    Zitat

    Ich schrieb auch:

    Zitat

    oder eine dämpfende Wirkung, die Dir alles egal erscheinen lässt.

    Aber vielleicht nehmen ja alle solche Stoffe aus Lust, Langeweile, weil sie ihrem Körper schaden wollen und zuviel Geld haben.

    Auch diese "dämpfende WIrkung, die Dir alles egal erscheinen lässt", definiert keine Drogen. Nochmal: Drogen werden nicht durch ihre (durch den Konsumenten subjektiv wahrgenommene) Wirkung definiert, und auch nicht durch den Grund des Konsumenten, diese zu konsumieren.

    ich glaube, Diskutieren ist hier sinnlos.. Du mischst hier zwei verschiedene Phänomene von "Entzug". Beim einen mit, beim einen ohne Sucht. Das ist ein signifikanter Unterschied, den du gar nicht verstehen willst. Man bekommt vom Absetzen von Antidepressiva vielleicht Kompfschmerzen, wenn man es nicht ausschleicht, aber man hat einfach in keinem Moment auch nur irgendwie das Verlangen nach dem Medikament. Warum auch?


    Wer mal Antidepressiva genommen hat, der weiß, wie falsch das Bild von deren Wirkung ist., dass die Bevölkerung so hat. ich merke gar nichts davon. Außer eben, dass ich stabiler und belastbarer bin und mehr Antrieb habe. ich habe übrigens vom Absetzen noch nie was mitgekriegt, obwohl ich einmal nach 1,5-jähriger Einnahme versehentlich von der Maximaldosis auf null abgesetzt habe. Kein Kopfweh, nichts.

    Genau..


    Barceloneta


    Ich wünsch mir auch mehr Aufklärung über Antidepressiva in der Gesellschaft! Leider ist kaum einer bereit sich belehren zu lassen.


    ABer.. hier gehts gar nicht mehr um Ads oder Ritalin, oder?

    Zitat
    Zitat

    Der Begriff "Sucht" ist veraltet und ist im Bereich stoffgebundener Abhängigkeit durch "Abhängigkeit" ersetzt worden.

    Vielleicht sollte Doc Schüller das Unterforum "Sucht und Drogen" umbenennen in "Abhängigkeit und Drogen". Weil der Begriff "Sucht" ist ja veraltert.

    Zitat

    Jedes Pharmakon hat Suchtpotential. Die Frage ist nur, wo die Schwelle liegt...

    Auch das sollte man schnell in "Abhängigkeitspotential" umbenennen, genau wie der Begriff "Suchtberatung". Alle medizinischen, psychologischen, pharmazeutischen Bücher schnell erneuern. Denn in Auflagen von Januar 2009 findet man noch den Begriff "Sucht".

    [...]


    Im Übrigen: Es heißt korrekt "Abhängigkeitspotenzial", mein Fehler. Und vielleicht trifft "veraltet" nicht ganz den Sachverhalt, eher "inkorrekt". Ich wollte damit lediglich verdeutlichen, dass es keinen Unterschied zwischen "Sucht" und "Abhängigkeit" gibt, "Sucht" ist der alte, noch immer landläufige, "Abhängigkeit" der neue, wissenschaftlich korrekte Begriff.

    @ Yolina

    Zitat

    ach.. interessant .. ich bin eine Süchtige mit der Diagnose ADS. Leider zahle ich Methylpheni TAD selbst.. Auch wenn Du (u.a. auch Kathleen-Sarah) das offensichtlich nicht unterstützen möchtest.*1)

    Ich bin kein Gegner von Ritalin, aber ich finde, es ist nicht für alle geeignet.


    Dazu mehr:


    http://www.med1.de/Forum/Kindermedizin/478636/

    Zitat

    Du mischst hier zwei verschiedene Phänomene von "Entzug". Beim einen mit, beim einen ohne Sucht.

    Noch Einmal: Entzug hat noch nichts mit Abhängigkeit zu tun, es ist lediglich ein Vorbote davon.

    Zitat

    Man bekommt vom Absetzen von Antidepressiva vielleicht Kompfschmerzen, wenn man es nicht ausschleicht, aber man hat einfach in keinem Moment auch nur irgendwie das Verlangen nach dem Medikament.

    Du scheinst den Unterschied zwischen psychischer und physischer Abhängigkeit nicht zu kennen. Erstgenannte besteht aus dem psychischen Verlangen nach der Droge, letztgenannte besteht aus dem körperlichen Verlangen, und dieses körperliche Verlangen tritt auf in Form von Entzugserscheinungen (wobei man natürlich erst bei unüberwindbaren Entzugserscheinungen wirklich von Abhängigkeit sprechen sollte). Dies bedeutet, dass man bei rein körperlicher Abhängigkeit oder Vorboten davon überhaupt kein psychisches Verlangen spüren muss.

    komisch.. wenn ichmein zeug zu lange plötzlich absetze bekomme ich Halluzinationen :-/ aber könnte man sich nicht eingen da es sich um abstufungen handelt? also die leute ide ich kenne die über längere Zeit Drogen genommen haben gab es auch starke Unterschiede beim absetzen. die einen litten, kamen aber klar, die anderen sind die Wände hochgegangen... aber alle hatten von ihrem Stoff ohne Zweifel einen Entzug.


    Bei Ritalin ist das Problem ja auch nicht das kranke Kinder davon scher abhängig werden sondern das viele aufgedrehte Kinder das zu schnell bekommen obwohl kein ADS vorliegt und da ist es ja wieder was anderes.

    Zitat

    Du scheinst den Unterschied zwischen psychischer und physischer Abhängigkeit nicht zu kennen.

    Du scheinst Leute gerne abzuwerten. Natürlich kenne ich das. Aber es trifft einfach nicht zu. Nicht alles, was körperlich was auslöst, ist eine Abhängigkeit.

    Jetzt sag mir mal bitte, in welchem Punkt das auf Antidepressiva oder auf Ritalin zutrifft. Bravo, nämlich in exakt keinemm.


    Quelle: http://www.medizinfo.de/sucht/sucht/abhaengigkeit.shtml