• Ritalin

    Da ich jetzt schon sehr oft in irgendwelchen Foren lesen musste, dass Eltern ihren Kindern Ritalin verschreiben lassen wollen, da ihre Kinder zu "unruhig" sind, muss das einfach mal raus... Ich bin 24 nehme jetzt seit gut 4 Jahren Methylphenidat. Anfangs war es noch ganz "nett", da ich mich wohler fühlte als ohne. Konzentration oder sonstige schulischen…
  • 150 Antworten
    Zitat

    Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Ritalin nur dann, wenn es im Rahmen der Kindermedizin verschrieben wird.

    Also nur bei Kindern! Oder ist etwa die Kindermedizin für Erwachsene?

    @ Biene,

    nur Du könntest mir jetzt sagen, wie es tatsächlich in der Praxis, in deinem persönlichen Fall aussieht. ???

    Ja bekomme es ganz normal auf BTM Rezept und ich muss dazu sagen, mein Arzt verordnet es ohne jemals einen Antrag gestellt zu haben und bisher ist es wohl auch der KK nicht aufgefallen oder die Mengen sind so gering,weil ich bei ihm der einzige bin, der es bekommt (nicht meine Therapeutin, weil die mehrfach regresse hatte und es nur noch auf Privat BTM verschreibt und ich aber kein Geld dafür habesind rund 150 Euro im Monat). Und Ritalin darf auch nur auf BTM Rezept verschrieben werden. Ich würde behaupten ich habe da einfach mal glück gehabt und bin da auch sehr dankbar für. Und wenn es irgendwann nicht mehr geht, dann werde ich bis vor den Sozialgerichtshof ziehen,weil es einfach ein Unding ist, es einem Erwachsenen nicht zu erstatten, nur weil man die Studienm die es gibt, nicht beachtet und leider auch bei den Gremien noch häufig der Meinung ist, das gäbe es im Erwachsenenalter nicht, aber das ist ja leider häufig so. Hauptsache Sparen. Das ich z.b.meine Lebensqualität dafür einbüsse,ist uninteressant und so geht es vielen. Ich hoffe die laufenden Zulassungsverfahren bringen was und führen dann nicht mehr zu einem solchen Medienrummel wie es bei dem Einsatz von Ritalin bei Kindern war, denn das kann viel kaputt machen. Viele haben keinerlei Ahnung was es wirklich heißt betroffen zu sein.Wen es interessiert, es gibt ein super gutes Buch, welches über den Elternverband Hessen zu beziehen ist wer interesse hat, einfach per PN melden.Das Buch hat ein damals 13 Jähriger geschrieben und es gibt auch gute Bücher über das Erwachsenen - ADHS. Ich frage mich oft,warum wir in einer solchen Gesellschaft leben bzw. warum viele so voreingenommen sind und es diesen Menschen dann noch schwerer machen als es eh schon ist. Und glaubt mir ich spreche aus Erfahrung.


    Naja, wollte gar nicht so viel schreiben.

    Zitat

    Nach einer grossen Missbrauchswelle in der 70er Jahren wurde es dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt.

    Zu diesem Zeitpunkt war die Krankheit ADS/ADHS noch nicht bekannt.


    Ritalin wurde lange bei einer Narkolepsie ("Schlafkrankheit") verabreicht. Damals war es umgekehrt. Es war nur für Erwachsene zugelassen.


    Bei ADS fehlt ein Botenstoff im Gehirn. Nur wenn dieser fehlt, wirkt Ritalin. Bei einer Narkolepsie ist aber dieser Botenstoff vorhanden. Da wirkt Ritalin "wie eine Droge". Daher das mit dem BTM-Rezept. Ritalin darf seit dieser Erkenntnis nicht mehr für diese Krankheit verordnet werden.

    Mal kurz zur der Botenstoffsache, bei ADS / ADHS liegt ein Mangel an Serotonin und Dopamin vor,dass sind die Stoffe,welche unheimlich wichtig sind in der Informationsweiterleitung als auch dem Sortiersystem von wichtig und unwichtig. Es gibt da zwei möglichkeiten, die eine ist, die Botenstoffe werden in nicht ausreichendem Masse produziert oder sie werden abgebaut bevor sie an der jeweiligen Synapse angedockt sind. Die einzigste wirksame Methode diese zumindest zeitweilig zu ersetzen sind die Amphetamine oder Amphetaminderivate wie z.B. Methylphenitad oder direkter Amphetaminsaft.

    nee, das was auf den letzten Seiten gepostet wurde.Verordnungsverbote etc.


    ich wollte einfach nur das wissen was du dann auch gesagt hast, wie es ist, wenn du kein Kind mehr bist und das Zeug trotzdem noch brauchst. Da interessiert es mich nur am Rande, was in irgendwelchen Studien steht, ich wollte was aus der Praxis hören *:)

    Die ganze Geschichte zu Ritalin:


    Methylphenidat (Ritalin) wurde erstmals 1944 von Leandro Panizzon, einem Angestellten der schweizerischen Firma Ciba (Chemische Industrie Basel, heute Novartis), synthetisiert. Zu der damaligen Zeit war es nicht unüblich, Selbstversuche mit neu entwickelten Substanzen durchzuführen – so probierten auch Leandro Panizzon und seine Ehefrau Marguerite ("Rita") Methylphenidat aus. Besonders beeindruckt war Marguerite davon, dass sich ihre Leistung im Tennisspiel unter Einnahme dieses Medikaments steigerte. Von ihrem Spitznamen Rita leitet sich der bekannte Handelsname Ritalin für Methylphenidat ab. Ritalin wurde 1954 von Ciba auf dem deutschsprachigen Markt eingeführt. Das Medikament wurde in Deutschland zunächst rezeptfrei abgegeben. Viele Erwachsene haben damit Missbrauch betrieben. Daher wurde es aber 1971 dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt.


    Ritalin wurde lange bei einer Narkolepsie ("Schlafkrankheit") verabreicht, diese Krankheit ist unheilbar. Ritalin daher eingesetzt als Dauermedikation. Über diese Krankheit sind durchaus langfristige Nebenwirkungen erforscht. Ritalin ist seit 55 Jahren zugelassen.


    Ritalin fällt unter das Betäubungsmittelgesetz, weil es als Aufputschmittel angesehen wird.

    Es ist auch besser das es BTM ist, denn für einen nicht ADSler ist dieWirkung mit LSD oder Ecstasy zu vergleichen. Die Geschichte der ganzen Erkrankung und ihrer Behandlung ist sowieso sehr interessant finde ich zumindest.

    meine tochter bekam das weil sie im kindergarten unruhig war, am we hatte ich das aber nicht oder wenn sie krank war,ich war dann immer total fertig sie hatte das mit 4, einige zeit später fiel mein kind einfach hin u ich bin zum arzt, da kam raus, dass es vom ritalin ist. außerdem ist das erst ab 6 jahre u regelmäßig hätt sie bekommen müssen. die ärztin die uns das verschrieben hat war für uns nicht mehr zu sprechen. der andere arzt hat ihr das nicht verschrieben u wir mußten die ernährung für einige zeit umstellen und siehe da es klappte

    Ganz ehrlich, mit vier finde ich das auch zu früh.Sehr verantwortungslose ärztin. Deshalb bin ich ein absoluter verfechter der multimodalen therapie und nicht medikamente zum ruhigstellen, dass geht gar nicht. Sei froh, dass ihresmitner ernährungsumstellunggeschafft habt. Habeich alles auch hintermir aber ohne erfolg.


    LG

    Zitat

    November 2008 haben Wissenschaftler erst die Freigabe für Erwachsene gefordert für den europäischen Markt. Die Zulassung für Erwachsene kann aber noch dauern, weil Methylphenidat sehr umstritten ist.

    das ist so eine verwirrende Aussage. Erwachsene können es doch bekommen, nur eben nicht auf Kassenrezept *:)

    ich habe auch mal ritalin genommen hatte das gefühl das es was gebracht hat dann wurde ritalin in deutschland verboten und es kam ein ersatz strattera doch das habe ich nicht vertragen so wie meine klassenkameradin auch nicht die das auch genommen hat wir haben beide spätestens um 10 es wieder rausgebrochen habe es dann einfach abgesetz weil ich auf das morgenliche kotzen keine lust mehr hatte ...