Schmerzhafter Horrortrip mit Cannabis

    Hey liebe Leute,


    ich hoffe das mir vielleicht jemand erklären kann was mit mir passiert ist. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ... mir würde es schon helfen zu wissen das ich damit nicht alleine bin. Bitte lest euch alles durch und spart euch gemeine oder belehrende Kommentare.
    Ich habe das was ich jetzt beschreibe mir auch nicht eingebildet oder geträumt ... ich habe selbst noch am nächsten Tag gespürt, wie schlapp mein Körper von vorherigen Tag gewesen ist ...


    Kurz zu mir: Ich bin weiblich und Mitte 20 und habe soweit ich weiß keine Krankheit.

    Ich habe in den vergangenen Tagen seit längerer Zeit mal wieder gekifft. Als Teenager habe ich öfter mit Freunden gekifft, bis ich mich irgendwann davor nur noch geekelt habe und mich tatsächlich auch davon übergeben musste.


    Letztes Jahr habe ich 2 mal gekifft und da war immer alles in Ordnung. Das Zeug kam auch von der gleichen Person. Ich hatte nie Probleme damit, außer das eine mal bei dem ich mich übergeben musste und das war vor fast zehn Jahren.


    Vor ein Paar Tagen ist mir allerdings etwas passiert, dass ich vermutlich niemals wieder vergessen werde. Ich habe mir zusammen mit meinem Freund gegen 20 Uhr einen Joint geteilt und habe bereits nach wenigen Zügen bemerkt, dass mir ein wenig schwindelig und übel wurde. Nach meinen letzten beiden Zügen wurde das aber so stark, dass ich auf Klo rennen und mich übergeben musste.


    Irgendwann saß ich auf Klo und habe plötzlich kalten Schweiß auf der Stirn und am Rücken bekommen, obwohl neben mir das Fenster offen war. Dann hat meine Haut überall angefangen zu kribbeln, als würde ich eine Gänsehaut bekommen, doch die habe ich trotz der Kälte nicht bekommen.


    Ich hatte das typische Gefühl mich nicht vom Platz bewegen zu können. Jede Bewegung war so anstrengend, als würde ich einen ganzen Menschen hoch heben müssen. Vielleicht TMI aber ich hatte auch die ganze Zeit das Gefühl, als müsste ich Groß machen, aber es kam absolut gar nichts. Irgendwann hatte ich so extreme Unterleibsschmerzen und einen Druck nach unten, dass ich für einen Moment tatsächlich dachte ich kriege ein Kind, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt meine Periode hatteX-\
    In dem Moment war ich aber so irrational und hatte so große Schmerzen, ich konnte es mir nicht anders erklären. Ich dachte die ganze Zeit nur: Ich kriege ein Kind oder ich sterbe, ich brauche einen Krankenwagen. Und das es was anderes als Gras gewesen sein muss. Das war nicht normal.

    Ich konnte auch nicht lange stillhalten und musste mich irgendwie bewegen, obwohl ich so unfassbare schmerzen hatte. Meine Augen konnten sich kaum auf etwas konzentrieren und haben sich die ganze Zeit schnell von rechts nach links bewegt. Irgendwann habe ich vorne im Intimbereich und über dem Steißbein das Gefühl gehabt, dass es eiskalt ist und gleichzeitig brennt. Ich habe meine ganze Kraft zusammengenommen und das Fenster geschlossen, aber selbst danach war das Gefühl noch da.


    Ich kann es einfach nicht richtig beschreiben, aber es war die absolute Hölle. Innerlich wollte ich schreien und weinen, aber äußerlich hatte ich nicht die Kraft dazu. Ich konnte nur immer wieder meine Position verändern und vor mich hinstarren in meinem Schmerz. Allein das ändern der Position war so anstrengend, dass ich mich eine Weile danach nicht die Kraft hatte mich erneut zu bewegen.

    Die ganze Zeit über sind meine Augen immer wieder fast zugefallen, doch ich hatte das Gefühl, wenn ich jetzt einschlafe, dann wache ich nicht mehr auf. Ich war absolut überzeugt, dass ich sterben werde, sobald ich meine Augen schließe.


    Mein Freund wollte mich die ganze Zeit dazu bringen mit ihm zu reden oder aus dem Klo zu kommen, aber ich hatte nicht mal die Kraft es ihm zu erklären. Ich habe ihn angefleht mich in Ruhe zu lassen, weil ich nicht reden konnte/möchte. Allein das rauszubringen war so anstrengend, ich hätte auf der Stelle in Ohnmacht fallen können.


    Irgendwann haben die Schmerzen weitestgehend aufgehört und es wurde auch urplötzlich weniger anstrengend sich zu bewegen. Bis dahin hat sich das angefühlt, als wären bereits 5 Stunden vergangen. In der Realität war es maximal eine Stunde. Ich bin also irgendwann aus dem Klo gekommen und zu meinem Freund, der natürlich total besorgt war. Ich konnte mich nicht setzen, musste die ganze Zeit langsam hin- und her laufen und mich auf mich selbst konzentrieren, bis ich irgendwann etwas essen konnte.
    Danach wurde es dann immer besser und besser, bis ungefähr gegen halb 1 alles weg war und ich zwar schlapp aber erleichtert war.


    Ich kann es auch jetzt noch immer nicht begreifen oder genau erklären. Das einzige was ich meinem Freund immer nur gesagt habe war: Wenn ich das in zwanzig Minuten noch habe ruf einen Krankenwagen, es fühlt sich an als würde ich sterben. Das habe ich immer wieder ganz langsam gesagt, weil es so anstrengend war und weil ich, glaube ich, auch etwas kurzatmig war.


    Mir geht es mittlerweile gut. Ich glaube auch, dass mein Kopf bereits versucht das ganze zu verdrängen.

    Vielleicht muss ich auch noch erwähnen, dass ich im letzten Monat depressive Züge hatte und immer mal wieder ein wenig stress habe, obwohl ich nicht arbeite in der derzeitigen Krise. Ich habe bereits gelesen, dass das manchmal der Anlass für einen "Horrortrip" ist ... aber ich habe bisher nicht ansatzweise ähnliche Erfahrungen gefunden im Internet.

    Vielleicht könnt ihr mich aufklären
    Viele Grüße :-)

  • 20 Antworten

    Was ich vergessen habe: Ich bin kein Raucher, ich trinke kein Alkohol und werde ab jetzt so ein Zeug auch nie wieder anfassen ...:|N

    hast du irgendwelche anderen Drogen in letzter Zeit genommen?

    Ich frage, weil als ich vor 20 Jahren so ne Chemie-Zeit hatte, konnte ich auhc nicht kiffen, weil es mir dann richtig, richtig dreckig ging. Ähnlich dem wie du das beschreibst. Ich habe tatsächlich danach auch nie wieder gekifft.

    Was ich mir noch vorstellen könnte, vllt hat der Dealer da Cannabinoide draufgestreut, um minderwertiges Gras zu übertünchen. Zumindest vor ein paar Jahren bekam man Cannabinoide auf Research Chemicals Seiten zu kaufen, Bekannter von mir hat das gemacht und das Zeug kann man halt auch rauchen, hat dann nur mit kiffen nix mehr zu tun.

    Das tut mir leid.


    Das was du beschreibst kommt nicht so selten vor wie es manche gerne hätten :(v


    Cannabis ist leider nicht harmlos.

    Pfefferminzbonbon danke für deine Antwort! Ich werde mir gleich mal deinen Link anschauen. Ich nehme ansonsten keine Drogen und habe auch in letzter Zeit nichts geraucht. Ich habe auch keinen Alkohol getrunken.

    Das einzige was ich an dem Morgen genommen habe war eine Ibuprofen 400 wegen Unterleibsschmerzen, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die bis zum Abend noch gewirkt hat.


    Wir haben das Gras von einem Freund, der es wiederum von einem Freund hat. Unser Freund hat aus dem Gras 4 Joints gerollt, zwei für die und zwei für uns und unsere Freunde haben an dem Tag ebenfalls einen geraucht. Keiner von den dreien hatte irgendetwas, nur ich. Meinem Freund ging es auch gut, obwohl wir das gleiche Zeug geraucht haben. Ihm war nur etwas schwindelig. Ich kann es mir halt wirklich gar nicht erklären.

    Paritu danke! Ich habe schon von "Horrortrips" gehört, aber das war nicht ansatzweise was ich erlebt habe ...


    Ich habe auch mit meinen Freunden darüber geredet und die können sich auch nicht vorstellen, dass es an dem Gras lag, eben weil wir alle das gleiche hatten. Ich hatte bisher auch nie von SOWAS gehört. :-(

    Mal ein Schuss ins blaue von einem Laien.

    "Schwindelig": Könnte das ein Nikotinflash gewesen sein? Und vom Rauch, den du ja auch nicht gewohnt bist, ist dir dann übel geworden. Diese Symptome in Verbindung mit der berauschenden Wirkung des Canabis haben dann zu einer Panik-/Angstattacke geführt? Symptome wären:

    - Schmerzen oder Beschwerden in der Brust

    - Ein Gefühl des Erstickens

    - Schwindel, Schwanken oder Ohnmacht

    - Angst zu sterben

    - Angst, verrückt zu werden oder die Kontrolle zu verlieren

    - Derealisations- oder Depersonalisationsgefühle, Gefühl der Entfremdung von der Umgebung

    - Hitzewallungen oder Schüttelfrost

    - Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall

    - Taubheitsgefühle oder Kribbeln

    - Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz

    - Atemnot oder das Gefühl, erstickt zu werden

    - Schwitzen

    - Zittern oder Schütteln

    San_Greal es kann gut sein, dass ich eine Panikattacke dazu noch hatte, aber ich hatte z.B. keine schmerzen in der Brust, das Gefühl zu ersticken oder ähnliches. Die Schmerzen waren halt wirklich alle im Unterleib, zusätzlich zu diesen kalt-brennenden Stellen und das ich mich nicht verständigen konnte bzw. nicht richtig bewegen konnte, obwohl ich am liebsten geschrien hätte.

    Ich würde die Überlegungen, die Pfefferminzbonbon angestellt hat, aber durchaus auch in Erwägung ziehen. Möglicherweise wurde das Cannabis wirklich mit synthetischen Cannabinoiden gestreckt? Meines Wissens nach kann man sich das Zeug immer noch günstig und sackweise aus dem asiatischen Raum bestellen - und auch wenn ich nicht zu der Seite gehöre, die Cannabiskonsum generell verteufeln würde, von synthetischen Cannabinoiden würde ich persönlich absolut die Finger lassen.


    Auf Gras hatte ich vereinzelte Male auch schon "Zustände". Und nie war es Cannabis aus vertrauensvoller Quelle gewesen. Mit Cannabis mit bekanntem Anbauhintergrund hatte ich noch nie solche Erlebnisse, bei denen es mir körperlich oder psychisch hundsmiserabel ging.


    Dass körperliche Grundverfassungen auch Trips beeinflussen können, steht aber sicher einigermaßen außer Zweifel. Mich hat es irgendwann nach einer ordentlichen Dosis LSD mal für einige Stunden psychisch ziemlich zerlegt. Meinen Partner hat eine eigentlich nicht sonderlich hohe Dosis MDMA mal körperlich richtig fies fertig gemacht, so dass ich auch schon in Erwägung gezogen hatte eventuell den Notarzt zu alarmieren, wenn es nicht wieder besser geworden wäre.


    Woran es genau liegt, wie man reagiert, kann man wohl nicht immer so genau sagen. Meines Wissens nach spielen aber körperliche und psychische Faktoren durchaus auch eine Rolle dabei, wie Drogen wirken und nebenwirken. Nur dass man in der Regel, im Gegensatz zu Medikamenten, nicht so genau weiß, was man nun nimmt. Und in welcher exakten Dosis. Und einen Beipackzettel mit möglichen Nebenwirkungen bekommt man auch nicht.


    Mit Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen oder Verstimmungen würde ich persönlich von Cannabis (und anderen Drogen) wohl lieber die Finger lassen.

    Klar, Set und Setting spielen auch eine Rolle. Ich konsumiere seit 40 Jahren gelegentlich Cannabis aus diversen Quellen, und hatte noch nie einen körperlichen Impact, wie die TE beschrieb. Also keine organischen Schmerzen.

    Confu schrieb:

    Paritu danke! Ich habe schon von "Horrortrips" gehört, aber das war nicht ansatzweise was ich erlebt habe ...


    Ich habe auch mit meinen Freunden darüber geredet und die können sich auch nicht vorstellen, dass es an dem Gras lag, eben weil wir alle das gleiche hatten. Ich hatte bisher auch nie von SOWAS gehört. :-(

    Ich habe das bei Klassenkameraden miterlebt. War nicht lustig, und nein, weder war das Zeug gestreckt (Reste wurden untersucht) noch irgendein anderer Grund da.


    Ich kann nur raten Cannabis als verschreibungspflichtiges Medikament zu behandeln.

    DrumBlue schrieb:

    Was hast du denn an diesem Tag gegessen? Vermutlich hat dich das eher vergiftet.

    Ich habe morgens ein Brötchen und Joghurt gegessen und mittags ein Sandwich. Alles nicht unbedingt gesund, aber keine Sachen die ich neu ausprobiert habe oder gegen die ich allergisch bin. Abends haben wir extra bestellt und viel Süßes gekauft, die wir aber erst danach essen wollten ;-D

    Ich habe mir den Link von Pfefferminzbonbon durchgelesen und auch das wäre definitiv möglich. Ich weiß nicht wie sich Halluzinationen anfühlen bzw. anfühlen KÖNNEN, aber ich habe in dem Moment diesen körperlichen Schmerz so arg gefühlt, dass ich wirklich dachte ich muss sofort ins Krankenhaus und man muss mir helfen, sonst sterbe ich.
    Außerdem habe ich gerade gelesen, dass dadurch einige eine Psychose bekommen haben und sich verletzt oder gar umgebracht haben.
    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das an mir an dem Abend auch bemerkt habe. Das Gefühl, dass der Körper einerseits brennt und andererseits von innen gefühlt zerbirst und man sich nicht bewegen oder verständigen kann hat mich beinahe in den Wahnsinn getrieben ... und ich habe für einen kurzen Moment in meinem "Wahn" wirklich überlegt mich umzubringen, damit es weg geht. Den Gedanken habe ich aber schnell wieder verworfen, nachdem ich an meinen Freund gedacht habe, der draußen auf mich gewartet hat.

    Ich wusste nicht, dass sich Depressionen oder ähnliches so stark darauf auswirken. Tatsächlich ging es mir nach meinen depressiven Zügen im Februar in letzter Zeit so gut, dass ich eigentlich sogar hoch entspannt und glücklich war ...
    Mir geht das ganze einfach nicht mehr aus dem Kopf und sobald ich daran denke werde ich wieder ganz zittrig.

    Hat man bei deinem Klassenkameraden herausgefunden woran es gelegen hat?
    Ich habe mittlerweile auch wirklich angst, ob vielleicht einfach mit mir etwas nicht stimmt und das absolut gar nichts mit dem Gras zu tun hat.

    Ich kann einfach nicht begreifen, dass es solche Zustände gibt und man nicht weiß was das ist. Selbst als jemand der es erlebt hat ist es schwer zu beschreiben WIE GENAU man sich gefühlt hat und das man wirklich das Gefühl hat es hört niemals auf und man STIRBT.
    Ich habe sogar noch gedacht "Ich sterbe und das ist die Hölle in der ich für immer schmoren werde" :-X

    Weiß jemand ob man bei einer Halluzination auch wirklich extreme körperliche Schmerzen erleben kann?


    Schon ein einziger Joint kann bei jemandem, der eine versteckte Psychose-Anfälligkeit in sich trägt, eine Psychose auslösen. Vor allem wenn der THC-Gehalt hoch ist.


    Das bedeutet nicht, daß "was nicht mit dir stimmt". Nur, dass du davon die Finger lassen solltest.