Speed-Problem/ -Sucht

    Hey..


    Ich heisse eric, bin 20 jahre auf diesem planeten und mit 16 oder 17 kam ich mit pepp in Berührung. Normal fand ich es auf anhieb cool fit wach drauf selbstbewusst Gesprächig halt genau das was ich sein will.


    Ich nahm es immer öfter. Auch pillen weed so die schiene. Aber speed hat es mir richtig angetan.


    Ich war vor drei monaten fertig mit meiner 6 monatigen Therapie. Kaum raus gleich drauf.


    Ich jobbe bei rewe und ja irgentwie hole ich mir für die arbeit pepp damit ich Leistung erbringen kann.


    Ohne komm ich nicht hoch hab ich das Gefühl.


    Auf speed geht es mir wie es so ist halt derbe gut.


    Doch wenn die wirkung nachlässt ist alles für n arsch. Ich mache mir auch nach nem monat pause immer gedanken wie ich auf andere Menschen wirke, verhalte mich komisch weil ich unsicher bin, fühle mich hässlich wenn ich in den spiegel schaue. Ich habe null Selbstbewusstsein. Ich komme mir vor wie der letzte Spaßti. Und das ging mir auch in den 6 monaten Therapie so. Es war noch viel schlimmer als wo ich noch auf speed war so also die clean zeit war komplett voll mit destruktiven gedanken ich kann mich über wenige dinge freuen. Fühle mich Gefühls kalt. Aber ich bin auch einfach derbe sensibel. So etwas von beidem. Es ist unerträglich. Ich habe das Gefühl die leute auf der Straße glotzen mich an weil ich so ein Spaßti bin so. Meine engen leute sagen das es nicht so ist und ich mir das einbilde. Könnte das ne psychose sein ?


    Ich werde immer derbe depressiv und nach paar wochen pause bin ich total in mich gekehrt und finde so gut wie gar kein Gesprächsstoff.


    Ich will es eigentlich nicht mehr nehmen aber ich tue es trotzdem immer wieder weil ich mich ohne einfach komplett scheiße fühle. Ich lasse mich schnell runterziehen, kleinreden und ich weiss nicht wie ich es besser machen kann.


    Vielleicht hat einer von euch das schon durchgemacht.


    Ich würde gerne wissen ob es ne Lösung gibt wieder Glück zu empfinden ohne speed.


    Hab gestern auf heute gezogen und bin gtad am down kommen. Was könnte ich mir sagen, damit ich nicht in depression verfalle und einfach chillen kann so. Irgentwie sachen wie hey, es liegt am pepp das ich mich so fühle es wird alles wieder gut sone sachen die ich mir selbst sagen kann damit es mir vom denken leichter fällt damit klarzukommen.


    Ich hoffe ihr könnt mich ein wenig verstehen was mein problem ist ich bin grad nicht mehr der hellste was logische Sätze angeht.


    Aber mein problem ist da. Nicht nur beim runterkommen sondern jeden tag mit und ohne drogen.


    Danke fürs lesen. Gruß eric

  • 8 Antworten

    Hallo Eric,


    vorab lass Dir gesagt sein, so wie Du Deine Probleme hier beschreibst steht es Dir durchaus zu, etwas Selbstbewusster zu sein. Du scheinst einen klaren Kopf zu haben und siehst die Situation so, wie sie ist. Das spricht für Dich und Deine Persönlichkeit!


    Hinsichtlich der Therapie, die Du durchlaufen hast, kannst Du das etwas konkretisieren? Was wurde da gemacht? Waren die Therapieansätze Multimodular, also eine Kombination aus Entgiftung, Entzug, Psychotherapie und weiteres, oder eher einseitig ausgerichtet?


    Du fragst, ob eine Lösung gibt, wieder Glück zu empfinden, ohne Drogen. Klar gibt es Lösungen! Aber keine Patentlösung, denn Ursprünge der Sucht sind sehr individuell und müssen im Rahmen einer "Therapie" immer Bestandteil der Strategiefindung sein. Das heisst, kein festgelegtes Programm sondern ein Weg aus der Sucht, der zu Deiner Person passt, muss gefunden werden.


    Deshalb kann man hier auch kaum einen klaren oder verbindlichen Rat geben. Man müsste mehr über Dich wissen, mit Dir Gespräche führen, um dann möglicherweise einen Weg zu finden.

    Hallo sportmed.


    Danke für die Antwort.


    Zum Thema Therapie, ja sie war multimodular aber die entgiftung habe ich woanders gemacht.


    Ich habe meine Probleme mit dem therapeuten besprochen, aber hatte das Gefühl er hat mich nicht so richtig verstanden.


    Mein einziges Problem was ich 6 Monate auf Therapie hatte war, wie ich aussehe und wie ich auf andere menschen wirke. Ich habe meine Mitmenschen also mitpatienten ständig gefragt ob sie mich mögen ob ich hässlich bin eigentlich komplett nicht das ziel was normale drogenabhängige haben. Ja mein größtes Problem bin ich selbst. Ohne drauf zu sein verhalte ich mich komisch. Meiner Meinung nach. Ich habe mich navh der Therapie mit meinem alten Freunden getroffen aber im Gegensatz zu ihnen hat sich in meiner Einstellung zu den dingen die sie machen geändert und das können sie nicht verstehen. Dann kommt bei mir wieder der gedanke, warum guckt er mich jetz an ? Bin ich hässlich oder ist es weil ich mich komisch verhalte (kaum rede, Gesprächsstoff nicht vorhanden) und durch diese gedanken greife ich wieder zum speed weil ich denke, hey jetz rede ich .. was normal ist bei speed.. hab keine dummen gedanken mehr, lass mich nicht kleinreden usw.


    Aber wenn ich normal bin fühle ich mich klein. Alle machen mich runter ich merke das an den blicken und dummen kommentaren. Ich treff mich nicht mehr mit denen aber habe im hinterkopf, vll bin ich jetzt ne pussy weil ich nicht jedes wochenende bis morgens um 10 saufe oder stoffe, oder es mir nach dem kiffen nicht gut geht.


    Ich bin so nicht selbstbewusst das wenn ein Mädchen in meiner gegenwart ist ich kein wort rausbekomme weil ich denke ouhmann ich bin ein spasst, die will doch eh nur das ich geh und sowas.


    Es ist nur ein Mädchen. Ein Mensch wie ich auch.


    Ja ich hab ziemlich weit ausgeholt und ich glaube das hat auch nichts mehr mit dem thema zu tun. Sorry :$ aber trotzdem danke für die schnelle Antwort !


    Ich hab die letzten tage stress gehabt konnte nicht antworten.


    Gruß eric

    Zitat

    Aber wenn ich normal bin fühle ich mich klein. Alle machen mich runter ich merke das an den blicken und dummen kommentaren. Ich treff mich nicht mehr mit denen aber habe im hinterkopf, vll bin ich jetzt ne pussy weil ich nicht jedes wochenende bis morgens um 10 saufe oder stoffe, oder es mir nach dem kiffen nicht gut geht.

    Jede Droge hat unangenehme Nebenwirkungen und diese kommen immer danach.


    Deine alten Kumpels sind auch die falsche Zielgruppe um Dir Bestätigungen zu holen. Du willst hören das du normal bist, dann musst Du auch normale Leute fragen und keine drogen und alkoholsüchtigen Freaks. Für diese ist Drogen und Alkoholkonsum "normal".

    Ja das stimmt...


    Da hätte ich auch drauf kommen können ^^


    Das druggs Nebenwirkungen haben war mir bewusst, aber das das soweit gehen kann und mich über so lange zeit runterzieht hätte ich nicht gedacht. Nennt mich unerfahren, aber soetwas will man auch garnicht glauben.

    je härter die Drogen umso stärker die Nebenwirkungen,


    die positiven Dinge erkauft man sich immer sehr teuer mit negativen Dingen im Entzug oder danach


    das ist selbst bei Alkoholmissbrauch und Hasch so


    das Zeug ist Rauschgift und damit eben tatsächlich Gift

    Hallo Ericcartman1994,


    ich weiss, wovon du sprichst. Ich habe früher auch Speed gezogen, Pillen geschmissen, und vieles mehr.


    (siehe http://www.med1.de/Forum/Sucht/643408/7/)


    Im nüchternen Zustand ist alles grau, man fühlt sich hässlich und unbeliebt. Das Fatale daran ist meistens, dass die Freunde / Bekannte, sprich das Umfeld genau so drauf ist, wie man selbst. Man beschleunigt sich gegenseitig, leider in beide Richtungen. Dass man bei regelmäßigem Speedkonsum, nicht die frische und gesunde Ausstrahlung hat, die man ohne Drogen hätte, sollte klar sein. Ich war zwar körperlich sehr dünn, was mir gut gefallen hat, das Problem war jedoch eine sehr unreine Haut, fahle Gesichtsfarbe, stumpfes Haar und glanzlose Augen. Wenn man drauf ist, sieht man die Welt (und auch sich selbst) durch einen Filter, der alles schöner macht. Das liegt an der Wirkung dieser Drogen im Hirn.


    Noradrenalin, Dopamin, alle diese "Glücklichmacher" werden vermehrt ausgeschüttet, so dass man sich glücklich, euphorisch fühlt ohne ersichtlichen Grund. Dumm dabei ist, dass diese ständige Überstimulanz die Synapsen negativ beeinflusst, so dass nach dem Trip diesen Botenstoffen ein Mangel herrscht und man damit ins Gegenteil der Gefühle abrutscht. Bei regelmäßigem Konsum über eine längere Zeit, wird dieses Defizit immer konkreter und das Hirn "verlernt" die eigene Regelung der Gefühle.


    Du musst Dir und Deinem Hirn mehr Zeit geben. Die erste Zeit nüchtern ist der Albtraum, nichts macht Spaß, man weiss wohl, dass es die Nachwirkungen sind, jedoch die negativen Gefühle machen einen fertig, man kann sich für nichts begeistern. Ich kenne das Problem zu gut.


    Du bist 20 Jahre, sagst, Du jobbst ab und zu bei Rewe und warst bereits in Therapie, die aber nix genützt hat. Zur Zeit hast Du leider keine Richtung. Du weisst nicht wo Du mit Deinem Leben hinsollst, oder?


    Ich würde Dir empfehlen, in einem ruhigen Moment einmal in Dich hinein zu horchen, gegebenenfalls auch mal in die Vergangenheit gucken. "Woran habe ich Spaß?" Damit meine ich nicht "Am Wochenende feiern" !!! :|N


    Sondern überlege Dir mal, in welchem Bereich du Dir vorstellen könntest eine Ausbildung zu machen, Schule nachmachen, Fachschule, was weiss ich.


    Ein ZIEL setzen.


    Hast Du z.B. Spaß an Computer- und Spieletechnik? Warum dann nicht selber welche entwerfen?


    Oder interessierst Du Dich für schnelle Autos? Dann versuch's mit Fahrzeugtechnik!


    Lass Dich nicht von vermeintlichen Hürden beeinflussen á la "das ist doch viel zu schwer! Das schaffe ich nie!"


    Du bist gerade am Anfang Deines Lebens, es ist noch alles möglich! Du musst es nur entscheiden.


    Und dann finde heraus, wie man da hin kommt. Das Internet bietet genug Information, Onkel Google weiss alles.


    Bitte, nicht schon jetzt verzweifeln, ich weiss, das Aufraffen ist das schwerste. Step by step. Selbst der höchste Berg ist zu schaffen, wenn man jeden Tag einfach einen Fuß vor den anderen setzt.


    Ich verspreche Dir, wenn Du die ersten Schritte gegangen bist, (und das bitte nüchtern, denn Dein Hirn braucht Training!), wirst Du feststellen, dass kleine Erfolge eine unglaubliche Wirkunge haben. Du wirst süchtig werden im positiven Sinne, denn jeder Etappensieg auf dem Weg zu Deinem persönlichen Ziel gibt Dir Selbstbewusstsein, Du wirst feststellen "Ich habe mein Leben selbst in der Hand! Ich kann was bewegen!" Und das werden auch andere so sehen.


    Glaub mir.


    Und du solltest Dich in der Phase des Abgewöhnens bewusst gut ernähren, es ist anfangs schwer, wenn man nie gelernt hat, worauf es ankommt. Vielleicht hast Du Bock mal zum Training zu gehen und Dich körperlich fit zu machen. Dort gibt es jede Menge Coaches, die super Tips zum Thema Ernährung haben. Sei offen und ehrlich, nimand wird Dich dafür verurteilen, dass Du es anpackst, Deine Situation zu ändern! Und auch dort wirst Du recht schnell feststellen, wie gut es sich anfühlt, wenn man Erfolge sieht. Glaub mit bitte, es geht!


    Du musst Dir nur mehr Zeit geben. Die Intervalle, in denen Du eine Besserung erwartest im nüchternen Zustand, sind zu kurz. Bei mir hat es zwei Jahre gedauert, bis ich wieder soweit "normal" war, dass ich wieder Spaß hatte am Leben.. Nun hatte ich meinerzeit auch etwas tiefer ins "Zauberkistchen" gelangt, als Du heute.


    Aber Du hast es, wie gesagt, selbst in der Hand.


    Viel Text, einfache Message: Setz Dir ein Ziel und wandele Deine negative Energie in Ehrgeiz um. Und hör auf mit "Psychose" und Medikamenten! Heute wird jede Verstimmung, jede schwere Zeit im Leben sofort als Psychose gewertet, es ist wirklich erschreckend, wie schnell da Krankheiten diagnostiziert werden. Besinn Dich mal aufs Wesentliche. Du bist nicht "krank", Du hast mit Deinem Konsum das System durcheinander gebracht. Die positive Nachricht: Es ist reversibel. Bleib nüchtern und arbeite an Deinem Ziel. Der Rest kommt von alleine. Glaub mir. :)^

    Oh, offenbar hat die Klammer den Link verfälscht, hier nochmal:


    http://www.med1.de/Forum/Sucht/643408/7/


    (auch wieder viel Text, ich weiss %-| )

    Und noch was, Eric, zum Thema:

    Zitat

    Doch wenn die wirkung nachlässt ist alles für n arsch. Ich mache mir auch nach nem monat pause immer gedanken wie ich auf andere Menschen wirke, verhalte mich komisch (...) Ich komme mir vor wie der letzte Spaßti.

    Wenn Du eines Tages nüchtern zurückblickst auf die Zeit heute... Gönn Dir mal einen Blick auf die Besucher des nächstgelegenen Technofestivals. Am besten am Sonntagnachmittag... :-o


    ...noch Fragen?