Subutex-Entzug

    Ich wende mich hierher, weil ich im Moment nicht mehr weiter weiss. Ich war 1 1/2 Jahre auf Heroin, habe (ohne Artzt oder so) erst mit Methadon substituiert, dann bin ich vor ca. 4 Monaten auf Subutex umgestiegen. Habe mich selbst herunter dosiert, von 8mg zuerst auf tägl. 1mg, dann bin ich tägl. runter gegangen bis ungefähr 0,2 mg. Die letzte Dosis war vor 4 Tagen. Die Symptome sind eigentlich auszuhalten, schlimm ist nur die Antriebslosigkeit, und die Deppressionen.


    Ich habe die Sucht in meinem Umkreis geheim gehalten. Ich habe eine Familie (Tochter 8 Jahre und Sohn 2J.), die fast wegen mir den Bach runter gegangen wäre.


    Ich bin einerseits wahnsinnig stolz, den Absprung geschafft zu haben, bevor ich alles zerstört habe. Mein Kontakt zur Szene hat sich immer nur auf 1 Person beschränkt.


    Es ist so verdammt schwer für mich, da ich mich überhaupt nicht darüber mit irgend jemandem Austauschen kann....


    Wann ist endlich diese extreme Antriebslosigkeit vorbei

    Ohne etwas Zuspruch ist es furchtbar schwer!


    Liebe Grüße


    Mithril

  • 88 Antworten

    WOOOOW! Alles alleine geschafft? Find ich gut!!! Mach weiter! Vielleicht erzählst du jetzt doch deiner Frau davon, jetzt wo es vorbei ist? Sie liebt dich doch! Ich würde dir den Vertrauensbruch verzeihen, weil ich deine Leistung unglaublich finde!!!:)*

    War ein Kunststück, überhaupt was geheim zu halten. Im moment täusche ich eine Grippe vor...{:(: Ich schätze ich kann erst mit Ihm darüber reden, wenn ich es wirklich überstanden habe! Er würde es mir verzeihen...


    Wie lange muss ich mit diesen körperlichen Erscheinungen rechnen?

    Leider absolut keine Ahnung. Bis auf Gras-Rauchen (und das bloß paar mal, ca. 5x) hab ich nie was genommen, weils mich nicht interessiert hat.

    Bleibe nun auch lieber wieder beim Grünen, hat mir nie geschadet, im Gegenteil. Also 2 Wochen steht da? Man, was hab ich mir nur eingebrockt!!!


    Wollte schon vor einem Jahr aufhören, habs auch immer mal wieder abgesetzt, aber wegen meinem Kleinen habe ich mir nach einem Tag doch wieder was geholt. Ich konnte es nicht ertragen, mich nicht richtig um ihn kümmern zu können. Lauf mal einem Kleinkind den ganzen Tag hinterher wenn Du auf Affe bist...

    Dankeschön, die Zusprüche helfen schon weiter. Man fühlt sich doch recht verloren, wenn man mit keinem reden kann...

    Hilfe, heute ist Tag 8, mir geht es immer noch sehr schlecht. Die Antriebslosigkeit hat sich zwar fast gelegt, aber ich habe ganz üblen Durchfall, habe bereits 4 Kilo (nun wiege ich gerade noch 49 kg bei 1,63m!!) weg. Egal welches Hausmittel ich versuche, ich behalte nichts bei mir. Bin einfach nur noch geschwächt. Schlafen kann ich überhaupt nicht. Rausgehen kann ich nicht (frische Luft wäre bestimmt hilfreich), wenn ich muss, kann ich es kaum halten, das passiert dauernd! Bewegung ist auch nicht drin, beim Bücken wird es schwarz vor Augen.


    Von dem Durchfall hatte ich überhaupt keine Ahnung! Wie lange geht das noch so???

    Hi, erstmal :)^


    Subutex Entzug zieht sich recht lange, mir ging es so nach 2-3 Wochen besser. Ich hatte damals innerhalb kurzer Zeit von 8mg auf 5mg und dann innerhalb von 3 Tagen auf 0, mir gings beschissen.


    Thermalbad hat mir sehr gut geholfen, im Wasser waren die Entzugssymtome fast weg aber leider nur im Wasser.


    Bei Tag 8 steckst du gerade mitten drin, übler wird es denke ich mal nicht mehr es müßte bald wieder aufwärts gehen.


    Was hast du geplant wenn du deinen Entzug überstanden hast ?


    Ich war ein halbes Jahr clean, dann kam ich mit dem Suchtdruck und viele andere Sachen nicht mehr klar.


    Es war wie die Hölle man hat immer öffters so fasen gehabt, wo du dich wie auf Entzug gefühlst hast und man ist wie auf Affe durch die Gegend gelaufen.


    Ich nehme seit dem wieder 2 mg tgl :°(


    Jetzt habe ich gelernt und sehe es auch ein das es ohne Therapie (Ambulant) nicht geht, dort lernt man wie man mit dem Suchtdruck und den ganzen Gefühlen umgehen mußt.


    Es gibt sehr viele Sachen die man wie ein kleines kind wieder lernen muß, zbs Wut, Gefühle und Konfrontationen. Das sind alles sachen wo man wenn man drauf ist verlernt, eine Drogenberatungsstelle kann dir bestimmt weiter helfen und genau erklären warum Therapie so wichtig ist.


    Wünsche dir noch viel Erfolg, und berichte uns wie es dir jeden tag geht :)D


    Gruß Frank

    Hallo Fr§nk!


    Also heute geht es mir etwas besser. Habe mir gestern Abend noch in der Apotheke was gegen Durchfall besorgt. Hat glaub ich geholfen, war heut noch nicht. Fand es wirklich schon kritisch, war ganz wackelig...


    Was habe ich vor...?


    Das hast Du schön ausgedrückt, dass man einiges erst mal wieder lernen muss...


    Ich habe sogar Probleme, auch nur Einkaufen zu gehen!! Ich fühle mich wie Ausgeliefert, als könne mir jeder ansehen, was wirklich los ist! Aber ich sehe im Moment echt Scheisse aus, liegt vielleicht auch daran.


    Drogenberatung.... ist bei mir leider nicht drin. Ich wohne in einem kleinen Ort, jeder kennt mich, keiner (!) wusste was von meinem Problem. Habe einen Ruf zu verlieren. Die Beratungstellen befinden sich 10km weit weg in der Stadt. Aber wenn ich dort gesehen werde, weiss jeder gleich, was los ist. Ich habe 2 Kinder, mein Vater ist Justizhauptsekretär am Amtsgericht, ich habe einfach zuviel Angst um meine Kinder!


    Nicht, dass sie mir JETZT weg genommen werden, aber ich habe Angst, dass ich es in meiner Zukunft negativ Ausgelegt bekomme.


    Wie schon am Anfang beschrieben habe ich meine Sucht komplett geheim gehalten (war nicht einfach). Mich jetzt outen? Den Schritt schaffe ich nicht.


    Zum Glück habe ich meine Familie, so ist schon mal das Grundliegende für den Tag da.


    Leider hab ich meinen Job verloren , durch die Sucht. Am Tag der Kündigung habe ich mir auch den Schlusstrich gesetzt, so konnte es nicht weitergehen! Und habe es bis heut durchgezogen.


    Bin wahnsinnig Stolz! Klar, wenn Du selber "Karriere" hast, wirst Du auch wissen, dass die Gedanken natürlich da sind. Es wäre aber zu Einfach, ein Anruf, eine kleine Busfahrt a 20 Minuten, Geld ist auch da.......


    Aber NEIN!!!! So einfach mache ich es mir nicht. Ich will da raus, ich wollte nie da rein!!!


    Auch die Substitution habe ich auf eigene Faust gemacht, ohne Arzt oder so. Ich habe mich so weit wie möglich informiert, bis hier hin habe ich es geschafft, also geht es auch noch weiter!!!


    Habe schon ganz andere Dinge gemeistert. Bin mit 13Jahren z.B. von z.H. weg, war 2 Jahre auf der Straße, bin nicht untergegangen, habe mich aufgerappelt. Habe Schule gemacht usw.


    Hätte es natürlich lieber mit einem Arzt durchgezogen, aber in der Stadt sind es 3 Ärzte, die das machen. Diese haben dann so genannte Sammelzeiten, dann stehe ich da mit der härtesten Szene, habe dann auch Kontakt mit Schore, bin dann geoutet. Den Schritt soll ich gehen? Ich habe das Szenario beobachtet, nein, das mache ich nicht.


    Sorry, ewig lange Rede... Wenns mir körperlich wieder gut geht, werde ich mich in meine Pflichten stürzen, das füllt schon aus!


    Echt toll, das es im Internet solche Foren gibt, das brauche ich, ist schon wichtig, sich darüber Auszutauschen! Ich danke Euch!!!


    Liebe Grüße


    mithril

    P.S. Ich habe mich , glaub ich, auch zu schnell herunter dosiert. Ich wollte es schnell hinter mich bringen. Wollte nicht mehr abhängig von dieser Person sein... das war das Schlimmste für mich, dann fast wäre ich doch "Aufgeflogen"!! Sage mir dauernd selbst, dass fast 2 Jahre Konsum nicht nach ein paar Tagen (wie ich meist berichtet bekommen habe) ausgestanden sein kann!

    Hi, und wie geht es dir jetzt ?


    Ich fahre auch immer 30km zur Beratungsstelle und will nicht das es jeder weiß das ich dort hin gehe.


    Ich wünsche dir das du es so schaffst, kannst ja nach Informationen suchen zbs. was tun wenn der Suchtdruck kommt, oder wo lauern die Gefahren usw.


    Gruß Frank

    Hi,


    gestern ging es schon ganz gut, konnte mich mehr bewegen, war mit meinem Kleinen draußen... Aber diese Schwitzerei macht mich wahnsinnig. Dauernd muss ich mich umziehen, so kann ich nicht lange unter die Leute!


    Ich muss mehrmals am Tag Duschen, damit ich mich etwas wohlfühle (stimmt, im Wasser ist alles OK).


    Schätze schon, dass ich es auch so geregelt bekomme. Mein Wille kann auch eisern sein. Dass ich überhaupt körperlich drauf gekommen bin, war eigentlich nur ein saudummes Mißgeschick. Die ganze Zeit über wollte ich davon weg, habe es aber wegen meinem Kleinen nicht geschafft. Er hätte schwer drunter leiden müssen... Besonders weil er ja überall dran geht, man musste ständig hinter ihm sein. Nun ist er 2, ich konne Ihn jetzt z.B. viel von der Couch aus beschäftigen, hat ganz gut funktioniert.


    Auch war ich das ganze Jahr am Arbeiten, null Urlaub. Da war ein Entzug einfach nicht drin. Jetzt war endlich die Gelegenheit, die habe ich genutzt. Gut war wohl auch, dass ich nie gespritzt habe. Dachte immer, wenn Du den Schritt gehst, dann ist alles vorbei. Habe mich auch nie so "Zugeklatscht", ging gar nicht, wäre dann ja aufgefallen! Habe einfach wie am Schnürchen funktioniert mit H., konnte auf Befehl schlafen, wach sein, was auch immer, jederzeit...


    Bin in meiner Jugend schon als "Manisch-Deppressiv" diagnostiziert worden. Habe eine Ärzte- und Medikamentenmissere mitgemacht, das war alles viel schlimmer! Bin dann zum Grassrauchen über, das hat dann geholfen. So werde ich es in Zukunft auch wieder handhaben.


    Tut mir echt leid, dass ich Dich hier so Zutexte, aber danke, das brauche ich:)z


    Heute geht es mir besser, bin schon viel aktiver, nur dieses Schwitzen und Frieren!


    Was ist denn Deine Geschichte?


    Liebe Grüße