Zitat

    Dr. google ist da sehr zwiegespalten ;-D

    Was m.M.n. daran liegt, daß man Müttern mit AHDS-Kindern auf keinen Fall sagen sollte, daß das Medikament für ihre Kleinen ein Psychostimulantium ist, das sich auch Ampthetaminjunkies gerne einfahren, und daß es selbstverständlich, wenn man es mißbraucht, süchtig machen kann :-D

    "wenn du einen anfall bekommst, hilft das tavor dann überhaupt noch"


    Gute Frage, weiß ich aber ehrlich gesagt nicht.


    "schon mal ne andere dosierung probiert?"


    Ja, aber alles unter 2,5mg bringt quasi nichts.


    "und ich war dabei auch nicht so doll müde."


    Ich hab heute ausnahmsweise 7,5mg eingenommen und da, glaub mir, bist du müde.

    Nur kurz, morgen mehr. Hab' jetzt eingies nur überflogen (sorry dafür!).


    Bin etwas sprachlos – und mein Rat wäre wirklich: STATIONÄRE Abklärung in einer dafür geeigneten Uni-Klinik. Mit einer guten Psychiatrie und guten Neurologie.


    An der Epilepsie-Diagnose möchte ich nicht rütteln die dürfte klar sein. Über Grand Mal kann man nicht diskutieren. Wobei Du mit der Tavor-Dosis riskierst, dass man Dich ggf. bei einem Anfall da nicht mehr rausbekommt mit den Dosen an Benzos, die ein Notfallmediziner dann ggf. einsetzt. Hab' da echt Sorgen, dass es ggf. durch Deinen Tavor-Missbrauch so schlimmstenfalls zu einem Status epilepticus kommen könnte. Gut, andererseits erhöht das Tavor eh die Krampfschwelle, aber...


    Ritalin:


    Da bin ich absolut sprachlos und auch wütend auf Deinen Arzt. Denn das, was Du machst, ist letztlich nichts anderes als Amphetaminmissbrauch. Ritalin wirkt bei ADHS über einen paradoxen Effekt, Du nutzt gezielt die aufputschende Wirkung. Irgendjemand schrieb hier "Dealer gegen Arzt eintauschen" – dem kann ich mich nur anschließen. Das ist der absolute Wahnsinn. Ritalin hat sicherlich nicht das Abhängigkeitsrisiko wie andere Amphetamine, Du nimmst es nicht wg. dem Kick direkt. Aber der Gesamtcocktail ist mehr als fragwürdig. Der Knackpunkt ist einfach, dass Du Symptome und Nebenwirkungen mit Medis bekämpfst, und das auf eine verdammt ungesunde Art.


    Tourette:


    Welche Tics hast Du? Wer hat Tourette diagnotiziert? Spezialist oder Dein "Arzt"? Klinik oder Praxis? Bin bzgl. Tourette etwas zurückhaltend, solange Du nicht konkrete Tics benennst. Denn: Best. "Tics" wie kleinere Zuckungen etc. findet man durchaus bei einer SozPhob. Als Stressreaktion (bei mir zuckt bei Extremstress immer ein Augenlid, ich hab' kein Tourette und keine SozPhob).


    Daher wirklich der Rat, das Ganze mal umfassend und stationär in einer geeigneten (!!!) Klinik abklären zu lassen. Inkl. Offenlegung der Tavor-Ritalin-Sache. Inkl. umfassender neurologischer, neuropsychologischer und (test)psychologischer Diagnostik. Das kann kein Arzt ambulant, das kann kein noch so guter Psychotherapeut ambulant. Das kann auch nicht die kleine Psychiatrie um die Ecke wirklich gut. Da müssen Spezialisten ran.


    Das für heute. Mehr im ausgeschlafenen Zustand ud nach mehr Infos.

    Zitat

    Ich hab heute ausnahmsweise 7,5mg eingenommen und da, glaub mir, bist du müde.

    Und glaub mir: Das ist eine SUCHT-Dosis! Ich kenne Tavor selbst.


    Du bist voll abhängig, alles andere ist Augenwischerei.


    Mann, Mann – tu was für Dich, was Dich da runterbringt ...

    "und mein Rat wäre wirklich: STATIONÄRE Abklärung in einer dafür geeigneten Uni-Klinik."


    Geht nicht, weil dann würden zwangsweise andere (v.a. meine Familie) davon erfahren und das darf nicht passieren.


    "Aber der Gesamtcocktail ist mehr als fragwürdig. Der Knackpunkt ist einfach, dass Du Symptome und Nebenwirkungen mit Medis bekämpfst, und das auf eine verdammt ungesunde Art."


    Ob das nun gesund ist, weiß ich nicht (bin ja kein Arzt), aber es funktioniert.


    Kurz zur Info: Meine Ärzte sind Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie. Deshalb würde ich Ihnen durchaus zutrauen, dass sie wissen, was sie tun.


    "Ritalin"


    Es hat eben genau die Wirkung, die es braucht, um einige der negativen Nebenwirkungen von Tavor zu unterdürkcken. Es bleiben sowieso noch viele wieter zurück wie Husten, Übelkeit, Aggressivität. Da ist es doch schon mal gut, wenn man ein paar wegbekommt, oder etwa nicht?


    "Tourette:"


    Tourette äußerst sich bei mir nicht in Form irgendwelcher verbalen Tics wie sonst so häufig. Es gibt zwar kleine Lautäußerungen, aber die fallen kaum ins Gewicht. Es ist vielmehr das ziellose Anspannen irgendwelcher Körperteile, Grimassen im Gesicht, teilweise selbstverletzende Aktionen, die ich hier nicht genauer ausführen möchte. Das Ganze lässt sich temporär unterdrücken, d.h. Außenstehenden fällt es nicht so gut auf, innerlich ist es aber furchtbar. Die Tics treten auch auf, wenn keine Menschenseele in der Gegend ist – daher würde ich ausschließen, dass sie mit der sozialen Phobie zusammenhängen. Naja und das Abilify wirkt ziemlich gut dagegen. Die Tics sind zwar nicht weg, aber inzwischen auf einem erträglichen Level.


    Danke für eure Mühe!

    Diese Medikation ist ein Witz!


    Ich schließe mich Sunflower zu 100% an.


    Lieber TE, bitte nimm es mir nicht übel, aber momentan scheinst du nach dem Motto zu leben "Wasch mich, aber mach mich nicht nass": Bitte such dir jetzt eine gescheite Klinik, wo du medikamentös ordentlich eingestellt wirst. Irgendwann wird deine psychische Krankheit und der Medikamentenmissbrauch extreme Auswirkungen auf dein Leben haben – irgendwann kannst du vor den Problemen nicht mehr weglaufen. Und es wäre schade, wenn du in deinem Alter dein Leben voll an die Wand fährst, nur um Probleme weiter rausschieben zu können. Das meine ich nicht als Scherz. Irgendwann fällt deine Welt in Scherben, wenn du so weiter machst. Und dann kannst du nicht mehr viel retten. Also such dir jetzt Hilfe!

    Zitat

    Ob das nun gesund ist, weiß ich nicht (bin ja kein Arzt), aber es funktioniert.

    die frage ist, wie lang es funktionieren wird. du bist ja noch jung, im moment steckst du das noch gut weg. aber irgendwann werden sich wohl ermüdungserscheinungen zeigen... :-/

    Noch einmal zu den vermeintlichen, immer währenden Glückszuständen mit den Pillen; um es ganz klar zu sagen:


    Ein ewiges Glücklichsein im Nebel der Abhängigkeit ist schlichtweg unmöglich.


    Der Körper wird die Toleranzgrenze weiter heraufsetzen, wird sich verändern, Schaden davontragen ...


    Irgendwann ist der Bedarf legal fast nicht mehr zu befriedigen, ein Abgleiten in die unseriöse Beschaffung steht an ...


    Die Arbeitsfähigkeit leider immer mehr.


    Der soziale Abstieg droht.


    Am Ende kann Wahnsinn und Tod stehen, wie bei jeder Sucht. DAS ist der gängige Ablauf, nicht irgendwelche Dauerflucht in Glückszustände.


    Kann es jemand im Ernst "normal" finden, solche Risiken einzugehen, ein solches Leben zu fristen?

    Kurz und knapp:


    Willst Du lieber jetzt eine vernünftige Abklärung und angemessene Behandlung?


    Oder willst Du, dass Du eines Tages eine Suchtbehandlung erklären musst?


    Zumal es ja auch um eine neurologische Abklärung ginge wg. Tourette. Wobei das Neurologie & Psychiatrie Hand in Hand arbeiten. Du könntest die ganze Diagnostik ja DAMIT erklären. Basta.


    Meine Güte, Du hast nur eine Soziale Phobie und keine dramatische andere psychische Erkrankung. Aber in der SozPhob steckst Du DERMASSEN tief drin, dass Du ja gar nicht mehr klar denken kannst. Je mehr Du schreibst, desto deutlicher wird, wie extrem Deine Angst ist. Damit meine ich nicht Deine möglichen (!) Symptome. Sondern Dein Denken. SozPhob darf ich nicht haben, darf niemand wissen,... Die Selbstwahrnehmung ist dabei immer anders als die Außenwahrnehmung. Und wirklich Nahestehende haben gewisse Unsicherheiten vermutlich eh schon bemerkt. Ist nun mal menschlich.


    Aber Du steuerst auf einen gewaltigen Abgrund zu. Die Medikation ist riskant, v.a. angesichts der Epilepsie. Du rutscht rapide in die Sucht (7,5 mg? Ich dachte 1mg pro Tag!). Wie lange soll das noch so gehen? Bis irgendwas Dramatisches passiert, weil du zugedröhnt bist, Dein Körper nicht mitmacht, Du beim nächsten Grand Mal in den Status epilepticus rutscht, weil die maximale Benzo-Dosis, die ein Notarzt bei sowas einem erwachsenen Menschen gibt, für Dich nur eine Vorspeise ist?


    Meine Güte, Du bist nicht blöd – also mach' Dir die Risiken mal bewusst. Oder benebeln die Benzos Dich doch schon dermaßen?


    Letztlich ist es Deine Entscheidung:


    Einem fatalen und weitreichenden Zusammenbruch entgegensteuern, inkl. Stempel "suchtkrank". Oder jetzt mal innehalten, Verstand einschalten – und alles noch mehr oder weniger unter "Sozialphobie" verbuchen?


    Wenn Du schon bei 7,5mg bist (warum eigentlich? Bislang hieß es nur 1mg... Warum reichen die nicht? Oder 2 mg?), dann musst Du schnellstens das Ruder rumreißen.


    Dein ganzes Leben vs. ein bisschen Angstfreiheitud Suchtdiagnose – darauf läuft die Entscheidung hinaus.


    Eines sollte Dir auch klar sein:


    Der Behandlungsweg bei Sozialer Phobie ist um einiges angenehmer als der dauerhafte Stempel "suchtkrank" und Zuständigkeit nur noch der gesamten Suchtbehandlungsschiene. Inkl. des Risikos möglicher strafbarer Handlungen, zu denen es bei Sucht auch mal kommen kann. Denn Du hängst da in einem System drin, und wenn ein Steinchen ins Wanken gerät, bist Du mit im Strudel drin.

    soso, da hast du dir also einfach mal so statt der 2,5mg 7,5mg reingeworfen?


    klingt ja schon fast nach Suizidgefahr oder doch nur ein Fake?


    Die Polizei kann auch die Anschrift des hinter der IP steckenden ermitteln, schaltet das Gesundheitsamt ein und schwupp hast Du Deinen Entzug in der Geschlossenen. So einfach ist das.


    Willst Du das?


    Boah, ich kann hier nicht mehr mitlesen. Wie blöd muss man eigentlich sein >:(


    Viel Spaß noch..

    "Willst Du lieber jetzt eine vernünftige Abklärung und angemessene Behandlung?"


    Selbstverständlich.


    "Oder willst Du, dass Du eines Tages eine Suchtbehandlung erklären musst?"


    Nein, ich gebe ja ohnehin schon mein Bestes, nicht süchtig zu werden. Deshalb auch meine Frage am Anfang, ob das mit den 17 Tagen so in Ordnung geht.


    "Zumal es ja auch um eine neurologische Abklärung ginge wg. Tourette. Wobei das Neurologie & Psychiatrie Hand in Hand arbeiten. Du könntest die ganze Diagnostik ja DAMIT erklären. Basta."


    Tourette ist fakt. Zeigt sich ja schon daran, dass Risperiodon früher und Abilify heute die Symptome deutlich lindern.


    "Und wirklich Nahestehende haben gewisse Unsicherheiten vermutlich eh schon bemerkt."


    Kann natürlich sein, ich habe mir aber viel Mühe gegeben, das zu verhindern.


    "also mach' Dir die Risiken mal bewusst."


    Mach ich, mach ich. Es gibt eben einfach viele Situationen in denen ich Tavor einnehmen muss. Ich habe es schon seit Jahren nur noch mit Tavor gemacht, da kann ich das nicht einfach so mal weglassen. Ich möchte nicht wissen, was da passieren würde... Es ist aber nach wie vor nur situationsbedingt!


    "Wenn Du schon bei 7,5mg bist (warum eigentlich? Bislang hieß es nur 1mg... Warum reichen die nicht? Oder 2 mg?), dann musst Du schnellstens das Ruder rumreißen."


    2,5mg ist die Grunddosis – darunter geht gar nichts, weil es nicht hilft. Früher mal, aber inzwischen nicht mehr. Tavor wirkt bei mir gefühlt maximal 5 Stunden. Wenn also eine Situation, in der ich es brauche, länger andauert oder direkt von einer weiteren gefolgt wird, erhöht sich natürlich die Tagesdosis. Manchmal reichen auch 2,5mg einfach nicht aus. Kommt aber alles auf die Situation an. Ich möchte erneut betonen, dass ich auch eine Woche ohne Tavor auskomme, muss dann aber natürlich die ein oder andere Situation meiden.


    "Der Behandlungsweg bei Sozialer Phobie ist um einiges angenehmer als der dauerhafte Stempel "suchtkrank" und Zuständigkeit nur noch der gesamten Suchtbehandlungsschiene"


    Deshalb, wie gesagt, will ich auch nicht süchtig werden. An den 17 Tagen ist wohl nichts mehr zu rütteln, aber danach werde ich wieder massiv weniger Tavor nehmen, da brauche ich dann keine Suchtbehandlung, weil dank sorgsamem Umgang keine Sucht vorhanden ist. Süchtig bedeutet doch, dass man den jeweiligen Stoff ununterbrochen einnehmen muss. Das muss ich bei Tavor ja überhaupt nicht.

    "soso, da hast du dir also einfach mal so statt der 2,5mg 7,5mg reingeworfen?


    klingt ja schon fast nach Suizidgefahr oder doch nur ein Fake?"


    Blödsinn, ich habe die 7,5 natürlich nicht auf einen Schlag genommen, sondern verteilt über den Tag. Und das war auch nur eine Ausnahme, weil es nicht anders ging.


    "Die Polizei kann auch die Anschrift des hinter der IP steckenden ermitteln, schaltet das Gesundheitsamt ein und schwupp hast Du Deinen Entzug in der Geschlossenen. So einfach ist das."


    Soll das ein Witz sein?

    Du bist schon süchtig! 2,5mg am Tag, auch "nur" mehrmals die Woche, IST Sucht!


    Du bist schon mittendrin! Die Frage ist, wie lange du diese Karussellfahrt noch mitmachen willst bzw. kannst (weil dich dein Körper im Stich lässt). Russisches Roulette.

    Zitat

    "Die Polizei kann auch die Anschrift des hinter der IP steckenden ermitteln, schaltet das Gesundheitsamt ein und schwupp hast Du Deinen Entzug in der Geschlossenen. So einfach ist das."

    Käse. Dann gäbs schon lange keine Suizid-Foren und im Internet angekündigte Straftaten mehr. :|N