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    Mach ich, mach ich. Es gibt eben einfach viele Situationen in denen ich Tavor einnehmen muss. Ich habe es schon seit Jahren nur noch mit Tavor gemacht, da kann ich das nicht einfach so mal weglassen. Ich möchte nicht wissen, was da passieren würde...

    niemand sagt, dass du tavor knall auf fall absetzen solltest. das wäre in der tat gefährlich. du sollst dich an andere ärzte wenden, eine alternative suchen zum jetztigen medikamenten-cocktail.

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    2,5mg ist die Grunddosis – darunter geht gar nichts, weil es nicht hilft. Früher mal, aber inzwischen nicht mehr.

    gibt es dir nicht zu denken, dass die grunddosis nicht mehr dieselbe ist, wie "früher" (= vor drei jahren?)? was ist in 10 jahren? was in 20? irgendwann nützt das medikament nichts mehr. und dann? wird der ausstieg noch viel schwieriger, als er heute wäre.

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    Süchtig bedeutet doch, dass man den jeweiligen Stoff ununterbrochen einnehmen muss.

    nein, man kann auch gut süchtig sein, wenn man nicht ununterbrochen etwas einnehmen muss.

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    Deshalb, wie gesagt, will ich auch nicht süchtig werden.

    Du bist süchtig, wobei im medizinischen Sinn der Begriff "Sucht" durch "Abhängigkeitssyndrom" ersetzt wurde.


    Du kommt ohne Tavor nicht aus, hast bereits eine deutliche Doisissteigerung vorgenommen (Toleranzentwicklung), würdest bei Absetzen ohne Hilfe eine körperliche (Entzugs-)Symptomatik entwickeln.

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    Süchtig bedeutet doch, dass man den jeweiligen Stoff ununterbrochen einnehmen muss.

    Nein, dies ist nicht Bedingung.


    Als ersten Überblick:


    http://www.medizinfo.de/sucht/sucht/abhaengigkeit.shtml


    http://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%A4ngigkeitssyndrom


    Du hast weiter oben ja schon viele wirklich gute Hinweise bekommen, wie du ansetzen kannst, aus dieser Situation heraus zu kommen, ich wünsche dir, dass du sie auch umsetzen kannst/magst.

    Ich glaube, mit der Angst vor dem was beim Absetzen passiert, meint der TE weniger mögliche Absetzsymptome als vielmehr die psychische Schiene. Wenn man jede kleine Herausforderung aufgr. von Ängsten, Unsicherheiten etc. seit Jahren nur mit Tavor bewältigt, da ist allein der gedankliche Aspekte "Hilfe, ich hab's nicht genommen" ein Riesenproblem.


    Die sog. psychische Abhängigkeit halt – und die ist schlimmer als die körperliche Komponente.


    Ansonsten hat buddleia zur Abhängigkeit alles prima korrigiert! :)= :)^

    Achja:


    Du BIST bereits in der Sucht drin. Da rütteln die paar Tage auch nix mehr dran, beschleunigen den Absturz lediglich. Wenn 1mg nicht mehr hilft, sondern nur noch 2, dann bist Du halt bald bei 3 und 5 und 10. 7,5 hast Du ja schon genommen. NOCH macht es müde, aber bald wirst Du die Dosis brauchen, um Situationen so zu bewältigen und die Wirkung zu spüren wie anfangs bei 1mg.


    Es ist Deine Entscheidung. Du merkst, dass die Reaktionen hier EINDEUTIG sind. Deine Frage ist somit beantwortet – mach' was Sinnvolles aus den Reaktionen hier. Zieh' die Reißleine und kümmere Dich um DICH und nicht um andere.

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    An den 17 Tagen ist wohl nichts mehr zu rütteln, aber danach werde ich wieder massiv weniger Tavor nehmen, da brauche ich dann keine Suchtbehandlung, weil dank sorgsamem Umgang keine Sucht vorhanden ist.

    Da hat man Dir einen netten Floh ins Ohr gesetzt. Dann mach das mal und nehme 17 Tage hintereinander Tavor ein – und dann reduziere. Und staune, was passiert.

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    dank sorgsamem Umgang

    Wo denn? Du nimmst ein Betäubungsmittel ein in einer Häufigkeit und Dosis, die medizinisch nicht zu Rechtfertigen sind. Du hast bereits eine Toleranz entwickelt, kannst dir ein Leben ohne Benzos nicht mehr vorstellen und suchst mehrere Ärzte auf, die dir deinen Stoff verschreiben. Warum übrigens mehrere Ärzte? Wissen die voneinander? Wissen die um deinen Konsum?


    Du bist mehr als süchtig, zu den 17 Tagen lies im Beipackzettel: Notfallmedikament, alles über 2 Wochen ist suchterzeugend. Frage beantwortet.

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    Ansonsten hat buddleia zur Abhängigkeit alles prima korrigiert!

    Vielen Dank, war aber eher eine Wiederholung, da andere Schreiber augenscheinlich deutlich schneller tippen. ;-)



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    Wenn man jede kleine Herausforderung aufgr. von Ängsten, Unsicherheiten etc. seit Jahren nur mit Tavor bewältigt, da ist allein der gedankliche Aspekte "Hilfe, ich hab's nicht genommen" ein Riesenproblem.

    Natürlich. Und wenn eine Angststörung medikamentös so

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    Meine medikamentöse Therapie wird nur sehr rudimentär ärztlich betreut, sodass ich da leider keinen verlässlichen Ansprechpartner habe.

    und (verhaltens?)-therapeutisch so

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    Ich war noch nicht besonders oft dort, insofern kann ich das natürlich nicht besonders gut beurteilen, aber die Phobie ist bei mir so tief verwurzelt, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, wie das mit einer nicht-medikamentösen Therapie besser werden soll.

    behandelt wird, ist die Angst vor dem Absetzen auch verständlich.


    Zum Entzug war ja schon geschrieben worden.

    Eigentlich wollte ich ja nichts mehr schreiben, da man niemandem helfen kann, der sich nicht helfen lassen will...


    Deine Frage am Anfang hast du dir ja mittlerweile auch selbst beantwortet:

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    An den 17 Tagen ist wohl nichts mehr zu rütteln, aber danach werde ich wieder massiv weniger Tavor nehmen, da brauche ich dann keine Suchtbehandlung, weil dank sorgsamem Umgang keine Sucht vorhanden ist. Süchtig bedeutet doch, dass man den jeweiligen Stoff ununterbrochen einnehmen muss. Das muss ich bei Tavor ja überhaupt nicht.

    Süchtig sein, heisst von etwas abhängig zu sein...würde ein raucher eine kippe nach der anderen rauchen würde er nach einem tag tot umfallen...und trotzdem ist er süchtig. Mit 7,5 mg Tavor kommt das dem ganzen aber schon sehr nahe...total krank...das sind ja meistens 0,5 mg tabletten...dh. du hast davon ganze 15 stück eingeschmissen...damit könnt ich mich wohl umbringen...


    Und ja solche Tage gibts bei dir ja bestimmt häufiger.. . Ich kann deine ängste nachvollziehen...deine Mitmenschen sollen nichts mitbekommen...aber hast du keine Angst, vor den Spätfolgen deines Verhaltens???


    Sorry aber ich muss fast lachen.... du kommst also auch ganz ohne tavor aus eine woche lang...dh. in dieser woche schließt du dich dann in deinem zimmer ein, damit keine situation eintreten kann, in der du es doch brauchst...


    BOAH...sorry... du schreist hier zwischen den zeilen nach hilfe, sonst hättest du diesen faden nie eröffnet und trotzdem versucht du hier jedem klar zu machen.."alles in bester ordnung"...wohl am meisten dir selbst...


    Glaub mir nach diesen 17 tagen, werden wieder andere tage...wochen kommen, die dann situationsbedingt gaanz viel tavor brauchen....nur dann eben noch mehr, weil deine hemmschwelle dann noch höher liegt. Und du schreibst die dinger wirken bei dir nur 5 stunden...zu mir hat man gesagt, dass sie 16 stunden wirken .... du bist abhängig...das einzusehen wäre der erste schritt in die richtige richtung.

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    Blödsinn, ich habe die 7,5 natürlich nicht auf einen Schlag genommen, sondern verteilt über den Tag. Und das war auch nur eine Ausnahme, weil es nicht anders ging.

    Weil es nicht anders ging, weil es nicht anders ging....blabla...sucht-blabla...du bist abhängig davon und siehst subjektiv keinen anderen ausweg. Und du willst ihn auch nicht sehen. Hier reissen sich die menschen den arsch für dich auf – > Sunflower..., die hier echt ahnung hat davon und ich kann nicht verstehen, warum du nichts davon an dich ranlässt und weiter dein "Alles in Ordnung- gelaber durchziehst"...sorry, das nervt mich einfach, was willst du eig. hier

    Kannst meinen beitrag gerne ignorieren...aber das hätte ich gerne beantwortet..."Was willst du hier?"

    Nur kurz (und unter Vorbehalt, ich traue Wikipedia manchmal nur begrenzt – aber mein Pharma-Buch liegt in der Klinik):


    Wie Halbwertzeit von Tavor (Lorazepam) liegt bei 11-18 Stunden, die Wirkungsdauer aber bei 5-9 Stunden. Käme also hin; Tavor ist halt so mittellang wirksam.


    Recht guter Artikel: http://web4health.info/de/answers/bio-benzo-overview.htm


    Aus dem Wikipedia-Artikel wird auch ersichtlich:


    Tagesdosis liegt bei maximal (!) 7,5mg. Damit sind dann aber v.a. hoh Dosen für einmalige Situationen (best. operative Eingriffe, Status epilepticus-Behandlung) gemeint. D.h. der TE ist mit den 7,5mg schon im Maximalbereich /und bald wohl drüber).


    Weiterer Aspekt:

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    Eine Langzeittherapie kann zu kognitiven Defiziten führen, die bei Behandlungsabbruch jedoch reversibel sind.

    D.h. nicht nur, dass die kognitiven Verzerrungen bei einer SozPhob verschlimmert werden (können) sondern auch, dass die Lernfähigkeit bzw. der Lernprozess (Wissensspeicherung, -abruf) gestört werden. Was problematisch ist, wenn man noch in der Ausbildung ist (Prüfungslernen!). Man meint, mit dem Benzo ruhiger zu sein in Prüfungen; bei Dauereinnahme erschwert man den Lernprozess aber. Ziemlich kontraproduktiv.

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    Mit 7,5 mg Tavor ... das sind ja meistens 0,5 mg tabletten...dh. du hast davon ganze 15 stück eingeschmissen...damit könnt ich mich wohl umbringen...

    Nein, es gibt auch 2,5 mg als Einzeltablette, in der Mitte zu teilen.


    Von 7,5 mg wird jemand, der an Tavor gewöhnt ist, (im allgemeinen) nicht sterben. Es ist "nur" der Hammer auf den Kopf, man denkt und fühlt dann nichts mehr. Mit anderen Worten, man macht sich zum Zombie.


    Wer 17 Tage Tavor durchzieht, dürfte extreme Schwierigkeiten bekommen, es nachher wieder auf das vorherige Maß zu reduzieren. Es wirkt dann in wesentlich geringerem Maß. Aber vielleicht muss der oder die TE genau da noch durch ...

    "Was willst du hier?"


    Ich hatte eine wichtige Frage, von der ich glaubte, hier eine gute Antwort bekommen zu können. Es hat sich aber bereits nach ein paar wenigen Antworten gezeigt, dass ich hier wohl nicht die Antwort zu hören bekommen würde, die ich gerne gehört hätte. So gesehen hätte man das Thema eigentlich schon mit der zweiten Seite beenden können. Auch wenn ich nicht die gewünschte Antwort bekommen habe, so hat es mich dann mit der Zeit doch interessiert, was andere Leute über meinen Umgang mit Tavor denken (ich nehme das ja nicht ohne irgendwelche Selbstzweifel ein). Ich habe aber auch versucht, klarzumachen, dass ich eine grundsätzlich andere Einstellung zu Tavor habe, was ganz einfach daran liegt, dass es mir schon so viele unangenehme Situationen erspart hat und ich überhaupt nicht wüsste, was ich ohne es anfangen sollte. Daran lässt sich nun mal mit ein paar mahnenden Sätzen nichts rütteln und das müsst ihr auch verstehen. Ich habe momentan einfach keine andere Wahl.


    Um auf deine Frage zurückzukommen, Minja: so recht weiß ich es auch nicht. Es hat sich eben ein Gesprächsfaden entwickelt, der für mich teils recht aufschlußreich war und du kannst mir glauben, dass eure Beiträge nicht einfach so an mir vorbeigezogen sind, ich nehme sie durchaus ernst. Insofern danke ich ganz herzlich für eure Zeit und für eure Mühe!

    thekts

    Ohne Schärfe und unpassende Ironie: Ich wünsche Dir aufrichtig, dass Du einen guten Weg gehen kannst; aus meiner Sicht wenn möglich dauerhaft ohne Tavor und mit Besserung Deiner Gesundheit


    Ich habe eigene Erfahrungen mit den Tabletten, WAR mal abhängig davon, und ich konnte deshalb nur so dazu schreiben, wie ich es tat. Es war nichts böse gemeint, im Gegenteil.


    Wenn Dir irgendetwas von dem, was Du hier gelesen hast, zu einer neuen Sicht verhelfen kann, würde es mich freuen.


    Gruß,

    Gut, dass es nicht spurlos an Dir vorübergezogen ist.


    Behalte dabei unbedingt im Hinterkopf, dass eine Reduktion von Tavor schrittweise vorgenommen werden muss. Nicht im Hauruck-Verfahren. Lass Dir Zeit.


    Das wollte ich Dir noch mit auf den Weg geben, der hoffentlich gut verläuft!


    Viel Glück! :)*

    @ thekts:

    Denke bitte auch daran, dass es andere Möglichkeiten gibt, mit der Angst umzugehen und sie tatsächlich loszuwerden. Du hast nur diesen einen Weg kennengelernt – aber es gibt andere.


    Du bist ja schon dabei... zieh' die Therapie vernünftig (!) durch.


    Und versuche wirklich, festgefahrene Gedanken mal zu relativieren. Auch die Sache mit Klinik. Erzähl' notfalls der Familie irgendwas bzgl. Tourette. Du MUSST nicht ehrlich sein.


    Nur zu Dir selber. Tu' DIR den Gefallen.


    Ich erlebe halt täglich das Ende der Spirale, in der Du gerade irgendwo in der Mitte bist. Das ist nicht schön, das ist oft sehr tragisch – und wäre praktisch IMMER zu vermeiden gewesen, wenn die Betroffenen es sich nicht schöngeredet hätten und auch die Medikamentenquellen verantwortungsbewusster gehandelt hätten. Dir wird so schnell niemand das Absetzen aufzwingen – aber irgendwann wird es dazu kommen. Weil Du gar nicht mehr so viel nehmen kannst, wie Du bräuchtest. Weil die Quellen versiegen. Weil Du mit der Dosis, die Du brauchst, doch nur noch wie ein Zombie rumläufst (und es vielleicht gar nicht mehr merkst! Das finde ich immer erschreckend: Betroffene, die sich normal fühlen – aber wo jeder Außenstehende merkt, dass die Person komplett betäubt ist, mit verwaschener Sprache etc.).


    Lass' es nicht soweit kommen, das bringt nur unnötige Probleme.


    Alles Gute!