@ thekts

    ...ich weiss, meine Beiträge waren teilweise ziemliche Schläge ins Gesicht... . Wollte dir damit aber nicht vor den Kopf stoßen, sondern dich vielmehr "wachrütteln"... ich bin ein temperamentvoller Mensch und bilde mir einfach ein zu wissen, dass es dir nicht gut geht und es ist schwer ertragbar mitzulesen, wie du dich in den Medikamenten aufgibst... . Keine Frage...ich kann dich nachvollziehen. Ich weiß nicht ob im gleichem Ausmaß, aber ich wollte nicht mehr leben, soviel Angst hatte ich vor den kleinsten Dingen... . Ich hab meinen Halt im Kiffen gefunden und wollte es lange Zeit nicht aufgeben...ich wusste nicht wie ich es ohne schaffen könnte. Ich hab mein verhalten damals genauso verteidigt wie du, weil ich einfach nicht ohne konnte...ich sah keinen anderen ausweg und war trotzdem nicht glücklich...auch ich hab am anfang meiner therapie an keinen erfolg geglaubt. Bei mir hat alles angefangen, als ich 17 war und hab diese ängste 8 jahre mit mir rumschleppt und nichts und niemand konnte mir helfen...mein einzigster trost/schutz/puffer war das kiffen. Sogar mein Psychologe hat am Anfang nichts dagegen gesagt, weil er wusste, wie labil ich war. Aber auch ich hab auf Dauer nicht die Antworten bekommen, die ich gerne gehört hätte und ich glaub wie ich, weisst auch du, dass die antworten die du hier bekommen hast, die richigen sind...

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    Ich habe aber auch versucht, klarzumachen, dass ich eine grundsätzlich andere Einstellung zu Tavor habe, was ganz einfach daran liegt, dass es mir schon so viele unangenehme Situationen erspart hat und ich überhaupt nicht wüsste, was ich ohne es anfangen sollte. Daran lässt sich nun mal mit ein paar mahnenden Sätzen nichts rütteln und das müsst ihr auch verstehen. Ich habe momentan einfach keine andere Wahl.

    Ja, das weiß ich. Mahnende Sätze sind nichts im vergleich zu deinen ängsten... . Aber auch wenn du im moment vll wirklich keine andere wahl hast, versuch dich gedanklich etwas von deinem "lieben" tavor zu verabschieden...du hast die kraft, es auch ohne zu schaffen..vll. noch nicht heute, vll. noch nicht morgen, aber behalte dir diese wahl für die zukunft offen. Versuche doch situationen, für die es die kleinste menge tavor bräuchte, einfach einmal ohne zu schaffen. Genau diese ängste die du allein nur beim gedanken daran hast, gilt es zu ertragen und glaub mir sie gehen dann auch irgendwann weg. Hast du einen guten Freund/Freundin, die das alles weiß?...die dich unterstützen kann? Mein Psychologe hat mir immer geraten, ich soll mir das schlimmste vorstellen, was passieren könnte und überlegen, ob das wirklich so schlimm ist...für mich. Weisst du...was andere über dich denken/ ob du immer perfekt bist....das interessiert im endeffekt nur dich selbst. Ich hab viele menschen verloren, weil ich nicht mehr funktioniert habe und bin froh, denn es waren nicht die richtigen menschen für mich und schwäche zuzugeben/zu zeigen ist kein weltuntergang. Ich hatte immer angst die kontrolle in best. situationen zu verlieren (zb. ein bierchen mit bekannten)...ich hab in den situationen geschwitzt, nicht gewusst wie ich mich verhalten/bewegen, was ich reden soll...ich hatte eine unheimliche angst, vor dieser angst, die mich dann lähmt und die angst, andere sehen mir diese angst an und ich kann nicht einfach gehen... . Ich bin deshalb fast 4 jahre nicht mehr weg gegangen...du schluckst tabletten.... Vll. solltest du wirklich versuchen ohne tabletten (schrittweise) schauen, was du machen kannst und was nicht...und wenn die angst zu groß ist, bleib zu hause...aber glaub mir, bei mir hat eig. niemand irgendwas bemerkt...jeder ist am meisten mit sich selbst beschäftigt und wenn du zitterst...schieb es doch auf dein tourette.


    Was ich mit all dem sagen will...versuch mal in deinem kopf alternativen einen raum zu geben... vll besteht ja doch die klitzekleinste möglichkeit in manchen situationen ohne auszukommen ... Tu es für dich !

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    Es hat sich aber bereits nach ein paar wenigen Antworten gezeigt, dass ich hier wohl nicht die Antwort zu hören bekommen würde, die ich gerne gehört hätte.

    Vielleicht konntest Du trotzdem den ein oder anderen Denkanstoß mitnehmen! Ich würde es dir wünschen!

    Nachdem ich mich grade in einem anderen Faden als vorsichtiger Notfallkonsument von Lorazepam geoutet habe, oute ich mich hier jetzt als "stummer Mitleser", der den Faden (eben aus der Angst vor dem Zeug heraus) sehr aufmerksam mitverfolgt hat. Ich frage mich, wie es Thekts wohl geht? Sind die berühmten "17 Tage" angebrochen? Ich wünsche Dir das Allerbeste!

    @ Andi

    Ich habe mir auch schon darum Gedanken gemacht :-(


    Ich wäre wirklich neugierig darauf gewesen, was konkret in diesen 17 Tagen passiert, auch, um einzuschätzen, wie die Ausmaße seiner Sozialphobie und des Abusus sind ":/

    Mich würde interessieren, was aus thekts geworden ist? Der Thread hat mir gerade mal wieder deutlich gemacht wie gefährlich das Zeug ist, wenn man es nicht unter Kontrolle eines (erfahrenen) Arztes einnimmt, ich hatte wohl noch Glück und habe mir nur die Finger verbrannt, auch wenn es nicht angenehm war und meine Psyche denkt immer noch an Tavor, auch wenn ich jetzt Angst habe es zu nehmen, das wird wohl nicht mehr weggehen.