Ich finds auch zum Kotzen, wie mit Alkohol in der Gesellschaft umgegangen wird :(v


    Es wird suggeriert, dass Alkohol zu vielen Anlässen dazu gehört, dass ohne Alkohol eine Feier keine Feier ist.


    Ich trinke seit 2 Jahren so gut wie keinen Alkohol mehr (im Sommer hin und wieder einen Radler, im Winter gar nicht) und erst dadurch ist mir aufgefallen, wie salonfähig Alkohol in der Gesellschaft ist. Die meisten trinken nicht, weil ihnen die betreffenden Getränke schmecken, sondern "weil man es so macht".


    Bin übrigens noch nie blöd angemacht worden, wenn ich sage, dass ich nicht trinke :-D :)^

    Blöd angemacht wurde ich in dem Sinne auch nicht. Aber man wird immer angeguckt wie ein Zombie und meist kommt "Gar keinen Alkohol ?" oder auch "Warum nicht ?" Das reicht ja schon - diese Rechtfertigungsecke, in der man steht. Ich esse z.B. auch keine Schlagsahne zum Kuchen (Lactoseintoleranz). Aber alle Leute assoziieren das mit der schlanken Linie. Und dann kommt er, der blöde Spruch. Und ich muss es immer wieder erklären.


    Manchmal geht es mir schon so, dass ich ein gutes Glas Rotwein zu einem tollen Essen schön finde. Oder ein kühles Bierchen, draußen im Garten im Sommer, wenn man sein "Tagwerk" geleistet hat. Aber eigentlich gehts wirklich ohne. Gibt immer Alternativen. Zum Entenbraten zu Weihnachten schmeckt mir seit 2 Jahren schwarzer Johannisbeersaft anstatt Rotwein ganz hervorragend.

    ich denke man muss differenzieren, niemand wird zum saufen gezwungen. Und bis man mit Alkohol ein echtes Suchtproblem hat vergehen schon ein paar Tage bzw. man muss schon sehr lange missbräuchlich damit umgehen.


    Theoretisch deutet zwar schon die tägliche 1 Flasche Bier/ das Glas Wein auf ein Suchtproblem hin, aber das bringt selbst nach Jahrzehnten nur minimale Auswirkungen mit sich. Hauptsächlich ist doch der jahrelange Konsum von großen Mengen Alkohol ein Problem was früher oder später körperliche und geistige Schäden verursacht, und nicht die 1 Flasche am Tag.


    Selbst ein Levelsäufer kommen mit 1 Flasche gerade mal über den frühen Morgen und benötigt für den restlichen Tag noch viele weitere Flaschen um sein Alkoholniveau konstant zu halten. Was ich damit sagen will ist, niemand wird aus Versehen zum Alkoholiker sondern er muss jahrelang vorsätzlich daran arbeiten.


    Und während man sich mit den verbotenen harten Drogen innerhalb kürzester Zeit körperlich ruinieren kann so dauert das mit Alkohol eine Ewigkeit.

    Menü


    Letzter Alkoholkonsum: 16.03.2012


    Alkoholfrei: 15 Tage oder [2] W [1] T<– (Motivationsdingens)


    Lactosefreie Tage: 0 Tage [] (seit 31.03.2012)


    Schwierigkeit: einfach


    Gestern abend waren wir mit Kumpels beim Thailänder essen. Da hab ich mir dann gleich einen Yasmintee bestellt. Hat auch den ganzen Abend gehalten die Kanne dank dem kleinen Tässchen :-) Ich freu mich :)z

    Letzter Alkoholkonsum: 16.03.2012


    Alkoholfrei: 16 Tage oder [2] W [1][2] T<– (Motivationsdingens)


    Lactosefreie Tage: 0 Tage [] (seit 01.04.2012)


    Schwierigkeit: einfach


    Samstag war Gammeltag bis in die puppen pennen und dann gemütlich vorm Fernseher relaxen.

    @ Violetta

    Ich danke dir @:)


    Die Entscheidung muss dein Freund leider selber treffen. Da hilft es auch nichts ihn daran zu erinnern oder ändern zu wollen weniger zu trinken. Am besten sind Sachen die ihm Alkohol in schlechtem Licht sehen lassen oder Alternativen die mit Alkohol undenkbar zumachen postiv sind.


    Ich war gerade eine Runde Fahrrad fahren und entspanne grad bei einem Cappucino auf der Couch :-D

    ich möchte mich gerne auch mal hier beteiligen.


    hat denn hier keiner ausser dir ein problem mit alkohol?


    also ich leider schon.


    habe vor 11 jahren nach dem suizid meines mannes angefangen und stecke nun voll drin.


    habe es sogar geschafft letztes jahr 6 monate keinen schluck zu trinken,


    habe mich auch wie du bärchen abgelenkt mit süssen getränken und essen,


    bin auch jeden tag gelaufen und habe mich eigentlich recht gut gefühlt.


    vor allem morgens war ich immer froh mich nicht schon wieder in den schlaf gesoffen zu haben.


    dann kam die diagnose diabetes!


    so was machst nun.keine süssen getränke und süßigkeiten schon garnicht.


    aspartam vermeide ich konsequent (da kann ich gleich weitertrinken).


    irgendwann hing mir dann das ewige wasser und der langweilige tee zum hals raus.


    also habe ich mir seit ca. 6 wochen wieder bierchen, weinchen sektchen gegönnt,.


    vor allem wein und sekt wirkt sich auf den blutzuckerspiegel kaum aus.


    ja und nun kann ich schon wieder nicht rechtzeitig aufhören.


    wenn ich ein glas wein trinke dann werden es wieder 2 flaschen, soviel eben um meinen pegel zu haben.


    ich finds ganz toll bärchen wie du durchhältst.


    und bleib auch weiter in diesem forum um die richtige motivation zu bekommen


    ich habe festgestellt dass man von aussen nur sehr wenig zuspruch bekommt.


    ob das meine diabetes ist ( ach komm das bisschen zucker) oder alkohol ( soviel trinkst du doch nicht ist doch nicht so schlimm) fast alle um dich rum versuchen dich ständig zu verführen,


    ich denke sie meinen es nicht mal böse sonder sind der meinung dir damit zu helfen um nicht als versager der alk braucht dazustehen.


    ich trinke tagsüber überhaupt nix habe ich gott sei dank auch noch nie.


    am abend hol ich das dann nach.


    so wünsch dir jetzt einen guten alk freien montag


    baerli

    Letzter Alkoholkonsum: 16.03.2012


    Alkoholfrei: 17 Tage oder [2] W [1][2][3] T<– (Motivationsdingens)


    Lactosefreie Tage: 1 Tage [1] T (seit 01.04.2012)


    Schwierigkeit: einfach


    Sonntag nur vergammelt vorm TV aber früh schlafen gegangen. Hab nicht an Alk gedacht war so auch recht matschig in der Birne. Liegt wohl am Wetterumschwung doofe Kältefront :(v

    @ Baerli

    Deine Geschichte hat mich echt traurig gemacht. :)_ Schön das du dich mitgeteilt hast ich glaube das brauchen wir alle mal so richtig alles von der Seele reden was uns belastet. Worin liegt denn bei dir der Reiz immer wieder zum Alkohol zu greiffen. Schmeckt er dir oder versuchst du dich damit aus der Welt mit all Ihren Problem auszuklinken ? 11 Jahre sind ja doch eine wirklich lange Zeit.


    Ich selbst habe so mit 18 angefangen und bis ca. 2004 teilweise extrem viel getrunken. In den letzten Jahren hat sich das aber stark reduziert weil ich einfach auch nichts mehr vertrage und dann tagelang brauche bis es mir besser geht. Meine Entscheidung damals hatte also nichts mit Vernunft zu tun sondern waren rein gesundheitliche Probleme.


    Jetzt allerdings sieht die Sache anders aus ich möchte vernünftig und eigenverantwortlich mit meiner Gesundheit und meinem Leben umgehen. Es geht einfach nicht das ich die kostbare freizeit die ich habe in einem Delirium verbringe.


    Baerli das Leben ist so wertvoll und wir werden schnell älter. Wirf die kostbaren Momente nicht weg ! Ich denke nämlich oft daran zurück was ich mit Mitte 20 alles hätte machen können anstatt mit anderen Alkis irgendwelche nichtssagenden Abende zu verbingen und blödsinnige Unterhaltungen zu führen.


    Ganz viel Kraft dir @:) @:) @:)

    Zitat

    nein, ein sucht problem ist das nicht. ich denke manchmal er ist nur einfach nicht stark genug NEIN! zu sagen...

    Und ZACK, bist du schon mittendrin in der Co-Abhängigkeit. Du verteidigst ihn.


    http://www.amazon.de/Fallstrip…TF8&qid=1333358484&sr=1-1


    diese Lebens(Leidens)geschichte beschreibt diese Co-Abhängigkeit sehr genau.


    Er trinkt gerne, du lässt es zu und verteidigst ihn anderen gegenüber. Auch du bist süchtig (nach ihm), sonst würdest du ihm mal gehörig den Marsch blasen.


    Ich habe alkoholkranke Eltern und hatte einen alkoholkranken Ehemann. Ich habe Gott sei Dank die Kurve bekommen. Bin geschieden, neu verheiratet. Wenn mein Mann jetzt trinken will, dann schläft er woanders, Ende. Er kennt meine Vorgeschichte und akzeptiert meine Regeln. Seit ich ihn stark angeheitert aus dem Haus geworfen habe, trinkt er maximal ein Bier und dann war´s das.


    Und glaub mir, wenn du so aufgewachsen bist wie ich, dann riechst du sogar jeden weiteren Schluck.