Hallo ihr zwei!


    Erstmal ein ganz dickes :)^ :)= fuer euer Durchhalten und euren Mut!!!!


    Ich wünschte, mein Freund wäre auch so stark! Er hatte nach einem schlimmen Vorfall seit 11 Tagen keinen Alkohol getrunken und ich habe an seiner allgemeinen Einstellung, seinem Wesen und Verhalten gemerkt, das er sich einfach nicht mehr dem Alkohol hingeben möchte, und ich dachte zum einen, das er es schaffen könnte, doch Alleine... Er war gestern wieder weg und hatte eine Rueckfall. Kann man das überhaupt nach so kurzer Zeit einen 'Rückfall' nennen?


    Er hatte Regelmäßig getrunken, etwa 2-3x die Woche in der Kneipe seine 5-10 Biere getrunken, doch versteht er nicht, das er einfach fremde Hilfe braucht!


    Wie verhalte ich mich jetzt ihm gegenüber? Wie kann ich ihn ermutigen das er weiter machen kann und soll in seinem Vorhaben aber das er Hilfe braucht?!


    Geht ihr in eine Gruppe?

    Hm. Erstmal vielen Dank allerdings muss ich sagen dass das bei mir nicht viel mit durchhalten zu tun hat.


    Darf man fragen was für ein schlimmer Vorfall das war, und obs 5-10 kleine oder grosse Biere sind? bei grossen klingts ja schon nach 3x Woche total besoffen. 5-10 Kleine "gehen ja noch" :D.


    Ich würds auch eher "weitertrinken nach Trinkpause" nennen aber nach den paar Infos die wir haben kann man eigentlich gar keine "Ferndiagnose" erstellen.


    Ich würd da wohl den Hebel an den Sachen ansetzen, die bei ihm selber für Abstinenzmotivation gesorgt haben. Offenbar stört ihn ja doch was dran und eigentlich findet ers ohne besser. Da mal nachforschen und Motivationen zum Trinken und nicht-Trinken ermitteln, vielleicht kann man daraus irgendwelche Erkenntnisse gewinnen die weiterhelfen, oder eine Struktur entwickeln, die ihm hilft. immerhin, er WILL ja zum Teil auch nicht mehr trinken. Das ist ja schonmal sehr gut. Wie lange betreibt er dieses Hobby denn eigentlich schon? Ist er ein "richtiger" Alkoholiker?


    Ich bezeichne mich nicht als Alkoholiker, obwohl ich das je nach Definitionsschema teilweise wohl bin, aber es ist ja auch nur ein Wort.. finds relativ egal ob man sich diesen Stempel nun aufdrückt oder nicht. Wie gesagt, der Satz "ohne gehts mir besser als mit, also lass ichs" reicht aus an Erkenntnis. Wobei es natürlich gravierende Unterschiede gibt, was passiert, wenn man dann doch trinkt. Gehts einem dann nur dööfer, oder ist es existenziell bedrohlich? Wenn das zweite der Fall ist, ist man auf jeden Fall ein vollblut-Alki und darf wirklich nie wieder trinken. Aber das trifft auf mich definitiv nicht zu. Bei Deinem Freund wohl auch nicht, wenn er "einfach so" ohne Entzug in der Klinik (oder hatte er heftigen Entzug zuhause?) damit aufhören konnte. Eher ein "Risikotrinker" als ein "Alkoholiker", oder?


    Mir fällt das nicht-trinken allerdings gar nicht schwer, eher im Gegenteil. Null Verlangen, grosse Abneigung. Der Rausch an sich würde mir schon nicht gefallen (irgendwie eher depressiv und unruhig, bin zur Zeit in keiner so tollen Phase, vertrag das Zeug daher gar nicht), Schlaf dann ganz schlecht und ausnüchtern zwar nicht dramatisch aber auch nicht besonders toll. Kann ich mir also auf voller Bandbreite sparen zur Zeit. "Verdanke" ich einer Panikstörung mit bisschen burnout dabei.

    Zitat

    Mir fällt das nicht-trinken allerdings gar nicht schwer, eher im Gegenteil. Null Verlangen, grosse Abneigung. Der Rausch an sich würde mir schon nicht gefallen (irgendwie eher depressiv und unruhig, bin zur Zeit in keiner so tollen Phase, vertrag das Zeug daher gar nicht), Schlaf dann ganz schlecht

    Ich kann dem oben genannten nur zustimmen, so gehts mir auch gerade. Ich bezeichne mich auch nicht als Alkoholiker aber denke das mir die Konsumbereitschaft doch irgendwie vererbt wurde ;-D


    Das was alles am besten zusammenfasst ist meiner Meinung nach:

    Zitat

    ohne gehts mir besser als mit, also lass ichs

    Ich gehe in keine Gruppe das wäre auch etwas kompliziert denn sobald man sich als jemand outet der einen problematischen Umgang mit Alkohol hat wird man gleich stigmatisiert oder man wird ungläubig angeguckt auf welchem Trip man denn ist und es wird einem vorgeschlagen erstmal einen zu heben dann geht die "Phase" schnell wieder weg.


    Entweder stigmatisiert oder nicht ernst genommen. Reines Schwarz-Weiß-Denken :(

    Hm, letzteres sehe ich nicht so. Und gerade in einer Gruppe sollte das nun wirklich nicht so sein? Da sind NUR Leute die so ein Problem haben. Aber ich denke auch nich das wir beide da bedarf haben. Aber wenn man sich mal in Alki-Foren rumtreibt, das ist schon ein anderes Kaliber. Denke schon das die Gruppen eine gute Sache sind.

    Ich meinte jetzt nicht das Verhalten innerhalb der Gruppen sondern wie meine Umwelt drauf reagieren würde, denn dort gibt es leider dieses Schwarz-Weiss-Denken.


    Es ist wirklich schlimm wie verankert der Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft schon ist. Man hat fast das Gefühlt es teilt die Gesellschaft richtig weil beides ja nicht zu einander passt. Trinker / Nicht-Trinker

    Hallo Bärchen und Jan

    Ich geb's zu: ich gucke hier ab und zu noch mal rein. Und ich bin schwer beeindruckt :)z - von Euch beiden !!! Ihr verschließt die Augen nicht vor Euren Problemen und schreibt sogar offen darüber.


    Tja, Bärchen, so denken offensichtlich die Meisten. Genau, wie ein "richtiger" Mann ein Macher, natürlich Fußballfan ist und ordentlich was verträgt ;-) , gehört zu Feiern immer Alkohol. Jeder Anlass muss begossen werden, die bestandene Prüfung, die Geburt des Kindes. Auch der Kauf eines neuen Autos. Letzteres finde ich immer :|N . Wenn ich mir ne neue Jacke gekauft habe, bin ich noch nie auf die Idee gekommen, darauf mit meinen Kollegen anzustoßen ]:D .


    Meine Kollegin hat mir mal sowas in der Art gesagt: Ihr Sohn war ein richtiger Junge und ihr Mann ist ein richtiger Mann: Handwerker mit Händen wie Schaufeln, praktisch begabt, Fußball- und Formel-1-Fan und hebt gern täglich seine Bierchen. Das war's aber auch. Der Chef ist meine Kollegin. Sie hat die Fäden in der Hand. Sie bestimmt, was, wann gemacht wird. Sie managt den Haushalt und gibt die Freizeitinteressen vor, plant die Urlaube.... Als er mal arbeitslos war, ist sie sogar mit gewesen zum Arbeitsamt und hat an seiner Beratung teilgenommen bzw. für ihn dort angerufen. Ich hab 3 Männer zu Hause, o.k. der Kronprinz hat jetzt seinen ersten eigenen Mietvertrag unterschrieben, der Kleine ist eh schon 1 1/2 Jahre in einer anderen Stadt zum Studium. Und soll ich Euch was sagen: Ich bin froh, dass sie keine "richtigen" Männer sind ;-) ;-D .


    Vor solchen Männern wie Euch hab ich Respekt.


    Haltet durch !


    *:)

    Mein Frend ging regelmaessig etwa alle 2-4 Tage mal in eine seiner Kneipen, zu den Wirten, die ihm gleich beim Reinkommen ein Bier hinstellen und wo immer die gleichen "Leute" drin waren bzw sind. Es hat seine 5-10 großen, also 0,5l Biere getrunken, doch sonst nix, also keinen Schnaps oder so. Daheim hat er nur in Gesellschaft getrunken, also bei Feiern oder Grillen. Sonst nie! Wir haben auch sonst keinen Alkohol Zuhause, außer mal ne Dlasche Sekt oder so, aber das mag er eh nicht. Er ist ein Reiner Biertrinker und Gesellschaftstrinker, er hat innerlich sicher noch vieles, das ihn belastet und beschäftigt, allerdings dachte ich, er habe das jetzt mit einem guten Freund und mittlerweile sein Chef besprochen und aus seiner Welt geschafft, er hat vor seinem "Rueckfall" 11 Tage nichts getrunken und was davor passiert war:


    Er hat 2 Tage durchgesoffen, kam zwischendurch kurz Heim, ging zu nem Spezl wo's ordentlich weiter ging, wollte wol Heim und viel hin, worauf er besoffen im Gebüsch liegen blieb, Anwohner haben ihn gefunden und Krankenwagen, Notazt und Polizei gerufen, die haben mich angerufen, ich haben ihn dort abgeholt und zu alledem ist er derzeit wieder mal nicht ersicher so dass er alles selber zahlen darf!!


    Ich bin am naechtsen Tag von dort weg und zu meinen Eltern und auch an dem Tag hat er weiter getrunken.


    Alles in allem ist das seine und meine letzte Chance miteinander, und gestern kam der nächste "Rückfall"....


    Er versteht nicht, das er es ohne Hilfe nicht schafft und ich bin es leid ihm immer wieder zu sagen das er sich Hilfe holen soll. ICH habe mir Hilfe geholt bei Al-Anon, er muss es auch selber schaffen und selber draufkommen! Er hat seinen Führerschein verloren, aber schon vor 6 Jahren, will ihn jetzt wieder machen, sagt er seit JAHREN schon....


    Er ist ein guter Mensch, er ist lieb und hilfsbereit, er hat sich geändert gehabt, seine ganze Einstellung und so, doch DIESE EINE KNEIPE BRICHT IHM IMMER WIEDER DAS GENICK!!! Und er kapiert nicht, das er da einfach nicht hingehen kann,darf,soll!!!! Er ist dafür noch nicht stark genug....


    Ich bin innerlich am Ende, ich merke, wie die Depressionen mich langsam einholen, mich der Mut nach und nach verlässt und ich keine Kraft mehr habe, doch nach außen hin lasse ich es mir nicht anmerken- "es geht mir gut, danke!"

    Oh Gott, Violetta. :°_ Aus Deinen Worten spricht die pure Verzweiflung. Nach außen hin hast Du Dir eine Maske aufgesetzt, ich versteh das schon. Aber es geht Dir überhaupt nicht gut. Wenn er es nicht kapieren will, dass er was ändern muss - trenn Dich von ihm, bitte. Denn so gehst Du auch vor die Hunde. Es ist nicht die Kneipe, die ihm das Genick bricht. Es ist einzig und allein er selbst.

    Zitat

    Es ist einzig und allein er selbst

    Ich weiß :°( !


    Wie lange ich das noch mit mache, weiß ich nicht, aber was ich weiß ist, das ICH was für mich tue und mich verändere. Dadurch werde ich, so hoffe ich, stärker und selbstbewußter und finde sicherlich dn richtigen Weg für mich.

    Ich find's auch gut wie ihr das durchzieht!


    Würde mich auch gern erleichtern und ich habe auch etwas gutes zu berichten.


    Mir geht’s ähnlich wie Bärchen.


    Ich habe seit dem Teenageralter an vielen vielen Wochenenden exzessiv getrunken, was mich in dem Moment verändert hat,vergessen hat lassen,entspannen hat lassen, ausblenden hat lassen, lockerer werden hat lassen. Etc.


    Ich musste nirgendwo aufgesammelt werden, konnte noch laufen und hab meistens auch noch normal und sogar zusammenhängend sprechen können. Trotzdem waren sie da, die Filmrisse, ganze Abende! Ja und auch wenn man normal ausschaut, jegliche Kontrolle über einen selbst ist dahin. Es gab keinen Hebel und es konnte einen meistens auch niemand dazu bewegen auf anti-alkoholisches umzusteigen! Auch kein Übelkeitsgefühl, das einen bremst.


    Unter der Woche habe ich selten getrunken. Außer mal im Biergarten, Fußball oder beim essen gehen. Aber am Wochenende konnte man sich endlich so richtig wegschießen (in den letzten paar Jahren aufgrund des Alters dann aber nur noch an einem Tag) Und danach kam es immer das große Bedauern und der Schwur das nicht zu wiederholen.


    Meine Freunde haben die Trinkerei akzeptiert. Mal geschimpft und bei jeder neuen Beteuerung gesagt, ja ja das machst du doch eh nicht. Und so war's. Letztendlich hab ich immer und immer wieder nur mich selbst enttäuschen und verletzen können. Und mit sich selbst ist man meistens nachsichtiger. Es ist halt einfach zu normal, dass 80 % der Leute beim Partymachen Alkohol brauchen. Kommt das hin?


    Es musste erst mein Drogensüchtiger Exfreund kommen um mir die Augen zu öffnen. Ich habe mich in unserer Beziehung eigentlich wirklich zurückgehalten. Ich habe bis auf zweimal (an einem Tag waren wir beide sturzbetrunken) eigentlich keine Filmrisse und war auch nicht oft weg bzw. wollte das nicht. Als wir weg waren, waren wir beide betrunken und damit konnte er nicht umgehen, weil ich dann auch einiges in Frage gestellt habe (man spricht die Wahrheit und ist weniger gehemmt) und als ich dann, weil ich mein Leben mit den dazugehörigen Freunden dennoch noch normal weiterleben "musste" und - ja - auch in gewisser Weise wollte auch mal alleine betrunken war, konnte er damit erst recht nicht umgehen und hat mich letztendlich verlassen weil er, um es kurz zu fassen, daraufhin ein anderes Bild von mir hatte.


    Seine Sucht ist ein Thema an dem ich sehr knabbere, weil ich denke, dass es sie war, die uns letztendlich auseinander gebracht hat. Nicht mein Alkoholproblem (von dem mir im nachhinein alle Freunde attestieren, das dem nicht so ist) sondern die Drogen, die ihn zu Wahnvorstellungen treiben wenn es um das Thema Alkohol/Weggehen geht. Wobei das denke ich auch nur ein vorgeschobener Grund ist, weil die Gedanken noch viel tiefer gehen. Ich glaube auch, dass Drogen einen dazu bringen seine eigenen Laster auf den anderen zu projizieren. Wenn man sich über zehn Jahre die Birne vollkifft geht glaub ich schon irgendwas in einem kaputt. Ich möchte Alkohol nicht mehr schön reden, aber trotzdem denke ich, dass es einen Unterschied auf die Psyche hat ob man am Wochenende einen Rausch hat oder jeden Tag vollgedröhnt ist.


    Was trotzdem kein Grund und Argument für Alkohol ist. Der Alkohol ist einfach nur immer und überall gegenwärtig.


    Nicht der Alkohol, sondern ich war auch Schuld, weil ich mich nicht früh genug von der Gewohnheit lösen konnte. Ich habe mich viel mit der Drogenmaterie befasst, mit der ich mich kein bisschen auskannte. Eigentlich stimmt das so nicht, denn Alkohol ist auch eine Droge aber gesellschaftlich anerkannt. Für viele viele Menschen mag es keine Droge sein, weil sie damit klarkommen, aber nicht für Leute, die es nicht kontrollieren können!


    Und da muss ich Bärchen recht geben. Wenn du gar nichts trinkst wirst du blöd angeschaut!


    Ach ja, nun zum Guten: Ich habe seit 8 Wochen


    keinen Tropfen mehr getrunken und habe es auch in naher Zukunft nicht mehr vor. Ich vermisse eigentlich nichts. Ich würde mir wünschen, dass ich vielleicht mal irgendwann wieder einen richtigen Weizen Geschmack auf der Zunge haben könnte und nicht das alkoholfreie, was ich ausprobiert habe. Da ist schon nochmal ein Unterschied. Aber jetzt will ich einfach nichts trinken. Und ich will auch nie wieder die Kontrolle über mich velieren. Vielleicht kann ich es irgendwann einmal kontrollieren aber bis dahin bin ich glücklicher wie es jetzt ist. Viele verstehen es nicht und meinen du kannst doch "a bissel" was trinken....Nein, kann ich nicht – will ich nicht.


    Zu meinem Exfreund. Er hat wohl erkannt, dass es bei ihm so auch nicht geht und ist jetzt auf dem Weg davon wegzukommen. Was das heißt, ob er es einschränkt (meiner Meinung nach ist das bei einer Sucht nicht der Weg um davon loszukommen) oder es ganz sein lässt das weiß ich nicht. Fakt ist, dass wir uns beide durch unsere Laster etwas verbaut haben,was meiner Meinung nach tausendmal mehr wert gewesen wäre als ein einziger Rausch oder Film. Eigentlich war es das allein beides. Aber der Mensch steckt schon viel zu tief drin und findet immer und immer gleichgesinnte und den meisten geht es dabei gut. Irgendwas muss doch immer erst passieren.


    Toi toi toi!

    marie-jana, danke!


    Ich werd allerdings immer noch nicht blöd angeguckt wenn ich nicht trinke. Ich muss aber auch sagen das ich ziemlich selektiv mit meinem sozialen Umfeld bin. "Falsche Freunde" sind da längst rausgeflogen. Sonst wäre das vielleicht anders, ja.


    Viloetta.. uff, ja, 10 0,5l Bier sind schon ne ziemliche Dröhnung (mir reichte in der Regel die Hälfte),und das 4 mal die Woche.. naja. Von der Alk-Menge her ist es nicht weit von "einer Flasche Schnaps" entfernt. Also er ist mit Sicherheit nicht "Gesellschaftstrinker" ;-). Schon ein dramatische Story, mit dem Rückfall und so :(. Ja, das zehrt einen sicher auf als Partner. Aber Du machst ja die richtigen Dinge. Einfach isses sicher trotzdem nicht. Vielleicht wacht er ja auf wenn er sieht dass Du ernst machst und ihn evtl. wirklich fallen lässt. Immerhin, ein klein bisschen Abstinenzmotivation scheint er ja zu haben. Alles Gute...

    @ Beanisbabe

    Erst mal herzlichen Glückwunsch zu deiner Erkenntnis und deinem Entschluss dem Teufel Alkohol mal ehrlich ins Auge zu schauen auch wenn er der Welt weißmachen will "Alles halb so schlimm".


    Ich habe auch schmerzlich erfahren müssen das ein ungezügelter Alkoholkonsum sehr viel zwischenmenschlich kaputt macht. Ich habe selber einige echte Freunde sehr enttäuscht die sich das eine weile angeguckt haben und dann erkennen mussten das sich unsere Vorstellungen wie jeder gerne seine Freizeit verbringt doch unterscheidet.


    Eine Freundin sagte mir einmal vor 1-2 Jahren das sie in der Zeit wo ich meine "Hochphase" hatte sehr Angst um mich hatte und dachte ich bin nun entgültig abgerutscht. Aber sie wusste auch nicht was sie machen sollte.


    Das führt uns zum wichtigsten Punkt deine Umwelt kann und wird dir kaum helfen. Wir "Alki´s" sind für uns selbst verantwortlich. Und ich muss Jan zustimmen ich hatte oft die falschen Freunde das hat sich aber im Laufe der Jahre geändert, nicht wie früher wo ich wegen meines Alkoholkonsums von einigen Freunden verlassen wurde, meide ich nun bestimmte Kreise wenn es um das Thema: Bar´s , Party, etc geht.


    Ich wünsche uns allen ganz viel Kraft und Motivation auf dem Weg in ein selbstbestimmtes , "Kopfklares" Leben denn wir haben es verdient nicht zugematscht auf der Couch zu liegen wie wir es an so vielen Sonntagen in der Vergangenheit getan haben

    Nur Sonntags? :D


    Ich hab früher die Erfahrung gemacht das in der Tat diverse Freundschaften zerbrochen sind, nachdem ich das allzu exzessive Saufen beendet hab, sprich, nüchtern mit den Leuten getroffen. Bitter, Freundschaft nur vom Alkohol getragen..

    Ich hatte mal so ein 1-Jahr-Nix-Alkoholisches-Trinken Projekt und war doch recht geschockt wie platt die Gespräche in unseren Trinkgemeinschaften waren wenn man nüchtern dabei sitzt. Das habe ich mir dann 1-2 mal angeschaut und das wars dann.


    Kleines Update:


    Mir gehts super, habe einen klaren Kopf und gewinne immer mehr Abstand von Thema Alkohol. Wenn es denn mal etwas erfrischenes sein soll ohne viel Zucker dann ist meine Wiederentdeckung Hefeweizen alkoholfrei + Schuss Bananensaft der HIT ! ;-D


    Achja ich habe auch aufgehört die Tage zu zählen und freue mich darüber jedes einzelne Wochenende in vollem Umfang geniessen zu können. Ja dazu gehört auch mal der Zeit mal keine Macht zu geben und morgens (am Wochenende) länger im Bett zu bleiben