Toleranzentwicklung Valium?

    Hallo,


    da ich ab und an sehr nervös/ angespannt bzw. gestresst bin nehme ich ab und zu ein paar Tropfen Diazepam/ Valium.


    Heute war wieder mal so eine Situation, aus der ich weder gedanklich noch körperlich rausgekommen bin. Habe versucht mir gut zuzureden, es von einem anderen Blickwinkel versucht zu sehen, habe mich bewegt, bin gerannt etc...damit ich diese Stresssymptome endlich loswerde. Gebracht hat mir all dies leider nichts. Dann blieb mir nichts anderes übrig, als ein paar Tropfen Diaz. zu nehmen, es waren vielleicht knapp 10mg. Leider habe ich davon so gut wie kaum was gemerkt :-( Das war sonst nicht so! Ich will aber nicht noch mehr nehmen.


    Ich habe diese Tropfen nie regelmäßig genommen! Kann es dennoch sein, dass ich schon eine Toleranz entwickelt habe, braucht mein Körper mehr davon, um den gewünschten Effekt zu erreichen?! Wer kennt sich hier aus?


    Habe gerade schon wieder Stressgefühle im Bauch! Ich könnte mich da so reinsteigern, weil ich befürchte, dass mein Körper sich irgendwie "selbständig" macht und nicht mehr loskommt von diesem üblen Stressgefühl...er kann es nicht mehr im normalen Rahmen halten. Davon werde ich sicher bals krank {:( >:( DEnn das kann ja niemand dauerhaft so aushalten...in letzter Zeit ist das so oft.


    Hilfe, wer kennt dieses Problem??

  • 12 Antworten
    Zitat

    Hilfe, wer kennt dieses Problem??

    Nein, glücklicherweise nicht.


    Und du brauchst dringend eine Therapie! Gegen deinen Stress helfen auch keine Medikamente – wenn, dann dämpfen sie allerhöchstens und du musst dringend lernen, wie du mit einem Stress anders/besser umgehst.


    Lass die Finger von dem Zeug und geh zu deinem Arzt. Schildere ihm dein Problem und hol dir Hilfe. Das ist keine Schande, sondern das Klügste, was du tun kannst.

    keineswegs 1x die Woche! Manchmal einmal in der Woche, dann vielleicht wieder 3 Wochen nichts, ein anderes Mal 2-3 x die Woche...aber halt nie regelmäßig! Und in Maßen. Allerdings greife ich darauf bereits seit ca 7 Jahren zurück...

    Es sind auch mal 1-2 Monate Pausen dazwischen! Also nicht regelmäßig 1x die Woche (hab es oben missverständlich ausgedrückt)


    Ich halte nichts von Therapien. Psychologen können mir nicht groß helfen, war schon bei einigen!! Und zum Psychiater will ich auch nicht, da hab ich schlechte Erfahrungen gemacht. Die verschreiben immer so schnell Medikamente gegen Depressionen, hab das schon durch mit diesen Medis, hat nichts gebracht. Dieser Stress ist ja nicht über Monate, aber momentan eben schon seit einiger Zeit. Tagsüber gibt es da auch Schwankungen zwischen Entspanntheit und Angespanntheit (wenn ich das verspüre, schaffe ich es leider nicht mehr von alleine wieder runterzukommen- genmau hierin liegtr mein Problem)

    Zitat

    wenn ich das verspüre, schaffe ich es leider nicht mehr von alleine wieder runterzukommen- genmau hierin liegtr mein Problem

    Eben. Und wenn ich deinen anderen Strang lese, hast du nicht nur ein problem mit Valium, sondern auch noch mit Alkohol. Zusammen mit der verminderten Frustrationstoleranz. Du musst lernen mit Stress umzugehen – und das geht offensichtlich nicht allein.

    Zitat

    Ich halte nichts von Therapien. Psychologen können mir nicht groß helfen, war schon bei einigen!! Und zum Psychiater will ich auch nicht, da hab ich schlechte Erfahrungen gemacht. Die verschreiben immer so schnell Medikamente gegen Depressionen, hab das schon durch mit diesen Medis, hat nichts gebracht.

    Manchmal muss man suchen, bis man die richtige Therapie samt Therapeuten findet. Das fällt niemanden in den Schoß. Aber du kannst dich natürlich auch weiterhin auf deinen schlechten Erfahrungen ausruhen, nur wird sich dann nichts ändern.


    Allein kommst du aus diesem ewigen Kreislauf nicht mehr raus und Verantwortung für ein Kind hast du auch.


    Hol dir Hilfe. Arzt, Mutter-Kind-Kur, Jugendamt. Jetzt. Für dich wird es niemand tun, wenn du dein Leben nicht selbst in die Hand nimmst. @:)

    Therapie ist also sinnlos und (harmlose) Antidepressiva schlimm, aber abhängig machendes Valium nicht?


    Da ist es schwer, Dir etwas zu raten. Therapie wäre mein Rat; man muss halt ein wenig suchen.


    Und ein eher beruhigendes Antidepressivum ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Nur wirkt es halt anders – und vermutlich ist der Griff zum Valium bei dir einfach schon so automatisiert, dass vermeintlich nichts mehr hilft. Selbst wenn Du allgemein gedämpft wärst, würdest Du best. Situationen vermutlich trotzdem nicht ohne Valium bewältigen. Weil Du keine Strategien zur Bewältigung der belastenden Situation erlernst, sondern Dich einfach abschießt (auch mit Alk; habe Deinen anderen Faden auch gelesen). D.h. die Probleme eskalieren zunehmend – und irgendwann helfen keine Medis mehr.


    Und sorry, 10 mg sind schon einiges!


    Toleranz: Bei 2-3x pro Woche Einnahme durchaus möglich.

    Danke für die ehrlichen Worte...


    Bin ja auch gerade ganz frisch in einer Beziehung, ein ganz toller Mann....mir wäre es unangenehm, wenn er von meinem Problem erfahren würde. Mal sehen, wenn genug Vertrauen aufgebaut ist werde ich es mal ansprechen. Es sind wahre Worte, die du sagst- ich habe eine Verantwortung meinem Kind gegenüber.


    Ich empfinde es als schwierig, mir vorzustellen, nie wieder Diazepam anrühren zu dürfen ":/ Habe wirklich das Gefühl, ich "muss" immer irgendwas haben, was mich runterbringt!!


    Naja, aber Danke nochmal, werde es mir zu Herzen nehmen und mal schauen...

    Zitat

    Ich empfinde es als schwierig, mir vorzustellen, nie wieder Diazepam anrühren zu dürfen Habe wirklich das Gefühl, ich "muss" immer irgendwas haben, was mich runterbringt!!

    Jeder braucht "irgendetwas", dass ihn runterbringt. Du hast außer Valium so viele andere Möglichkeiten, die du noch gar nicht kennst. Lass dich darauf ein. Es lohnt sich.


    Ich wünsche dir viel Glück und hab Mut! :-D

    Zitat

    Bin ja auch gerade ganz frisch in einer Beziehung, ein ganz toller Mann....mir wäre es unangenehm, wenn er von meinem Problem erfahren würde. Mal sehen, wenn genug Vertrauen aufgebaut ist werde ich es mal ansprechen.

    Ein toller Mann klingt schon mal gut. Und weil du ihn nicht verlieren möchtest, ist das vielleicht auch ein Teil des Ansporns, dein Leben umzukrempeln?

    Zitat

    Therapie ist also sinnlos und (harmlose) Antidepressiva schlimm, aber abhängig machendes Valium nicht?

    Ich habe das Vertrauen in Psychotherapien fast verloren, aber ich habe mir überlegt, ob es nicht wirklich ein Mittel gibt, was mich ein wenig dämpft, das wäre wohl auch wieder ein Antidepressivum. Die meisten haben mir aber echt nicht geholfen! Vielleicht gibt es ja noch ein anderes. Wobei ich definitiv nicht depressiv bin, das wurde auch schon ein paar Mal festgestellt. Aber auch hier mache ich mich in einer Form wieder mal abhängig von einem Mittel. Ich hab es bisher nicht geschafft alleine zur Ruhe zu kommen! Im Gegenteil-selbst beim Autogenen Training habe ich Stress. Währenddessen! Ich müsste mich dann besser bewegen, Joggen gehen oder so...werde das mal öfter tun!!

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    Und weil du ihn nicht verlieren möchtest, ist das vielleicht auch ein Teil des Ansporns, dein Leben umzukrempeln?

    Ja, aber selbst das erzeugt wieder Druck/ Anspannung, denn mein Leben hat ja einige Baustellen...angefangen mit dem Beruf über meine Persönlichkeit etc...da ich diesen Mann so toll finde, habe ich den Druck ein Bild von mir aufrechtzuerhalten was nicht dem entspricht, wie ich wirklich bin (bzw. sein kann!) Aber er wird mich schon noch kennenlernen, und entweder es passt dann noch oder eben nicht :-/ Bin bei ihm meist super drauf und happy (da verstelle ich mich aber nicht), nur weiß er nicht, wie ich manchmal drauf bin...

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    Ich hab es bisher nicht geschafft alleine zur Ruhe zu kommen! Im Gegenteil-selbst beim Autogenen Training habe ich Stress. Währenddessen!

    Autogenes Training ist nur eine Möglichkeit und kein Allheilmittel – wobei du schon etwas durchhalten solltest – es braucht Gewöhnung daran, zur Ruhe zu finden. Das kann anstrengender sein, als zwei mal um den Block laufen. Yoga, Meditation, progressive Muskelrelaxation... Es gibt so viel.

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    Ja, aber selbst das erzeugt wieder Druck/ Anspannung, denn mein Leben hat ja einige Baustellen...angefangen mit dem Beruf über meine Persönlichkeit etc...da ich diesen Mann so toll finde, habe ich den Druck ein Bild von mir aufrechtzuerhalten was nicht dem entspricht, wie ich wirklich bin (bzw. sein kann!) Aber er wird mich schon noch kennenlernen, und entweder es passt dann noch oder eben nicht Bin bei ihm meist super drauf und happy (da verstelle ich mich aber nicht), nur weiß er nicht, wie ich manchmal drauf bin...

    Du weißt ja auch nicht, wie er manchmal drauf ist...


    Abgesehen mal davon, dass es nur Druck erzeugt, weil du eigentlich weißt, welche Probleme du angehen willst/solltest. Mach kleine Schritte und setz dir ein Ziel, für die nächste Zeit. Deinen Arzt aufsuchen zum Beispiel und Klartext mit ihm reden oder dich über berufliche Alternativen informieren.

    Ich habe diesen Faden auch mit Interesse mitgelesen. Bei Diazepam darfst du natürlich auch nicht nicht die Halbwertszeit im Körper (Wirkzeit) vergessen. Die liegt bei 48 – 96 Std (!) – vllt. auch einer der Gründe weshalb du meinst manchmal nichts mehr zu spüren – weils noch am wirken ist.


    Muss den anderen hier auch Recht geben. Verzichte lieber auf dieses Teufelszeug. Das ist mit Kind nicht einfach getan, ich weiss! Allein schon eine Entgiftung / Entzug von Diazepam kann sich bis zu ca. 21 Tage lang strecken. Dafür brauchst du den Willen, den Mut und Menschen auf die du dich verlassen kannst während der Zeit – Stichwort : Kind bsw...


    Was die Therapeuten verschreiben braucht ja auch immer erstmal seine Zeit. Das die Antidepressiva helfen. Bei den meisten zwischen 2-4 Wochen bis der Körper sich drauf eingestellt hat und man die antidepressive Wirkung spürbar merkt.


    Da du aber sagt, dass du denkst und dir auch gesagt wurde, dass du nicht depressiv bist, sollte man vllt. überlegen ob du bsw. Phobien / Panik / Angstatacken hast – dafür muss man nicht depressiv erkrankt sein.


    Da ist dann der Griff zum Diaz der einfachere Weg als, wie dir hier die meisten geraten haben, dich doch noch mal auf die Suche nach dem Richtigen Therapeuten, resp. Therapie zu machen.


    Was das Valium betrifft sag ich dir hier auch ganz klar : Du wirst entziehen müssen – früher oder später! Und das ist gut so! Denk dabei an dein Kind, aber tue es für dich! Zeih dir aber dafür die Kraft aus der Liebe zu deinen Kind. Dann schafft man alles!


    Viel Glück!