• Tramadol macht mich fertig

    Hallo liebes Forum, ich hänge seit ca. 3,5 Jahren mit ca. 5 monatiger Unterbrechung auf Tramal 600/Tag fest. Ich habe letztes Jahr im Januar bereits eine 6-wöchige stationäre Entgiftung von Tramal und auch Benzos (Diazepam) gemacht und war dann so 3-4 Monate auch clean, bis es einen Riesenrückfall gegeben hat. Ich war sofort wieder bei obiger…
  • 22 Antworten
    Zitat

    Ich arbeite in einem Altersheim. Die Schmerzpatienten dort sind – und das sind nicht wenige – dauerdrauf. Und damit meine ich 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Und zwar auf noch stärker wirkenden Schmerzmitteln. Ja, was bleibt einem anders übrig. Die Leute halten es nicht aus vor Schmerzen, sie verbringen ihr leben im Rausch.


    Alles hat seine positiven und seine negativen Seiten.

    Also entschuldige mal, aber hier geht es um einen Medikamentenmissbrauch und nicht um eine Schmerzgeplagte Bewohnerin eines Pflegeheims.


    Abhängig von der Nebenwirkung ist das Konsumverhalten, Appliktionsart, Beimischungen und Anamnese.


    Tramal erhöht z.B die Bereitschaft zu Krampfanfällen.Diese werden cerebral gesteuert.Unterdrückt wurden diese hier wahrscheinschlich durch den Beikonsom von Diazepam.


    Deine Aussage ist überhaupt nicht passend zum Faden und liest sich für mich als wenn Du die Suchterkrankung hier als nicht besorgniserregend findest und diese dadurch entschuldigst das " Deine " Bewohner schliesslich auch ein Leben im Rausch führen.


    Leider vergisst Du das die Bewohner eine entsprechende Anamnese haben und der " Konsum " unter kontrollierten und äztlicher Aufsicht steht.

    @ Mrs Puschel

    Zitat

    aber hier geht es um einen Medikamentenmissbrauch und nicht um eine Schmerzgeplagte Bewohnerin eines Pflegeheims.

    Also: Ja es geht hier nicht um eine Bewohnerin eines Altersheims, sondern um eine berufstätige schmerzgeplagte Mutter zweier Kinder mit Zustand nach Meningeom-OP (Hirntumor), welcher durchaus eine Indikation für eine entspr. Schmerztherapie darstellte. Ich bin von Anfang an in schmerztherapeutischer Behandlung und sehe mich schon deshalb nicht als "Konsument" sondern als "Patient". Zumal ich jede einzelne Tablette des Tramadols und auch des Diazepams von ein und demselben Arzt verschrieben bekommen habe und ich diese Medikamente sämtlichst auch noch zuschussfrei wegen der KK-Rabattverträge in der Apo erhalten habe.


    Was das Diazepam betrifft, sollte es als Krampflösung im Nackenbereich dienen, da unter anderem Muskelspastiken an der HWS und Umgebung (ganz nah sass der Tumor im unteren Hinterhaupt, übrigens von der Größe einer Mandarine, Entfernung in 9 stündiger OP) ein Überbleibsel dieser schwerwiegenden OP sind, sowie Schutz vor Krampfanfällen ja, aber nicht wegen des Tramals, sondern die kamen auch noch als Geschenk nach der OP hinzu.


    Das Problem hat sich durch allzu leichtfertige Verordnungspraxis durch diesen Arzt ergeben. Es gab keine rechte Aufklärung und auch kein konkretes Einnahmeschema hierfür. Rezepte bekam ich nach Anruf oder manchmal sogar unangefordert per Post nach hause geschickt. Anfangs wusste ich erst gar nicht, um was für Medikamente es sich dabei handelt. Ich war zuvor überhaupt kein Medikamentenfreak und auch in Sachen "Krankheiten" sehr schlecht bewandert. Habe das Thema auch bewusst nicht an mich ranlassen wollen, da ich bis dato das Glück hatte, ein gesunder Mensch mit gesunden Angehörigen und gesunden Freunden zu sein.


    Vor diesem Hintergrund, bilde ich mir jedenfalls ein, ist es durchaus legitim, ein "medizinisch-pharmakologisches Rindvieh" sein zu dürfen.


    Nun kann man ja mit dem Argument kommen, es steht doch alles im BPZ. Nunja so hab ich auch gedacht.


    Bei Tramadol retard steht da wortwörtlich:"Tramadol hat ein geringes Abhängigkeitspotential" .


    Ich habe auch meinem Arzt vertraut, der bei Nachfragen (meist telefonisch, weil er ja ein vielbeschäftigter "Spezialistist" ist) bei resistenten Schmerzen auch Dosiserhöhungen befürwortet hat.


    Nur leider ist das in Kombination mit einer nicht da gewesenen Aufklärung, irreführenden BPZ in und einer Mutter, die für Ihre Familie nach wirklich schwerer Krankheit wieder wenigstens einigermaßen "funktionieren" wollte und zudem ihren Arbeitsplatz nicht gefährden wollte wegen immer wiederkehrender Krankschreibungen - eine perfekte Grundlage in eine Abhängigkeit zu rutschen. Und das geht sehr sehr schnell.


    Es ist schlicht und einfach eine Schmerztherapie aus dem Ruder gelaufen und ich sehe da schon einen ärtzl. Fehler. Weißt Du eigentlich, was richtig schwere Schmerzen bedeuten? Ich unterstelle jetzt mal ketzerisch NEIN. Du scheust Dich ja auch nicht vor eben solchen Unterstellungen gegen andere Beitragschreiber hier.


    Ich jedenfalls war in so schweren Zuständen, dass ich auch "Fliegentot" getrunken hätte, WENN ES GEGEN MEINE SCHMERZEN GEHOLFEN HÄTTE!


    Aber vielleicht nochmal anders:


    Es wäre sicher auch eine Möglichkeit gewesen, bis an mein Lebensende mit einem Opiatpflaster rumzulaufen. Wäre es mal bloß so gewesen, dann hätte ich nicht so elendige von Heulkrämpfen und Körperkrümmungen begleitete Ausnahmezustände erleben müssen. Gut, ich hätt dann gleich ins Schmerz-Schema III der WHO gepasst, wäre aber auch in einen gepflegten Abhängigkeit gelandet. Wo wir wieder bei den schmerzgeplagten Bewohnern im Altersheim sind. Eben dauerdrauf. Allles Suchtis, so wie ich.


    So nun kurz das vorläufige Ende vom Lied: die KK ist diesem Arzt wegen seiner Verschreibungspraxis auf die Füsse gestiegen und der Fall (also ich) wurde an einen anderen Spezialisten abgegeben. Sucht-und Schmerztherapeut. Kurzum, um die Synapsenparty in meinem Körper unter Kontrolle zu kriegen, werde ich mit Hilfe eines hochpotenten und auch zurzeit recht hochdosierten Morphinderivat umgestellt, um den Entzug durch das Tramal etwas zu erleichtern. Und dann kleb ich mir am Ende doch noch ein meinem Schmerzbild angepasstes Opiatpflaster auf die Backe. Sogar ohne schlechtes Gewissen, dann immer noch ein Suchti zu sein. Na und? Lebensqualität ist mir wichtiger.


    Das Diazepam hab ich bis Anfang Mai nach 11 Monaten rausdosiert können (was für eine Hölle) Es wurde auf ein anderes krampfverhinderndes Medi umgestellt.


    BTW: Ich war im letzten Jahr bereits in einer 6-wöchigen stationären Entgiftung, die leider nach 2 Monaten wegen inadequater Schmerzbehandlung zu einem Rückfall führte.


    Ist recht ausführlich geworden, dafür, dass Du in Deinem Beitrag in meinem Faden, zudem in der 3. Person über mich gegenüber "Schreiber "WoldfAndreas" ein paar läpische Sätze hast fallen lassen. Ich finde Deinen Ton schon etwas unangemessen, und Du schmeisst auch nicht zu knapp mit medizischem Fachtermini um Dich (von wegen cerebral gesteuert und so, ok das ist sogar mal nicht unverkehrt)


    Leider finde ich Deinen Beitrag in meinem Faden nicht ansatzweise angemessen.


    Der gute "wolfAndreas" hat - im Gegensatz zu Dir - wahrscheinlich die Beiträge hier etwas genauer angesehen und in diesem Kontext habe ich dessen Inhalt auch ganz gegensätzlich erfasst als Du.


    Deshalb empfehle ich Dir, vorm Losschiessen die Beiträge etwas genauer zu lesen (da klang das hier geschriebene schon ansatzweise an, jedenfalls genug um daraus schliessen zu können, dass ich sogar wie

    Zitat

    die Bewohner eine entsprechende Anamnese

    haben könnte.


    Aber ich übe mich auch sehr gern in Geduld und schreibe lange Texte, wenn ich dazu beitragen kann, nicht ganz vorurteilsfreien Forensteilnehmern ein bisschen Licht in Dunkel zu bringen. Vielleicht regt das ja vor Schnellschüssen in Zukunft an, dass die Dinge nicht immer so liegen müssen, wie man allgemein glaubt.


    Wenn Du aber so jemand bist, der solche Threads grundsätzlich besucht, um erstmal potentiellen "Tätern" eins aufs Dach zu hauen, vielleicht weil es Dir persönlich nach einem miesen Tag dann besser geht, tja dann war die ganze liebe Müh hier leider wohl umsonst.

    Zitat :


    meine freundin ist tramadol abhängig


    hallo an alle


    bin neu im forum und habe viele fragen wieso bekommt meine freundin von ihrer ärztin ca. alle 10 tage ein privatrezept


    für tramadoltropfen ? sie müßte doch wissen das sie abhängig ist.


    ich habe es durch zufall endeckt sie spricht nicht darüber auch kenne ich sie erst ein halbes jahr sie wohnt bei ihren eltern 4 kilometer von meiner wohnung entfernt.


    wenn ich sie anrufe sagt sie in einer stunde kommt sie zu mir und schläft ein meist den ganzen tag so geht das immer


    einmal die woche schafft sie es zu mir zu kommen wird aber nach einen tag nervös und gereizt klagt über magenschmerzen und durchfall fährt sofort wieder zu ihren eltern.


    auch setzt sie nie das um was sie mir am telefon erzählt bekommt nichts mehr geregelt und lügt ständig.


    ich werde sie darauf ansprechen auf ihre tramalsucht wer kennt diese probleme wie soll ich vorgehen ?


    LG


    paulhansi


    Antwort :


    Hallo Paul,


    deine Freundin bekommt alle 10 Tage ein Privatrezept, nicht weil die Ärtze damit Kohle machen wollen, sondern weil sie pro Monat ein bestimmtes Kontingent an Verschreibungen haben. Überschreiten sie dies, und werden geprüft, müssen sie im schlimmsten Falle eine Geldstrafe bis max. 5000 Euro zahlen.


    Desweiteren würde eine so häufige Verschreibung in hoher anzahl mtl, immer mit dem selben rezeptpflichtigen Rezept, irgendwann den Krankenkassen auffallen – diese würden dann entsprechend handeln und die entsprechende Ärztin/Arzt überprüfen lassen.


    Das heisst im Klartext :


    Im schlimmsten Falle, bekommt deine Freundin alle 14 Tage ein normales Rezept für Tramadol, und dann noch zusätzlich ein Privatrezept, wie du sagst alle 10 Tage, welches sie dann selber zahlen muss – Privatrezept deshalb, weil die Ärztin/Arzt sonst irgendwann richtig Ärger bekommen kann, resp. das auffliegen kann.


    Das heisst zusätzlich, dass deine Freundin wohl einen sehr hohen Konsum an Tramadol zu haben scheint, und deine Ahnungen/Befürchtungen berechtigt sind!


    Auch die Symptome, die du beschreibst, nach bereits nur einen Tag (gereizt, dauermüde, schlechtgelaunt, unruhig, usw) sprechen dafür eine deutliche Sprache!


    Schau mal ob sie zusätzlich noch Restless Leg Syndrom hat (ständiges Wippen der Beine – nicht ruhig halten können, sowie zittern der Hände nach einen Tag bei dir – bevor sie wieder extrem schnell zu ihren Eltern muss....!


    Tramadolsucht ist eine ziemliche Scheisse – zumindest wenn man nichtts mehr da hat. Spreche da aus grossen eigenen Erfahrungen.


    Ps : Tips das die Ärzte das nicht interessiert und sie mit Privatrezepten zusätzlich Kohle machen wollen stimmt so überhaupt nicht – absolut dumme Antworten von entsprechenden Leuten hier – gefährliches Halbwissen....


    Ich selber bin kein Arzt (habe auch keinen im Familien oder Freundeskreis), aber wenn man sich damit ausführlich beschäftigt (auch wie die heutigen Arztpraxen abrechnen und arbeiten müssen – erbärmlich, übrigens...- dann versteht man dieses ganze kranke Gesundheitssystem, welches nur durch die Lobbyisten der Krankenkassen, Pharmaindustrie, sowie Politik, so umgesetzt wird!)


    Schaut euch die Paläste der Krankenkassen mal an.... – aber sie brauchen kontinuierlich jedes Jahr eine Beitragserhöhung – Das ist die absolute Verarsche am Bürger!


    Ähnliches Thema momentan : "Tabak..."


    Hoffe konnte dir etwas helfen, und drücke deiner Freundin die Daumen, sofern sie es noch ist, dass sie von den Dreck runterkommt!


    Ich selber bin auch seit über einen Jahr abhängig von Tramadol und Diazepam...werde es auch bleiben, weil ich sonst schlecht mit der heutigen existierenden Realität und Gesellschaft kaum zurecht komme!


    Zumindest solange, bis es mir nicht mehr verschrieben wird – dann bleibt nur noch der entzwungene Entzug – was nicht wirklich schön ist!


    Beste Grüsse

    Mach dir keinen Stress wegen morgen, das wird schon. Du wirst keinen körperlichen Entzug bekommen, du bekommst ja ein Substi. Psychisch wird sich wohl auch nicht viel bemerkbar machen, denke ich. Kann ich aber nicht beurteilent.. ich denke nur wenn du es nicht missbrauchst hast, dann wirst du keine probleme haben. ansonsten wirds auch funktionieren.


    Und ja, klar gibt es Menschen die ein erhöhtes Suchtrisiko haben. Erfahrungen können einen prägen und den Schmerz betäuben viele mit Drogen. Denkst du die Leute sind gerne auf sachen wie Heroin? Denkst du sie wollen ein so ein leben? Sie haben einfach niemanden. Niemanden der ihnen hilft, niemanden der sie rauszieht. Niemanden der sie liebt. ständig werden sie nur runtergemacht und die beschaffungskriminalität kommt mit hinzu. Manche haben den Drogen auch einiges zu verdanken, weil sie sich sonst schon umgebracht hätten.


    etc etc etc.


    aber das nur am rande weil ich nicht schlafen kann und mich ablenken muss.


    lg.


    WolfAndreas


    Hi Wolf,


    was das Substi Subu betrifft, ist es schon sehr reizvoll es zu missbrauchen für viele.


    Gebe dir aufjedenfall Recht, dass es meistens die lieben Seelen sind die auf den ganz harten Sachen, meist Heroin, sind. Genau aus den Gründen die du beschreibst. Ich habe einige kennengelernt – durch die Bank weg einfach Menschen (sofern sie nicht grad drauf waren) die total lieb sind. Diese sind zumeist einfach zu schwach u.o zu zerbrechlich für die Realität in unserer Welt.


    Genau aus diesem Grund nehme ich Trama – aber höhere Sachen werde ich nie und nimmer nehmen (und dies wurde mir schon mehrmals angeboten von Ärzten!) – da zieh ich klar die Grenze.


    Das schwächstpotente Opiod Trama ist für mich das Ende der Betäubungsleiter. Und dabei bleibts auch.


    Wichtig finde ich auch, dass sich jeder der abhängig ist, sich das auch selbst eingesteht.


    Für alle Süchte gibt es so umfangreiche Gründe, und es stimmt das es bei jeden Menschen unterschiedlich ist.


    Ich zb habe schon eigenmächtig (nach Höchstdosierungen von 1600mg Trama), allein bei mir zu Hause 3 mal den Entzug gemacht, da ich wusste es wickelt dich nicht mehr in Watte – du nimmst es nur noch um Entzugserscheinungen zu beseitigen – und es sich immer mehr steigerte. Notbremse!


    Momentan mache ich immer im Wechsel 14 Tage Retards – runterschrauben der Toleranz – und dann 14 Tage Tramatropfen – Watte funktioniert dann ca. 6-7 Tage wieder – zum schluss hin bin ich dann meistens wieder bei ca. 600mg (daher auch zusätzlich das Diaz um keine Krämpfe zu bekommen / ca. 5mg am Anfang – und 10-20mg zum ende der 14 Tagen auf tropfen hin – danach geht das Abdosieren mit Retards wieder los. Damit lebe ich mittlerweile sehr gut – DIES SOLL KEINESFALLS EINE VERHERRLICHUNG SEIN!!! Lasst am besten die Finger von aller Art Drogen Leute!


    Ich spreche da nur für mich, und dadurch soll sich niemand animiert fühlen, es mir gleichzutun – es sind einfach meine Erfahrungswerte die ich mir mal von der Seele schreiben will!


    Also Finger weg – denn es ist schon ein Teufelszeug das Tramadol – wie alle Drogen!


    Beste Grüsse


    Ps: hoffe der Faden wird hier wieder mal aufgenommen, damit ich hier keinen Gespräche mit mir selber führe ;-)

    hi, tramalex,


    ist ja schon etwas spät oder eher früh...


    aber irgendwie hab ich Probleme, sowohl Deinen Text, alsauch Dein genaues Anliegen zu diesem Faden hier zu durchschauen ":/


    Mir scheint, Du hast mehrere ältere Posts vorankopiert und irgendwo scheint Dein eigener Text zu folgen. Nur wo enden die fremden Beiträge und wo beginnt Dein eigener Beitrag? ???


    Schau mal, ob Du's uns nicht mit der ZITIERFUNKTION ein wenig übersichtlicher gestalten kannst, sonst wird sich das auf Dauer keiner antun, sich dadurch zu flusen. Da ich im Moment jedenfalls nicht blicke, wo sich nun Dein eigener Beitrag von den fremden trennt, werd ich auch zum Inhalt heute erstmal nichts mehr meinen. Sorg mal für Aufklärung, dann belebt sich der Faden sicher wieder. Und wir quatschen dann auch gern mit Dir. Oder noch andere Idee: Machste vielleicht einen eigenen Thread mit Deinem speziellen Anliegen auf...Machs gudle und übersichtlich *:)


    Molle

    Hi Dolle,


    erstmal Danke für deinen Hinweis. Da ich mich gestern erst hier angemeldet habe, weiss ich noch nicht wirklich wie das mit den Zitieren hier funzt. Daher habe ich entsprechende Postings, wozu ich was schreiben wollte kopiert, und dann direkt im Anschluss geantwortet. Ich meine hinter jeden Verfasser stehen zwar einige Auswahlmöglichkeiten, wie bsw : "verlinken, von Moderator bewerten lassen, Pn an Verfasser usw..." – nur leider eben nicht die Möglichkeit "zitieren" – Wie funktioniert das? Kannst du mich da bitte einmal aufklären. Wäre schön, und hilfreich. Was mich auch etwas stört, ist das man seine eigene Beiträge, bsw am nächsten Tag nicht noch mal "bearbeiten" kann (wollte ich nach lesen deines Posts nämlich tun, um meinen Post übersichtlicher zu gestalten :)z


    Ich bin natürlich, wie viele Andere auch in mehreren Foren als angemeldeter User unterwegs, und dort gibt es diese Funktionen – auch sehr übersichtlich gestaltet (also für ganz bekloppte, wie anscheinend mich ;-D hehe).


    Desweiteren möchte ich eigentlich kein neues Thema eröffnen, da ich einfach, den Themensteller hier, etwas unterstützen wollte mit meiner Erfahrung ;-)


    Gib mir doch mal bitte einige Tips in Sachen Beiträge zitieren und bearbeiten @:)


    Danke schon einmal im vorraus.


    Lg Tramalex

    Hallo Nausea,


    ich finde mich in so vielem wieder, was du über dich schreibst. Auch ich habe jahrelang Tramadol gegen die Schmerzen (nach Bandscheiben-OP) genommen. Ich habe damals nicht erhöht. Irgendwann waren die Schmerzen wohl weg und der Tramadolkonsum wurde höher. Ich bin jetzt manchmal bei 1600 mg am Tag!


    Was tramalex hier über die Krankenkassen und das Gesundheitssystem schreibt, mag in der Sache richtig sein, es geht aber völlig an dem Problem mit Tramadolverschreibungen vorbei. Am sorglosen Umgang der (meisten) Ärzte ist wohl eher die irrige Annahme schuld, Tramadol hätte kein Abhängigkeitspotential. Das mag für die Physis stimmen, die psychische Abhängigkeit ist jedoch katastropal. Im Beipackzettel steht eben auch, wie du schon geschrieben hast, der Passus mit dem geringen Abhängigkeitspotential. Dadurch wiegen sich Patienten und zuallererst Ärzte in Sicherheit. Berichte von Patienten werden von solchen Ärzten vom Tisch gefegt. Versteh' mich nicht falsch. Die meisten sind gute Ärzte, aber von Suchterkrankungen haben sie keinen blassen Schimmer.


    Tramadol ist ein recht billiges (ich sage hier bewusst nicht "preiswertes") Medikament, die Verschreibungen durch den Arzt verursachen diesem vom Verschreibungslimit her auch kein Kopfzerbrechen.


    Im Beipackzettel steht auch, es macht müde. Bei mir bewirkt es das Gegenteil, eben darum nehme ich es. Ich finde mit diesem Medikament die Realität und den Alltag sehr angenehm. Ohne schaffe ich nichts, alles ist Grau in Grau. Die Ärzte haben zehn Jahre lang Antidepressiva an mir ausprobiert, ausgetestet wie man so schön sagt, keines hatte eine derartige Wirkung, jedenfalls subjektiv. Jetzt schmeisse ich meinen Haushalt mit links.


    Diazepam zur Entkrampfung der Muskulatur zu verschreiben, ist ebenfalls gängige Praxis. Aber es ist so hirnrissig, dafür gibt es keine Worte mehr. Hier schießt der Arzt mit Kanonen auf Spatzen. (Dasselbe ist mir übrigens auch passiert, wurde damals eine Tavorsucht).


    Ich muss noch etwas zu den Fentanyl-Pflastern sagen. Ich habe diese ca. 1/2 Jahr lang benutzt (75 mg am Tag). Ich hätte damals meinen Umzug nicht geschafft. Aber ich musste die Dosis steigern, um die gleiche Wirkung bezüglich Schmerzbekämpfung zu erzielen. Die Nebenwirkungen, Schwitzen, wie benebelt sein, wurden immer schlimmer. Ich bin morgens auch nicht aus dem Bett gekommen. Der Nachtschlaf war sehr verlängert, bis zu 11 Stunden, mein normaler Schlafbedarf liegt bei genau 7 1/2 Stunden. Ich lag morgens mehrere Stunden nicht schlafend, sondern wie narkotisiert im Bett, was ich nicht als angenehm empfand. Man fühlt praktisch nichts, man merkt, dass man "wach" ist, aber kann irgendwie einfach nicht aufstehen. Auch hat Fentanyl bei mir nicht diese euphorisierende Wirkung wie Tramadol.


    Als dann der Leidensdruck wegen der Nebenwirkungen des Fentanyl zu groß wurde, habe ich aufhören wollen. Aber das ging nicht mehr so einfach. Ich war körperlich abhängig geworden. Ich habe stufenweise runterdosiert, was auch recht gut funktionierte. Die letzte Dosis von 25 mg auf Null ging dann nicht mehr. Die Entzugserscheinungen (Zittern, schreckliche Angstzustände, Entzug halt) wurden so schlimm, dass ich sie nicht mehr ausgehalten habe. Ich habe dann auch den Notarzt geholt, weil mein ansonsten normaler Blutdruck völlig nach oben entgleist ist. Der Notarzt hat mir aufgrund meiner Fentanylsucht auch kein Diazepam verschrieben. Ich habe mir das von Bekannten besorgt und habe nur so den kompletten Fentany-Entzug geschafft.


    Bei der Erstverschreibung vom Arzt kein Hinweis auf das Abhängigkeitspotential!!!


    Auf die "Suchtklinik" möchte ich noch kurz eingehen. Ich habe zweimal stationär eine Verhaltenstherapie gemacht, die mir eher weniger geholfen hat. Als ich nach Hause kam, traf mich jedesmal die Sucht mit voller Wucht, darauf wurden wir nicht vorbereitet. Ich sah mich in der Klinik schon auf der sicheren Seite. In diesen Kurkliniken wurden nicht ausschließlich Süchtige behandelt, es war eine bunte Mischung von Menschen mit psychischen Problemen.


    Es war im März, einige in der Klinik haben sich einen schweren Infekt zugezogen. Binnen Tagen waren so gut wie alle Patienten infiziert (Das Vorlegebesteck z.B. am Selbstbedienungsbüffet, Türklinken). Das ging rasend schnell, und es war ein Infekt eher von der gefährlichen Sorte, wochenlanger Husten, vereiterte Nasennebenhöhlen. Es gab nicht eine einzige Tablette dagegen, weder gegen die Symptome, schon gar nicht gegen die Kopfschmerzen. An Antibiotika gar nicht zu denken. Manche Patienten sind in ihrer Verzweiflung zu einem ortsansässigen Arzt gegangen, der ihnen die dringend benötigten Antibiotika verschrieben hat. Ich kam zu der Zeit sowieso nach Hause, bin gleich zum HNO, Das Gleiche, auch Antibiotika. Inzwischen war bei mir auch die Kiefernhöhle betroffen, es wurde echt gefährlich. In diesen Kliniken kriegt man keine Tabletten, gegen nichts, aus Prinzip. Es ist egal, welche Krankheit und wie schwer das Krankheitsbild auch immer ist. Ich weiß nicht, ob diese Kliniken ernsthaft selber daran glauben, dass der Körper sich immer selbst helfen kann.


    Nachtrag:


    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Suchtkranke immer Menschen sind mit besonderer Sensivität, Sensibelchen halt, die mit dem Leben nicht so klar kommen. Diese Menschen sind einfach zu lieb, um das Leben zu leben. Manche finden zwar den Weg aus der Sucht, aber trotzdem nicht ihren Weg ins Leben. Ich glaube, die Veranlagung zur Sucht muss auch vorhanden sein, aber das weiß ich nicht genau. Und meine Empfindlichkeit verstecke ich hinter einer gewissen Ruppigkeit und der großen "Berliner Schnauze). Auch habe ich eine sehr gute Menschenkenntnis entwickelt, wie alle Suchtkranken.


    Bei mir ist die familiäre Veranlagung jedenfalls so, in der Familie meiner Mutter sind alle mehr oder weniger krank geworden, Alkohol etc. Und meine Schwester trinkt. Meiner Mutter blieb die Sucht erspart, aber sie ist Jahrgang 1925 und hatte zwanzig Jahre lang durch den Krieg schlicht keine Gelegenheit, viel Alkohol zu trinken oder Medikamente zu nehmen.


    Nausea, ich hoffe, ich bin hier auf deine Problematik eingegangen. Ich gebe auch grundsätzlich keine Ratschläge, sondern erzähle eben von mir.


    LG


    Sabine

    :)_ Liebe Orchideen, ich möchte Dir einfach Danke sagen, denn Du hast mit wenigen Worten ausgedrückt, wie Menschen zu einer Sucht kommen. Klar, familiäre Veranlagung spielt auch eine gewisse Rolle, ist aber nicht so ausschlaggebend, wie die spezielle Persönlichkeit des Abhängigen. Gerade was Deinen Nachtrag betrifft, kann ich Dir, aus eigener bitterer Erfahrung nur voll und ganz zustimmen. ;-) Auch wenn die durch Sucht erworbene Menschenkenntnis, manchmal nicht so prickelnd ist. Jedenfalls grüße ich Dich ganz herzlich und wünsche Dir ganz dolle viel Glück. Schön Dich kennengelernt zu haben, wenn leider nur virtuell. @:) @:) *:)