Valoron und Entzugserfahrungen?

    Hallo Leute,


    mein Name ist Sly, bin seit 4,5 Jahren gut mit Valoron versorgt. Das fing an, nach der 3. Wirbelsäulen OP. Was soll ich sagen, mir reicht es, permanet "zugedröhnt" durch die weltgeschichte zu laufen. man ist nicht mehr, der man ist. also habe ich mich dazu entscheiden nächste woche einen entzug zu beginnen. wer hat erfahrung mit soetwas???


    gruss


    sly

  • 18 Antworten

    @Sly

    Hallo Sly:-),


    Ich habe auch mal wegen einer OP ca 7 Monate Valoron ret. geschluckt.Anfangs nahm ich 4 x am Tag 150 mg ,als ich runterdosiert hatte auf 3x 100mg wollte ich irgendwann von einem zum anderen Tag ganz aufhören.Aber ich bekam heftigen entzug....


    So habe ich mich ganz langsam runter dosiert bis ich eine Woche lang nur noch eine 50mg am tag nahm.Dann liess ich es ganz und hatte zwar Entzug ,aber nicht sehr schlimm ,ich fühlte mich ziemlich schlapp und hatte Schlafstörungen und Muskelkribbeln.aber schon nach 4 Tagen gings wieder aufwärts:)^


    Nach so einer langen Zeit die Du schon schluckst weiss ich natürlich nicht ,aber ich habe schon oft gehört dass es nicht so schlimm wird wenn man ganz langsam abbaut ,das nennt man wohl auch ausschleichen.


    Also nur Mut !!! ;-)


    ps. hast Du denn noch starke Schmerzen ?


    lG

    mit den schmerzen ist das so eine sache, hab mich belesen, die kommen nur noch hirn und nicht von der birbelsäule. hab jetzt auch 50mg valos da. ein freund (arzt) hilft mir damit aufzuhören. werd es mal mit einer am tag probieren. zur zeit nehme ich über den tag verteilt eine 150er. da werd ich wohl nägel mit köpfen machen müssen.


    gruss mike

    @sly

    Hallo :-)


    ja das wirst Du schon schaffen und vor allem wenn Du da Hilfe bekommst von einem arzt !


    Du wirst Dich danach sehr erleichter fühlen !!!


    So wars zumindest bei mir !! Ich hatte danach auch keinerlei Depries ,sogar ganz im Gegenteil :-)


    also viel Glück wünsche ich Dir !!!! :)*


    lG

    Hey Shunya, du warst doch selber mal heroinsüchtig, wie ich aus einigen deiner Beiträgen hier entnehmen konnte.


    Ist es da nicht propblematisch, wenn du ein Schmerzmittel auf Opiatbasis, auch wenn es in diesem Fall nur "niederpotenter" Vertreter war, einnimmst?


    Oder kann man sich, entgegen einer Alkoholabhängigkeit, eine Opiatabhängigkeit im Laufe der Zeit vollständig "abgewöhnen", so dass man irgendwann wieder bei Null anfängt?

    @cray

    Ich bekam sogar nach der OP (die ist noch nicht so lange her )


    ein Morphin für die starken Schmerzen,aber das schlug garnicht an,weil sich der "Körper "wohl an damals erinnerte.


    Also war es natürlich ein Problem.....


    Ich bekam Valoron anfangs ja in einer sehr hohen Dosis,das war aber das Einzige was mir half die Schmerzen erträglich zu machen.


    und wie gesagt nach 7 Monaten hab ich selbst davon entzogen und das ist mir auch geglückt.


    Oder wolltest Du wissen ob ich nun dadurch wieder Verlangen nach Heroin habe ?


    Nein absolut nicht :-D


    so ich bin nun ein paar Tage nicht mehr hier und kann also erst später wieder antworten falls Du noch Fragen hast.


    lG

    @cray

    bei Opiatabhängigkeit ist es wie beim Alkohol. Die bleibt ein ganzes Leben lang bestehen. Der Körper merkt sich das Zeug auf ewig. Ich war mehrere Jahre Opiatabhängig, dazwischen aber auch Pausen gehabt. Die längste Pause vom Heroin war über ein Jahr. Trotzdem war ich mehr als doppelt so schnell wieder körperlich drauf als beim letzten Mal. Diese lebenslange Überempfindlichkeit kann z.B. bei einer späteren Schmerzbehandlung Probleme machen.


    Ich habe jetzt über 10 Jahre nichts mehr angerührt und auch 0 Verlangen danach. Ich lebe aber in der Gewissheit, dass mir der nächste (hoffentlich niemals eintretende) Rückfall sehr schnell das Genick brechen würde.


    Viele Grüsse

    darauf wollte ich hinaus... was wäre, wenn du als zum beispiel mal einen herzinfarkt erleiden würdest? die schmerzen werden vom notarzt mit iv. gabe von morphin behandelt, was dem heroin sehr ähnlich ist wäre da der rückfall nicht vorprogrammiert?


    oder meinetwegen auch schmerztherapie im allg. nach operationen oder so. pratkisch alle starken schmerzmittel sind irgendwelche opioide.


    wäre es nicht so, dass durch gabe solcher medikamente sofort wieder das verlangen nach heroin aufkommen würde?

    @cray

    eher nicht. Zur akuten Schmerzbekämpfung würden therapeutische Dosen eingesetzt, die dann nicht wirklich berauschend wirken. Problematisch wird eher, dass diese Mittel dann nicht richtig wirken. Das wäre das Hauptproblem. Aber es ist auch sehr gut möglich, dass bei manchen Leuten das Suchtgedächtnis wieder anspringt. Als Betroffener ist daher Vorsorge ganz wichtig. Am besten wäre natürlich so eine Art Ausweis, wie ihn auch Diabetiker oder andere an chronischen Krankheiten Leidende teilweise haben. Ein Notarzt wäre dann im Fall des Falles informiert und könnte Alternativen, die es auch gibt, geben. Das ganze fängt aber schon in viel harmloseren Situationen an. So wird vor Magenspiegelungen etwa gerne ein Benzodiazepin zur Beruhigung gegeben, das ist einer Bekannten zum Verhängnis geworden. Die war innerhalb kurzer Zeit wieder auf 20 Ropies am Tag und dann auch wieder auf H. Und das nach fast 2 Jahren ohne Drogen. Man muss halt immer mitdenken und die entsprechenden Ärzte vorher informieren. Zum Glück gibt es Opiate nicht in jedem Supermarkt oder in Kuchen oder Pralinen wie beim Alkohol. Im Alltag ist man also eher nicht damit konfrontiert.


    Aber mir wird schon mulmig, wenn ich mir überlege, dass man ja auch mal auf stärkere Schmerzmittel angewiesen sein kann.

    Ohmann, bin ich froh, dass ich das hier lese. Ich bin m, 15 Jahre alt und hatte selbst vor einem halben bis 3/4 Jahr einen Entzug hinter mir. Es war nicht besonders schlimm, also es war schon bisschen blöd, aber ich stelle es mir bei Heroin schlimmer vor.

    Erstmal @sly30

    Ich denke schon, dass Du es schaffen wirst. Du wirst es zwar selber zu Hause ausschleichen müssen, aber das wird auch nicht so ein großes Problem. Deine aktuelle Dosis ist nicht so hoch, also wirds noch einfacher. Frage einfach deinen Arzt, ob er dir in Zukunft kleinere Dosen (pl. Dosis :D), dann kannst du es selber besser reduzieren. Ich würde sagen in der ersten Woche nimmst du am Tag nur noch 100mg. Morgens 50 und Abends 50. In der zweiten Woche nur noch 50mg. Es ist aber besser, wenn Du dir vorher überlegst, ob Du sie morgens oder abends nimmst. Abends kannst Du dann vllt. besser einschlafen, wenn Du es morgens nimmst startest Du vllt. schmerzfreier. Und in der dritten Woche würd ich es einfach ganz weglassen oder du nimmst am Tag nur noch 25mg. Dann lässt du es in der vierten Woche ganz Weg. Ich würde deinen Hausarzt unbedingt einweihen, damit er dir sagt, wie Du es am besten machst und weiß, dass er Dir in Zukunft kein Valoron mehr verschreibt. Nur noch im Notfall.


    Statt Wochen kannst du aber auch in 3-Tages-Abständen vorgehen, so war es bei mir.


    So wurde es bei mir gemacht. Auf der einen Seite wollte ich auf aufhören, weil ich merkte, dass es mich verändert, auf der anderen Seite wollte ich es behalten weil ich dachte, ich würde es noch gegen die Schmerzen brauchen. Ich war nur aggressiv und wollte irgendwo meine Wut ablassen. Ich war schnell genervt und hab meine Mitmenschen schnell beleidigt. Aber dass ist nur die ersten 3 Tage so gewesen, dann war es vorbei.


    Danach war ich froh, es geschafft zu haben.


    Also wie gesagt, ich bin froh, dass ich das hier lese. Denn ich hatte vergessen, dass mich das Zeug verändert hatte und der Entzug doch ziemlich blöd war. Aber dass man wie zugedröhnt ist, ist glaube ich das schlimmste. Ich hatte mir bis eben schon wieder vorgenommen, wieder (ohne ärztliches & elterliches Wissen) Valoron zu nehmen, weil ich dache/ denke die Schule ist dann leichter für mich. Dass ich besser lernen kann und so. Aber ich bin mir nicht sicher ob es sich lohnt, denn ich glaube, die Beziehung zu meinen Mitmenschen wäre dann nicht mehr so "gefühlvoll" (oder so).


    Ich habe noch 150 Stk. hier zu Hause. Mein Arzt hat gesagt, ich soll sie wegschmeißen, ich sag mir dann immer, dass ich sie für den Notfall behalte, wenn ich wieder ganz starke Schmerzen habe. Aber auch in diesen Momente wieder stehe ich, weil ich eigentlich vernünftig bin. Wenn ich damit wieder anfange, dann in einer Situation, in der ich objektive Entscheidungen treffen kann, also nicht wenn ich Schmerzen oder Sorgen habe.


    Letztens war ich wieder fast so weit, und hatte sie schon aus dem Schrank geholt. (Nachts) Ich habe dann einfach in der Charité angerufen, und nach irgendeinem Arzt gefragt, den ich nicht kenne. Er hat dann gesagt, dass ich den ersten guten Schritt schon gemacht hätte, und angerufen habe. Danach waren meine Schmerzen zwar nicht besser, aber ich wusste, dass ich kein Valoron nehmen darf.


    Mich wundert auch, wie unterschiedlich sich Ärzte bei Erwachsenen und Jugendlichen verhalten. Ich habe hier schon öfter gelesen, dass Patienten jahrelang Valoron oder ähnliches verschrieben bekommen, ohne dass der Arzt mal nachfragt. Bei Jugendlichen ist es ganz anders. In dem Moment, in dem mein Arzt gemerkt hat, dass es mit meinen Schmerzen bergauf geht, hat er sofort die Bremse gezogen und es reduziert, ob ich wollte oder nicht. Ich hatte dann einen Entzug, den ich auch auf eigene Faust beschleunigt habe, in dem ich immer weniger wollte. Dann wurden die Schmerzen doch wieder besser. Es war ziemlich anstrengend, den Ärzten klar zu machen, dass ich wieder bisschen Valoron gegen die Schmerzen will, nicht für meine Kopf. Jedenfalls hab ich dann wieder 50mg am Tag bekommen, damit es etwas besser wird. Nach ca. 5 Wochen nach dem Krankenhausaufenthalt hat meine Hausärztin dann gesagt, dass wir es wieder probieren müssen, ob die Schmerzen auch ohne V. erträglich sind. Naja, dann hatte ich wieder einen "kleine" Entzug und jetzt nehm ichs nicht mehr.


    Also das wars von mir...

    Hallo Leute...


    ich bin ganz neu hier und hab mal ne Frage. Ich nehme seit nun fast einem halben Jahr Valoron und kann damit irgendwie nicht so richitg auffhören. Ich habe etwas Angst da ich Anfang März operiert werde und ich befürchte dass die Narkose dann nicht richtig bei mir anschlägt. Kann das sein?? Besteht die Möglichkeit dass ich aufgrund meines Valoron-Konsums Probleme bekommen werde bezüglich der Vollnarkose?? Ist es zwingend notwendig dass ich eine gewisse Zeit vorher damit aufhöre?... Kennt sich jemand damit aus?? Bitte! Ich wäre für jede Antwort dankbar. ???

    Das hängt davon ab was für eine Operation das ist. Und was für eine Narkose du bekommst.


    Eine lokale, oder eine Vollnarkose. Und hier wieder die genaue Art der Narkose. Als Analgetika werden in der Regel als Mittel der Wahl kurzwirksame, hochpotente Opioide eingesetzt die in der Regel eine wesentlich höhere Rezeptoraffinität haben als Valoron. Von daher denke ich weniger dass das ein Problem ist. Ich kann mir gut vorstellen dass du vor der Operation oder 3 Tage das Schmerzmittel absetzen musst, da man sicher keine Interaktion möchte.

    Hallo Leute,


    also ich möchte jedem DRINGEND abraten, den Ärzten jeglichen Konsum von Opioiden zu verschweigen. Ich selbst hatte einmal eine Unterleibsoperation, wobei ich mich entschied, mich örtlich betäuben zu lassen. Diese Betäubung schlug nicht im geringsten an, der Narkosearzt wollte nicht darauf eingehen, dass ich noch volles Gefühl hatte (er wusste nichts von meinem Konsum), sagte, seien nur meine Nerven weil ich so Angst hätte, gab dem OP-Arzt das OK zum Anfangen... Was danach folgte, war wie im übelsten Horrorfilm: Er schnitt mich auf (war ein relativ langer Schnitt, quer am Unterbauch), ich dachte ich müsse vor Schmerzen in Ohnmacht fallen. Als er dann mit der Hand in den Bauch wollte, bin ich ihm fast vom Tisch gesprungen (meine Beine sollten eigentlich gelähmt sein). Dann hat der OP-Arzt "Sofort intubieren" gerufen, dann kam eine Atemmaske und ich war weg. Die Schmerzen auch nach dem Aufwachen waren die Hölle.


    Leute, setzt euren Arzt in Kenntnis!!! So ein Erlebnis ist nicht witzig.*:)