warum konsumiert man überhaupt drogen?

    die frage klingt wahrscheinlich etwas dumm/naiv, aber vielleicht möchte trotzdem jemand was dazu sagen.

    drogen/alkohol... nichts womit ich bisher viel erfahrung gemacht habe oder machen möchte. ich mag alkoholische getränke vom geschmack her nicht, trinke aber ab und zu was, um lockerer zu werden. in letzter zeit auch, weil es mir hilft, runterzukommen. das ist der grund, um über dieses thema nachzudenken: gibt es wirklich leute, die alkohol konsumieren, weil es ihnen schmeckt, und nicht um spaß zu haben oder weil sie sich schlecht fühlen?

    dasselbe mit drogen... ich hab zweimal gras geraucht, konnte damit nicht viel anfangen und hab es dann bleiben lassen. war auch ehrlich gesagt mehr gruppenzwang.

    in letzter zeit habe ich ein paar mal gedacht dass ich es verstehen kann, wenn man sich mit drogen oder alkohol betäuben will. und frage mich selbst ganz offen, würde ich es tun wenn ich die gelegenheit dazu hätte?

    es geht einfach nicht in meinen kopf rein, warum menschen einfach so konsumieren ohne drüber nachzudenken. nehmen die die gefahr nicht ernst oder ist es ihnen egal?

    ich mache mir schon gedanken, wenn ich ein paar tage hintereinander was trinke. bei drogen stelle ich es mir so vor, dass die dafür sorgen würden, dass ich mich besser fühle und dann hätte ich kaum einen grund, den konsum wieder einzustellen. daher ist es doch besser, es gar nicht erst zu versuchen. oder?


    tl;dr ist kontrollierter konsum möglich oder interessiert die leute die gefahr einfach nicht?

  • 15 Antworten

    Und worauf willst du jetzt hinaus?


    Natürlich gibt es Leute, die Alkohol trinken, weil es ihnen schmeckt. Kommt ja auch auf das Getränk ansich an und ja da ist auch ein kontrollierter Konsum möglich.

    unpolar schrieb:

    gibt es wirklich leute, die alkohol konsumieren, weil es ihnen schmeckt, und nicht um spaß zu haben oder weil sie sich schlecht fühlen?

    Ich trinke sehr sehr sehr wenig Alkohol, wenn aber dann welchen, der lecker ist. leckere Cocktails, nen Cidre, ne Weißweinschorle. Das ist dann tatsächlich lecker. betrunken werd ich davon nicht. Wir haben sogar Alkoholfreies Bier / Radler hier, das würde deiner Auffassung nach ja keinen Sinn machen. Dass jemanden ein Strohrum pur schmeckt glaube ich allerdings auch kaum.


    Ansonsten ja gebe ich zu 2,3 mal im Jahr aus Gruppenzwang, wenn ich halt "mit Anstoße, oder nen Kurzen mittrinke". Aber das ist auch nicht, weil ich mich schlecht fühle oder weil ich Spaß haben will.... Ehrlich gesagt hab ich noch nie Alkohol getrunken weil ich mich schlecht fühlte...


    unpolar schrieb:

    ich es mir so vor, dass die dafür sorgen würden, dass ich mich besser fühle und dann hätte ich kaum einen grund, den konsum wieder einzustellen. daher ist es doch besser, es gar nicht erst zu versuchen. oder?

    Ich habe ja noch nie irgendetwas genommen. Aber ich denke genau das ist das Problem. Du fühlst dich während dem Konsum unbesiegbar und danach schlechter als je zuvor...

    Allein dass man weiß, dass manche Drogen sehr schnell abhängig machen (und das teils sogar körperlich, welch gruselige Vorstellung) hat auf mich genug abschreckende Wirkung...

    Du willst wissen, warum Drogen konsumiert werden? Du nennst doch allein schon 4 Gründe, warum DU Drogen konsumierst:

    - Locker werden

    - Entspannung

    - Gruppenzwang

    - Flucht vor der Realität


    Das geht anderen genauso. Und ja manche trinken Alkohol, weil er ihnen schmeckt, z.B. Cocktails oder Wein zum Essen.

    Zitat

    drogen/alkohol... nichts womit ich bisher viel erfahrung gemacht habe oder machen möchte. ich mag alkoholische getränke vom geschmack her nicht, trinke aber ab und zu was, um lockerer zu werden. in letzter zeit auch, weil es mir hilft, runterzukommen.

    Widersprichst du dir da nicht?


    Du möchtest einerseits damit keine Erfahrung machen und magst den Geschmack nicht. Du trinkst es aber um lockerer zu werden und runterzukommen.

    Das ist die schlechteste mögliche Begründung für Alkoholkonsum. Das Alkohol so wirkt ist ja nun kein Geheimnis. Aber das gezielt einzusetzen, finde ich bedenklich.

    Zitat

    gibt es wirklich leute, die alkohol konsumieren, weil es ihnen schmeckt, und nicht um spaß zu haben oder weil sie sich schlecht fühlen?

    Also wenn es mir nicht schmecken würde, würde ich es lassen. Macht in dem Fall auch keinen Sinn, sich an den Geschmack zu gewöhnen. Es handelt sich um ein Genussmittel und kein Grundnahrungsmittel.

    Spaß kann ich auch anders haben.

    Und wer zum Alkohol greift, weil er sich schlecht fühlt, ist auf dem besten Weg in die Abhängigkeit.

    Zitat

    dasselbe mit drogen... ich hab zweimal gras geraucht, konnte damit nicht viel anfangen und hab es dann bleiben lassen. war auch ehrlich gesagt mehr gruppenzwang.

    Drogen sind ein Nogo. Und auf die Gruppe kann ich gut verzichten.

    Ich würde auch keinen Alkohol aus Gruppenzwang konsumieren.

    Spätestens wenn man selber fahren muss, sollte man es eh bleiben lassen.

    Zitat

    In letzter zeit habe ich ein paar mal gedacht dass ich es verstehen kann, wenn man sich mit drogen oder alkohol betäuben will. und frage mich selbst ganz offen, würde ich es tun wenn ich die gelegenheit dazu hätte?

    Hast du auf die Frage schon eine Antwort?


    Grundsätzlich null Verständnis dafür meinerseits.

    Zitat

    es geht einfach nicht in meinen kopf rein, warum menschen einfach so konsumieren ohne drüber nachzudenken. nehmen die die gefahr nicht ernst oder ist es ihnen egal?

    Sehe ich genauso.

    Zitat

    ich mache mir schon gedanken, wenn ich ein paar tage hintereinander was trinke. bei drogen stelle ich es mir so vor, dass die dafür sorgen würden, dass ich mich besser fühle und dann hätte ich kaum einen grund, den konsum wieder einzustellen. daher ist es doch besser, es gar nicht erst zu versuchen. oder?

    Ein paar Tage hintereinander ist bei mir noch nie vorgekommen.

    Bei Drogen hätte ich Angst, dass ich nicht mehr Herr meiner Sinne bin. Ich würde auch keine Hypnose machen wollen. Eventuell "fremdgesteuert" zu sein, macht mir Angst.

    Und wer einmal die Grenze zum "Besser fühlen" überschritten hat, ist meines Erachtens ruck zuck drin im Sumpf. Und es ist immer besser, es gar nicht erst zu versuchen.

    Zitat

    tl;dr ist kontrollierter konsum möglich oder interessiert die leute die gefahr einfach nicht?

    Kontrollierter Alkoholkonsum ist möglich, denke ich. Trinken ja die meisten welchen gelegentlich. Trotzdem sind nicht alle Alkoholiker. Unkontrolliert wäre aber für mich schon regelmäßig, also die Flasche Feierabendbier aus Gewohnheit, beispielsweise.

    unpolar schrieb:

    es geht einfach nicht in meinen kopf rein, warum menschen einfach so konsumieren ohne drüber nachzudenken. nehmen die die gefahr nicht ernst oder ist es ihnen egal?

    ich mache mir schon gedanken, wenn ich ein paar tage hintereinander was trinke. bei drogen stelle ich es mir so vor, dass die dafür sorgen würden, dass ich mich besser fühle und dann hätte ich kaum einen grund, den konsum wieder einzustellen. daher ist es doch besser, es gar nicht erst zu versuchen. oder?

    Mir ist unklar, warum es nicht in deinen Kopf rein geht. Du nennst doch selbst genug Gründe.

    unpolar schrieb:

    dasselbe mit drogen... ich hab zweimal gras geraucht, konnte damit nicht viel anfangen und hab es dann bleiben lassen. war auch ehrlich gesagt mehr gruppenzwang.

    Und wenn du damit was hättest anfangen können, wärst du möglicherweise dabei geblieben. So schwer ist das doch nicht zu verstehen. Deshalb: Ja, es wäre besser, es nicht zu probieren, aber du hast es ja selbst schon.

    ich habe meine frage wahrscheinlich etwas uneindeutig formuliert. ich sehe halt nur zwei gründe, warum man drogen konsumieren sollte:

    1. negative intention, man will sich damit betäuben -> frage: ist den leuten das suchtpotential nicht bewusst oder wird es absichtlich ignoriert?

    2. als genussmittel -> da bin ich einfach skeptisch, ob das in der realität möglich ist. hier wurden ein paar für mich nachvollziehbare beispiele genannt bzgl alkohol. ich meine aber eher härtere sachen, partydrogen usw. da kenne ich mich zu wenig aus um konkrete beispiele nennen zu können. ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man heroin oder mdma oder kokain usw zum spaß nimmt und das komplett kontrollieren kann. was ich nicht verstehe ist ob kontrollierter konsum möglich ist oder ob die leute so dumm sind sich das einzureden oder ob es ihnen einfach egal ist. das ist im grunde meine frage.

    Ich finde es nicht per se bedenklich, wenn man Alkohol und andere Drogen ganz bewusst und gezielt um ihrer Wirkung willen konsumiert. Alles andere hängt dann von der konkreten Droge, dem Anwender und dem Konsummuster ab.


    Gerade mit Cannabis habe ich in jüngeren Jahren viele angenehme Erfahrungen auf Feiern und anderen menschlichen „Rudelveranstaltungen“ gemacht, die ich nicht missen wollen würde. Alkohol habe ich selten getrunken und wenn dann ausschließlich wegen der Wirkung. Nur selten habe ich gezielt gekifft, um mich zu betäuben bzw. eine unschöne Situation erträglicher zu machen. Darin sehe ich nichts Schlechtes, solange es nicht zur Gewohnheit wird. Suchtgefährdet war ich gleichwohl nie insoweit; das mag bei anderen wiederum ganz anders aussehen.

    Ich finde, dass es durchaus positive Gründe gibt, um Drogen zu konsumieren. Das war bei mir meistens der Konsumgrund. Ich fand zB beim Cannabis die veränderte Wahrnehmung von Lichtquellen im Raum immer sehr interessant und aus sich heraus schön.

    Zitat

    ich habe meine frage wahrscheinlich etwas uneindeutig formuliert. ich sehe halt nur zwei gründe, warum man drogen konsumieren sollte:

    Ich sehe gar keinen Grund. Drogen machen immer abhängig und schädigen den Körper.

    Zitat

    1. negative intention, man will sich damit betäuben -> frage: ist den leuten das suchtpotential nicht bewusst oder wird es absichtlich ignoriert?

    Wenn du etwas nicht mehr aushältst und weißt, wie du dich dem entziehen kannst, dann sind dir die Folgen egal. Wer noch die Folgen im Blick hat, fängt gar nicht erst an.

    Und so typische Einsteiger, die denken, dass ja bei einmal nichts passieren kann, ignorieren die Folgen tatsächlich. Ich gehe davon aus, dass sie trotzdem um das Suchtpotential wissen. Und wenn tatsächlich nichts Negatives passiert oder sogar ein positiver Effekt eintritt, macht man halt unter Umständen weiter. Und ich möchte nicht ausschließen, dass manche Drogen sofort körperlich abhängig machen. Da kannst du dich dann nicht wehren.

    Zitat

    2. als genussmittel -> da bin ich einfach skeptisch, ob das in der realität möglich ist.

    Ich denke mal, das hängt davon ab, wie schnell die Droge abhängig macht. Von einem Glas Sekt wird man ja nicht gleich abhängig. Da macht es, glaube ich, die Menge und die Regelmäßigkeit. Das Gleiche bei Zigaretten. Es gibt durchaus Gelegenheitsraucher.

    Und Drogen und Genussmittel sind für mich ein himmelweiter Unterschied. Genussmittel bekommst du ja an jeder Ecke ganz legal. Drogen sind doch immer illegal, wenn ich mich mangels Erfahrung nicht täusche.

    Das macht das Thema Cannabis auch so schwierig. Für medizinische Zwecke halte ich auch eine Abhängigkeit für vertretbar. Und da sind dir die Folgen schlichtweg egal, weil du unter der Krankheit auch nur leidest.

    Grundlage für Heroin ist ja Morphin. Und das wird ja nun als Schmerzmittel eingesetzt. Allerdings auch erst dann, wenn gar nichts anderes mehr wirkt. Da ist dir dann auch egal, was du dir da so einfilterst.

    Warum Menschen Drogen zum Spaß nehmen, ist mir auch schleierhaft. Ich denke mal, da ist viel Einbildung dabei, dass man das kontrollieren kann. Das ist ja mit jeglichen Süchten so. Das schaukelt sich halt hoch. Es tritt unbemerkt eine psychische und körperliche Abhängigkeit ein. Und dann sind dir die Folgen egal. Der Süchtige selbst merkt ja auch meistens erst, dass er süchtig ist, wenn er ganz tief drinsteckt.

    Und ich gehe davon aus, dass beim ersten Konsum auch häufig Gruppenzwang der Grund ist.

    Aber Spaß als Grund Drogen zu nehmen, ist realistisch. Warum auch immer. Genauso realistisch ist seelischer Stress, Zukunftsängste, Gruppenzwang.... Aber nachvollziehbare Gründe sind das in meinen Augen alles nicht.

    Der Mensch ist glücks- und erlebnisaffin. Er sucht Bewusstseisveränderungen und neben Liebe, Essen, Sport etc. gibt es halt noch ein paar andere Mittel die auf die Ausschüttung bestimmter Stoffe Auswirkung haben.

    Ich frag mich warum man da so verhärtet und abwertend rangehen muss. Als ob Menschen die irgendeine Form von Rausch (egal welche Droge, inkludiert Alkohol) gerne erleben immer weniger wert sind. Und das ist lächerlich. Sich Berauschen und Drogen sind Teil der Gesellschaft. Ja, es ist mit Gefahren verbunden und viele unterschätzeb sie bzw. versuchen ein seelisches Loch mit Drogen zu stopfen. Aber das ist eine Reaktion die aus einer tieferen Symptomatik angetrieben wird.

    Ja, es gibt rekreativen Drogengebrauch ohne Absturz. Man muss sich halt dem tatsächlichen Suchtpotential bewusstsein. Z.B. die angesprochenen Morphine: Jeden den ich kenn, der sie zwei, dreimal genommen hat wird dir sagen: Unschlagbares Gefühl, aber dir ist sofort klar wie gefährlich es ist, denn Morphine machen wirklich alles gut. Alles. Bist du gleich abhängig? Nein. Bist du zum Scheitern verurteilt, weil du ein bisschen mit Substanzen spielst? Auch nein.

    Aber es ist nunmal ein Erlebnis und jeder sucht ein anderes. Freunde von mir die dissasoziative Drogen genommen haben, mochten das Gefühl dass Logik komplett anders funktioniert.

    Es gibt hundert Gründe es zu tun und die sind sehr sehr in der menschlichen Natur verankert. Man kann Drogen genießen ohne gleich ein lasches Wrack zu werden. Man darf nur nicht zulassen, dass Drogen sich zu sehr häufen oder vor den wichtigen Dingen im Leben kommen.

    (Und seine Pfoten tunlichst von bestimmten Drogen lassen. Meth, Crack und Konsorten sibd Müll in jeder Hinsicht)

    Ob jetzt irgendjemand findet, dass das 'berichtigte Gründe' sind ist zweitrangig. Jeder hat da andere Kennzahlen. Ich find es gibt keinen Grund für jeden Tag Schoggi bzw. keine besseren als nicht dann und wann (nein nicht sooft wie Schoggi) mal bissi mit der Gehirnchemie zu spielen.

    wenn dich interessiert warum Menschen Drogen konsumieren sollte dir klar sein dass die gesamte Menschheit seit Anbeginn ihrer Existenz in jedem Kulturkreis Drogen konsumierte


    hauptsächlich aus spirituellen/religiösen Gründen, aus kulturellen Gründen zur Stärkung der Gemeinschaft, um zu heilen etc.


    heute gibt es viele Gründe dafür, vom einfachen Spaß haben bis zur Selbsterfahrung und Bewusstseinserweiterung, Neugier


    ein eindimensionaler Blick auf Drogen und Konsumierende hilft jedenfalls nicht weiter

    unpolar schrieb:

    gibt es wirklich leute, die alkohol konsumieren, weil es ihnen schmeckt,

    ja, kommt vor.

    Manchesmal ein kaltes Bier.

    Oder Erdbeeren Romanoff (mit Eis, Schlagobers und einem Schuss Likör oder Schnaps drüber).

    unpolar schrieb:

    ich mache mir schon gedanken, wenn ich ein paar tage hintereinander was trinke.

    ja, das mache ich mir auch. Bin wahrscheinlich nicht so der Typ.

    unpolar schrieb:

    es geht einfach nicht in meinen kopf rein, warum menschen einfach so konsumieren

    verstehe ich auch nicht ganz. Bin wahrscheinlich nicht geeignet dafür. Ich hab mir auch das Rauchen abgewöhnt, weil ich es nicht wollte, süchtig zu sein. Und den Zucker im Tee.

    Eine Zeitlang hab ich mir das Kaffeetrinken auch abgewöhnt.


    Wenn ich zuviel Alkohol trinke, mag ich irgendwann nicht mehr. Oder als ich geraucht habe, habe ich irgendwann Kopfschmerzen bekommen.


    Wobei ich mich frage, warum nicht mehr legale Schmerzmittel und Psychopharmaka konsumiert werden, gibts bei uns sogar auf Rezept und es sind pharmakologisch und chemisch geprüfte Präparate, die nicht mit Dreck von der Strasse (wie diverse Drogen) verunreinigt sind und kosten quasi nix.


    Bei Ratten gibts ja angeblich 10 bis 20 % Suchtpersönlichkeiten, hat man mal mit einem Test nachgewiesen. Da wurde Ratten Alkohol, Zuckerlösungen und Heroin- und Kokainlösungen und ähnliches (glaube ich) in der Form verabreicht, dass es in Trinkfläschchen zur freien Entnahme im Käfig gehangen ist. Die meisten Ratten haben nur gelegentlich davon gesüffelt, wie unsereiner gelegentlich ein Bier oder einen Kaffee trinkt, aber die paar Prozent waren von der Flasche überhaupt nicht mehr wegzubringen.


    Dürfte bei uns Menschen vielleicht auch ähnlich sein.

    unpolar schrieb:

    tl;dr ist kontrollierter konsum möglich oder interessiert die leute die gefahr einfach nicht?

    Drogen sind eine kulturelle Frage und es gibt sie in allen Kulturen, von der Antike bis heute. Und da die Menschheit nicht binnen 3 Generationen komplett versackt war, scheint auch kontrollierter Konsum möglich zu sein. Man kann ja auch ein Bier trinken, ohne direkt zum Alki zu werden. Und das funktioniert so mit fast allen Drogen. Von Salvia Divinorum aus der Atztekenepoche über Goethes Stechapfeltee bis zu Van Goghs Absinth. Der eine knallt sich weg und kann nicht genug bekommen, der andere betrachtet es als Genusskomponente in besonderen Momenten.

    unpolar schrieb:

    2. als genussmittel -> da bin ich einfach skeptisch, ob das in der realität möglich ist.

    Selbstverständlich ist das möglich, ich bin das beste Beispiel dafür. Ich bin totaler Fan von guten Whiskys und war noch nie von einem guten Whisky betrunken. D.h. den Effekt von Alkohol merke ich nicht, wenn ich an 4cl 45 Minuten süppel.


    Darüber hinaus genieße ich in warmen Sommernächten gerne einen guten Zigarillo zum Whisky. Das passiert vielleicht 3-4 mal im Jahr. Ich bin aber kein Raucher.