Was hab ich bloß getan?

    Hallo,


    ich melde mich hier, weil ich nicht genau weiß was ich tun soll.


    Zu meinem Problem:


    ich hatte vor etwa einem Monat nach Marihuana-Konsum einen heftigen Absturz (extremes Derealisierungsgefühl). Ich war noch Tage danach verwirrt und spürte die Wirkung der Derealisation.


    Als ich mich wieder einigermaßen ok fühlte, was knapp 3 Tage dauerte, hörte ich sofort mit dem Marihuana-Konsum auf.


    Das ging etwa 3 Wochen gut. Plötzlich, vor etwa einer Woche hatte ich wieder dieses sehr komische Gefühl, dass die Welt unecht ist, alles nur gespielt. Was der Auslöser war, weiß ich nicht genau, wir waren zu dem Zeitpunkt mit paar Freunden auf einem Parkplatz. Seitdem stecke ich in diesem "Sumpf".


    Ich wache jeden Morgen auf, und hoffe, dass wieder alles so ist wie vorher. Morgens nach dem Aufwachen merke ich die Symptome kaum, doch nach und nach falle ich in die Derealisation, und stecke dann immer wieder in Grüblereien, habe ab und zu Panikattacken (was wenn ich das und das habe, was wäre wenn..... usw) und habe irgendwie überhaupt keine Motivation.


    Nun mach ich mir Sorgen, wie ist es mit Derealisation nach Cannabis-Konsum? Gehen die Symptome von alleine weg oder muss ich mich unbedingt ärztlich untersuchen lassen?


    Hoffe ihr könnt mir helfen,


    Danke & Gruß

  • 22 Antworten

    grüss dich


    ich rate dir dringend am montag mal bei einen neurologen anzurufen um einen termin auszumachen. ebenso wäre die drogenberatungsstelle ein anlauf für dich.


    was viele nicht wissen ist das hasch eben doch abhängig macht - auch wenn nicht körperlich aber psychisch.


    also ab zum neurologen! anders tust du dir selbst keinen grossen gefallen


    gruss

    @ whateveryoulike

    Hört sich gar nicht gut an. :(v:(v:(v


    Ich will Dir keine Paranoia machen, aber Du weisst sicher selber das THC zu Psychosen führen kann. Dazu musst Du nicht über Jahre ein Hardcorekiffer sein!:(v:-({:(


    Die Derealisation kann sich auch durch einmaligen Konsum einstellen, Panikattacken und die mangelnde Motivation sprechen auch für eine Psychose oder temporäre Verwirrung.


    Jedenfalls glaube ich auch das Du Dir schleunigst eine fachärztliche Meinung einholen solltest!:)D


    Viel Glück!!!;-)


    mazwie@:)

    hallo,


    so wie ich das verstanden habe, hängt eine drogeninduzierte psychose immer mit realitätsverlust zusammen. man hört stimmen, hat halluzinationen und kriegt paranoide zustände.


    ich kann diese symptome bei mir keinesfalls erkennen, vielmehr leide ich an depressiver verstimmung, wenn ich draußen unterwegs bin an derealisierung und selten an angstzuständen, dass ich an irgendwas erkrankt sein könnte (vielleicht habe ich einen tumor, muss ich sterben?? usw).


    es geht mir auch von tag zu tag bisschen besser, zwar bin ich immernoch etwas "verwirrt", aber bei weitem nicht so wie an den ersten tagen

    klingt so als wärst du auf dem zeug hängengeblieben. so ist das mit drogen. den einen trifft's, den einen nicht.


    evtl. kommen wieder unangenehme erinnerungen aus der kindheit hoch? oder wie ist das bei dir, außer, dass du dich als schauspieler fühlst?

    Die von dir genannten Symptome müssen nicht auftreten. Und ob du unter Realitätsverlust leidest, kannst du am wenigsten feststellen, sonst wäre es ja kein Realitätsverlust. Das soll jetzt kein Angriff sein. Ein "Hängenbleiben" auf Drogen ist ja nichts anderes, als das von dir beschriebene. Diese Symptome müssen nicht bei jedem gleich sein. Ich hoffe für dich, dass es nicht für immer bleibt, leider kenne ich bisher nur Gegenbeispiele.

    @ AufGanzerLinieVersagt:

    Derealisationsgefühle müssen nicht von Drogen kommen..."Drogen" machen es natürlich nicht besser. Aber es gibt auch Leute, die aufgrund irgendwelcher Stoffwechselkrankheiten, schon seit ihrer Kindheit Derealisationsgefühle haben, und zu dem Zeitpunkt keine Medis u.ä. genommen haben !


    Es ist nicht alles immer nur psychisch bedingt ! *:)

    So, hab mich extra hier angemeldet damit du auch mal ne vernünftige Antwort kriegst %-|


    Mal vorneweg: Ich kenn das Gefühl das du beschreibst, ich hatte sowas selbst mal nach dem Kiffen; und ich weiß das es besch** ist. ;-)


    Bei mir ging es damals nach 2 Wochen strikter Abstinenz weg, ich würd dir deswegen einfach raten, das zu tun, was du ohnehin schon tust: nicht kiffen. Alkohol lässt du am besten auch weg, hat bei mir damals die Symptome nur verstärkt bzw eine änhliche Symptomatik hervorgerufen und war deswegen alles andere als angenehm.


    Was du zusätzlich noch tun kannst: Versuch Sport zu machen (damit spürst du deinen Körper besser), dich allgemein gesund zu ernähren, viel zu trinken und vor allem dich abzulenken. Es hilft nichts wenn du quasi permanent einen "Realitätscheck" machst ("Isses jetzt schon besser? Nein? Scheiße, ich werd nie wieder normal..." etc), damit machst du dich nur verrückt.


    Probier es einfach mal damit, normalerweise sollte es wieder weggehen.


    Noch was: Selbst wenn die Symptome weggehen, sei besser sehr sehr vorsichtig bevor du wieder kiffst und mach am besten ne längere Pause, wenn du es nicht gleich ganz sein lassen willst. Bei mir hat es hingehaut nach 3 Monaten Totalabstinenz, muss aber nicht bei jedem so sein.


    Ich hoffe du hast dich durch meinen etwas längeren Beitrag durchkämpfen können und er hat dir etwas geholfen :-)


    Lg so.what


    P.S.: @ aufganzerlinieversagt


    Du hattest noch nie eine Derealisation oder? Sonst wüstest du nämlich, dass man das leider sehr wohl bemerkt, sonst wäre es ja schließlich kein Problem ;-)

    ich nehme die realität wahr, weiß wie sie normal ist, und ich merke ja, dass etwas nicht stimmt. ich kann ja sogar sagen WAS genau nicht stimmt :-( und das macht mir zu schaffen, weil ich nämlich angst habe, nie wieder wie früher zu fühlen und zu denken.


    ich habe einige berichte von leuten gelesen, die an depersonalisierung und derealisierung leiden bzw gelitten haben. meine symptome decken sich zu fast 100% mit ihren.




    was mich interessiert ist, gibt es hier jemanden der ähnliches schon durchgemacht hat?


    das würde mich sehr beruhigen, dann wüsste ich nämlich ich bin nicht alleine mit diesem problem .. oder sind meine leidensgenossen etwa schon alle in psychatrien eingesperrt ^^

    Nochmal ich: Sry AufGanzerLinieVersagt, hab jetzt erst bemerkt dass du das auf die Psychosesymptome bezogen hattest. Bitte entschuldige. :-)


    Ich glaub allerdings trotzdem nicht, dass er eine Psychose hat. Ich kenn mich damit zwar nicht wirklich aus, aber er scheint mir doch zu "normal" und kohärent dafür zu sein^^. Und wie gesagt, ich kenne die Symptome, die er beschreibt, und bei mir hat sich das auch wieder gegeben.

    Öh, whateveryoulike, hast du meinen ewig langen Beitrag direkt über dir eigentlich gelesen?^^


    Falls nicht, lies ihn, hab ihn ja genau deswegen geschrieben weil ich genau dasselbe hatte wie du. ;-)


    Und ja, du meinst dieses Gefühl, dass die Realität zwar normal ist wie immer, aber nicht zu 100% an _dich_ heranreicht oder? Dass du quasi nen dünnen, nicht sichtbaren, aber sehr deutlich merkbaren "Abstand" zum Geschehen hast und du nicht ganz Teil davon bist sondern leicht außerhalb stehst, ohne hinreichen zu können.


    So in etwa?


    P.S.: Wenn du magst, kannst du mir eine PM schreiben und ich geb dir meine ICQ-Ne, wenn du so nochmal drüber quatschen willst. :-)

    0so.what0 danke danke danke, genau so einen beitrag wollte ich lesen


    habe meinen beitrag geschrieben als deiner noch nicht da war


    und JA, genau dieses gefühl meine ich.. für aussehnstehende sehr schwer zu erklären. es ist einfach so, als ob ich mich nur zu 50% in der welt befinde. ich nehme alles wahr, fühle die tastatur, die maus, merke wie im nebenzimmer der fernseher läuft, aber irgendwie realisiere ich es nicht wirklich

    Ok, AufGanzerLinieVersagt, ich seh schon dass ich langsam besser die Klappe halten sollte was das betrifft^^


    Bist du in Behandlung? Ich kenn mich damit nämlich echt (außer halt durch Wiki und co) nicht aus, deswegen nutz ich die Gelegenheit gleich mal, um meinen Horizont zu erweitern, wenn es dir nichts ausmacht^^ (<-- wenn doch, brauchst es nur sagen, dann bin ich still^^)

    Joa, ich bin in Behandlung. Ich musste auch lange Zeit Neuroleptika nehmen. Welch ein Fehler! Wenn man so lange wie ich unter einer Psychose leidet, ist es chronisch und dann kann man mit Medikamenten nicht viel ausrichten, außer dass man 40 Kilo zunimmt, die man sich dann unter Qualen wieder abtrainieren muss.


    Wenn du noch etwas darüber wissen möchtest, poste ich einfach mal die PN, die ich dem TE auf Anfrage geschrieben habe.